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Eberstein (Kärnten)

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Vorlage:Hinweisbaustein

Marktgemeinde
Eberstein
Wappen Österreichkarte
[[Datei:{{#property:p94}}|100px|Wappen von Eberstein]]
Eberstein (Kärnten) (Österreich)
Eberstein (Kärnten) (Österreich)
Basisdaten
Staat: OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
Land: Vorlage:AT-K
Politischer Bezirk: St. Veit an der Glan
Kfz-Kennzeichen: SV
Hauptort: Eberstein
Fläche: 65,24 km²
Koordinaten: 46° 48′ N, 14° 34′ OKoordinaten: 46° 48′ 29″ N, 14° 33′ 36″ O
 {{#coordinates:46,808055555556|14,56|primary
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  }}
Höhe: 580 m ü. A.
Einwohner: 1.227 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 19 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9372
Vorwahl: 04264
Gemeindekennziffer: 2 05 04
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Unterer Platz 1
9372 Eberstein
Website: eberstein.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Grabuschnig (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(15 Mitglieder)
9
5
1
Insgesamt 15 Sitze
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Eberstein (slowenisch Svinec<ref name="ortsnamen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ortsnamenverzeichnis (Memento vom 21. Dezember 2014 im Internet Archive) (PDF; 146 kB), abgerufen am 27. Februar 2014.</ref>) ist eine Marktgemeinde mit 1227 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk St. Veit an der Glan im österreichischen Bundesland Kärnten.

Geographie

Die Gemeinde liegt im Osten des Bezirks St. Veit an der Glan. Sie umfasst das Görtschitztal vom Gemeindehauptort Eberstein bis nahe an den Hauptort der Nachbargemeinde Brückl, den Südwesten der Saualpe und den Südosten des Brückler Berglands. Die Gemeinde ist Teil der Norischen Region.

Gliederung

Katastralgemeinden

Die Gemeinde besteht aus zehn Katastralgemeinden (Baumgarten, Eberstein, Gutschen, Hochfeistritz, Kaltenberg, Kulm, Mirnig, Rüggen, St. Oswald, St. Walburgen).

Ortschaften

Das Gemeindegebiet umfasst zehn Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft QUELLE">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>):

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Zählsprengel

Für statistische Zwecke werden zwei Zählsprengel unterschieden:

  • 000 Eberstein (umfasst den Siedlungsschwerpunkt der Gemeinde mit den Ortschaften Eberstein, Kulm, und dem nördlichen Teil der Ortschaft Gutschen)
  • 001 Eberstein-Umgebung (umfasst die Ortschaften Baumgarten, Hochfeistritz, Kaltenberg, Mirnig, Rüggen, St. Oswald, St. Walburgen, und den südlichen Teil der Ortschaft Gutschen)

Nachbargemeinden

Klein St. Paul Wolfsberg (WO)
Kappel am Krappfeld

St. Georgen am Längsee

Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Griffen (VK)
Brückl Diex (VK)
Datei:Eberstein Gutschen Galgen-Richtplatz-Freyung 18032014 224.jpg
Ehemaliger Galgen in Gutschen

Geschichte

Vor der Gemeindegründung

Das heutige Gemeindegebiet war, wie Funde belegen, schon in der Römerzeit besiedelt. So sind beispielsweise in die Fassade des Schlosses Eberstein römische Grabsteine aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. eingebettet. Funde römischer Meilensteine belegen, dass von Hüttenberg aus durch das Görtschitztal und somit durch das heutige Gemeindegebiet von Eberstein eine Nebenstraße zum Transport des für das Römische Reich wichtigen Norischen Eisens (Ferrum Noricum) geführt hat.

Im 11. Jahrhundert wurde die Burg Hocheberstein erbaut und das Dorf Eberstein zur Versorgung der Burg gegründet. Erstmals urkundlich erwähnt wird das heutige Schloss Eberstein im 12. Jahrhundert als untere Burg. Ihre Besitzer, Dienstleute der Grafen von Görz-Tirol, wurden 1152 erstmals genannt. Die Herren von Eberstein starben im Jahr 1457 aus, ihr Erbe trat Moritz Welzer an, der damit den landespolitisch wichtigen Kärntner Zweig der Familie begründete. Dieser emigrierte im Zuge der Gegenreformation in deutsche Gefilde, so dass im Jahr 1630 Burg und Herrschaft an die Grafen Christalnigg übergingen.

Der bereits 1474 als Markt bezeichnete Ort erlangte ab dem Spätmittelalter Bedeutung durch Hammerwerke, die ab dem 17. Jahrhundert von den Grafen Christalnigg mit Erzen aus Hüttenberg und Lölling beliefert wurden. 1828 gab es im heutigen Gemeindehauptort Eberstein jeweils mehrere Bäcker, Schneider, Schuster, Weber, Schmiede und Kürschner und je einen Lederer, Färber, Binder und Bader. 1848 ging in Eberstein ein zweiter Hochofen in Betrieb.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 269f.</ref>

Albert Tonitz, in Eberstein lebender Kommissär des Steuerbezirks Eberstein, setzte sich 1848 für eine neue Verfassung, für Reformen und gegen Privilegien des Adels ein. Er wurde deshalb polizeilich verfolgt und emigrierte nach Amerika.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 271.</ref>

Gemeindegründung, Zentrum des Görtschitztals

Im Zuge der Reformen in Österreich nach der Revolution von 1848/49 wurde 1850 die Ortsgemeinde Eberstein gebildet, die zunächst aus den sieben Katastralgemeinden Baumgarten, Eberstein, Gutschen, Kulm, Mirnig, St. Oswald und St. Walburgen bestand, in denen im Jahr 1849 insgesamt 1705 Personen gelebt hatten.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 271.</ref>

Ebenfalls im Zuge dieser Reformen wurde Eberstein Sitz eines Bezirksgerichts und eines Steueramts. Im März 1850 wurde ein Gendarmerieposten in Eberstein errichtet, im September 1850 eine Post-Expedition gegründet. 1869 bekam Eberstein einen Eisenbahnanschluss durch die Errichtung der Bahnstrecke nach Hüttenberg. Als Folge des Eisenbahnbaus wurden die Gemeinden Hüttenberg, St. Johann am Pressen und Lölling dem Gerichtsbezirk Eberstein (statt dem Gerichtsbezirk Althofen) zugewiesen. Eberstein wurde so zum Mittelpunkt des gesamten Görtschitztals. 1876 wurde ein Notariat in Eberstein eröffnet und eine Creditgenossenschaft gegründet. 1880 wurde der Straßen-Ausschuss Eberstein gegründet, ein Vorläufer der bis heute in Eberstein ansässigen Straßenmeisterei.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 277–280.</ref>

1865 wurde die Katastralgemeinde St. Walburgen von der Gemeinde Eberstein abgetrennt und an die Nachbargemeinde Brückl angeschlossen. 1871 wurde die Nachbargemeinde Hochfeistritz aufgelöst; damit kamen die Katastralgemeinden Hochfeistritz, Kaltenberg und Rüggen zur Gemeinde Eberstein. 1887 ging die Katastralgemeinde St. Walburgen von der Gemeinde Brückl wieder zurück an die Gemeinde Eberstein; seither hat die Gemeinde ihren heutigen Umfang.

Bis 1945

Der Niedergang des Hüttenberger Bergbaus erfasste ab 1881 auch die Ebersteiner Hüttenanlagen, die ihre Bedeutung als Arbeitgeber in der Region verloren. 1903 wurde ein Zementofen in der bereits stillgelegten Hochofenanlage in Betrieb genommen, machte aber 1907 Konkurs.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 280.</ref>

Am 3. Juli 1895 wurde Eberstein durch ein Unwetter schwer in Mitleidenschaft gezogen; allein im Schloss wurden mehr als 100 Fensterscheiben durch Hagel zerstört. Das Ereignis führte zur Gründung des Ebersteiner Sparkassen-Vereins.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 283.</ref>

Ab 1916 war die Versorgungslage in der Gemeinde sehr schlecht. Wochenlang war kein Mehl und kein Brot erhältlich; die Gemeinde empfahl, Krähen und Elstern zu Nahrungszwecken zu jagen. Im November 1918 plünderte die Bevölkerung einen im Bahnhof stehenden Güterzug. In dieser Zeit brach die staatliche Ordnung in der Gemeinde praktisch zusammen; bewaffnete Banden plünderten Bergbauernhöfe.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 289–291.</ref>

1926 errichtete die Gemeinde ein Armenhaus. Ab 1927 führte die Autobuslinie Klagenfurt - Hüttenberg durch Eberstein. 1931 wurde eine Tankstelle in Eberstein eröffnet.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 303f.</ref>

1928 wurde die vielleicht bis ins Mittelalter zurückreichende Ebersteiner Commune, eine bürgerliche Vereinigung, aufgelöst und durch die politische Gemeinde übernommen. Bis zuletzt hatte die Commune sich um die Friedhofsverwaltung, Wasserversorgung, Straßenbeleuchtung, Forstwirtschaft und den Wirtschaftsausschuss gekümmert.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 294f.</ref>

Am 27. Juli 1934 wurde Eberstein durch etwa 150 Nationalsozialisten und Bauernwehren belagert; der Ort wurde durch ein im Schloss stationiertes Heimwehrkommando verteidigt.<ref name="Wohlfahrt">Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 306f.</ref> Nach dem Putschversuch wurden 24 Nationalsozialisten verhaftet, dreizehn weitere flüchteten nach Deutschland.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 308.</ref>

Ab 1935 wurde die Saualmstraße gebaut, ab 1937 ein Kraftwerk an der Görtschitz.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 308f.</ref>

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an den NS-Staat 1938 wurden die Zeugen Jehovas der Gemeinde verfolgt: Leonhard Rutter wurde als Kriegsdienstverweigerer ins KZ Dachau deportiert und dort getötet. Johann Obweger jun. wurde ins KZ Dachau deportiert, Johann Obweger sen. und Franz Obweger wurden inhaftiert. Des Weiteren kam Hermine Obweger in ein Umerziehungsheim nach Waiern/Feldkirchen, weil ihre Eltern sich geweigert hatten, sie nach nationalsozialistischen Prinzipien zu erziehen.<ref>Gerti Malle: Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht. Widerstand und Verfolgung der Zeugen Jehovas in der Zeit des Nationalsozialismus in Kärnten. Kitab, Klagenfurt, 2011.</ref>

Ab Juli 1944 gab es Partisanentätigkeit im Gemeindegebiet; im April 1945 kämpfen hier etwa 100 Partisanen.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 310f.</ref>

Seit 1945

Am 11. Mai 1945 kamen die ersten britischen Soldaten nach Eberstein; Schloss Eberstein diente den Briten in den folgenden Monaten als Quartier.<ref>Walter Wohlfahrt: Eberstein und seine Bürgermeister von 1850 bis 1950. in: Carinthia I, 1992. S. 314.</ref>

Das Recht zur Führung der Bezeichnung Marktgemeinde wurde Eberstein 1956 bestätigt. Die Kärntner Gemeindestrukturreform 1973 führte zu keinen Änderungen des Umfangs der Gemeinde Eberstein. 1978 wurde das Bezirksgericht Eberstein aufgelassen. 1995 wurde der Personenverkehr der Görtschitztalbahn eingestellt.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Vorlage:Einwohner B Diagramm Die Gemeinde hatte von 1981 bis 1991 und auch weiter bis 2001 eine leicht positive Geburtenbilanz, aber die Wanderungsbilanz war so stark negativ, dass die Bevölkerungszahl insgesamt zurückging. Seit 2011 sind beide Bilanzen negativ, die Geburtenbilanz mit −84 deutlich stärker als die Wanderungsbilanz mit −4.<ref>Statistik Austria, Ein Blick in die Gemeinde Eberstein, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 14. Februar 2019.</ref>

Staatsbürgerschaft, Religion

Laut Volkszählung 2001 hatte Eberstein 1.505 Einwohner, davon besaßen 96,9 % die österreichische Staatsbürgerschaft. 88,0 % der Bevölkerung bekannten sich zur römisch-katholischen und 2,0 % zur evangelischen Kirche, 6,6 % waren ohne religiöses Bekenntnis.

Datei:Eberstein1.jpg
Schloss Eberstein
Datei:Eberstein Hochfeistritz Pfarr- und Wallfahrtskirche Unsere Liebe Frau 19062017 9688.jpg
Kapelle mit Pfarr- und Wallfahrtskirche Unsere Liebe Frau in Hochfeistritz
Datei:Eberstein Sankt Walburgen Pfarrkirche 01082007 01.jpg
Pfarrkirche Heilige Walburga in St. Walburgen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Eberstein mit der Georgskirche
  • Katholische Pfarrkirche Hochfeistritz Unsere Liebe Frau
  • Katholische Pfarrkirche St. Oswald ob Hornburg
  • Katholische Pfarrkirche St. Walburgen mit ehemaligem Karner
  • Katholische Filialkirche Mirnig hl. Andreas
  • Ehemaliges Hochofenwerk in Eberstein
  • Felsentor: Das im Ortsteil Gutschen westlich des Bahnhofs gelegene Felsentor ist eines der größten und schönsten in Österreich.
  • Vom in der Nähe des Felsentors gelegenen Galgen sind die beiden Pfeiler erhalten und stehen unter Denkmalschutz. Die im Talmuseum Lachitzhof aufliegende Chronik berichtet, dass am 23. Mai 1747 Philipp Lackner wegen Viehdiebstahls am Strang erhängt wurde. Am 26. Juni 1826 wurde die Barschaft von Barbara Schöffmann am Landgericht Eberstein hinterlegt. Sie wurde des Kindsmordes angeklagt und soll dann auch hingerichtet worden sein, wofür es aber keine Belege gibt.
  • Im Juni 2024 wurde am Hauptplatz in Eberstein eine vom Hüttenberger Künstler Franz Muhr errichtete Marmorstatue zu Ehren von Gräfin Anna von Eberstein enthüllt, einer Vorfahrin von Hugh Grants Ehefrau Anna, geborene Eberstein.<ref>Hollywoodstar Hugh Grant in Kärnten. In: kaernten.ORF.at. 29. Juni 2024, abgerufen am 30. Juni 2024.</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Datei:Eberstein Gutschen Dolomitwerk 18032014 7441.jpg
Dolomitabbau

In der Gemeinde ist neben der Land- und Forstwirtschaft auch der Fremdenverkehr, größtenteils im Sommer als Sanfter Tourismus, mit etwa 15.000 Nächtigungen (Stand 2017) pro Jahr, von wirtschaftlicher Bedeutung.<ref>Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Eberstein, Übernachtungen. (pdf) Abgerufen am 23. Juni 2019.</ref>

Der für die Kies- und Schottergewinnung bedeutsame Dolomit wird seit Jahrhunderten im Tagbau direkt über dem Ort abgebaut. In geologischer Hinsicht ist dieser Berg mit dem Kathreinkogel in Schiefling am Wörthersee verbunden, wo auch Dolomit aus dem Berg gebrochen wurde.

Wirtschaftssektoren

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren:<ref>Ein Blick auf die Gemeinde Eberstein, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. Oktober 2023.</ref><ref>Ein Blick auf die Gemeinde Eberstein, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. Oktober 2023.</ref><ref>Ein Blick auf die Gemeinde Eberstein, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. Oktober 2023.</ref>

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021<ref name=":0">STATcube. Statistik Austria, abgerufen am 26. Oktober 2023.</ref> 2011 2001 2021<ref name=":0" /> 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 58 101 117 69 63 77
Produktion 22 23 18 125 91 91
Dienstleistung 61 66 50 165 205 166

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Pflege

Der Kärntner Caritasverband betreibt in Eberstein das Pflegeheim Anna mit 49 Pflege- und Betreuungsplätzen in 34 Einzel- und acht Doppelzimmern.<ref>Caritas Kärnten, Pflegeheim Haus Anna. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juni 2019; abgerufen am 23. Juni 2019.</ref>

Verkehr

Politik

Datei:Eberstein Marktgemeindeamt 10092012 388.jpg
Das Marktgemeindeamt

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern.

Bürgermeister

Direkt gewählter Bürgermeister ist Andreas Grabuschnig (ÖVP).<ref name="amt" />

Bürgermeister der Gemeinde Eberstein waren
  • Franz Bein († 1868), Kaufmann, Bürgermeister 1850–1853?
  • Bartlmä Nußdorfer (1818–1904), Fleischhauer und Gastwirt, Bürgermeister 1853?–1891
  • Leopold Tschemernigg (1858–1896), Bürgermeister 1891–1896
  • Jakob Talakerer (1852–1909), Bürgermeister 1896–1909
  • Georg Kraschitz (1861–1945), Bürgermeister 1909–1919
  • Lorenz Sortschan (1869–1955), Bürgermeister 1919–1920
  • Anton Groier (1861–1935), Bürgermeister 1920–1924
  • Anton Godl (1887–1974) vulgo Grumethofer, Bürgermeister April 1924 bis August 1934 und März 1939 bis Mai 1945
  • Franz Groier (1898–1975), Gemeindeverwalter August 1934 bis Mai 1936; Bürgermeister Mai 1936 bis März 1938; provisorischer Bürgermeister August 1945 bis März 1946
  • Josef Kanz (1883–1958), Gemeindeverwalter März 1938 bis März 1939
  • Johann Lessiak, Bürgermeister März/April 1946
  • Karl Tautscher (1891–1948), Bürgermeister Juni 1946 bis August 1947
  • August Pichler (1902–1970), Bürgermeister August 1947 bis Mai 1949
  • Tobias Gastinger (1911–1976), Bürgermeister Mai 1949 bis März 1950<ref name=Wohlfahrt />

Wappen

Datei:Eberstein, Wappen der Marktgemeinde, Bezirk Sankt Veit an der Glan, Kärnten.jpg
Gemeindewappen aus Mosaiksteinen am Marktgemeindeamt

Das Wappen der Herren von Eberstein ist auf Siegeln von 1319 und 1321 überliefert. Kaiser Friedrich III. verlieh nach deren Aussterben ihr Wappen 1458 an Moritz Welzer von Eberstein, das damals als „von Silber und Rot geviert mit einem wachsenden schwarzen Eber als Helmzier“ beschrieben ist. Da bei Gemeindewappen keine Helmzier vorgesehen ist, wurde der Eber auf einem Fels als Herzschild eingefügt; es erfüllt somit auch die Funktion eines „redenden“ Wappens.

Die heraldische Beschreibung des Wappens lautet: „Hauptschild geviert von Rot und Silber. Mittelschild: in Gold auf schwarzem Felsen ein nach rechts gewandter schwarzer, silber bewehrter, rot gezungter Eber.“<ref>zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 78</ref>

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 16. April 1968 verliehen. Die Fahne ist Rot-Gelb-Schwarz mit eingearbeitetem Wappen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Eberstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Eberstein (Kärnten) Vorlage:Klappleiste/Anfang

Althofen | Brückl | Deutsch-Griffen | Eberstein | Frauenstein | Friesach | Glödnitz | Gurk | Guttaring | Hüttenberg | Kappel am Krappfeld | Klein St. Paul | Liebenfels | Metnitz | Micheldorf | Mölbling | St. Georgen am Längsee | St. Veit an der Glan | Straßburg | Weitensfeld im Gurktal

Ehemalige Gemeinden im Bezirk:
Glantschach (1850–1875) | Grades (1850–1973) | Hardegg (1850–1958) | Hochfeistritz (1850–1871; 1850/51 als Feistritz) | Hörzendorf (1850–1972; 1850–1854 als Karlsberg) | Kraig (1899–1973) | Krasta (so 1850–1958 der Name der Gde. Kappel am Krappfeld) | Liemberg (1850–1958) | Lölling (1850–1973) | Meiselding (1899–1973) | Obermühlbach (1850–1973) | Pfannhof (1850–1899) | Pisweg (1850–1973) | Pulst (1850–1958; davon 1850–1875 als Feistritz) | Rabing (1850–1973; davon 1956–1973 als Mölbling) | St. Donat (1895–1958) | St. Filippen (1850–1865) | St. Johann am Pressen (1850–1973) | St. Martin am Silberberg (1850–1865 und 1922–1973) | St. Salvator (1850–1973) | Schaumboden (1850–1973) | Silberegg (1850–1870) | Sörg (1875–1973) | Treibach (1850–1871) | Waitschach (1850–1865) | Weitensfeld-Flattnitz (1973–1991) | Wieting (1850–1973) | Zeltschach (1890–1973)

Gemeinde, die früher zum Bezirk St. Veit gehörte:
Albeck (1850–1854)

Vorlage:Klappleiste/Ende

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