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St. Georgen am Längsee

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St. Georgen am Längsee
Wappen Österreichkarte
[[Datei:{{#property:p94}}|100px|Wappen von St. Georgen am Längsee]]
St. Georgen am Längsee (Österreich)
St. Georgen am Längsee (Österreich)
Basisdaten
Staat: OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
Land: Vorlage:AT-K
Politischer Bezirk: St. Veit an der Glan
Kfz-Kennzeichen: SV
Hauptort: Launsdorf
Fläche: 69,81 km²
Koordinaten: 46° 47′ N, 14° 26′ OKoordinaten: 46° 46′ 48″ N, 14° 25′ 55″ O
 {{#coordinates:46,78|14,431944444444|primary
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  }}
Höhe: 537 m ü. A.
Einwohner: 3.600 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 52 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 9313, 9314
Vorwahl: 04213
Gemeindekennziffer: 2 05 23
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptstraße 24
9314 Launsdorf
Website: www.st-georgen-laengsee.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Wolfgang Grilz (FPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(23 Mitglieder)
10
7
6
10 
Insgesamt 23 Sitze
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

St. Georgen am Längsee (slowenisch: Šentjurij ob Dolgem jezeru) ist eine Gemeinde mit 3600 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten, Österreich.

Geographie

St. Georgen liegt im nördlichen Klagenfurter Becken zwischen Krappfeld und Zollfeld. Hauptsiedlungsgebiet ist die von der Gurk gebildete Launsdorfer Senke. Das Gemeindegebiet erstreckt sich westlich davon ins St. Veiter Hügelland mit dem Längsee, östlich ins Brückler Bergland und südlich bis zum Magdalensberg.

Gemeindegliederung

Katastralgemeinden

Die Gemeinde ist in die sechs Katastralgemeinden Goggerwenig, Gösseling, Launsdorf, Osterwitz, St. Georgen am Längsee und Taggenbrunn gegliedert.

Ortschaften

Das Gemeindegebiet umfasst 38 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft QUELLE">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>):

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Zählsprengel

Das Gemeindegebiet wird in drei Zählsprengel gegliedert:

  • 000 St. Georgen-Nordwest: umfasst die Ortschaften Bernaich, Dellach, Drasendorf, Fiming, Goggerwenig, Krottendorf, Mail-Süd, Pirkfeld, Podeblach, Reipersdorf, Rottenstein, Scheifling, Siebenaich, St. Georgen am Längsee, St. Peter, Taggenbrunn, Thalsdorf, Töplach, Tschirnig, Unterlatschach, Wolschart, Zensberg.
  • 001 Launsdorf: umfasst die Ortschaft Launsdorf.
  • 002 St. Georgen-Südost: umfasst die Ortschaften Garzern, Gösseling, Hochosterwitz, Kreutern, Labon, Maigern, Niederosterwitz, Pölling, Rain, St. Martin, St. Sebastian, Stammerdorf, Unterbruckendorf, Weindorf, Wiendorf.

Nachbargemeinden

Mölbling Kappel am Krappfeld
Frauenstein Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Eberstein
St. Veit an der Glan Magdalensberg (KL) Brückl

Geschichte

Datei:Sankt Georgen am Längsee Benediktinerinnenkloster 06102006 1740.jpg
Stift St. Georgen

Vor Gründung der Gemeinde

Die Geschichte des Gebietes war lange Zeit vom Stift St. Georgen geprägt, das zwischen 1002 und 1008 durch Wichburg gegründet wurde.

Der größte Ort der Gemeinde ist Launsdorf, der bis ins 18. Jahrhundert Maria am Sand hieß, nach der Kirche Mariae Himmelfahrt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Launsdorf 1103.

Seit Gründung der Gemeinde 1850

Bei Gründung der Gemeinde St. Georgen am Längsee 1850 gehörte auch die Katastralgemeinde St. Donat zur Gemeinde. 1895 kam es zu einer Aufspaltung der Gemeinde: die Gemeinde St. Donat wurde gegründet (Sie wurde 1958 mit St. Veit an der Glan zusammengelegt).

1868 wurde die durch das Gemeindegebiet verlaufende Kronprinz-Rudolf-Bahn eröffnet, was den Beginn des Wandels von der stark landwirtschaftlich geprägten hin zu einer Tourismusgemeinde markierte.

1962 kam ein bis dahin zur Ortschaft Goggerwenig gezähltes Gebiet von 0,12 km mit 8 Einwohnern von der Gemeinde St. Georgen am Längsee an die Gemeinde St. Veit an der Glan.

Bei der Kärntner Gemeindestrukturreform 1973 wurde die Gemeinde St. Georgen (bis dahin 66 km², 3117 Einwohner; Stand 1971) um Teile der aufgelösten Gemeinde Meiselding (die Ortschaften Mail-Süd, Bernaich und Wolschart; 4 km², 61 Einwohner; Stand 1971) erweitert. Gleichzeitig kamen damals bei Wimitzstein 0,02 km² mit 7 Einwohnern von St. Georgen an die Gemeinde Frauenstein.

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Vorlage:Einwohner B Diagramm St. Georgen hatte laut Volkszählung 2001 3.551 Einwohner, davon waren 96,4 % österreichische Staatsbürger. Als Religionszugehörigkeit gaben 83,3 % römisch-katholisch, 6,1 % evangelisch, 1,3 % islamisch an. 6,4 % waren ohne religiöses Bekenntnis. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden in Kärnten hatte St. Georgen von 1991 bis 2011 sowohl eine positive Geburtenbilanz als auch eine positive Wanderungsbilanz.<ref>Statistik Austria, Ein Blick in die Gemeinde St. Georgen, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 26. November 2020.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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In der Gemeinde befindet sich mit der Burg Hochosterwitz eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kärntens. Bedeutung als Ausflugsziele und Veranstaltungsorte haben auch Burg Taggenbrunn und das Stift St. Georgen. Der Längsee ist ein beliebter Badesee im Gemeindegebiet.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Gardetraditionstag auf Burg Hochosterwitz
  • Ritterfest auf Burg Hochosterwitz
  • Burgkirchtag auf Burg Hochosterwitz
  • seit 2003 Trigonale, Festival der alten Musik<ref>www.trigonale.com Trigonale</ref>
  • Taggenbrunner Festspiele<ref>Taggenbrunner Festspiele</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Datei:Sankt Georgen Laengsee Poelling Industrieanlage Gurk 15102006 02.jpg
Industrieanlage in Pölling an der Gurk

Laut Volkszählung 2001 gibt es 93 Arbeitsstätten mit 461 Beschäftigten in der Gemeinde und 1265 Auspendler sowie 270 Einpendler. Es gibt 116 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 43 im Haupterwerb, 1999), die zusammen 6624 ha bewirtschaften.

Wirtschaftssektoren

Von den 116 land- und forstwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 46 im Haupterwerb und 67 im Nebenerwerb geführt, drei von Personengemeinschaften und sechs von juristischen Personen. Diese sechs bewirtschafteten mehr als die Hälfte der Flächen. Im Produktionssektor beschäftigten sich zwei Drittel der Firmen mit der Herstellung von Waren, ein Drittel war im Baugewerbe tätig. Mehr als ein Drittel der Erwerbstätigen des Dienstleistungssektors arbeitete in sozialen und öffentlichen Diensten, etwa ein Fünftel im Bereich Beherbergung und Gastronomie (Stand 2011).<ref>Ein Blick auf die Gemeinde St. Georgen am Längsee, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. November 2020.</ref><ref>Ein Blick auf die Gemeinde St. Georgen am Längsee, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. November 2020.</ref><ref>Ein Blick auf die Gemeinde St. Georgen am Längsee, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. November 2020.</ref>

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021<ref name=":0">STATcube. Abgerufen am 25. Oktober 2023.</ref> 2011 2001 2021<ref name=":0" /> 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 73 116 113 177 133 65
Produktion 33 23 15 160 170 136
Dienstleistung 213 171 78 568 376 318

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Tourismus

Datei:Laengsee luft.jpg
Längsee

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der gesamten Region ist der Tourismus. St. Georgen ist Mitglied der Verbände „Region Mittelkärnten“, „Norische Region“ und „Hemmaland“. Alle diese drei Partnerschaftsverbände haben ihren Sitz im Stift St. Georgen.

Der Längsee mit seiner sehr guten Wasserqualität ist im Sommer der Hauptanziehungspunkt für Badegäste. Pro Jahr übernachten rund 50.000 Gäste in der Gemeinde, mehr als die Hälfte davon in den Monaten Juli und August.<ref>Ein Blick auf die Gemeinde Sankt Georgen am Längsee, Übernachtungen. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 26. November 2020.</ref>

Im Gemeindegebiet wurde unter Federführung der Nachbargemeinde und Bezirkshauptstadt St. Veit an der Glan ein 18-Loch Golfplatz gebaut und 2008 in Betrieb aufgenommen.

Verkehr

  • Eisenbahn: St. Georgen besitzt zwei Haltestellen an der Rudolfsbahn (heute oft fälschlicherweise als Südbahn bezeichnet). Der nächste Bahnhof befindet sich weniger als zehn Kilometer entfernt in St. Veit an der Glan.<ref>Entfernungsrechner – Entfernung berechnen und darstellen. Abgerufen am 26. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Straße: Die Klagenfurter Schnellstraße S37 tangiert im Westen die Gemeinde und bietet eine gute Verkehrsverbindung in den Kärntner Zentralraum im Süden und die Obersteiermark im Norden.

Politik

Datei:Gemeindeamt und Kultursaal, Sankt Georgen am Längsee.jpg
Gemeindeamt und Kultursaal

Der Gemeinderat hat 23 Mitglieder.

Bürgermeister

Wappen

In der vorderen Schildhälfte des Wappens der Gemeinde ist der heilige Georg als Ganzfigur stehend dargestellt, wie schon auf dem ältesten erhaltenen Siegel an einer Urkunde von 1280. In der hinteren unteren Schildhälfte wurde das Wappen der Schenken von Osterwitz übernommen (silberner Sparren in Schwarz), die als herzogliche Gefolgsleute Burg Hochosterwitz im 12. Jahrhundert erbauten und bis 1478 besaßen. Darüber findet sich das Stammwappen der Khevenhüller mit der gestielten Eichel und dem Wellenbalken, deren bedeutendster politischer Vertreter, Landeshauptmann Georg von Khevenhüller die Burg zwischen 1571 und 1586 zur heutigen eindrucksvollen Gestalt ausbauen ließ.

Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: „Gespaltener Schild, im vorderen Feld ein silberner heiliger Georg mit Mantel, von einem silbernen Stern beseitet, ein silbernes Schwert über den rechten Arm gehängt, in der erhobenen Rechten einen silbernen Palmzweig und mit der Linken einen silbernen Schild mit Radwappen haltend. Im hinteren geteilten Feld ist die obere Hälfte von Schwarz und Gold geteilt; oben aus der Trennungslinie wachsend eine goldene Eichel an zweiblättrigem goldenem Stiel, unten ein schwarzes Wellenband. In der unteren Hälfte in Schwarz ein silberner Sparren.“<ref>Zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 242</ref>

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 16. August 1965 verliehen. Die Fahne ist Gelb-Rot mit eingearbeitetem Wappen.

Partnergemeinde

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Literatur

  • Günther Hermann Neckheim: St. Georgen am Längsee, Kärnten, und seine Umgebung. Verlag Carinthia, 1962
  • Christine Tropper: Geschichtliches über St. Georgen am Längsee (Ausstellungskatalog). Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2003

Weblinks

Commons: St. Georgen am Längsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von St. Georgen am LängseeVorlage:Klappleiste/Anfang

Althofen | Brückl | Deutsch-Griffen | Eberstein | Frauenstein | Friesach | Glödnitz | Gurk | Guttaring | Hüttenberg | Kappel am Krappfeld | Klein St. Paul | Liebenfels | Metnitz | Micheldorf | Mölbling | St. Georgen am Längsee | St. Veit an der Glan | Straßburg | Weitensfeld im Gurktal

Ehemalige Gemeinden im Bezirk:
Glantschach (1850–1875) | Grades (1850–1973) | Hardegg (1850–1958) | Hochfeistritz (1850–1871; 1850/51 als Feistritz) | Hörzendorf (1850–1972; 1850–1854 als Karlsberg) | Kraig (1899–1973) | Krasta (so 1850–1958 der Name der Gde. Kappel am Krappfeld) | Liemberg (1850–1958) | Lölling (1850–1973) | Meiselding (1899–1973) | Obermühlbach (1850–1973) | Pfannhof (1850–1899) | Pisweg (1850–1973) | Pulst (1850–1958; davon 1850–1875 als Feistritz) | Rabing (1850–1973; davon 1956–1973 als Mölbling) | St. Donat (1895–1958) | St. Filippen (1850–1865) | St. Johann am Pressen (1850–1973) | St. Martin am Silberberg (1850–1865 und 1922–1973) | St. Salvator (1850–1973) | Schaumboden (1850–1973) | Silberegg (1850–1870) | Sörg (1875–1973) | Treibach (1850–1871) | Waitschach (1850–1865) | Weitensfeld-Flattnitz (1973–1991) | Wieting (1850–1973) | Zeltschach (1890–1973)

Gemeinde, die früher zum Bezirk St. Veit gehörte:
Albeck (1850–1854)

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