Der Puppenspieler (1980)
Der Puppenspieler (Originaltitel: Le Guignolo) ist ein Film von Georges Lautner mit Jean-Paul Belmondo aus dem Jahr 1980.
Handlung
Alexandre Dupré ist ein gerissener Allroundganove. Einen Hafturlaub nutzt er für einen Wohnungseinbruch. Wenig später – wegen guter Führung entlassen – begibt er sich auf ein Kreuzfahrtschiff, um mit Falschgeld eine reiche Amerikanerin auszunehmen. Die aber entpuppt sich als ebenso gerissene Betrügerin – ihre als Sicherheit ausgehändigten Diamanten sind ebenfalls falsch. Gemeinsam wollen beide anschließend den Grafen Helmut von Offenburg ausnehmen. Alexandres Komplizin verliebt sich jedoch in das Opfer. Wieder allein, plant er nun in Venedig einen falschen Canaletto an eine japanische Investorengruppe zu verkaufen. Aus Gefälligkeit nimmt Alexandre für einen Mitreisenden einen Koffer mit durch den Zoll, angeblich um das Gepäckstück vor dessen eifersüchtiger Gattin zu verstecken. Dieser Mitreisende wird jedoch vor der Rückgabe des Koffers ermordet. In dem Koffer befindet sich eine Geheimformel, und Alexandre – der sich nun Graf de Valembreuse nennt – wird von Polizei, Gangstern und Geheimdiensten gejagt. Natürlich wird er mit diesen Gegnern fertig und findet zwischendurch auch Zeit für hübsche Frauen. Der Film endet mit der Übergabe der Formel (mit der eine von Erdöl unabhängige Energieversorgung möglich scheint) an die französischen Behörden und einer Amnestie für Alexandres jüngste Gaunereien.
Kritik
„Die Belmondo-Komödie ist anfangs recht ironisch-amüsant, bis ihr mit fortschreitender Dauer die Luft ausgeht. Dennoch dank zahlreicher Gags und Dialogpointen insgesamt ein unterhaltsamer Genrefilm.“
Der Fischer Film Almanach 1981 schrieb, nach anfänglichem Amüsement entwickle sich ein ernstes und unwitziges „heilloses Durcheinander“. Charme strahle einzig Belmondo aus.<ref>Willi Bär, Hans Jürgen Weber: Fischer Film Almanach 1981. Filme, Festivals, Tendenzen (= Fischer Cinema). Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-596-23665-7, Der Puppenspieler, S. 137 f.</ref>
Hintergründe
Filmgeschichte schrieb Der Puppenspieler durch den erstmaligen Einsatz eines Gewehres mit Ziellaser. Der Effekt des roten Lichtpunkts, der den Tod ankündigt, wurde später in unzähligen Filmen kopiert. In einer berühmten Szene des Films schwebt Alexandre Dupre an einem an einem Hubschrauber angebrachten Trapez über den Dächern von Venedig. In einer anderen Szene rast er mit einer Motoryacht durch die Kanäle der Lagunenstadt und kracht damit, da der Steuermann der Yacht während der Fahrt (mit Hilfe eines Ziellasers) ermordet wird, direkt in die Lobby eines Hotels.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang La Môme aux boutons | Auch Helden wollen leben | Arrêtez les tambours | Das schwarze Monokel | Inspektor Kent haut auf die Pauke | Der siebte Geschworene | Party mit zwölf Pistolen | Mein Onkel, der Gangster | Radieschen von unten | „Monocle“ blickt voll durch | Mordrezepte der Barbouzes | Die Damen lassen bitten | Galia | Nimm’s leicht, nimm Dynamit | Ein Mädchen wie das Meer | Das Millionen-Duell | Der Bulle | Die Straße nach Salina | Der große Coup des Kommissars | Ein toller Bluff | Quelques messieurs trop tranquilles | Der Koffer in der Sonne | Eiskalt wie das Schweigen | Wo, bitte, geht’s zum nächsten Friedhof? | Ein Tolpatsch auf Abwegen | Der Fall Serrano | Ils sont fous ces sorciers | Der Windhund | Der Puppenspieler | Ist das wirklich Liebe, Liebling? | Der Profi | Attention une femme peut en cacher une autre! | Fröhliche Ostern | Der Cowboy – Ein großer Polizist | Ein Käfig voller Narren – Jetzt wird geheiratet | La Vie dissolue de Gérard Floque | Das ermordete Haus | L’Invité surprise | Ein Mann weiß zuviel | Triplex | Room Service | Das unheimliche Haus | Prêcheur en eau trouble | L’Homme de mes rêves | Le Comédien | Drogenszenen Vorlage:Klappleiste/Ende