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Collazzone

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien

Collazzone ist eine italienische Gemeinde in der Region Umbrien mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).

Geografie

Datei:Map of comune of Collazzone (province of Perugia, region Umbria, Italy).svg
Die Lage von Collazzone in der Provinz Perugia

Der Ort gehört zur Provinz Perugia und zum Gebiet des mittleren Tibertals. Die Gemeinde liegt etwa 25 km südlich der Provinz- und Regionalhauptstadt Perugia und rund 15 km nördlich von Todi.

Der Tiber und der Torrente Puglia<ref>Der Torrente Puglia bei fiumi.com, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref> durchfließen das Gemeindegebiet, wobei der Puglia hier im westlichen Gemeindegebiet von Osten in den Tiber mündet. Die Gemeinde ist Teil der Comunità montana Trasimeno Medio Tevere und liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 266 GR/G.<ref>Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch) (PDF; 330 kB)</ref>

Zu den Ortsteilen (frazioni) gehören Acquasanta (166 m, ca. 70 Einwohner<ref name="Istat2001">Vorlage:Toter Link des Istituto Nazionale di Statistica (2001), abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>), Assignano (297 m, ca. 20 Einwohner<ref name="Istat2001" />), Canalicchio (420 m, ca. 10 Einwohner<ref name="Istat2001" />), Carceri (175 m, ca. 90 Einwohner<ref name="Istat2001" />), Casalalta (325 m, ca. 60 Einwohner<ref name="Istat2001" />), Collepepe (251 m, ca. 900 Einwohner<ref name="Istat2001" />), Gaglietole (326 m, ca. 80 Einwohner<ref name="Istat2001" />) und Piedicolle (324 m, ca. 120 Einwohner<ref name="Istat2001" />).

Zu den Nachbargemeinden gehören Bettona, Deruta, Fratta Todina, Gualdo Cattaneo, Marsciano und Todi.

Geschichte

Erste Siedlungen im Gemeindegebiet stammen aus der Zeit der Römer, als sie nahe Carceri und Collepepe an der Mündung des Paglia in den Tiber bauten.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneGeschichte">Offizielle Website der Gemeinde Collazzone zur Geschichte des Ortes, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref> Später gehörte der Ort zu dem Teil der Grafschaft Perugia, der von Todi regiert wurde.<ref name="TouringClub">Touring Club Italiano: Umbria.</ref> Der Ort selbst entstand wahrscheinlich zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert durch einen Attone (Azzone) aus der Familie der Atti, die unter der Herrschaft aus Spoleto stand. Der Ortsname leitet sich von Colle di Attone (Hügel des Attone) ab, der Name transformierte sich im Laufe der Zeit zu Collazzone. Von 1332 bis 1647 regierten die Baglionen aus Perugia den Ort, dann übernahm der Kirchenstaat die Herrschaft über Collazzone. Nach der Besetzung Italiens durch Napoleon (1805–1814) wurde der Ort Teil des Königreiches Italien und später Teil der Italienischen Republik.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneGeschichte" />

Sehenswürdigkeiten

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Die Kirche San Lorenzo im Ortskern von Collazzone
Datei:CollepepeCollazzoneChiesaMadonnaDelBuonConsiglio2.JPG
Die Kirche Madonna del Buon Consiglio nahe dem Ortsteil Collepepe
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Die Stadtmauern von Collazzone
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An der Stadtmauer
  • Chiesa di San Lorenzo, Kirche im Ortskern. Entstand in der heutigen Form 1902 über einer älteren Struktur aus dem Jahr 1671. Der Campanile entstand im 18. Jahrhundert. Enthält die Werk Madonna col Bambino (Holzstatue aus dem 13. Jahrhundert, Krypta), San Carlo Borromeo (Leinwandgemälde aus dem Jahr 1615 von Pietro Paolo Sensini, entstammt der Kirche Santa Maria delle Grazie und befindet sich in der Sala Parrocchiale),Adorazione dei pastori (Leinwandgemälde von Pietro Paolo Sensini aus dem Jahr 1628, Sala Parrocchiale) und Crocefisso (fra i santi Michele Arcangelo e Carlo Borromeo) (Gemälde, Sala Parrocchiale).<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneCollazzone">Offizielle Website der Gemeinde Collazione zum Hauptort Collazzone, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Chiesa di San Michele Arcangelo, Kirche im Ortskern am Corso Vittorio Emanuele III.<ref>Citta del Tevere zu Collazzone, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Municipio, Rathaus am Piazza Jacopone im Ortskern, enthält ein Portal, das dem Vignola (1507–1573) zugeschrieben wird.<ref>Offizielle Website der Gemeinde Collazzone zur Gemeindeverwaltung, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Convento di San Lorenzo, Kloster kurz außerhalb der Stadtmauern. Hier starb Iacopone da Todi am 25. Dezember 1306.<ref name="TouringClub" /> Gehörte seit 1227 zu den Benediktinern, dann ab 1236 zu den Franziskanern. Verlor ab 1370 seine Wichtigkeit und ist seit 1806 in Privatbesitz.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneCollazzone" />
  • Castello di Assignano, ehemalige Burg im Ortsteil Assignano, hieß früher Castello di Coldimezzo. Wurde 1444 von Niccolò Fortebraccio zerstört. Heute sind noch der Torrione principale (Hauptturm) und das Befestigungstor erhalten.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneAssignano">Offizielle Website der Gemeinde Collazione zum Ortsteil Assignano, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Chiesa di Santa Vittorina, Kirche im Ortsteil Assignano.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneAssignano" />
  • Castello di Canalicchio, ehemalige Burg im Ortsteil Canalicchio. Entstand zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneCanalicchio">Offizielle Website der Gemeinde Collazione zum Ortsteil Canalicchio, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Chiesa dei Santi Filippo e Giacomo, Kirche innerhalb der Stadtmauern des Ortsteils Canalicchio. Entstand im 17. Jahrhundert und enthält mehrere Werke des Malers Marcello Leopardi.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneCanalicchio" />
  • Chiesa di San Fortunato, Kirche kurz außerhalb des Ortskerns von Canalicchio.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneCanalicchio" />
  • Casalalta, ehemalige Burg und heutiger Ortsteil. Die Burg wurde 1587 durch ein Erdbeben zerstört.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneCasalalta">Offizielle Website der Gemeinde Collazione zum Ortsteil Casalalta, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Chiesa di Santa Maria Assunta, Kirche im Ortskern von Casalalta. Entstand 1421 und enthält in der Apsis das Fresko Assunzione ed Incoronazione di Maria Vergine, welches in der Mitte des 15. Jahrhunderts entstand.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneCasalalta" />
  • Chiesa di Santa Liberata, Kirche kurz außerhalb des Ortskerns von Casalalta.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneCasalalta" />
  • Collepepe, größter Ortsteil der Gemeinde, wurde schon 1290 erwähnt. Der Torturm zum Ortseingang entstand im 14. Jahrhundert.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneCollepepe">Offizielle Website der Gemeinde Collazione zum Ortsteil Collepepe, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Chiesa di Santa Maria Assunta, Kirche im Ortskern von Collepepe. Enthält die Leinwandgemälde Madonna del Carmine und Santi Emanuele e Vito aus dem 18. Jahrhundert.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneCollepepe" />
  • Chiesa della Madonna del Buon Consiglio, Kirche kurz außerhalb des Ortskerns von Collepepe. Enthält ein Gemälde aus dem 15. Jahrhundert.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneCollepepe" />
  • Castello di Gaglietole, ehemalige Burg und heutiger Ortsteil. Wurde bereits 1299 erwähnt.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneGaglietole">Offizielle Website der Gemeinde Collazione zum Ortsteil Gaglietole, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Chiesa di San Cristoforo, Kirche innerhalb der Befestigungsmauern von Gaglietole. Enthält das Werk Ultima cena e i Santi Cristoforo e Sebastiano des Andrea Polinori (Leinwandgemälde, ca. 1629 entstanden) und zwei weitere des Francesco Providoni (Madonna del Rosario e Santi und Madonna del Carmine ed il Crocefisso, spätes 17. Jahrhundert).<ref name="WebseiteGemeindeCollazzoneGaglietole" />
  • Mulino del Torrone, Mühle am Fluss Puglia aus dem 17. Jahrhundert nahe dem Ortsteil Gaglietole.<ref>Vorlage:Toter Link, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Piedicolle, mittelalterliches Borgo, wurde 1437 durch Francesco Piccinino (Adoptivsohn des Niccolò Piccinino) zerstört und erst 1544 durch Mariotto da Marsciano aus Marsciano wieder aufgebaut.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzonePiedicolle">Offizielle Website der Gemeinde Collazione zum Ortsteil Piedicolle, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Chiesa di San Giacomo Maggiore, Kirche, die am Ende des 16. Jahrhunderts im Ortsteil Piedicolle entstand. Das Taufbecken stammt aus dem Jahr 1632.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzonePiedicolle" />
  • Chiesa della Madonna dell'Acquasanta, Kirche in Piedicolle, enthält ein Fresko aus dem frühen 16. Jahrhundert.<ref name="WebseiteGemeindeCollazzonePiedicolle" />
  • Mulino di San Pancrazio, Mühle am Puglia nahe Le Carceri<ref>Vorlage:Toter Link, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Molino delle Botte, Mühlenruine am Puglia zwischen Collzzone und Gaglietole. Entstand zu etruskischer Zeit.<ref>Vorlage:Toter Link, abgerufen am 15. Oktober 2015 (italienisch)</ref>
  • Bei Collepepe gibt es eine archäologische Ausgrabungsstätte (Le Carceri).

Verkehr

  • Die nächstgelegene Anschlussstelle an den Bahnverkehr ist der Haltepunkt Marsciano. Er liegt an der Bahnstrecke Sansepolcro-Terni etwa 10 km westlich von Collazzone.
  • Die nächstgelegene Anschlussstelle an den Straßenfernverkehr ist die Anschlussstelle Marsciano an der Strada Statale 3 bis Tiberina als Teil der Europastraße 45. Die Anschlussstelle liegt etwa 5 km westlich von Collazzone.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Touring Club Italiano: Umbria. Mailand 1999, ISBN 88-365-2542-3, S. 491.
  • Das Gebiet des mittleren Tibertals. Kunst, Geschichte, Natur vom Fremdenverkehrsamt Servizio Turistico Associato della Media Valle del Tevere (IAT Todi)

Weblinks

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Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden Provinz Perugia

Vorlage:Normdaten