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Vought F-8

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Vought F-8 Crusader
Datei:F-8E VMF-212 CVA-34 1965 (cropped).jpg
F-8E der Jagdstaffel VMF(AW)-212 des U.S. Marine Corps
Typ Jagdflugzeug
Entwurfsland
Hersteller Vought
Erstflug 25. März 1955
Indienststellung März 1957
Produktionszeit

1955 bis 1965

Stückzahl 1261
Datei:Vought F-8J Crusader Cockpit FromR TAM 3Feb2010 (14443573380).jpg
Cockpit einer Vought F-8J Crusader

Die Vought F-8 Crusader (bis 1962 F8U) war ein einstrahliges Kampfflugzeug aus US-amerikanischer Produktion, das vornehmlich auf Flugzeugträgern eingesetzt wurde. Der Prototyp flog erstmals am 25. März 1955, insgesamt wurden 1261 Crusader gebaut. Es war der letzte Flugzeugtyp, dessen Primärbewaffnung aus Maschinenkanonen bestand, deswegen trug es auch den Spitznamen The Last of the Gunfighters.<ref name=":0">Patrick Hoeveler: Karriere bei US Navy und Marines: Vought F-8 Crusader: Der letzte Gunfighter. 6. November 2019, abgerufen am 16. Februar 2024.</ref>

Aus der Crusader wurde später die Corsair II abgeleitet.

Als Erprobungsträger war eine Maschine 1972 das erste Flugzeug, in dem eine digitale Fly-by-Wire Flugsteuerung eingesetzt wurde.

Geschichte

1953 erhielt die Chance Vought Division der United Aircraft Corporation den Auftrag zur Entwicklung eines trägergestützten überschallschnellen Jagdflugzeugs. Die Flugerprobung des Prototyps XF8U-1 begann im März 1955, als Antrieb wurde ein Pratt & Whitney J57-P-12 verwendet. Kurze Zeit später begann bereits die Serienproduktion, die bis 1965 lief, und schon am 20. September 1955 flog die erste Serienmaschine F8U-1, 1962 in F-8A umklassifiziert. Die F-8A hatte zunächst noch das gleiche Triebwerk wie der Prototyp, später erhielten alle Maschinen das stärkere J57-P-20A bzw. -22.<ref name=":1">Harold Skaarup: California Warplanes. iUniverse, 2012, ISBN 978-1-4759-0144-3, S. 325–326 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Datei:F8U-1 trials CVA-59 NAN8-56.jpg
Erprobung der XF8U-1 auf der USS Forrestal, 1955/56

Die Crusader wurde bei der US Navy und dem US Marine Corps vorwiegend als trägergestützter Abfangjäger eingesetzt. Zahlreiche Muster des Modells kamen im Vietnamkrieg zum Einsatz.<ref name=":2">Peter E. Davies: F-8 Crusader – Vietnam 1963–73. Illustriert von Jim Laurier, Gareth Hector. Bloomsbury Publishing, 2023, ISBN 978-1-4728-5753-8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Im Jahre 1957 stellte der damalige Major des US Marine Corps und spätere Astronaut John Glenn einen neuen transkontinentalen Geschwindigkeitsrekord auf. Für die Strecke Los Angeles nach New York City brauchte er bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von Mach 1,1 lediglich 3:23 Stunden.<ref>F-8 Crusader. In: GlobalSecurity. John Pike, abgerufen am 16. Februar 2024.</ref> Dabei wurde die Maschine dreimal in der Luft betankt.

Von den 1261 gebauten Maschinen gingen 517 verloren.<ref>Vought F-8 Crusader: Der letzte Gunfighter. In: Flugrevue. Abgerufen am 14. Januar 2025.</ref>

Technik

Datei:F8U-1 VF-103 landing CVA-59 NAN1-59.jpg
Eine F8U-1 landet auf der Forrestal, 1958
Datei:F-8J VF-211 Nov1975.jpg
F-8J der Staffel VF-211, 1975
Datei:RF-8G VFP-63 CVW-15 1973.jpeg
Aufklärer RF-8G der Staffel VFP-63, 1973
Datei:F8EFN CVN 69 landing.JPEG
F-8E(FN) der französischen Marine
Datei:F8U-1T 6Feb62 first flight NAN4-62.jpg
Die einzige zweisitzige Crusader (TF-8A) bei ihrem Erstflug, 1962

Die Besonderheit dieses Flugzeugs ist der hydraulisch um 7° verstellbare Einstellwinkel der mit einem Sägezahn versehenen Tragflächen, die um 45° gepfeilt sind. Dies erlaubt einen hohen Anstellwinkel während des Landeanfluges auf einen Flugzeugträger, ohne gleichzeitig die Sicht nach vorn zu beeinträchtigen.<ref>Langley Research Center (Hrsg.): Progress in Aircraft Design Since 1903. National Aeronautics and Space Administration, Langley Research Center, Hampton, Virginia 1975, S. 72 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Diese Konstruktion erhöhte allerdings den Wartungsaufwand der F-8. Ansonsten war das Muster mit der üblichen Trägerausrüstung (Klappflügel, Fanghaken, Katapultbeschläge) versehen. Zur Verbesserung der Aerodynamik wurde die Kabine völlig in die Rumpfkontur einbezogen. Bei einigen Versionen wurde das Bugfahrwerk nach rechts versetzt, um so Platz für eine zusätzliche Waffenstation unter dem Rumpf zu schaffen.

Versionen

F-8A (F8U-1)
Erste Serienversion (318 Maschinen) mit vier 20-mm-Kanonen, einem Behälter mit 32 ungelenkten FFAR-Raketen und zwei AIM-9-Sidewinder-Lenkwaffen; der erste Einsatz erfolgte 1957 in der Staffel VF-32 von Bord der Forrestal.
DF-8A
Umbau von F-8A zu Kontrollflugzeugen für Regulus-Marschflugkörper
RF-8A (F8U-1P)
Unbewaffneter Aufklärer, von dem 144 Maschinen gebaut wurden; der erste Einsatz erfolgte 1957 in der Staffel VFP-61 von Bord der Midway.
QF-8A
Umbau von einigen F-8A zu (unbemannten und ferngesteuerten) Drohnen
TF-8A (XF8U-1T)
Umbau einer F8U-1 (BuNo 143710) zum XF8U-2NE Prototyp, dann zu XF8U-1T, einem zweisitzigen Schulflugzeug, umgebaut. Ein Auftrag über zwölf F8U-1T wurde storniert. XF8U-1T 1962 in TF-8A umbenannt, anschließend bei der NASA als NTF-8A eingesetzt. Die TF-8A-Bezeichnung verwendete die Navy auch für einsitzige F-8A, die zu Schulungszwecken verwendet wurden.
F-8B (F8U-1E)
130 Maschinen, die mittels eines AN/APS-67-Radars bedingt allwettertauglich waren
F-8C (F8U-2)
187 Maschinen mit einem stärkeren J57-P-16-Triebwerk sowie einer verbesserten Avionik
F-8D (F8U-2N)
152 Maschinen mit einem stärkeren J57-P-20-Triebwerk sowie verbesserter Allwetter-Tauglichkeit und vier AIM-9
F-8E (F8U-2NE)
286 Maschinen mit APQ-94-Feuerleitradar und zwei Unterflügelstationen für Waffen
F-8E(FN)
42 F-8E wurden an Frankreich geliefert, die mit dem APQ-104-Radar für die Kompatibilität zur Matra R.530-Lenkwaffe ausgestattet wurden, eine Flächenverstellung mit 5° anstatt 7° - Anstellwinkel aufwiesen und größere Höhenleitwerke sowie doppelte Vorflügel und angeblasene Landeklappen für eine langsamere Anfluggeschwindigkeit auf die kleineren französischen Flugzeugträger erhielten. Zwölf Maschinen wurden 1992–1995 mit französischer Avionik modernisiert und später als F-8P bezeichnet.
DF-8F
Umbau von mindestens elf Maschinen zu Steuer- und Kontrollflugzeugen für unbemannte Flugkörper
RF-8G
Modernisierung von 73 RF-8A mit stärkerem Triebwerk J57-P-22, Bauchflossen, die Fähigkeit zum Mitführen von Außenlasten und verbesserter Avionik.
F-8H
89 modernisierte F-8D, davon 25 Maschinen von den Philippinen als F-8P eingesetzt.
F-8J
136 modernisierte F-8E mit verbessertem Flügel mit BLC (Boundary Layer Control), doppelte Vorflügel und Treibstoffleitungen zu Pylonen für Zusatztanks, stärkerem Triebwerk J57-P-20A, APQ-104-Radar.
F-8K
87 modernisierte F-8C mit AGM-12 Bullpup-Fähigkeit, J57-P-20A-Triebwerk, APQ-125-Radar.
F-8L
61 modernisierte F-8B mit Pylon-Befestigungspunkten, APQ-149-Radar.

Quellen<ref>Roy A. Grossnick: Dictionary of American Naval Aviation Squadrons, Band 1. Hrsg.: Naval Historical Center. Department of the Navy, 1995, ISBN 978-0-16-045296-3, S. 483–484 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Simon D. Beck: Vought F8U Crusader. In: US Warplanes.net – The definitive online reference guide for United States Armed Forces aircraft designations and serial numbers from World War II to the Present Day. Simon D. Beck, 2002, abgerufen am 16. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Aerospaceweb.org | Aircraft Museum - F-8 Crusader. In: Aerospaceweb.org. The Aircraft Museum, abgerufen am 16. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einsatz

Militärisch

Datei:F-8E VMFAW-235 DaNang Apr1966.jpg
Eine F-8E des U.S. Marine Corps in Da Nang, Vietnam, 1966

Die F-8 wurde bei allen Konflikten der 1960er-Jahre eingesetzt, vor allem dem Vietnamkrieg. Schon während der Kubakrise 1962 flog die Aufklärungsstaffel VFP-62 von Landbasen Aufklärung über Kuba.<ref name=":1" /> Im August 1964 waren die Jagdstaffeln VF-51 und VF-53 des Trägers Ticonderoga bei den Vergeltungsangriffen auf nordvietnamesische Schnellbootbasen nach dem Tonkin-Zwischenfall beteiligt. Damit begann der eigentliche Vietnamkrieg für die USA. Schon im Juni war allerdings eine RF-8A der Aufklärungsstaffel VFP-63 Det. C des Trägers Kitty Hawk über Laos abgeschossen worden. Insgesamt verloren US Navy und US Marine Corps in Vietnam 139 F-8 und 29 RF-8. F-8-Piloten konnten ihrerseits 18 nordvietnamesische Flugzeuge abschießen.<ref name=":2" /> Der Einsatz der F-8 endete für die US Navy 1976 mit der Ausmusterung des letzten Trägers der Essex-Klasse, Oriskany. Im Rahmen des Geschwaders CVW-19 waren hier die Jagdstaffeln VF-191 und VF-194 mit F-8J eingesetzt. Die RF-8G wurde 1982 letztmals von VFP-63 im Geschwader CVW-14 auf Coral Sea eingesetzt. Die Reservestaffel VFP-206 musterte die letzte RF-8G am 29. März 1987 aus.<ref name=":0" /> 1977 kauften die Philippinen 35 F-8H. 25 wurden bis 1991 als F-8P eingesetzt, zehn dienten als Ersatzteilspender. Die französische Marinestaffel 12F stellte die letzte F-8E(FN) am 4. Dezember 1999 außer Dienst.

Zivile Fly-by-Wire Erprobung

Datei:Vought F-8 E-24741 Fly by wire.jpg
Fly-by-Wire-System mit Apollo Guidance Computer in einer F-8 „Crusader“ der NASA

Am 25. Mai 1972 erprobte die NASA mit einer modifizierten Vought F-8 Crusader das erste Flugzeug mit digitalem Fly-by-Wire, das auf Basis des Bordrechners der Mondlandefähre des Apollo-Programms (Apollo Guidance Computer) arbeitete.<ref name="Tomayko">Tomayko, James E.: Computers Take Flight: A History of NASA's Pioneering Digital Fly-by-Wire Project. 2000 (nasa.gov [PDF]).</ref>

Nutzer

FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Aéronavale
PhilippinenDatei:Flag of the Philippines.svg Philippinen
Luftwaffe
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
US Navy
US Marines
NASA

Technische Daten F-8J

Datei:Vought F-8E Crusader 3-view line drawing.svg
Chance Vought F8E
Kenngröße Daten
Länge 16,61 m
Spannweite 10,87 m
Höhe 4,80 m
Flügelfläche 34,84 m²
Flügelstreckung 3,4
Startmasse normal 13.150 kg, maximal 15.422 kg
Höchstgeschwindigkeit 1800 km/h in 12.190 m Höhe
Marschgeschwindigkeit 900 km/h in 11.000 m Höhe
Steigzeit auf 12.200 m 5 min
Gipfelhöhe 17.680 m
Reichweite normal 1609 km, maximal 2250 km
Triebwerk 1 × Pratt & Whitney J57-P-20A; 51 kN ohne und 80 kN mit Nachbrenner
Schub-Gewicht-Verhältnis 0,62

Bewaffnung

Fest installierte Maschinenkanonen im Bug
Fest installiert in einem einziehbaren Raketenbündel an der Rumpfunterseite (nur F8U-1/F-8C)
  • 1 × Raketenwerfer FFAR (mit 32 ungelenkten Mk.4-FFAR-Raketen Mighty Mouse; Kaliber 70 mm / 2,75 inch)
Bewaffnung bis zu 2268 kg an vier Außenlaststationen unter den beiden Tragflächen und seitlich am Rumpf
Luft-Luft-Lenkwaffen
  • 4 × LAU-7/A-Startschiene an Ypsilonträgern für je 2 × Ford AIM-9B/C/D Sidewinder – wärmebildgesteuerter Kurzstrecken-Luft-Luft-Lenkflugkörper
  • 2 × Startschiene für je 1 × Matra R.550 Magic (nur F-8E(FN)) – wärmebildgesteuerter Kurzstrecken-Luft-Luft-Lenkflugkörper
  • 2 × Startschiene für je 1 × Matra R.530 (nur F-8E(FN)) – radargelenkter Kurzstrecken-Luft-Luft-Lenkflugkörper
Luft-Boden-Lenkwaffen
Ungelenkte Luft-Boden-Raketen
  • 4 × Doppel-Raketenwerfer (für je 2 × ungelenkte Zuni-Luft-Boden-Rakete, Kaliber 127 mm / 5 inch)
  • 2 × Raketenwerfer LAU-10D/A (für je 4 × ungelenkte Zuni-Luft-Boden-Rakete, Kaliber 127 mm / 5 inch)
Ungelenkte Bomben (an zwei Bombenträgergestellen BRU-41 MER oder BRU-42 TER)
  • 12 × Mk.81 (113-kg-/250-lb-Freifallbombe)
  • 8 × Mk.82 LDGP (227-kg-/500-lb-Freifallbombe)
  • 8 × Mk.82 SE SnakeEye (227 kg / 500 lb, mit vier Luftbremsklappen)
  • 4 × Mk.83 LDGP (454-kg-/1000-lb-Freifallbombe)
  • 2 × Mk.84 LDGP (907-kg-/2000-lb-Freifallbombe)
  • 4 × M117 (372-kg-/820-lb-Freifallbombe)

Siehe auch

Weblinks

Commons: Vought F-8 Crusader – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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XFA • F2A • F3A • FB • F2B • F3B • F4B • XF5B • XF6B • XF7B • XF8B • FC • F2C • F3C • F4C • F5C • F6C • F7C • F8C • F9C • F10C • F11C • XF12C • XF13C • XF14C • XF15C • FD • XFD • F2D • F3D • F4D • F5D • F6D • FF • F2F • F3F • F4F • XF5F • F6F • F7F • F8F • F9F • XF10F • F11F • XF12F • XFG • FG • XF2G • F2G • XFH • FH • F2H • F3H • F4H • FJ • XFJ • XF2J • XF3J • FL • XFL • F2L • XF3L • FM • F2M • F3M • XFN • FO • FR • XF2R • XFT • F2T • FU • XF2U • XF3U • F4U • XF5U • F6U • F7U • F8U • XFV

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F-1F-2F-3F-4F-5F-6F-7F-8F-9F-10F-11YF-12F-14F-15F-16YF-17F/A-18 (F/A-18E/F) • F-20F-21F-22YF-23F-35F-47

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Lenkwaffen:

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