Château-Landon (Métro Paris)
Château-Landon <templatestyles src="IPA/styles.css" /> ist ein unterirdischer U-Bahnhof der Linie 7 der Pariser Métro. Am angrenzenden Fernbahnhof Gare de l’Est kann zu TGV-Hochgeschwindigkeitszügen und Regionalzügen in Richtung Ostfrankreich und Deutschland umgestiegen werden.
Lage
Der U-Bahnhof befindet sich an der Grenze des Quartier de l’Hôpital-Saint-Louis mit dem Quartier Saint-Vincent-de-Paul im 10. Arrondissement von Paris. Er liegt längs unter der Rue du Faubourg Saint-Martin in Höhe der Einmündung der Rue du Château-Landon und grenzt an das unmittelbar östlich gelegene Gelände des Bahnhofs Gare de l’Est.
Name
Namengebend ist die Rue du Château-Landon. Dort befand sich zur Zeit Ludwigs XIV. das Landhaus eines Sieur Landon,<ref group="Anm.">„Sieur“ ist eine Abkürzung für Seigneur (dt.: Grundherr)</ref> das auch als „Château“ (dt.: Schloss) bezeichnet wurde.<ref>La rue du Château-Landon – 75010 bei parisrues.com, abgerufen am 17. April 2017.</ref>
Geschichte und Beschreibung
Der U-Bahnhof wurde am 5. November 1910 in Betrieb genommen, als der erste Abschnitt der Linie 7 von der Station Opéra bis zur Station Porte de la Villette eröffnet wurde.<ref>Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 222 f.</ref>
Er besteht aus zwei parallel nebeneinanderliegenden Stationen, die durch eine an mehreren Stellen durchbrochene Stützmauer voneinander getrennt sind. Sie liegen unter weiß gefliesten Gewölben, sind 75 m lang<ref>Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport Publishing, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.</ref> und weisen jeweils einen Seitenbahnsteig an einem Streckengleis auf. Die westliche Station dient dem Verkehr in Richtung der südlichen Endpunkte Villejuif – Louis Aragon und Mairie d’Ivry. An der östlichen Station halten die Züge in Richtung La Courneuve – 8. Mai 1945, von 1911 bis 1967 bog jeder zweite Zug im folgenden U-Bahnhof Louis Blanc auf die heutige Linie 7bis<ref group="Anm.">Die Bezeichnung 7bis entspricht dem deutschen 7a</ref> ab.
Vom Straßenraum aus existiert nur ein Zugang an der Rue du Faubourg-Saint-Martin. Er ist in ein Gebäude integriert und trägt als Kennzeichnung ein gelbes „M“ in einem Doppelkreis. Ein zusätzlicher Ausgang mit Rolltreppe wurde Anfang der 1990er Jahre geschlossen. Ein 1931 geschaffener Gepäckgang unter den Bahnsteigen des Fernbahnhofs Gare de l‘Est dient nach der Aufgabe der Gepäckbeförderung heute als unterirdische Verbindung für Umsteiger zwischen Métro und Eisenbahn.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Coupe verticale parallèlement aux voies du bâtiment des voyageurs ( vom 2. Dezember 2006 im Internet Archive) bei web.archive.org, abgerufen am 18. April 2017.</ref>
Während nördlich des U-Bahnhofs die Gleise in zwei separaten Tunneln auseinanderstreben, sind sie auf seiner Südseite in einem gemeinsamen Tunnel vereint. Dort existiert unmittelbar vor der Station ein einfacher Gleiswechsel.
Fahrgastzahlen
2011 wurden rund 1 600 000 Fahrgäste gezählt, die über diesen U-Bahnhof Zugang zum Pariser Metronetz fanden. Im Jahr 2013 waren es 1 645 000, 2019 1 759 434.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Statistik der RATP für 2013 ( vom 18. Juli 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Trafic annuel entrant par station du réseau ferré 2019. In: data.ratp.fr. RATP, 20. März 2020, abgerufen am 19. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Zukunftsplanungen
Die seit langem diskutierte Fusion der Linien 7bis und 3bis zu einer gemeinsamen Linie mit Verlängerung im Westen bis Château-Landon wurde auf die lange Bank gelegt und wird nun – falls sie realisiert wird – auf die Zeit nach 2030 verschoben. Außerdem ist eine unterirdische Fußgängerverbindung zum Bahnhof Magenta geplant, sodass danach auch Anschluss an den RER E bestehen würde. Dem stehen aber erhebliche bautechnische Probleme im Wege.
Fahrzeuge
Auf der Linie 7 verkehren konventionelle Fünf-Wagen-Züge der Baureihe MF 77. Zwischen 1971 und 1979 liefen dort Züge der Baureihe MF 67,<ref>Jean Tricoire: op. cit. S. 227 u. 245.</ref> davor solche der Bauart Sprague-Thomson.
Anmerkungen
<references group="Anm." />
Weblinks
Literatur
- Gérard Roland: Stations de métro. D’Abbesses à Wagram. 2003, ISBN 2-86253-307-6.
Einzelnachweise
<references />
| Vorherige Station | Métro Paris | Nächste Station |
|---|---|---|
| Louis Blanc ← La Courneuve – 8 Mai 1945 |
Datei:Paris m 7 jms.svg | Gare de l’Est Mairie d’Ivry bzw. Villejuif – Louis Aragon → |
Koordinaten: 48° 52′ 42″ N, 2° 21′ 43″ O
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