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Bytom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

{{#if: beschreibt die oberschlesische Großstadt Bytom (Beuthen); die gleichnamige niederschlesische Stadt Beuthen an der Oder steht unter Bytom Odrzański.

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}} Vorlage:Infobox Ort in Polen Bytom [[[:Vorlage:IPA]]], deutsch: Beuthen O.S. (früher selten auch Oberbeuthen, schlesisch Aeberbeuthn oder Beuthn, schlonsakisch Bytůń), ist eine kreisfreie Großstadt in der Woiwodschaft Schlesien in Polen.

Geographie

Die Stadt liegt in Oberschlesien am Ursprung des Beuthener Wassers auf 309 m ü. NHN, etwa 85 km nordwestlich von Krakau im Oberschlesischen Kohlerevier, einem der größten Steinkohlevorkommen in Mitteleuropa. Vorherrschende Industrie war traditionell der Steinkohlebergbau, den Strukturwandel überstand jedoch nur die Carsten-Zentrum-Grube.

Stadtgliederung

Datei:Dzielnice Bytomia.svg
Die Stadtteile Bytoms

Geschichte

Ein Burgwall (gród) im Stammesgebiet der Wislanen entstand unter Bolesław I. Der Ort wurde 1136 als Bithom erstmals (aufgrund von Kohlefunden) erwähnt, kurz vor dem polnischen Partikularismus. Der Ortsname ist vom Personennamen Bytom (vergleiche urslawisch *bytъ = „existieren/sein“) abgeleitet.<ref name="rymut">Vorlage:Literatur</ref> Im Jahr 1177 oder 1179 wurde der Ort wie auch Oświęcim aus der Krakauer Seniorenprovinz (Kleinpolen) herausgelöst und dem oberschlesischen Herzogtum Ratibor zugeschlagen (1202 mit dem Herzogtum Oppeln vereinigt). Die vorherige Grenze zwischen Schlesien und Kleinpolen wurde trotz der anderen politischen Grenze zum großen Teil zwischen den entsprechenden Bistümern beibehalten – Bytom blieb bis 1821 im Bistum Krakau. Ab 1254 besitzt der Ort deutsches Stadtrecht. Um 1258 gründete Herzog Wladislaus I. von Oppeln-Ratibor ein Minoritenkloster in der Stadt. Durch Aufteilung des Herzogtums Oppeln wurde die Stadt 1281 Sitz des Herzogtums Beuthen und ab 1331 Sitz eines Krakauer Dekanats. Dessen Herzog Kasimir II. unterstellte 1289 als erster schlesischer Herzog sein Herzogtum als ein Lehen der Krone Böhmens, womit es an das Heilige Römische Reich kam und 1526 an die Habsburger in ihrer Eigenschaft als Könige von Böhmen gelangte. Seit 1450 wurde die Stadt auch in der germanisierten Form Beuthen genannt, davon entstand die sekundäre polnische Form Bytoń.<ref name="rymut" />

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Beuthen mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1787 ließ hier Graf von Reden die erste Dampfmaschine auf dem europäischen Festland in Betrieb nehmen. 1816 wurde der Landkreis Beuthen errichtet. Durch Industrialisierung und Bergbau (Steinkohle-, Zink- und Bleierzvorkommen in der Umgebung) erlebte die Stadt im 19. Jahrhundert einen starken wirtschaftlichen Aufschwung. Am 1. April 1890 wurde Beuthen zum Stadtkreis erhoben. 1894 wurde die erste Straßenbahnlinie, 1898 der Zoo (geschlossen 1957), 1899 die Stadtbibliothek (spätere Oberschlesische Landesbibliothek) eröffnet. Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Beuthen fünf katholische Kirchen, eine evangelische Kirche, eine Synagoge, ein Gymnasium, eine Realschule, ein Jungen-Internat, zwei Waisenhäuser, Galmeigruben, Bergbau auf Steinkohlen und Brauneisenstein, Fabrikation von Marmor- und Sandsteinwaren, Fabrikation gebogener Möbel, eine Bierbrauerei und weitere Produktionsstätten, eine Handelskammer, eine Reichsbanknebenstelle und war Sitz eines Landgerichts sowie des Landratsamts für den Landkreis Beuthen.<ref name="Meyers" /> 1876 ist die erste Theatergründung belegt, später war Beuthen auch Sitz des Oberschlesischen Landestheaters. 1910 wurde das von Louis Tuaillon entworfene Reiterdenkmal Friedrichs des Großen am Kaiserplatz neben der Oberrealschule enthüllt.

In der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 votierten 59,4 Prozent der Einwohner der Provinz Oberschlesien für einen Verbleib bei Deutschland und 40,6 Prozent für einen Beitritt zum neu errichteten Polen, woraufhin die Pariser Botschafterkonferenz nach drei polnischen Aufständen die Region zwischen beiden Staaten teilte. Beuthen, dessen Einwohner zu 75 % für die weitere Zugehörigkeit zu Deutschland gestimmt hatten, wurde zur Grenzstadt zum nun polnischen Ostoberschlesien.<ref>Vorlage:Webarchiv im Archiv deutscher Wochenschauen</ref> Beuthen war nun auf drei Seiten von polnischem Territorium umgeben. So führte die Straßenbahnlinie nach Zabrze über Rudahammer nun über polnisches Gebiet, das ohne Halt durchfahren werden musste. Ab 1930 bestand eine parallele Straßenbahnlinie auf deutschem Gebiet.<ref>Dawid Smolorz.Teilung Oberschlesiens vor 100 Jahren In: Schlesien heute 25. Jahrgang, August 2022, Nr. 286, 2022, Vorlage:ISSN, S. 78–79</ref>

Um 1935 hatte Beuthen unter anderem zehn Hotels, 13 Gasthöfe und Restaurants, zehn Cafés, drei Weinstuben, eine Automobilkühlerfabrik, drei Automobillackierereien, 14 Bankhäuser und Sparkassen, neun Bergwerke, zwei Bierbrauereien, zwölf Buchdruckereien, eine Bürstenfabrik, zwei Chemische Laboratorien, mehrere Großdestillationen und Likörfabriken, eine Emailleschilderfabrik, eine Essenzenfabrik, vier Färbereien, zwei Fleisch- und Wurstwarenfabriken, zwei Glasschilderfabriken, eine Gurkeneinlegerei, ein Holzsägewerk, zwei Kaffeeröstereien, eine Kohlensäurefabrik, vier Kunssteinfabriken, eine Lackfabrik, eine Lampenschirmfabrik, eine Lederwarenfabrik, eine Maschinenfabrik, eine Metallgießerei, zwei Möbelfabriken, vier Molkereien, eine Putzwollefabrik, eine Rohkonservenfabrik, drei Schilderfabriken, eine Seifenfabrik, eine Seilerei, eine Silberwarenfabrik, zwei Sodafabrken, eine Spiralbohrerfabrik, eine Stempelfabrik, zwei Viehhandlungen, drei Vulkanisieranstalten, eine Wagenfabrik, eine Zahnräderfabrik, fünf Zeitungsverlage, sechs Ziegeleien und zahlreiche Einzelhändler, Großhändler, Handelsvertretungen, Dienstleister sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>Klockhaus' kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, Band 1 B, Berlin 1935, 2. Teil, Provinz Ober-Schlesien, S. 1816–1825 (Google Books).</ref>

Im Jahr 1945 war Beuthen Verwaltungssitz des Landkreises Beuthen-Tarnowitz im Regierungsbezirk Kattowitz der preußischen Provinz Oberschlesien (bis 1939 im Regierungsbezirk Oppeln der preußischen Provinz Schlesien) des Deutschen Reichs.

In der Stadt befand sich eine am 2. Juli 1869 eröffnete Synagoge. Sie wurde während der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938 niedergebrannt. Die jüdische Gemeinde Beuthens gehörte zu den ersten Opfern des Holocausts und wurde vollständig ausgelöscht. Eine Gedenktafel am ehemaligen Standort der Synagoge erinnert heute an die zahlreichen Opfer. Am 15. Februar 1942 wird eine Gruppe Juden von hier ins Hauptlager Auschwitz deportiert und sofort ermordet. Damit beginnt der Massenmord an Juden in diesem deutschen Konzentrationslager im besetzten Polen.<ref>… Neither the number of the deporteees from Beuthen, nor any of their names, seem to be known, only the fact of their destruction.” Martin Gilbert schildert es in: Holocaust Journey (Übersetzung: Weder die Zahl der aus Beuthen Deportierten, kein einziger Name scheint heute noch bekannt zu sein – nur die Tatsache ihrer Vernichtung)</ref>

Am 27. und 28. Januar 1945 eroberte die Rote Armee Beuthen, wobei das Rathaus zerstört wurde. Am 18. März 1945 unterstellte die sowjetische Kriegskommandantur die Stadt der polnischen Verwaltung.<ref>Joanna Lusek: Beuthen 1945. Menschen – Orte – Ereignisse. Muzeum Górnośląskie w Bytomiu, Bytom 2025, ISBN 978-83-68379-06-8, Abschnitt 3: Von Бeyтен bis Bytom. Von der sowjetischen Kommandantur zur polnischen Verwaltung.</ref> Sie erhielt den polnischen Namen „Bytom“. Die polnischen Behörden führten eine Volkszugehörigkeitprüfung durch. Insbesondere wurden Menschen deutscher Herkunft (also die meisten Einwohner der Stadt) vertrieben und die vertriebenen Deutschen durch Polen ersetzt, die aus den in die UdSSR eingegliederten polnischen Gebieten vertrieben wurden, sowie durch polnische Siedler aus Zentralpolen. Trotz der Vertreibung des Großteils der deutschen Bevölkerung leben noch immer Vertreter der deutschen Minderheit in Beuthen.<ref>ome-lexikon.uni-oldenburg.de</ref><ref>deutsche-schutzgebiete.de</ref>

Der jahrhundertelang betriebene Bergbau hat seine Spuren im Stadtbild hinterlassen. Durch das Absinken des Bodens stehen einige Gebäude schief. Bis in die 1980er Jahre führten Gebirgsschläge zu erheblichen Schäden.<ref>EEO der Universität Klagenfurt: Bytom</ref>

Manche Gebäude sind bereits renoviert. Im Stadtzentrum sind die Bahnhofsstraße (Dworcowa) und der Markt (Rynek) verkehrsfrei. Ein großes neues Einkaufszentrum wurde im Stadtzentrum errichtet.

Demographie

Vorlage:Hauptartikel

Datei:Einwohnerentwicklung von Bytom.svg
Einwohnerentwicklung von Bytom
Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1755 Vorlage:01040
1795 Vorlage:01558
1800 Vorlage:01717 <ref name="Triest322">Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1865, S. 322.</ref>
1803 Vorlage:01771 <ref name="AAMB5" />
1810 Vorlage:01926 <ref name="AAMB5" />
1816 1976 davon 48 Evangelische, 1615 Katholiken und 313 Juden<ref name="AAMB5">Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 5: T–Z, Halle 1823, S. 256–263, Ziffer 55.</ref><ref name="Neumann">Gustav Neumann: Das Deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung. Band 2, G. F. O. Müller, Berlin 1874, S. 176.</ref>
1821 Vorlage:02231 in 346 Privatwohnhäusern<ref name="AAMB5" />
1825 Vorlage:02822 darunter 179 Evangelische, 38 Juden<ref>Johann Georg Knie: Alphabetisch-Statistisch-Topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, mit Einschluß des jetzt ganz zur Provinz gehörenden Markgrafthums Ober-Lausitz und der Grafschaft Glatz; nebst beigefügter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Melcher, Breslau 1830, S. 898–899.</ref>
1840 Vorlage:04079 davon 282 Evangelische, 3086 Katholiken, 711 Juden<ref>Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage. Graß, Barth und Comp., Breslau 1845, S. 786–787.</ref>
1849 Vorlage:05912 <ref name="Triest322" />
1855 Vorlage:07182 ohne das Militär<ref name="Triest318" />
1861 Vorlage:09448 ohne das Militär, davon 931 Evangelische, 7277 Katholiken, 1240 Juden<ref name="Triest318">Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1865, S. 318, Ziffer 1.</ref>
1867 15.391 am 3. Dezember<ref name="StatBüro" />
1871 17.946 mit der Garnison (ein Bataillon Landwehr Nr. 23), darunter 1400 Evangelische, 1500 Juden (6000 Polen);<ref name="Neumann" />
nach anderen Angaben 15.711 Einwohner (am 1. Dezember), davon 1768 Evangelische, 12.117 Katholiken, zwei sonstige Christen, 1824 Juden<ref name="StatBüro">Königliches Statistisches Bureau: Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Schlesien und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. Dezember 1871. Berlin 1874, S. 336–337, Ziffer 1.</ref>
1880 22.811 <ref name="MR" />
1885 26.484 <ref name="MR" />
1890 36.905 davon 3793 Evangelische, 2183 Juden (9000

Polen)<ref name="MR">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

1900 51.404 mit der Garnison (ein Infanteriebataillon Nr. 22), davon 5622 Evangelische, 43.163 Katholiken, 2594 Juden<ref name="Meyers">Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 2, Leipzig/Wien 1905, S. 796.</ref><ref name="MR" />
1905 60.273 <ref name="MR" />
1910 67.718 am 1. Dezember, mit dem Militär (612 Mann), davon 7182 Evangelische, 53.659 Katholiken, 2572 Juden, 62 Sonstige (41.071 mit deutscher, 22.401 mit polnischer Muttersprache, 3504 Einwohner sprechen Deutsch und eine andere Sprache);<ref>Königlich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Heft VI: Regierungsbezirk Oppeln, S. 2–3, Stadtkreis Beuthen.</ref> nach anderen Angaben davon 7254 Evangelische, 57.819 Katholiken<ref name="MR" />
1919 53.238 <ref name="MR" />
1925 62.543 davon 7657 Evangelische, 51.898 Katholiken, 34 sonstige Christen, 3263 Juden<ref name="MR" /><ref name="MR" />
1933 100.584 davon 11.478 Evangelische, 85.310 Katholiken, zehn sonstige Christen, 3148 Juden<ref name="MR" />
1939 101.029 davon 10.853 Evangelische, 86.918 Katholiken, 554 sonstige Christen, 1358 Juden<ref name="MR" />
Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten Weltkriegs
Jahr Einwohner Anmerkungen
2004 189.535
2014 172.762 <ref>Vorlage:Webarchiv Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 8. Februar 2015</ref>

Politik

Oberbürgermeister und Stadtpräsidenten

Ab 1882 führte das Beuthener Stadtoberhaupt die Bezeichnung Oberbürgermeister. Die wachsenden Aufgaben der Stadtverwaltung hatten damals eine zweite Bürgermeisterstelle erforderlich gemacht. Der amtierende Bürgermeister Georg Brüning wurde Beuthens erster Oberbürgermeister.<ref>Przemysław Nadolski: Georg Brüning – wielce zasłużony nadburmistrz. Auf zyciebytomskie.pl (polnisch)</ref>

Oberbürgermeister Lebensdaten Amtszeit Partei
Georg Brüning * 12. August 1851; † 17. Dezember 1932 1882–1919
Alfred Stephan * 18. Oktober 1884; † 20. September 1924 1919–1924 ZENTRUM
Hubert Leeber 1924–1925
Adolf Knakrick * 29. August 1886; † 20. November 1959 1925–1933
Oskar Wackerzapp (kommissarisch) * 12. März 1883; † 8. August 1965 1933
Walther Schmieding * 1897 1933–1945 NSDAP

Von 1945 bis 1990 waren folgende Personen Stadtoberhaupt:

  • 1945–1948: Piotr Miętkiewicz
  • 1971–1976: Tadeusz Przybylski
  • 1976–1985: Paweł Spyra
  • 1985–1990: Witold Mączarowski

Nach dem Ende des Sozialismus wurden folgende Stadtpräsidenten in Bytom frei gewählt:

Stadtpräsident Amtszeit
Janusz Paczocha 1990–1994
Józef Korpak 1994–1996
Marek Kińczyk 1996–1998
Krzysztof Wójcik 1998–2006
Piotr Koj 2006–2012
Halina Bieda (kommissarisch) 2012
Damian Bartyla 2012–2018
Mariusz Wołosz 2018–

An der Spitze der Stadtverwaltung steht ein Stadtpräsident, der von der Bevölkerung direkt gewählt wird. Seit 2012 war dies Damian Bartyla, der 2018 von Mariusz Wołosz abgelöst wurde.

Bei der Wahl 2024 trat der parteilose Amtsinhaber Wołosz erneut für das bürgerliche Wahlbündnis Koalicja Obywatelska als Stadtpräsident an. Die Abstimmung brachte folgendes Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 27. Mai 2024.</ref>

  • Mariusz Wołosz (Koalicja Obywatelska) 62,1 % der Stimmen
  • Maciej Bartków (Prawo i Sprawiedliwość) 22,6 % der Stimmen
  • Artur Kamiński (Wahlkomitee „Gemeinsam für Bytom“) 5,7 % der Stimmen
  • Anna Niezgodzka (Lewica) 5,2 % der Stimmen
  • Andrzej Misiołek (Konfederacja und unabhängige lokale Verwaltungen) 4,3 % der Stimmen

Damit wurde Amtsinhaber Wołosz bereits im ersten Wahlgang für eine zweite Amtszeit gewählt.

Bei der Wahl 2018 trat der damalige Amtsinhaber Bartyla erneut mit seinem eigenen Wahlkomitee als Stadtpräsident an. Die Abstimmung brachte folgendes Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 1. August 2020.</ref>

  • Mariusz Wołosz (Koalicja Obywatelska) 30,3 % der Stimmen
  • Damian Bartyla (Wahlkomitee Damian Bartyla) 23,0 % der Stimmen
  • Mariusz Janas (Prawo i Sprawiedliwość) 19,8 % der Stimmen
  • Marek Michałowski (parteilos) 10,5 % der Stimmen
  • Andrzej Panek (Wahlkomitee Andrzej Panek) 7,6 % der Stimmen
  • Andrzej Wężyk (Unabhängiges Wahlkomitee) 6,6 % der Stimmen
  • Jan Czubak (Sojusz Lewicy Demokratycznej / Lewica Razem) 2,3 % der Stimmen

In der daraufhin nötigen Stichwahl setzte sich Wołosz mit 53,5 % der Stimmen gegen Amtsinhaber Bartyla durch und wurde neuer Stadtpräsident.

Stadtrat

Der Stadtrat besteht aus 25 Mitgliedern und wird direkt gewählt. Die Stadtratswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 27. Mai 2024.</ref>

Die Stadtratswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 1. August 2020.</ref>

  • Koalicja Obywatelska (KO) 26,4 % der Stimmen, 9 Sitze
  • Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 23,7 % der Stimmen, 7 Sitze
  • Wahlkomitee Damian Bartyla 18,9 % der Stimmen, 6 Sitze
  • Wahlkomitee Andrzej Panek 8,9 % der Stimmen, 2 Sitze
  • Wahlkomitee des Vereins „Gemeinsam für Bytom“ 7,9 % der Stimmen, 1 Sitz
  • Kukiz’15 6,6 % der Stimmen, kein Sitz
  • Unabhängiges Wahlkomitee 5,2 % der Stimmen, kein Sitz
  • Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) / Lewica Razem (Razem) 3,1 % der Stimmen, kein Sitz

Sehenswürdigkeiten

Vorlage:Hauptartikel

Trinitatiskirche

Die katholische Kirche St. Trinitatis (Kościół pw. Świętej Trójcy) wurde von 1883 bis 1886 nach Plänen des Architekten Paul Jakisch erbaut. Der Bau hat im Inneren eine neogotische Ausstattung, der Musikchor im Westen ruht auf gusseisernen Säulen.<ref name="Dehio202">Sławomir Brzezicki u. a. (Bearb.): Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 202.</ref>

Barbarakirche

Die katholische Kirche St. Barbara (Kościół św. Barbary) wurde von 1928 bis 1931 nach Plänen von Arthur Kickton erbaut. Sie ist ein modernistischer Stahlbetonbau mit neoromanischen Elementen. Das Mosaik der Kreuzwegstationen schuf Albert Figel. Die doppeltürmige Hauptfassade ist in der Art eines Westwerks gestaltet. Das Gebäude steht in der ul. Józefa Chełmońskiego.

Heilig-Kreuz-Kirche

Die Kirche Hl. Kreuz (Kościół Podwyższenia Krzyża Świętego) wurde 1936–37 nach Plänen des Kirchenarchitekten Otto Linder errichtet. Auch die Ausstattung ist von Linder, die Apostelfiguren im Chor stammen von Emil Sutor und Franz Schink. Das Gebäude steht in der ul. Juliana Ligonia 2.

Marienkirche

Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Kościół pw. Wniebowzięcia Najświętszej Marii Panny, eine gotische Hallenkirche aus dem 13. und 14. Jahrhundert ist die älteste Kirche in Bytom. Sie wurde nach einem Brand im 16. Jahrhundert umgestaltet sowie von 1851 bis 1857 regotisiert, wobei der an der Südwand stehende Glockenturm im neogotischen Stil mit Backsteinen aufgestockt wurde. Das Gebäude befindet sich nördlich des Rings.

Adalbertkirche, früher St. Nikolaus

Die barocke Adalbertkirche (Kościół pw. św. Wojciecha) diente vor 1945 als St.-Nikolaus-Kirche der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus. Die ursprünglich gotische Saalkirche wurde 1627 zerstört und dann 1783 barockisiert. Das Gebäude wurde 1600–1605 und 1833–1945 von evangelischen Christen genutzt. Im Inneren sind zwei Statuen von Petrus und Paulus sehenswert.<ref name="Dehio202" />

Heilig-Geist-Kirche

Die Kirche Heiliger Geist (Kościół Świętego Ducha), ul. Krakowska, ist ein achteckiger Zentralbau, der 1721 errichtet wurde. Die 1875 von der Werkstatt Ed. Horn in Breslau erbaute Orgel wurde 2007 abgebaut und völlig überholt.

Kirche St. Hyazinth

siehe Hauptartikel St. Hyazinth

Oberschlesisches Landesmuseum

Das Oberschlesische Landesmuseum (Muzeum Górnośląskie), pl. Jana III Sobieskiego 2, wurde 1931 errichtet für die Städtische Sparkasse, das Landesmuseum und eine Bibliothek. Es ist ein funktionalistischer Stahlbetonbau mit Backsteinverkleidung. Das Museum beherbergt eine Ausstellung alter lokaler Gegenstände, Schmetterlingssammlungen und Gemälde berühmter polnische Künstler wie des Expressionisten Jerzy Hulewicz oder Jan Stanisławski.<ref>Sławomir Brzezicki u. a. (Bearb.): Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 205.</ref>

Postamt

Das Postamt (Gmach Poczty oder Poczta Główna), ul. Piekarska 6-12, wurde 1908 fertiggestellt, als Architekt gibt das Dehio-Handbuch den Architekten Karl Fischer an, eventuell war aber auch der Reichspost-Architekt Ewald von Rechenberg Entwurfsverfasser. Im Ostteil des Grundstücks steht das gleichzeitig nach Planung von Otto Pein erbaute Postdepot in Jugendstil-Formen.<ref>Sławomir Brzezicki u. a. (Bearb.): Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 203.</ref>

Bezirksgericht, früher Amts- und Landgericht

Das frühere Amts- und Landgericht mit Gerichtsgefängnis, ul. Piekarska 1, dient auch heute als Bezirksgericht und Gefängnis (Sąd Rejonowy w Bytomiu). Es wurde 1884 nach Plänen von Paul Jakisch in Formen der Neorenaissance (nach Vorbildern der niederländischen Renaissance) gebaut. Es hat einen auf drei Geschossen von Kreuzgängen umgebenen Innenhof mit Glasdach. Das Gefängnis wurde ebenfalls von Jakisch geplant, es ist ein neogotischer Bau mit Rundturm.

Ehemaliges Landratsamt oder Kreisständehaus

Das Landratsamt (Budynek starostwa powiatowego) und die dazugehörende Remise, ul. Wojciecha Korfantego 34-34a, wurden 1897–1902 gebaut. Der eklektizistische Backsteinbau erhebt sich über einem Sockel aus Naturstein. Im Erdgeschoss befanden sich das Landratsamt, das Arbeitsgericht und die Kreissparkasse; im ersten Obergeschoss die Dienstwohnung des Landrats und ein Sitzungssaal. 1982 wurde das Gebäude dem Oberschlesischen Museum in Bytom übergeben, das es bis heute nutzt.

Musikschule, ehemals katholisches Gymnasium

Der neogotische Backsteinbau der Schule, ul. Moniuszki 17, wurde 1867–1869 von Paul Jakisch errichtet. Im 2. Obergeschoss des Mittelbaus liegt die mit reichem Dekor und Maßwerkfenstern versehene Aula. Die Schule hieß zuerst Städtisches Katholisches Gymnasium zu Beuthen O.-S., ab 1898 Königliches Gymnasium zu Beuthen O.-S., 1914 wurde Paul von Hindenburg Namensgeber. Heute beherbergt das Gebäude die Ogólnokształcąca Szkoła Muzyczna I i II stopnia im. Fryderyka Chopina (Allgemeine Grund- und Sekundarschule für Musik Frédéric Chopin)

Gymnasium, ehemalige deutsche Oberrealschule

Das Jugendstil-Schulgebäude, plac gen. Władysława Sikorskiego 1, mit hufeisenförmigen Grundriss wurde von Karl Brügger geplant und 1901 fertiggestellt. Die Fassade ist mit glasierten Klinkern verkleidet, die verschiedene Motive, das Beuthener Wappen sowie Inschriften zeigen. Heute heißt es IV Liceum Ogólnokształcące im. Bolesława Chrobrego (4. allgemeinbildendes Gymnasium Boleslaw der Tapfere).<ref name="Dehio204">Sławomir Brzezicki u. a. (Bearb.): Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 204.</ref>

Maschinenbauschule, früher Baugewerkschule

Das Gebäude der früheren Baugewerkschule am Plac Sobieskiego wurde 1926–1929 nach Plänen von Oskar Goltz errichtet. Es ist ein funktionalistischer dreigeschossiger Backsteinbau, der heute die Zespoł Szkół Mechaniczno-Samochodowych im. Gabriela Narutowicza (Maschinenbau- und Automobilschule Gabriel Narutowicz) beherbergt.<ref name="Dehio204" />

Hallenbad

Das im Stadtpark gelegene Hallenbad (Zakład kąpielowy) wurde 1929–1932 errichtet. Der funktionalistische Zweckbau in den Formen des Neuen Bauens hat eine Skelettkonstruktion in Kombination von Stahlbeton und Stahl, er ist mit Klinkern und glasierten Terrakotta-Platten verkleidet.<ref name="Dehio204" />

Stadtpark

Datei:Bytom Kachel Park Pond Poludniowy 2020.jpg
Der Stadtpark

Der Stadtpark wurde 1870 als 34 Hektar großer öffentlicher Park in Innenstadtnähe eingerichtet; er hieß zunächst Promenade. Der Park erstreckt sich an der Chaussee nach Miechowice (deutsch Miechowitz) über eine Länge von 1200 Metern.

Schlesische Oper, ehemals Stadttheater

Den Anstoß zum Bau eines Stadttheaters, das zugleich als Konzerthaus genutzt werden sollte, gab Franz Landsberger (1853–1925), ein passionierter Geiger und zunächst Direktor der Oberschlesischen Bank, dann der Dresdner Bank in Beuthen.<ref>Kurt Schwerin: Die Juden in Schlesien. Aus ihrer Geschichte und ihrem Beitrag zu Wirtschaft und Kultur. In: Bulletin des Leo-Baeck-Instituts, 19. Jahrgang 1980, Nr. 56/57, S. 1–84, hier S. 49.</ref> Er gründete für sein Vorhaben die Konzerthausgesellschaft, der zahlreiche Beuthener Bürger beitraten.<ref>Alfons Perlick: Franz Landsberger (1853–1925) als Gründer der Beuthener Konzerthausgesellschaft. In: Erich Peter: Geschichte des Oberschlesischen Landestheaters und Landesorchesters in Beuthen, OS. Ein Dokumentationsbericht. Ostdeutsche Forschungsstelle im Land Nordrhein-Westfalen, Dortmund 1972, S. 13 f.</ref> So konnte das Stadttheater ab 1898 nach Plänen des Berliner Architekten Alexander Böhm errichtet werden, am 1. Oktober 1901 wurde es eröffnet. Zunächst wurden nur Schauspiele und Operetten aufgeführt, ab 1905 gab es auch Opernvorstellungen. Zum 25-jährigen Jubiläum des Zweispartenhauses wurde im Foyer eine Gedenktafel angebracht, die an den wenige Wochen zuvor verstorbenen Franz Landsberger erinnerte.<ref name="Izabella Kühnel">Izabella Kühnel: Vom Theater zur Schlesischen Oper. Franz Landsbergers visionäre Mission. Liga Kobiet Nieobojętnych, Bytom 2024, ISBN 978-83-953470-1-6.</ref> Die Nationalsozialisten entfernten diese Tafel aufgrund der jüdischen Herkunft Landsbergers, dessen Frau Sabine 1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet wurde.<ref name="Izabella Kühnel" />

Nach 1945 wurde der weltberühmte Bassist Adam Didur erster künstlerischer Direktor der nun polnischen Schlesischen Oper (Opera Śląska), die sich zu einem überregional bedeutenden Opernhaus entwickelte. Das Gebäude hat die Adresse ul. Stanisława Moniuszki 21-23 und steht am Plac gen. Władysława Sikorskiego.

Medizinische Akademie, ehemaliges Polizeiamt

Datei:Bytom - Plac Akademicki 01.JPG
Die Medizinische Akademie

Das Gebäude wurde 1925–1926 errichtet und zeigt an der Fassade expressionistische Details. Die Eingangshalle und das Treppenhaus mit einem auf Säulen ruhenden Gewölbe zeigen modernistische Formen.<ref>Sławomir Brzezicki u. a. (Bearb.): Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 203.</ref>

Bürgerhäuser und Stadthäuser

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Hansa-Haus
  • Am Ring sind Teile der Bebauung aus der Zeit vor 1945 noch erhalten oder wurden wiederhergestellt; andere Wohn- und Geschäftshäuser sind nach dem Krieg errichtet worden. Der Rynek (Markt) ist heute eine Fußgängerzone.
  • Das Hansa-Haus, ulica Webera 4, wurde 1925 nach Entwirf des Architekten Felix Wieczorek errichtet.

Förderturm Hohenzollerngrube

Der Förderturm der ehemaligen Hohenzollerngrube, heute Kopalnia Węgla Kamiennego Szombierki, wurde um 1929 errichtet.

Kraftwerk Szombierki

Das Kraftwerk Oberschlesien in Bobrek, heute Elektrociepłownia Szombierki, wurde 1917–1920 gebaut und später mehrfach erweitert; es ist nach seiner Stilllegung 2011 vom Abriss bedroht, obwohl es als bedeutendes Zeugnis der regionalen Industriekultur unter Denkmalschutz steht.

Ehemalige Beuthen-Grube

Die frühere Beuthen-Grube heißt heute Kopalnia Węgla Kamiennego Powstańców Śląskich (deutsch Zeche der schlesischen Aufständischen). Sie liegt auf dem Stadtwald-Gelände westlich der ul. Strzeców Bytomskich nach Tarnowskie Góry (Tarnowitz) und wurde von 1923 bis 1928 von der in London ansässigen Henckel von Donnersmarck Beuthen Estates Ltd. gebaut. Erhalten ist z. B. das stählerne Fördergerüst des früheren Glückauf-Schachts (heute Kopernik).<ref>Sławomir Brzezicki u. a. (Bearb.): Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 205 f.</ref>

Vorlage:Panorama

Bildung

Bildungswesen im deutschen Beuthen

Ab 1906 gab es ein katholisches Lehrerseminar. In dessen Nachfolge eröffnete der preußische Kultusminister Adolf Grimme am 5. Mai 1930 die Pädagogische Akademie Beuthen zur Volksschullehrerausbildung für katholische Studierende unter Leitung von Hans Abmeier. Sie war wie die andere katholisch ausgerichtete Pädagogische Akademie Bonn für Frauen und Männer offen, womit der katholische Lehrerinnenverband allerdings nicht einverstanden war. Zuständig war der Bischof von Osnabrück Wilhelm Berning.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Die Ausbildungseinrichtung bestand in der Zeit des Nationalsozialismus weiter als Oberschlesische Hochschule für Lehrerbildung.<ref>Herder-Inst. Bildkatalog</ref> 1934 wurden sowohl Abmeier als auch andere Katholiken entlassen, so der Psychologe Alfred Petzelt. Josef Klövekorn vertrat die Musik und war gleichzeitig Chorleiter bis 1945. Alfons Perlick vertrat die Heimatkunde und gab später ein Heimatbuch über Beuthen heraus. Matthias Brinkmann lehrte die Biologie konform mit der nationalsozialistischen Rassenlehre. Er unterrichtete weiter als stellvertretender Leiter ab 1941 in der Lehrerbildungsanstalt Beuthen, die bis 1945 bestand.

Bildungswesen im heutigen Bytom

Es gibt zwei Kinderkrippen, 43 Kindergärten, 27 Grundschulen, 22 Mittelschulen und 34 weiterführende Schulen. Unter den weiterführenden Schulen sind elf allgemeinbildend, darunter auch Sport, neun technische Schulen und sieben Grundschulen der Industrie. Es gibt zwei Kunstschulen, nämlich die L.-Różycki-Schule und die Allgemeine Grund- und Mittelschule für Musik Frédéric Chopin.

Darüber hinaus hat es in der Stadt mehrere universitäre Einrichtungen. Das Warschauer Polnisch-Japanische Institut für Informationstechnologie (Polsko-Japońska Wyższa Szkoła Technik Komputerowych) betreibt in der Stadt eine Fakultät für Informatik; das Schlesische Polytechnikum in Gleiwitz eine Fakultät für Verkehr. Die Medizinische Universität Schlesiens in Katowice unterhält hier eine Fakultät für öffentliche Gesundheit, die Theaterakademie Stanisław Wyspiański aus Krakau (Akademia Sztuk Teatralnych im. Stanisława Wyspiańskiego) betreibt in Bytom eine Fakultät für Tanztheater. Vor Ort ansässig sind die Wirtschafts- und Verwaltungsuniversität Bytom und eine Lehrerbildungsanstalt (Kolegium Nauczycielskie). Insgesamt studieren in Bytom und Umgebung rund 7000 Studenten.

Wirtschaft

Industrie

Früher gab es in Bytom sieben große Kohlegruben und zwei Eisenhütten. Heute existieren zwei Kohlegruben – Bobrek (im Besitz des Unternehmens Węglokoks) und Powstańców Śląskich (im Besitz des Unternehmens Eko-Plus). Dazu kommen die Kokerei Bobrek, die Mineralwollfabrik Petralana und das Heizkraftwerk Miechowice; das Kraftwerk Oberschlesien war von 1920 bis 2011 in Betrieb. Im Januar 2008 wurde der erste Bauabschnitt des Industrieparks Bytom eröffnet.

Handel

Rund 60 Meter vom Marktplatz (Rynek) liegt das das Einkaufs- und Unterhaltungszentrum Agora, das am 15. November 2010 eröffnet wurde und dem britischen Unternehmen First Property Group gehört. In Bytom gibt es weitere Einkaufszentren wie das Plejada Shopping Center oder das M1 Shopping Center, außerdem Supermärkte und Hypermärkte, unter anderem von Carrefour, Lidl, Auchan, Selgros oder Tesco. Dazu kommen Fachsupermärkte und Fachgeschäfte wie Obi, Castorama und Praktiker, Deichmann, Fielmann oder Rossmann.

Sport

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Edward-Szymkowiak-Stadion

Sport im deutschen Beuthen

Der erfolgreichste Beuthener Verein war der 1909 gegründete Beuthener SuSV 09. Er spielte in der obersten deutschen Fußballliga, der Gauliga Schlesien bzw. ab dem Jahr 1941 in der Gauliga Oberschlesien und nahm sechsmal an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil.

Sport im polnischen Bytom

  • Polonia Bytom (polnischer Fußball-Meister 1954 und 1962)
  • Polonia Bytom (polnischer Eishockey-Meister 1984, 1986, 1988, 1989, 1990 und 1991, polnischer Eishockey-Meister der Frauen 2010, 2011, 2012, 2013, 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020)
  • GKS Szombierki Bytom (polnischer Fußball-Meister 1980)

Daneben gibt es Czarni Bytom sowie eine Reihe von Kampfsportclubs, unter anderem den Judoklub Bytom, woher der dreifache Olympiasieger Waldemar Legień kommt.

Städtepartnerschaften

Bytom unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

Am 24. Februar 2022 kündigte Bytom den Partnerschaftsvertrag von 2005 mit Dmitrov in Russland. Die Entscheidung stand im Zusammenhang mit der russischen Invasion in der Ukraine.

Verkehr

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Ehemaliger Frankfurter P-Wagen in Bytom
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Linie 38 im Jahr 2013

Öffentlicher Nahverkehr

Den Bürgern von Bytom stehen 53 Buslinien und 9 Straßenbahnlinien zur Verfügung. Im Linienverkehr besteht eine Anbindung an das Netz der Oberschlesischen Straßenbahn. Darüber sind unter anderem Katowice (Kattowitz), Sosnowiec (Sosnowitz), Zabrze (Hindenburg), Ruda Śląska (Ruda), Dąbrowa Górnicza (Dombrowa) oder Chorzów (Königshütte) erreichbar. Die Fahrt mit der Straßenbahn von Kattowitz bis Beuthen dauert etwa 45 Minuten. Auf einer eingleisigen Strecke mitten auf der Piekarska-Straße verkehren historische Zweirichtungstriebwagen als Linie 38.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Aber auch moderne Trambahnzüge werden eingesetzt.

Die Bahn

Der Bahnhof Bytom (Beuthen O.S.) befindet sich am Plac Wolskiego in der Innenstadt. Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Chorzów–Tczew, von der in Bytom die Bahnstrecke Bytom–Wrocław abzweigt. Das heutige Empfangsgebäude wurde Ende der 1920er Jahre erbaut. In der Zwischenkriegszeit war der Bahnhof zwischen 1936 und 1939 Ziel des Schnelltriebwagens „Fliegender Schlesier“, der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 109 km/h in 4 Stunden und 17 Minuten von Berlin über Breslau nach Beuthen verkehrte, seinerzeit eine der schnellsten Verbindungen. Der Bahnhof Bytom bedient eine regionale Verbindung, die Linie S8 auf der Strecke KluczborkOświęcim und überregionale Verbindungen, die von PKP Intercity bereitgestellt werden.

In der Sommersaison organisiert der Verband der Oberschlesischen Schmalspurbahnen touristische Verbindungen von Miasteczko Śląskie (Georgenberg) – Tarnowskie Góry (Tarnowitz) – Bytom (Beuthen) entlang der Strecke der Oberschlesischen Schmalspurbahn.

Normalspurbahnhöfe oder Haltestellen auf dem Stadtgebiet sind:

  • Bahnhof Bytom
  • Bytom Karb
  • Bytom Północna
  • Bytom Bobrek (geschlossen)

Schmalspurbahnhöfe oder Haltestellen sind:

  • Bytom Wąskotorowy
  • Szombierki Elektrownia
  • Bytom Karb Wąskotorowy
  • Dąbrowa Miejska
  • Sucha Góra

Straßen

Die Autostrada A1 geht nach Norden bis Danzig durch. Im Süden sind darüber die tschechischen Städte Brünn und Prag erreichbar.

Flughäfen

Der internationale Flughafen Katowice in Pyrzowice liegt rund 23 km nördlich von Bytom; er hat eine Jahreskapazität von 3,6 Millionen Passagieren und besitzt auch ein Frachtterminal. Er wird von über zwanzig Fluggesellschaften genutzt, z. B. Ryanair, Centralwings, Eurolot, LOT, Lufthansa oder Wizz Air.

Der internationale Krakau-Balice liegt rund 80 km entfernt. Er ist Polens zweitgrößter Flughafen mit Linienverbindungen von über zwanzig Fluggesellschaften wie beispielsweise Air France, Eurolot, LOT, Lufthansa.

Rund 80 km von Bytom entfernt liegt der internationale Flughafen Ostrava in der Tschechischen Republik.

Persönlichkeiten der Stadt

Söhne und Töchter der Stadt

Bis 1900

1901 bis 1930

1931 bis 1945

Ab 1946

Bekannte Einwohner

Sonstige Persönlichkeiten der Stadt

Literatur

  • Vorlage:MerianTopo
  • Beuthen in Oberschlesien, Stadt und Stadtkreis, am Beuthener Wasser, Regierungsbezirk Oppeln, Provinz Schlesien, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Beuthen (meyersgaz.org).
  • Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Wilhelm Gottlob Korn, Breslau 1865, S. 320–326. (eingeschränkte Vorschau auf Google Bücher)
  • F. Gramer: Chronik der Stadt Beuthen in Ober-Schlesien. (mit 24 in den Text gedruckten Holzschnitten) Beuthen 1863 (Google Books).
  • Karl August Müller: Vaterländische Bilder, oder Geschichte und Beschreibung sämmtlicher Burgen und Ritterschlösser Schlesiens beider Antheile und der Grafschaft Glatz. 2. Auflage, Glogau 1844, S. 160–161. (eingeschränkte Vorschau auf Google Bücher)
  • Alfons Perlick: Beuthen O/S. Ein Heimatbuch des Beuthener Landes. Laumann, Dülmen 1982, ISBN 3-87466-044-3.
  • Beuthen OSchles. In: Meyers Gazetteer, 1912.

Weblinks

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Einzelnachweise

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