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Burgring (Goddelsheim)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Burgring Goddelsheim
Datei:Burgring (Goddelsheim) Digitales Geländemodell.jpg
3D-Ansicht des digitalen Geländemodells, Haupttor mit eingezogenen Wallenden

3D-Ansicht des digitalen Geländemodells, Haupttor mit eingezogenen Wallenden

Alternativname(n) Wallburg Goddelsheim, Burgberg von Wedinghusen
Staat Deutschland
Ort bei Lichtenfels (Hessen)-Goddelsheim im Aartal
Entstehungszeit vermutlich 2. Hälfte 8. Jahrhundert
Burgentyp Niederungsburg
Erhaltungszustand Spitzgraben und Wall
Ständische Stellung Karolinger / Liudolfinger
Bauweise mit Mörtelmauer abgestützter Wall
Geographische Lage 51° 12′ N, 8° 46′ OKoordinaten: 51° 11′ 48,7″ N, 8° 45′ 39,6″ O
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Höhenlage 381 m ü. NHN

Mit Burgring werden die Reste einer ehemaligen Wallburg zwischen Goddelsheim und Medebach im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg bezeichnet.

Lage

Datei:Wüstung Wedinghausen 20241101 125315.jpg
Blick über das Aar-Tal (Wilde Aa) nach Westen über die Wüstung Wedinghausen zum Burgring auf dem Burgberg

Die Wallburg liegt auf einer Anhöhe mit einem breiten Geländevorsprung westlich oberhalb der Aar, der im Südwesten, im Süden und im Südosten steil abfällt. Östlich im Tal lag die Wüstung Wedinghausen.<ref name="lagisWH">Wedinghausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 23. Februar 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Institut für Landesgeschichte, abgerufen am 1. Februar 2021.</ref>

Anlage

Sie ist vermutlich aus karolingischer oder ottonischer Zeit.<ref>Albert K. Hömberg: Zwischen Rhein und Weser. Aschendorff, 1967, S. 97 ff. </ref> Die Datierung beruht auf Analogie ähnlicher Anlagen im nordhessischen Raum.<ref name="lagis">Burgring, Gemeinde Lichtenfels. Burgen, Schlösser, Herrenhäuser (Stand: 2. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Institut für Landesgeschichte, abgerufen am 1. Februar 2021.</ref> Es handelt sich um eine schildförmige Wallburg mit Spitzgraben und einem, teilweise durch mit Mörtelmauern abgestütztem, Wall. Sie befindet sich westlich von Goddelsheim über dem Aartal. Die etwa 3,075 ha große Ringwallanlage hat eine Ausdehnung von etwa 220 mal 190 Metern und einen Umfang am äußeren Wall von 677 Metern. Die Wallburg hatte ein Haupttor im Westen und einen zweiten Zugang im Osten, die sogenannte „Wasserpforte“.<ref name="lagis" /> Sie lag erhöht über dem Ort.

Ende des 19. Jahrhunderts wird die Anlage so beschrieben: „Unweit Medebach nach Corbach im Waldeckchen zu liegt ein Burgring, der in einer Höhe von 6—8 m eine Fläche von 14 Morgen umschließt, in welcher 2 brunnenartige Vertiefungen, alte Tränken, sich finden.“<ref>Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde. Bände 52–53, 184, S. 127</ref>

Der Burgring wurde 1936 und 1938 von Willi Görich und Ulrich Bockshammer archäologisch mit vier Grabungsschnitten durch den Befestigungswall untersucht. Scherben oder sonstiges Fundmaterial wurde nicht gefunden. Eine für 1940 geplante Untersuchung der Toranlagen kam wegen des Kriegsbeginns nicht mehr zustande.

Da Urkunden fehlen ist die rechtliche Stellung und Funktion der Wallburg nicht feststellbar. Es wird davon ausgegangen, dass sie spätestens im 12. Jahrhundert ohne Funktion war und verfiel.

Literatur

  • Willi Görich: Auf den Spuren der Vergangenheit. Ausgrabungen auf dem Ring bei Goddelsheim. In: Waldeckische Landes-Zeitung. 1936, Nr. 233.
  • Willi Görich: Der „Burgring“ zwischen Goddelsheim und Medebach: eine Straßenfeste Karls des Großen? In: Geschichtsblätter für Waldeck. 44, 1952, ISSN 0342-0965, S. 1–21.

Weblinks

Commons: Burgring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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