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Bukówka (Redzikowo)

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Bukówka
Vorlage:Platzhalterbild
Bukówka (Polen)
Bukówka (Polen)
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Pommern
Powiat: Słupsk
Gmina: Redzikowo
Geographische Lage: 54° 31′ N, 17° 6′ OKoordinaten: 54° 31′ 10″ N, 17° 5′ 51″ O
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Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 59
Kfz-Kennzeichen: GSL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Danzig

Bukówka (deutsch Deutsch Buckow, 1937–1945 Bukau (Pom.)) ist ein Dorf bei Słupsk in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Es bildet ein Schulzenamt in der Gmina Redzikowo im Powiat Słupski.

Geographische Lage

Das kleine Dorf liegt in Hinterpommern, etwa acht Kilometer nordöstlich von Słupsk und 2,5 Kilometer südöstlich von Lubuczewo.

Geschichte

Das ehemalige Rittergut Deutsch Buckow war in älterer Zeit ein Lehen der Familie Below. Im Jahr 1491 kam es durch Tausch von Ländereien in den Besitz der Familie Puttkamer. Um 1784 gab es in Deutsch Buckow ein großes und ein kleines Vorwerk, zwei Bauern, drei Kossäten und acht Haushaltungen.<ref>Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2. Stettin 1784, S. 945–946, Nr. 10; Textarchiv – Internet Archive.</ref> Im Jahr 1801 wurde das Gut nach dem Konkurs des Lehnsherrn Karl Gustav von Puttkamer verkauft und wechselte dann mehrfach seinen Besitzer. Vor Mitte des 19. Jahrhunderts lag die Gerichtsbarkeit von Deutsch Buckow in den Händen eines Patrimonialgerichts.<ref>W. F. C. Starke: Beiträge zur Kenntnis der bestehenden Gerichtsverfassung und der neuesten Resultate der Justizverwaltung in dem Preußischen Staate. Teil II, Band 1: Preußen, Posen, Pommern, Schlesien, Berlin 1839, S. 254; Textarchiv – Internet Archive.</ref> Im Jahr 1894 wurde das Gut von Siegfried von Boehn aufgekauft. Dieser war der letzte Besitzer des Guts vor 1945.

1925 standen in Deutsch Buckow dreizehn Wohngebäude.

Am 1. April 1927 hatte das Gut Deutsch Buckow eine Flächengröße von 573 Hektar, und am 16. Juni 1925 hatte der Gutsbezirk 203 Einwohner.<ref name="Albrecht">Kurt Albrecht: Die preußischen Gutsbezirke. In: Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, 67. Jahrgang, Berlin 1927, S. 344–477, insbesondere S. 400; books.google.com</ref> Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Deutsch Buckow in eine Landgemeinde gleichen Namens umgewandelt.<ref name="Terr">Amtsbezirk Ritzow. In: Rolf Jehke (Hrsg.): Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874–1945. Herdecke, zuletzt geändert am 15. August 2024.</ref>

1932 verfügte das Dorf über eine einstufige Volksschule, in der ein einzelner Lehrer 45 Kinder unterrichtete. Die Gemeindefläche war 573 Hektar groß. Am 29. Dezember 1937 wurde die Gemeinde Deutsch Buckow in Bukau (Pom.) umbenannt.<ref name="Terr" /> Im Jahr 1939 wurden 38 Haushaltungen und 179 Einwohner gezählt.

Vor 1945 gehörte die Ortschaft zum Landkreis Stolp im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs und war dem Amtsbezirk Ritzow zugeordnet.

Bukau wurde im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Nach Beendigung der Kampfhandlungen wurde die Region anschließend zusammen mit ganz Hinterpommern seitens der sowjetischen Besatzungsmacht der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Im Oktober 1945 nahmen Polen das Dorf in Besitz. Bukau wurde unter der polonisierten Ortsbezeichnung ‚Bukówka‘ verwaltet. Die einheimische Bevölkerung wurde nach und nach vertrieben. Später wurden in der Bundesrepublik Deutschland 83 und in der DDR 28 aus Bukau vertriebene Dorfbewohner ermittelt.<ref>Ortsbeschreibung Bukau. In: Karl-Heinz Pagel: Der Landkreis Stolp in Pommern. Lübeck 1989, S. 422–423; stolp.de (PDF)</ref>

Kirchspiel

Die Dorfbewohner von Deutsch Buckow waren überwiegend evangelisch. 1925 hatte das Dorf 13 Bewohner katholischer Konfession, was 6,4 % der Einwohnerzahl entsprach. Das Dorf war in der in der Altstadt von Stolp gelegenen St.-Petri-Kirche eingepfarrt und gehörte damit zum Kirchenkreis Stolp-Altstadt.

Die seit 1945 und Vertreibung der einheimischen Dorfbewohner anwesende polnische Einwohnerschaft ist mehrheitlich katholisch.

Mit dem Ort verbundene Persönlichkeiten

Literatur

  • Deutsch Buckow, Rittergut, Kreis Stolp, Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag in Meyers Orts- und Verkehrslexikon, (1912), s. e. hist. Landkarte der Umgebung von Deutsch Buckow; Meyersgaz.org In: Meyers Gazetteer und Geschichtliches Ortsverzeichnis GOV – eine Gegenüberstellung. Hrsg.: CompGen Berlin.
  • Pommersches Güter-Adressbuch. Friedrich Nagel (Paul Niekammer), Stettin 1892, S. 154–155; google.de/books
  • Paul Ellerholz: Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche. Band 2: Provinz Pommern. 2. Auflage. Nicolai (Stricker), Berlin 1884, S. 84–85; google.de/books
  • Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2. Stettin 1784, S. 945–946, Ziffer 10; Textarchiv – Internet Archive.
  • Ortsbeschreibung Bukau. In: Karl-Heinz Pagel: Der Landkreis Stolp in Pommern. Lübeck 1989, S. 420–423; stolp.de (PDF; 800 kB).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Schulzenämter: Bierkowo (Birkow) | Bruskowo Małe (Klein Brüskow) | Bruskowo Wielkie (Groß Brüskow) | Bukówka (Deutsch Buckow) | Bydlino (Bedlin) | Gać (Gatz) | Gałęzinowo (Überlauf) | Głobino (Gumbin) | Grąsino (Granzin) | Jezierzyce (Jeseritz) | Karżcino (Karzin) | Krępa Słupska (Krampe) | Krzemienica (Steinwald) | Kukowo (Kuckow) | Kusowo (Kussow) | Lubuczewo (Lübzow) | Płaszewko (Plassow) | Redęcin (Reddentin) Redzikowo (Reitz) | Rogawica (Roggatz) | Siemianice (Schmaatz) | Stanięcino (Stantin) | Strzelinko (Klein Strellin) | Strzelino (Groß Strellin) | Swochowo-Niewierowo (Schwuchow und Nipnow) | Swołowo (Schwolow) | Warblewo (Warbelow) | Wielichowo (Friedrichsthal) | Wieszyno (Vessin) | Wiklino (Beckel) | Włynkówko (Neu Flinkow) | Włynkowo (Flinkow) | Wrzeście (Freist) | Jezierzyce-Osiedle | Rezikowo-Osiedle

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