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Bruskowo Małe

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Bruskowo Małe
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Bruskowo Małe (Polen)
Bruskowo Małe (Polen)
Bruskowo Małe
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Pommern
Powiat: Słupsk
Gmina: Redzikowo
Geographische Lage: 54° 29′ N, 16° 53′ OKoordinaten: 54° 29′ 17″ N, 16° 53′ 0″ O
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Einwohner: 110 (2021<ref name="gminaslupsk"/>)
Telefonvorwahl: (+48) 59
Kfz-Kennzeichen: GSL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: SłupskMożdżanowo
Eisenbahn: Bahnstrecke Piła–Ustka
Bahnstation: Strzelinko
Nächster int. Flughafen: Danzig

Bruskowo Małe (deutsch Klein Brüskow, kaschubisch Môłe Brëskòwò, slowinzisch Mẩu̯lė Brȧ̃skɵvɵ<ref>Eintrag im „Slowinzischen Wörterbuch“ von Friedrich Lorentz. Zum System der Slowinzisch-Lautschrift von Lorentz, vgl. „Slowinzische Grammatik“, S. 13–16 (scan 40–43), anschließend die Lautlehre.</ref>) ist ein Dorf im Nordwesten der polnischen Woiwodschaft Pommern und gehört zur Landgemeinde Redzikowo im Powiat Słupski.

Geographische Lage

Die Ortschaft liegt in Hinterpommern, etwa zehn Kilometer westnordwestlich von Słupsk und zwei Kilometer westsüdwestlich des Kirchdorfs Bruskowo Wielkie.

Die Gemarkung des Dorfs umfasst zum Teil bewaldete Grundmoräne, ein Wiesental, an dem der Ort liegt, und einen Streifen des Tals der Moszczeniczka (Motz) im Süden.

Geschichte

Das ehemalige Bauerndorf wird erwähnt, als Herzogin Anna um 1650 in Klein Brüskow einen Ziegelhof errichten ließ. In preußischer Zeit war das Dorf eines von achtzehn königlichen Dörfern, die dem Amt Stolp unterstanden.

Um 1784 hatte Klein Brüskow fünf Bauern, zwei Kossäten, zwei Büdner und einen Schulmeister bei insgesamt zehn Feuerstellen (Haushalten).<ref>Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. II. Teil, 2. Band, Stettin 1784, S. 931, Nr. 3.</ref> Mit der Regulierung wurde aus dem Amtsdorf ein Bauerndorf.

Bis 1945 gehörte das Dorf zum Landkreis Stolp im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern. Klein Brüskow in den Amts- und Standesamtsbezirk Groß Brüskow und in den Amtsgerichtsbereich Stolp eingegliedert.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Dorf am 8. März 1945 von sowjetischen Truppen besetzt und anschließend als Bruskowo Małe Teil Polens. Im Sommer 1945 kamen Polen in das Dorf und übernahmen Höfe und Häuser. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben, der erste Teil am 11. Dezember 1945. Im Jahr 1947 waren bereits alle Dorfbewohner vertrieben.<ref name="Pagel1989"/>

Später wurden in der Bundesrepublik Deutschland 79 und in der DDR 45 aus Klein Brüskow vertriebene Dorfbewohner ermittelt.<ref name="Pagel1989">Karl-Heinz Pagel: Der Landkreis Stolp in Pommern. Zeugnisse seiner deutschen Vergangenheit. Lübeck 1989, S. 603 (Online, PDF)</ref>

Das Dorf ist heute ein Ortsteil der Gmina Redzikowo im Powiat Słupski in der Woiwodschaft Pommern (1975–1998 Woiwodschaft Słupsk).

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner Anmerkungen
1832 70 Dorf, mit zehn Häusern, zum Kirchspiel Groß Brüskow gehörig<ref>Georg Friedrich Krause: Handbuch zu dem Atlas von Preußen in 27 Karten; oder: geographisch-statistisch-topographische Beschreibung der preußischen Mönarchie. Zweite Hälfte: Verzeichniß sämmtlicher Städte, Flecken, Dörfer, Weiler, Vorwerke etc. der Monarchie. Band I: A – E, Müller, Erfurt 1835, S. 446 (Google Books).</ref>
1910 125 am 1. Dezember<ref name=mgaz >Klein Brüskow, Dorf, Kreis Stolp, Regierungsbezirk Köslin, Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Klein Brüskow (meyersgaz.org).</ref>
1925 138 darunter 129 Evangelische<ref name=stuebs > Die Gemeinde Klein Brüskow im ehemaligen Kreis Stolp in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011)</ref>
1933 154 <ref name=Vwg >Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de

</ref>

1939 143 <ref name=Vwg />
2021 110 <ref name="gminaslupsk"> Gmina Słupsk, Statystyka wg miejscowości na dzień 31-12-2021, abgerufen am 1. Dezember 2025 </ref>

Kirche

Kirchspiel bis 1945

Die Bevölkerung von Klein Brüskow war vor 1945 größtenteils evangelischer Konfession. Das Dorf gehörte zum Kirchspiel Groß Brüskow im Kirchenkreis Stolp-Stadt der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Heinrich Runkel.

Das katholische Kirchspiel war in Schlawe i. Pom.

Kirchspiel seit 1945

Die nach dem Zweiten Weltkrieg hier lebende polnische Dorfbevölkerung ist überwiegend katholisch. Die polnischen Katholiken benutzen die beschlagnahmte Dorfkirche in Bruskowo Wielkie (Groß Büskow); die polnische Pfarrei ist dem Dekanat Ustka (Stolpmünde) im Bistum Köslin-Kolberg der Römisch-katholischen Kirche in Polen zugeordnet.

Hier lebende evangelische Kirchenglieder gehören zur Kirchengemeinde der Kreuzkirche in Słupsk in der Diözese Pommern-Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Schule

Im Jahre 1932 unterrichtete in der einstufigen Volksschule ein Lehrer 35 Schulkinder. Hierher kamen auch die Kinder aus Grünhagen (heute polnisch: Wierzbięcin).

Verkehr

Durch das Dorf verläuft eine Nebenstraße, die von Słupsk (Stolp) kommend über Bruskowo Wielkie (Groß Brüskow) und Krzemienica (Steinwald) bis nach Możdżanowo (Mützenow) und weiter zur Wojewodschaftsstraße 203 (Koszalin (Köslin) – Darłowo (Rügenwalde) – Ustka (Stolpmünde)) führt. Die nächste Bahnstation ist Strzelinko (Strellin) an der Staatsbahnlinie Nr. 405 Piła (Schneidemühl) – Ustka.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Schulzenämter: Bierkowo (Birkow) | Bruskowo Małe (Klein Brüskow) | Bruskowo Wielkie (Groß Brüskow) | Bukówka (Deutsch Buckow) | Bydlino (Bedlin) | Gać (Gatz) | Gałęzinowo (Überlauf) | Głobino (Gumbin) | Grąsino (Granzin) | Jezierzyce (Jeseritz) | Karżcino (Karzin) | Krępa Słupska (Krampe) | Krzemienica (Steinwald) | Kukowo (Kuckow) | Kusowo (Kussow) | Lubuczewo (Lübzow) | Płaszewko (Plassow) | Redęcin (Reddentin) Redzikowo (Reitz) | Rogawica (Roggatz) | Siemianice (Schmaatz) | Stanięcino (Stantin) | Strzelinko (Klein Strellin) | Strzelino (Groß Strellin) | Swochowo-Niewierowo (Schwuchow und Nipnow) | Swołowo (Schwolow) | Warblewo (Warbelow) | Wielichowo (Friedrichsthal) | Wieszyno (Vessin) | Wiklino (Beckel) | Włynkówko (Neu Flinkow) | Włynkowo (Flinkow) | Wrzeście (Freist) | Jezierzyce-Osiedle | Rezikowo-Osiedle

Weitere Orte: Gać Leśna (Büchenhof) | Gajki | Kępno (Kempen) | Łękwica | Łupiny (Lupinenfelde) | Miednik (Medenick) | Warblewko (Neu Warbelow) | Wierzbięcin (Grünhagen) | Zamełowo Vorlage:Klappleiste/Ende