Borkum (Schiff, 2004)
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Die Borkum ist ein deutsches Lotsenversetzboot. Eigner des Schiffes ist die Außenstelle Nordwest der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS).
Das als SWATH-Schiff konzipierte Schiff wurde unter der Baunummer 6467 auf der Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft in Lemwerder als Explorer für das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung gebaut. Die Kiellegung des Schiffes fand am 21. März 2003, der Stapellauf am 6. Februar 2004 statt. Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte am 3. März 2004. Im Mai 2004 wurde es in Dienst gestellt.<ref name="ar">Aufschwimmen des 25M SWATH@A&R „Explorer“ (PDF; 103 kB), Pressemitteilung von Abeking & Rasmussen, 2. Februar 2004. Abgerufen am 20. Januar 2012.</ref>
Geschichte
Das Schiff wurde durch ein Konsortium, an dem neben Abeking & Rasmussen auch die Lürssen Werft sowie Atlas Elektronik und EADS beteiligt waren, gebaut und ausgerüstet. Bei dem Bau wurde auf die SWATH-Technologie, die bereits für den Bau von Lotsenstations- und versetzbooten angewandt worden war, zurückgegriffen. Modifikationen waren u. a. für die Aufnahme des Sonars und den Einbau des Marineequipments nötig.<ref name="ar" />
Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung nutzte das Schiff in der Nord- und Ostsee für die Erprobung ferngesteuerter Minenjagdgeräte.<ref>„Explorer“ jagt Minen, Hamburger Abendblatt, 19. Mai 2004. Abgerufen am 20. Januar 2012.</ref> Das Schiff diente dabei im Rahmen des Projektes „Minenjagd 2000“ als Testfahrzeug für eine als „Seepferd“ bezeichnete unbemannte Minenjagddrohne,<ref>Werft Abeking & Rasmussen steigt bei Marine-Projekt ein, Die Welt, 29. Juli 2002. Abgerufen am 20. Januar 2012.</ref> von denen laut Projektplanung später jeweils zwei Einheiten von zur Führungsplattform Klasse 334 umgerüsteten Minenjagdbooten der Kulmbach-Klasse (Klasse 333) gesteuert werden sollten. Die „Seepferd“-Drohnen wiederum sollten ihrerseits mit kleinen Unterwasserdrohnen, „Seewolf“ und „Seefuchs“, zur Minenbekämpfung ausgerüstet werden.<ref>Heinrich Schütz: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., Europäische Sicherheit, April 2009. Abgerufen am 20. Januar 2012.</ref><ref>Klaus Karrasch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Investitionen für die Deutsche Marine ( vom 30. Oktober 2007 im Internet Archive), Europäische Sicherheit, Juli 2001.</ref>
Nachdem das Projekt im Herbst 2005 aufgegeben worden war,<ref>Günter Kleinert: Zukunft der Seeminenabwehr – Eine Analyse aus rüstungstechnischer Sicht, GlobalDefence.net, 4. Mai 2009. Abgerufen am 13. September 2017.</ref> ging das Schiff an das damalige Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das es 2006 zum Lotsenversetzboot umbauen ließ und in Borkum umbenannte. Das Schiff wird von der Außenstelle Emden des Lotsbetriebsvereins betrieben<ref>Flotte, Lotsbetriebsverein. Abgerufen am 10. November 2022.</ref> und von der Lotsenbrüderschaft Emden in der Emsmündung eingesetzt,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Frya“ unterstützt Arbeit der Emslotsen ( vom 8. Dezember 2011 im Internet Archive), Pressemitteilung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, 23. Juni 2011 (PDF, 49 kB).</ref> nachdem es zunächst in erster Linie als Versetzboot des Lotsenstationsschiffes Weser in der Wesermündung zum Einsatz kam.
Literatur
- Heinrich Schütz: Den Marineschiffbau in Deutschland mitgestaltet. Books on Demand GmbH, Norderstedt, ISBN 978-3-8423-5084-7.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />