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Bio Suisse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Bio Suisse, Vereinigung Schweizer Biolandbau-Organisationen
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colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Bio Suisse 201x logo.svg
Rechtsform Verein
Gründung 1981 (Vorgängerorganisation)
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Basel, Schweiz
Vorläufer Vereinigung schweizerischer biologischer Landbau-Organisationen (VSBLO)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Förderung des biologischen bzw. ökologischen Landbaus.<ref>Bio Suisse, Vereinigung Schweizer Biolandbau-Organisationen. Handelsregisteramt des Kantons Basel-Stadt, abgerufen am 28. März 2021.</ref>
Vorsitz Urs Brändli
(Präsident des Vorstandes)
Geschäftsführung Balz Strasser
(Co-Geschäftsführer)
Rolf Bernhard
(Co-Geschäftsführer)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte rund 90
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website www.bio-suisse.ch

Der Dachverband Bio Suisse ist ein Zusammenschluss von Organisationen der biologischen Landwirtschaft in der Schweiz. Mitglieder sind einerseits 7467 (Stand: 31. Dezember 2025) Bio-Betriebe aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, die in 22 regionalen Mitgliedorganisationen organisiert sind. Dazu kommen elf weitere Organisationen, darunter die fünf Gründungsorganisationen der Vorgängerorganisation. Einige der rund 1350 Verarbeitungs- und Handelsbetriebe, die mit Bio Suisse einen Lizenzvertrag abgeschlossen haben, gründeten 2021 die Mitgliedorganisation Lizenznehmende Bio Suisse (MO Liz). Seither besteht die Delegiertenversammlung, das oberste Organ von Bio Suisse, aus 102 Delegierten der nun 33 Mitgliedorganisationen.

Der Verband bezweckt die Förderung des biologischen Landbaus als umwelt-, tier- und menschengerechte Anbauweise. Die Vereinigung fördert Angebot und Nachfrage nach Produkten, insbesondere aus Schweizer Produktion. Zu den wichtigsten Aufgaben der Geschäftsstelle gehören die Weiterentwicklung der Richtlinien, die Förderung der Markttransparenz und -entwicklung, übergeordnete Aufgaben in der Qualitätssicherung, die Prüfung von Lizenzgesuchen sowie die Beratung der lizenzierten Verarbeiter und Händler. Zudem vertritt sie die Interessen ihrer Mitglieder am Markt, in der Politik und in der Öffentlichkeit.

Die Geschäftsstelle mit rund 90 Mitarbeitenden befindet sich in Basel. Mit der Antenne Romande betreibt Bio Suisse in Lausanne eine Aussenstelle.

Geschichte

Am 1. September 1981 wurde die Vereinigung schweizerischer biologischer Landbauorganisationen (VSBLO) von der Biofarm Genossenschaft<ref>Biofarm Firmengeschichte. In: biofarm.ch. Abgerufen am 13. November 2023.</ref>, dem Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft (Demeter Schweiz), der Schweizerischen Gesellschaft für biologischen Landbau SGBL (gegründet 1951 als Gesellschaft Biologischer Landbau GBL, welche wiederum von der 1947 auf dem Hof von Mina Hofstetter gegründeten Genossenschaft Biologischer Landbau GBL (heute: Bioterra) gegründet wurde)<ref>Peter Moser: Bioterra. In: Archiv für Agrargeschichte. Abgerufen am 1. April 2024.</ref>, der Coopérative Progana<ref>Société Coopérative Progana. In: progana-bioromandie.ch. Abgerufen am 22. März 2021.</ref> sowie dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) gegründet. Anfangs war der Sitz in Oberwil (BL). 1989 ist die Anbau- und Verwertungsgenossenschaft Galmiz dem VSBLO beigetreten.<ref name="AfA">Archiv für Agrargeschichte: Bio Suisse. In: histoirerurale.ch. Abgerufen am 30. Mai 2021.</ref>

Als 1992 der biologische Landbau staatlich anerkannt wurde, sind die ersten Bio Suisse-Verarbeitungsrichtlinien erschienen.<ref>Geschichte. In: bio-suisse.ch. Abgerufen am 4. November 2019.</ref> Nachdem Coop 1993 in Zusammenarbeit mit Bio Suisse (damals VSBLO) die Bio-Marke Naturaplan lancierte, überstieg die Nachfrage das Angebot an biologisch erzeugten Rohstoffen. Daraufhin startete Coop eine Kampagne um mehr Bauern für den Biolandbau zu gewinnen, worauf sich über 3000 Bauern meldeten.<ref>Die Geschichte der Bio-Pioniere. In: coop.ch. Abgerufen am 13. November 2023.</ref>

Im September 1993 anerkannte der VSBLO die Produzenten-Konsumenten-Organisation Oberwallis (PKGO) als Vollmitglied.<ref>Walliser Bote (Hrsg.): Von der VSBLO anerkannt. 17. November 1993 (e-newspaperarchives.ch [abgerufen am 27. April 2025]).</ref>

1997 ist die Umbenennung der Vereinigung in Bio Suisse erfolgt.<ref name="AfA" /><ref>VSBLO nennt sich ab sofort BIO SUISSE. In: lid.ch. 25. September 1997, abgerufen am 4. November 2019.</ref> Im gleichen Jahr hat Bio Suisse die bio.inspecta AG gegründet, an welche 1998 die Zertifizierung von Knospe-Landwirtschaftsbetrieben ausgelagert wurde.<ref name="bio.inspecta">Archiv für Agrargeschichte: Bio.inspecta AG. In: histoirerurale.ch. Abgerufen am 30. Mai 2021.</ref> Fortan wurde die Knospe auch für verarbeitete Produkte vergeben.<ref name="AfA" /> Seit 2002 ist auch das Bioforum Schweiz eine Mitgliedorganisation von Bio Suisse.<ref>Peter Moser: Bioforum Schweiz. In: Archiv für Agrargeschichte. Abgerufen am 4. Januar 2025.</ref><ref>Mitgliedorganisationen. In: bio-suisse.ch. Abgerufen am 4. Januar 2025.</ref>

2015 ist das Nationale Bioforschungsforum (NBFF) von Agroscope, dem FiBL und Bio Suisse gegründet worden.<ref>Neues Nationales Bioforschungsforum: Bio-Forschung und Praxis rücken zusammen. In: admin.ch. Agroscope, 30. November 2015, abgerufen am 14. Dezember 2020.</ref>

Bio Suisse ist u. a. Mitglied beim Schweizer Bauernverband, der Agrarallianz, der Schweizer Allianz Gentechfrei (SAG), der Agrarstandort Schweiz (IGAS) von Uniterre und beim Verein SwissGAP, welcher den GLOBALG.A.P.-Standard in der Schweiz umsetzt.<ref>SBV – Mitgliedorganisationen (Abgerufen am 16. März 2021)</ref><ref>SwissGAP – der Verein. In: swissgap.ch. Abgerufen am 5. Mai 2021.</ref> Bio Suisse ist Mitglied der Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen (IFOAM Organics Europa und IFOAM Organics International).

Entwicklung der zertifizierten Landwirtschaftsbetriebe

Jahr Anzahl
2025 7467
2024 7272
2023 7362
2022 7341
2021 7216
2020 7122
2019 6962
2018 6719
2017 6423
2016 6144
2015 6031
2014 5979
2013 5884
2012 5731
2011 5618
2010 5521
2009 5537
2008 5625
2007 5689
2006 5908
2005 6152
2004 6320
2003 6281
2002 6123
2001 5576
2000 5162
1999 5051
1998 4710
1997 4335

Datengrundlage: Jahresberichte von Bio Suisse<ref>Jahresberichte. In: biosuisse.ch. Abgerufen am 18. April 2026.</ref>

Leitung

Erster Präsident von Bio Suisse und bis 1993 im Amt, war Werner Scheidegger, Mitgründer und langjähriger Präsident sowie Geschäftsführer der 1972 gegründeten Biofarm Genossenschaft. Ihm folgte Ernst Frischknecht, welcher 2001 von Regina Fuhrer abgelöst wurde. Urs Brändli ist seit 2011 Präsident von Bio Suisse und wurde zuletzt im April 2024 für weitere vier Jahre bestätigt.<ref name="AfA" /><ref>Bettina Kiener: 100%-Schweizer-Futter-Regel und Brändli bleiben. In: schweizerbauer.ch. 17. April 2024, abgerufen am 18. April 2024.</ref>

Dem heutigen Geschäftsführer Balz Strasser (seit März 2025 in Co-Leitung mit Rolf Bernhard<ref group="A">Rolf Bernhard ist Mitglied des FiBL-Stiftungsrats und war über 19 Jahre bei der Migros beschäftigt. Von 2017 bis 2021 war er für Hauert Dünger tätig.</ref><ref>Balz Strasser und Rolf Bernhard führen ab März Bio Suisse im Top-Sharing. In: bio-suisse.ch. 31. Oktober 2024, abgerufen am 31. Oktober 2024.</ref><ref>Migros-Führungskraft wechselt zu Bio Suisse. In: schweizerbauer.ch. 31. Oktober 2024, abgerufen am 31. Oktober 2024.</ref>) sind Daniel Bärtschi, Stefan Flückiger, Markus Arbenz, Stefan Odermatt, Christof Dietler, Karin Hiltwein Agnetti und Rainer Bächi vorausgegangen.<ref name="AfA" /> Flückiger war ab Mitte August 2009 im Amt<ref>Stefan Flückiger ist neuer Geschäftsführer von Bio Suisse. In: bioaktuell.ch. 22. Juni 2009, abgerufen am 5. November 2023.</ref> bevor das Arbeitsverhältnis aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Ausrichtung und deren Umsetzung auf Mitte Mai 2010 in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde. Bis zu Bärtschis Amtsantritt Anfang 2011 übernahm Doris Schwarzenbach die Leitung ad interim.<ref>Stefan Flückiger verlässt Bio Suisse. In: bioaktuell.ch. 19. Mai 2010, abgerufen am 7. November 2023.</ref>

Martin Bossard<ref group="A">Martin Bossard (Vater von Nicola Bossard) war von 1999 bis 2002 Geschäftsführer von ProSpecieRara. Von 2014 bis 2016 war er Präsident und seit 2016 ist er Co-Präsident der Agrarallianz. Quelle: Bossard, Martin In: histoirerurale.ch, abgerufen am 27. Mai 2021.</ref> war von 2009 bis 2024 Leiter Politik und für das Lobbying zuständig.<ref>Gesellschaft und Politik. In: bio-suisse.ch. Abgerufen am 5. Mai 2021.</ref> Die Zutrittsberechtigung für das Parlamentsgebäude erhielt er von Maya Graf.<ref>Register der Zutrittsberechtigten. (PDF) In: parlament.ch. Abgerufen am 5. Mai 2021.</ref> Im Herbst 2024 übernahmen Barbara Küttel und Laura Spring das Ressort «Politik» in Co-Leitung.<ref>Wechsel bei Bio Suisse. In: schweizerbauer.ch. 25. Juli 2024, abgerufen am 29. Juli 2024.</ref>

Gütesiegel

Gurke mit Knospe-Logo von Bio Suisse
Gurke mit Knospe-Logo von Bio Suisse

Bio Suisse ist Eigentümerin der eingetragenen Marke „Knospe“ (frz. „Bourgeon“, ital. „Gemma“, engl. „Bud“). Die Produkte der von Bio Suisse zertifizierten schweizerischen Produzenten können mit dem Gütesiegel Bio Suisse Knospe ausgezeichnet werden. Das Gütesiegel (in der Schweiz Label genannt) geniesst in der Schweiz eine hohe Glaubwürdigkeit. Rund 60 bis 70 % der Knospe-Produkte stammen aus Schweizer Produktion und werden in der Schweiz verarbeitet. Ausländische Produkte, die dieselben Kriterien erfüllen, werden mit Bio Knospe ausgezeichnet.<ref name="wwf-ranking">Die Knospe steht für Bio Suisse und für Bio-Produkte, bio-suisse.ch, abgerufen am 18. September 2017</ref>

Verarbeitungs- und Handelsbetriebe, die mit der Bio Suisse einen Lizenzvertrag abgeschlossen haben dürfen unter Einhaltung der Richtlinien die Marke Knospe nutzen.

Im Jahr 2017 wurde die Stadtgärtnerei Basel Bio-Suisse-zertifiziert, womit Basel die erste Stadt ist, welche mit diesem Label ausgezeichnet wurde, gefolgt von Luzern im Jahr 2021.<ref>Stadtgärtnerei Basel produziert ab Januar 2017 „biozertifiziert“. In: stadtgaertnerei.bs.ch. 2. Januar 2017, abgerufen am 3. April 2022.</ref><ref>Stadtgrün erhält Label «Bio Suisse Knospe» und feiert dies mit Wildstauden auf Kapellbrücke. In: stadtluzern.ch. 31. März 2022, abgerufen am 3. April 2022.</ref> Als erste Gemeinde wurde 2019 Lancy mit der Knospe ausgezeichnet.<ref>Lancy – die erste Bio-Gemeinde der Schweiz. In: naturschutz.ch. 2. August 2019, abgerufen am 20. August 2019.</ref> Daneben gibt es mit Stand 2020 schweizweit 12 Restaurants, welche mit der Knospe ausgezeichnet wurden.<ref>Pablo Mathis: Luzerner «Quai 4» ist eines von nur zwölf «Knospen-Restaurants» der Schweiz. In: luzernerzeitung.ch. 20. September 2020, abgerufen am 22. September 2020.</ref>

Im Jahr 2023 hat Bio Suisse das Label "Bio Cuisine" eingeführt.<ref>Gastronomie bedeutet Genuss – Genuss bedeutet Bio. - Bio Suisse - Verarbeitung & Handel. Abgerufen am 5. April 2023.</ref> Es steht für mehr Nachhaltigkeit in der Gastronomie. "Bio Cuisine" kennzeichnet Restaurants und Betriebe mit einem relevanten Anteil an Knospe-Produkten.

Zur Bewerbung von Schweizer Biomilch wird den Bio-Bauern von den Schweizer Milchproduzenten einen Betrag pro Kilogramm vermarkteter Milch in Rechnung gestellt, welcher über die Biomilch-Organisationen einkassiert wird. Anschließend wird der entsprechende Betrag an Bio Suisse ausbezahlt, welche die Mittel zweckgebunden für die Vermarktung von Biomilch einsetzt.<ref>Bio Suisse Jahresrechnung 2020 (Seite 11). (PDF) In: bio-suisse.ch. Abgerufen am 18. April 2021.</ref>

Bewertung

Das Label erzielte im Label Ranking 2015 der Stiftung Pusch, des WWF Schweiz, der Helvetas und der Stiftung für Konsumentenschutz SKS «in allen Bewertungsbereichen und Produktsortimenten überdurchschnittliche Resultate, weil es sowohl in den Bewertungskriterien der Umweltbereiche Wasser, Boden, Biodiversität und Klima als auch in den Bereichen Tierwohl und Soziales hohe bis sehr hohe Anforderungen stellt.»<ref name="wwf-hintergrundberichr-2010"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hintergrundbericht Labels für Lebensmittel (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/assets.wwf.ch WWF, SKS, STS, ACSI, FRC, Oktober 2010</ref>

Bewertung Knospe Bio / Knospe Bio Suisse – 161 Punkte, Ausgezeichnet
Datei:Bio-ch-bio-eu-161-pt.png

Richtlinien

Die vereinseigenen Richtlinien sind strenger als die vom Schweizer Gesetzgeber in der Bio-Verordnung<ref>SR 910.18 – Verordnung vom 22. September 1997 über die biologische Landwirtschaft und die Kennzeichnung biologisch produzierter Erzeugnisse und Lebensmittel (Bio-Verordnung). In: fedlex.admin.ch. Abgerufen am 27. April 2021.</ref> vorgeschriebenen Mindestanforderungen für den biologischen Landbau. Bio Suisse hat auch umfangreiche Richtlinien zu Verarbeitung und Handel. Produkten, die dem Image der Knospe abträglich sind, kann die Zulassung verweigert werden.

Grundsätzlich tragen nur Produkte, deren Rohstoffe zu mindestens 90 Prozent aus der Schweiz stammen, die Bio-Knospe mit dem Vermerk Bio Suisse. Produkte, die mehr als 10 Prozent im Ausland produzierte Rohstoffe enthalten, tragen die Knospe mit dem Vermerk Bio. Auch für im Ausland produzierte Waren müssen die Bio-Suisse-Richtlinien erfüllt sein.<ref name="wwf-ranking" /> Allerdings kann von der 90-Prozent-Regel abgewichen werden, wenn Bio Suisse eine Sonderbewilligung erteilt. Wie bei Swissness darf dann bis zu 20 Prozent Import-Anteil enthalten sein.<ref>Jil Schuller: Knospe-Mühlen dürfen bis im August Import-Weizen vermahlen. In: bauernzeitung.ch. 30. März 2022, abgerufen am 31. März 2022.</ref><ref>Bioausnahmen besser regeln. In: schweizerbauer.ch. 23. November 2022, abgerufen am 24. November 2022.</ref>

Importe sind eingeschränkt auf Produkte, die in der Schweiz nicht wachsen oder nicht in genügender Menge verfügbar sind. Aus Übersee dürfen nur Frischprodukte importiert werden, wenn sie in Europa nicht wachsen oder saisonal nicht verfügbar sind. Flugtransport sei zwar generell verboten; Dennoch werden gewisse Produkte per Flugzeug hin und her geschickt, bevor sie mit dem Bio Suisse-Label in den Verkauf gelangen.<ref name="srf">Marianne Kägi: Geranienproduktion – Schweizer Geranien ohne Schweizer Wurzeln. In: srf.ch. 8. Mai 2019, abgerufen am 8. Mai 2019.</ref>

Importeure von Bioprodukten zur Vermarktung mit der Knospe benötigen einen Lizenzvertrag mit Bio Suisse mit Importbewilligung für die entsprechenden Produkte sowie Bio Suisse zertifizierte Lieferanten (über alle Handelsstufen vom Anbau bis zum Export). Zudem müssen die Vorgaben der Schweizer Bio-Verordnung in jedem Fall erfüllt sein. Die Zertifizierung der ausländischen Betriebe erfolgt durch die International Certification Bio Suisse (ICB AG, Tochterfirma der Bio Suisse<ref>International Certification Bio Suisse AG. Abgerufen am 24. April 2018.</ref>) oder die Easy-Cert Group AG.

Übersicht der Kriterien

Um die Emissionen von Mikroplastik nicht weiter zu Befördern, wollte Bio Suisse zuerst ab 2018,<ref>Inkraftsetzung Weisungen per 1.1.2019. (PDF) In: Internet Archive. Bio Suisse, 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2021; abgerufen am 31. Januar 2021.</ref> dann ab 2019 und schliesslich ab 2020 keine Gärreste mehr aus Biogasanlagen in denen auch in Kunststoff verpacktes Material vergärt wird auf seinen Feldern verteilen.<ref name="NEU" /> Seit 2021 gilt nun, dass nur noch Gärreste genutzt werden dürfen, bei welchem der Anteil an Kunststoffen 0,1 Prozent nicht überschreitet; 0,05 Prozent ab 2024 (gemessen in der Trockensubstanz).<ref name="Richtlinien 2021" details="S. 101">Richtlinien für die Erzeugung, Verarbeitung und den Handel von Knospe-Produkten 2021. (PDF) Bio Suisse, 1. Januar 2021, abgerufen am 31. Januar 2021.</ref> Der Wert von 0,1 Prozent deckt sich indes ohnehin mit den gesetzlichen Vorgaben der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung.<ref>Anhang 2.6 Dünger in der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, abgerufen am 31. Januar 2021.</ref> Im Oktober 2021 wurde bekannt, dass Bio Suisse bei internationalen Tätigkeiten künftig enger mit Naturland, in Form einer Kooperation, zusammenarbeiten wird.<ref>Bio Suisse und Naturland spannen zusammen. In: schweizerbauer.ch. 7. Oktober 2021, abgerufen am 8. November 2021.</ref>

Im April 2026 stimmten die Delegierten von Bio Suisse u. a. für die Aufhebung des seit 1999 bestehenden Verbots von Spermasexing in den Knospe-Richtlinien.<ref>Bio Suisse sagt Ja zum Spermasexing. In: schweizerbauer.ch. 15. April 2026, abgerufen am 18. April 2026.</ref>

Markenvergabepolitik

Kassensturz berichtete 2010, dass «Bio Suisse [2009] entschieden hat, dass Discounter ihre Bio-Produkte nicht mit der Knospe auszeichnen dürfen.» Ein direkter Preisvergleich in Bio-Betrieben hergestellten Produkte sei durch diese Labelvergabepolitik und die Eigenlabel der Discounter erschwert.<ref name="kassensturz20200216">Magazinsendung Bio-Produkte: Wie Preise hochgehalten werden Kassensturz SRF, Sendung vom 16. Februar 2010.</ref>

Die Markenvergabepolitik im Jahr 2022 stellt sich folgendermassen dar:

Bio Suisse ist offen für die Zusammenarbeit mit allen Handelspartnern. Die Voraussetzung zur Verwendung der Knospe ist ein nachhaltiges Engagement in der biologischen Landwirtschaft. Dazu gehört, dass die Handelspartner Grundsätze, Ziele und Werte von Bio Suisse verfolgen, z. B.:

  • Repräsentatives, ganzjähriges Angebot von Schweizer Knospe-Produzenten
  • Klare, offene und unmissverständliche Produktpräsentation und Kommunikation
  • Langfristige und nicht von kurzfristigen Opportunitäten bestimmte Zusammenarbeit und Sortimentspolitik
  • Einsatz für faire wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen entlang der ganzen Wertschöpfungskette
  • Nachhaltige Entwicklung, Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts oder Ausfüllen des Bio Suisse Nachhaltigkeitschecks

2019 wurde diesbezüglich ein Drei-Stufen-Modell für den Detailhandel beschlossen.<ref>Bio Suisse beschliesst Drei-Stufen-Modell für Detailhandel. (PDF; 211 kB) In: bio-suisse.ch. 2. Juli 2019, abgerufen am 9. November 2019.</ref> Mit der Knospe gekennzeichnete, verpackte Produkte können in jedem Laden verkauft werden.

Als Folge dieser Markenvergabepolitik lancierte Aldi Suisse im Jahr 2022 ein eigenes Bio-Label, welches über die Anforderungen von Bio Suisse hinausgeht.<ref>Bianca Lüthy: Strenger als Coop und Migros: Von Aldi kommt jetzt das günstigere Bio-Label. In: tagesanzeiger.ch. 13. Mai 2022, abgerufen am 14. Mai 2022.</ref> Im selben Jahr trat Migros Bio Suisse bei. Migros will noch 2022 mit dem Verkauf von Knospe-Produkten beginnen. Coop war zuletzt (2021) nach wie vor Marktführerin im Schweizer Bio-Markt.<ref>Jürg Vollmer: Bio Suisse schreibt wegen Migros-Fehlstart 2022 eine dunkelrote Null und 2023 eine schwarze Null. Die Grüne, 20. November 2022, abgerufen am 20. November 2022.</ref><ref>Migros und Bio Suisse besiegeln Partnerschaft. Schweizer Bauer, 16. Mai 2022, abgerufen am 16. Mai 2022.</ref> Im Oktober 2022 hat Denner Knospe-Milch von Emmi ins Sortiment aufgenommen.<ref>Jil Schuller: Bei Denner gibt es neu Bio-Milch mit Knospe – dank Emmi. In: bauernzeitung.ch. 19. Oktober 2022, abgerufen am 22. Oktober 2022.</ref>

Zertifizierung und Kontrolle

Über die Einhaltung der Bio Suisse-Richtlinien auf Betrieben in der Schweiz wachen als Kontrollinstitutionen die Firmen bio.inspecta AG<ref>https://www.bio-inspecta.ch/de/home</ref><ref name="bio.inspecta" /> und Bio Test Agro AG.<ref>https://www.bio-test-agro.ch/</ref><ref>Archiv für Agrargeschichte: Bio Test Agro AG. In: histoirerurale.ch. Abgerufen am 30. Mai 2021.</ref>

Bio.inspecta war früher mehrheitlich im Besitz von Bio Suisse. Dies hat zu Kritik geführt, nachdem sich die zweite Kontrollstelle im Bereich Landwirtschaft aus der Zertifizierung von Bio-Suisse-Produkten zurückziehen wollte, den Entscheid später aber revidierte.<ref>Artikel in Zürcher Bauer (Wochenzeitschrift des Zürcher Bauernverbands), Woche 37, 2006. Die Online-Version ist offenbar nicht mehr verfügbar: @1@2Vorlage:Toter Link/www.vzsb.ch(PDF) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2017. Suche im Internet Archive ) (abgefragt am 19. Februar 2010).</ref> Bio.inspecta befindet sich im Besitz von verschiedenen Organisationen und Einzelunternehmen aus der Biobranche – 2017 waren es:

im Weiteren insgesamt:

  • 64,21 % – Produzenten/-innen, Lizenznehmer/-innen der beiden Bio-Labels Knospe und Demeter sowie Konsumenten/-innen, Mitarbeiter/-innen, Umwelt- und Bio-Organisationen.<ref>Aktionariat von bio.inspecta, abgefragt am 15. Februar 2013 und 27. August 2017</ref>

Im Kontrollverfahren werden Produktion, Verarbeitungsverfahren, Rezepturen, Transport und Lagerung der Waren geprüft.

Betriebe ausländischer Zulieferer werden auf Wunsch eines Lizenznehmers überprüft, wenn er die Produkte im Inland nicht oder nicht in genügender Menge findet. Diese Betriebe haben die Bio Suisse Organic-Richtlinien einzuhalten, welche gleichwertig mit den Bio Suisse Richtlinien für die Schweiz sind; ergänzt um einige Anforderungen wie zum Beispiel eine nachhaltige Wassernutzung in Gebieten mit knappen Wasserressourcen. Die jährlichen Kontrollen der Betriebe erfolgen durch akkreditierte Kontrollstellen vor Ort. Anhand dieser Kontrollberichte beurteilen die International Certification Bio Suisse (ICB AG) und bio.inspecta die Konformität der Prozesse und Praktiken der Betriebe mit den Anforderungen von Bio Suisse und erteilen bei Erfüllung ein Bio Suisse Organic-Zertifikat. Dieses ist die wichtigste Voraussetzung für den Import von Bio-Produkten in die Schweiz zwecks Verkauf mit dem «Knospe»-Label.<ref>International Certification Bio Suisse AG. Abgerufen am 29. Mai 2018.</ref> In der Ukraine z. B. gibt es 39 Bio Suisse Organic-Betriebe (Stand: März 2022).<ref>Bio Suisse und ICB verurteilen den Krieg in der Ukraine. In: biosuisse.ch. 4. März 2022, abgerufen am 7. März 2022.</ref>

Am 7. Juni 2019 haben sich Austria Bio Garantie (ABG) und die bio.inspecta AG zur Dachorganisation Easy-Cert Group AG zusammengeschlossen.<ref>Warum zwei Kontrollstellen fusioniert haben. In: bioaktuellch. 16. Juli 2019, abgerufen am 22. März 2021.</ref><ref>EASY-CERT group AG. Handelsregisteramt des Kantons Aargau, abgerufen am 22. März 2021.</ref>

Positionen

Gentechnik

Generell

Am 18. April 2023 haben die Delegierten von Bio Suisse an ihrer Versammlung Nein zum Einsatz von Gentechnik gestimmt.<ref>Bio Suisse sagt Nein zu neuer Gentechnik - Bio Suisse. Abgerufen am 14. Mai 2023.</ref> Zumindest sollen auch die neuen Gentechniken im Rahmen des Gentechnik-Gesetzes behandelt werden. Die Delegierten haben ausserdem die Verlängerung des Gentech-Moratoriums über 2025 hinaus gefordert.<ref>«Profit landet bei der Agroindustrie». In: schweizerbauer.ch. 18. April 2023, abgerufen am 16. Juli 2023.</ref>

Pflanzenzucht

Die Bio Suisse Delegierten haben 2013 beschlossen für Bio-Pflanzen grundsätzlich nur noch naturnahe Zuchtmethoden zu erlauben. Sorten die auf CMS-Technik basieren sind nicht naturnah und sollen langfristig bei Bio Suisse nicht mehr zugelassen werden.<ref>Aktualisierte Positivliste mit zellfusionsfreien Gemüsesorten erschienen In: fibl.org, 15. Mai 2018, abgerufen am 26. Mai 2018.</ref> Bei Bio Suisse sind CMS-Sorten seit Anfang 2019, mit Ausnahme von Blumenkohl (inkl. Romanesco, farbige Blumenkohltypen), Brokkoli, Weißkohl, Wirsing und Chicorée, nicht mehr zugelassen.<ref name="NEU">Das gilt neu im Biolandbau 2019. (PDF; 277 kB) In: shop.fibl.org (web.archive.org). Bio Suisse, 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. November 2019; abgerufen am 27. Januar 2019.</ref><ref>Belinda Balmer: Hier finden Sie die neue Liste mit CMS-freien Gemüsesorten – für Demeter verbindlich, für Bio Suisse empfohlen. In: bauernzeitung.ch. 13. Dezember 2022, abgerufen am 3. Dezember 2023.</ref>

Tierzucht

Gemäss den Richtlinien von Bio Suisse sollte Gentechnik eigentlich auch in der Tierzucht ausgeschlossen sein. Trotzdem wurde 2018 in der Geflügelproduktion, zur Bekämpfung der Gumboro-Krankheit, praktisch flächendeckend auf einen Gentech-Impfstoff gesetzt. Aufgrund von hohen Verlusten sah sich der Bio Suisse-Vorstand gezwungen diese Massnahme vorübergehend zuzulassen.<ref>Georg Humbel: Gentech-Spritze für Schweizer Bio-Poulets. In: srf.ch. 7. November 2018, abgerufen am 7. November 2018.</ref><ref>Bio Suisse: Protokoll der Herbst-Delegiertenversammlung 2018. (PDF; 154 kB) In: bio-suisse.ch. 22. November 2018, abgerufen am 7. März 2021.</ref> Derweil werde nach einer Alternative gesucht.<ref>Lucas Huber: Impfstoff hält Bio Suisse auf Trab. In: schweizerbauer.ch. 23. April 2019, abgerufen am 26. April 2019.</ref> Im November 2019 haben die Delegierten beschlossen, die Zulassung für den Gentech-Impfstoff Vaxxitek nicht zu verlängern und somit die Zulassung Ende 2019 auslaufen zu lassen.<ref>Adrian Krebs: Bio Suisse verbietet umstrittenen GVO-Impfstoff für Pouletmast. In: bauernzeitung.ch. 13. November 2019, abgerufen am 19. November 2019.</ref>

Pflanzenschutz

Um den Kartoffelkäfer zu bekämpfen, wurde 2018 die Anwendung von Spinosad und Neem, zwei im biologischen Pflanzenschutz zugelassene Pflanzenschutzmittel, während drei Monaten auch für Kartoffeln zugelassen.<ref>Kartoffelkäfer: Neem und Spinosad ab sofort zugelassen In: bioaktuell.ch, 13. Juni 2018, abgerufen am 17. Juni 2018.</ref> Der Grund war eine starke Vermehrung des Kartoffelkäfers und eine mangelnde Verfügbarkeit des üblichen dagegen eingesetzten Mittels. Da Spinosad potentiell Bienen gefährdet, müssen sich die Bauern an die Auflage halten, dieses nur frühmorgens oder abends anzuwenden. 2023 wurde die Anwendung von Spinosad für weitere Kulturpflanzen und gegen andere Schädlinge zugelassen.<ref>Jil Schuller: Bio Suisse weitet erlaubte Anwendungen von Spinosad aus – es gebe keine Alternative. In: bauernzeitung.ch. 2. Februar 2023, abgerufen am 6. Februar 2023.</ref> Bei Demeter Schweiz hingegen wurde Spinosad per Anfang 2022 ganz verboten.<ref>Demeter verzichtet in der Schweiz auf den Einsatz von Spinosad. In: bauernzeitung.ch. 15. November 2021, abgerufen am 6. Februar 2023.</ref>

Importe aus Übersee

Für Futtermittel gilt per 1. April 2022 eine Sonderbewilligung für den Import. Demnach dürfen Futtermittel für Nichtwiederkäuer auch aus Übersee importiert werden. Teilweise entfällt die Knospe-Pflicht, um auch Futter, welches nach der weniger strengen EU-Bio-Verordnung produziert wurde, importieren und verfüttern zu dürfen. Die Sonderbewilligung wurde gesprochen, weil wegen des Russischen Überfalls auf die Ukraine das europäische Futter knapp geworden ist. Neben der Schweinefleischproduktion ist auch die Geflügelproduktion davon betroffen. Bio Suisse ruft dazu auf, den Fleischkonsum einzuschränken und Lebensmittelabfälle zu verhindern.<ref>Brasilianische Soja für Knospe-Geflügel. In: schweizerbauer.ch. 18. März 2022, abgerufen am 19. März 2022.</ref>

Um Bio-Wein aus Argentinien mit der Knospe zu kennzeichnen, hatte Bio Suisse im August 2017 eine Lizenz an Coop vergeben. Dieses Vorgehen steht nicht im Gegensatz zu den eigenen Grundprinzipien, denn Importe sind unter bestimmten Bedingungen möglich (siehe #Richtlinien). Bio Genève war damit nicht einverstanden<ref>Protest gegen Knospe-Wein aus Argentinien In: schweizerbauer.ch, 4. November 2017, abgerufen am 12. April 2018.</ref> und stellte an der Delegiertenversammlung am 18. April 2018 einen Antrag für eine Richtlinienänderung zu Importen aus Übersee. Die Bewilligung für Importe von Wein aus Übersee war inzwischen vom Vorstand der Bio Suisse sistiert worden. Zudem beantragte der Vorstand eine breite Diskussion der erarbeiteten Import-Strategie an der Präsidentenkonferenz im Sommer 2018 und eine Verschiebung der Abstimmung über die Import-Richtlinien. Diesem Antrag stimmte die Delegiertenversammlung am 18. April 2018 zu.<ref>Delegiertenversammlung vom 18. April 2018 In: biosuisse.ch, abgerufen am 12. April 2018.</ref>

Bei den Schweizer Geranien werden die Flugtransporte von konventionellen Stecklingen aus Afrika kritisiert.<ref name="srf" /> Auch die Zertifizierung von Palmölplantagen, welche auf gerodeten Urwaldflächen angelegt wurden, sorgte bereits für Kritik.<ref>Aline Wüst: Bio Suisse zertifiziert Palmöl aus Sao Tome, das nicht nachhaltig ist. In: blick.ch. 9. September 2021, abgerufen am 9. September 2021.</ref>

Für Biolandbau aber gegen Trinkwasserinitiative

Der Vorstand von Bio Suisse setzte sich bei der Eidgenössischen Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz» für eine Nein-Parole ein, da bei Annahme der Initiative zu viel Bio-Landwirtschaft und damit ein Preiszerfall drohe.<ref>Bio ist eine gute Lösung. In: bio-suisse.ch. 22. März 2021, abgerufen am 7. April 2021.</ref><ref>Ueli Schmezer: Trinkwasser-Initiative – Aufstand der Biobauern gegen die Geschäftsleitung von Bio Suisse. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), 6. April 2021, abgerufen am 7. April 2021.</ref> Das Konsumentenmagazin K-Tipp schreibt dazu: Im Klartext heisst das: Wenn alle Bauern biologisch wirtschaften, wäre die hohe Marge auf Bio-Lebensmittel nicht mehr zu rechtfertigen.<ref name="K-Tipp">Daniel Menning: Bio Suisse: Profit wichtiger als sauberes Wasser. Hrsg.: K-Tipp. Nr. 7, 7. April 2021, S. 4 f. (ktipp.ch).</ref> Inzwischen wurde unter anderem die Bio-Suisse-Webseite mit dem Titel «Mehr Bio – weniger Pestizide» gelöscht, ist aber noch mit der Wayback Machine abrufbar.<ref>Mehr Bio – weniger Pestizide. In: bio-suisse.ch. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2020; abgerufen am 7. April 2021.</ref> Laut K-Tipp räumte der Grossverteiler Coop ein, mit Bio-Suisse über die Trinkwasser-Initiative gesprochen zu haben. Bio-Suisse Präsident Urs Bändli dagegen erklärte: Ich habe dazu von Coop noch nie etwas gehört.<ref name="K-Tipp" /> Die Delegiertenversammlung bestätigte die Nein-Parole.<ref>Adrian Krebs: Die Bio Suisse-Delegierten sagen klar Nein zur Trinkwasser-Initiative. Bauernzeitung (Schweiz), 14. April 2021, abgerufen am 14. April 2021.</ref><ref>Sarah Jäggi: Ökologische Landwirtschaft: Dieses Vieh soll Luxus bleiben. Zeit online, 25. April 2021, abgerufen am 30. April 2021.</ref> Indes stellte sich auch die Interessengemeinschaft Bio Schweiz (IG Bio), mit zahlreichen Vertreten aus der Bio-Branche (darunter auch Unternehmen von Coop, aber auch von der Migros), gegen die Initiative. Dagegen hatte sich Bio-Suisse für die Eidgenössische Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» ausgesprochen.<ref>Daniel Salzmann: Bio Suisse sagt klar Nein zur Trinkwasser-Initiative. Schweizer Bauer, 14. April 2021, abgerufen am 14. April 2021.</ref> Bei den Volksabstimmungen vom 13. Juni 2021 wurden dann beide Initiativen mit rund 60 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Auch bei der am 22. September 2024 zur Abstimmung kommenden Biodiversitätsinitiative hat der Vorstand die Ja-Parole beschlossen, will aber zurückhaltend kommunizieren.<ref>Daniel Salzmann: Biodiversitätsinitiative: Ja-Parole des Bio-Vorstandes bleibt. Schweizer Bauer, 17. April 2024, abgerufen am 18. April 2024.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Bio Suisse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Anmerkungen

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