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Bahnhof Berlin Oranienburger Straße

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Berlin Oranienburger Straße
Bf-b-oranienburger.jpg
Bahnsteig
Daten
Betriebsstellenart Bahnhofsteil
Bauform Tunnelbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung BORS
IBNR 8089027
Preisklasse 4<ref>Stationspreisliste 2020. (PDF) In: Deutsche Bahn. Deutsche Bahn, 1. Januar 2020, abgerufen am 11. Juli 2020.</ref>
Eröffnung 28. Juli 1936
02. Juli 1990
Schließung 13. August 1961
Webadresse sbahn.berlin
Profil auf bahnhof.de Oranienburger-Strasse
Architektonische Daten
Baustil Neue Sachlichkeit
Architekt Richard Brademann
Lage
Stadt/Gemeinde Berlin
Ort/Ortsteil Mitte
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 31′ 30″ N, 13° 23′ 35″ OKoordinaten: 52° 31′ 30″ N, 13° 23′ 35″ O
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Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Berlin Oranienburger Straße
Bahnhöfe in Berlin

Der Bahnhof Berlin Oranienburger Straße ist ein im Berliner Ortsteil Mitte gelegener Tunnelbahnhof an der Nord-Süd-S-Bahn. Betrieblich handelt es sich um einen Bahnhofsteil des Nordbahnhofs.

Der 1936 eröffnete S-Bahnhof war zwischen 1961 und 1990 ein Geisterbahnhof und wird seitdem wieder von der Berliner S-Bahn bedient.

Lage und Aufbau

Datei:S-Bahn Berlin Oranienburger Strasse.JPG
Nördlicher Treppenaufgang

Der Bahnhof liegt in anderthalbfacher Tieflage unter der Tucholskystraße auf Höhe der Ecke Oranienburger Straße. Der ursprüngliche Zugang erfolgt über zwei massiv umwehrte Treppenabgänge beiderseits der Oranienburger Straße, auf die mittels eines kreisrunden S-Bahn-Symbols hingewiesen wird. Das Symbol wurde mit dem Bau der Nord-Süd-S-Bahn eingeführt.<ref name="IGEB 33">Interessengemeinschaft Eisenbahn und Nahverkehr Berlin [IGEB] e. V. (Hrsg.): Nord-Süd-Bahn. Vom Geistertunnel zur City-S-Bahn. Verlag GVE, Berlin 1992, S. 33–39.</ref> Die Zugänge münden in ein gemeinsames Verteilergeschoss, von wo aus zwei Treppenabgänge zum Bahnsteig führen. An das Verteilergeschoss angeschlossen sind mehrere Diensträume. Ein weiterer Zugang zur Tucholskystraße sowie eine Aufzuganlage am Nordende des Bahnsteigs wurden nachträglich eingebaut.

Der Bahnsteig befindet sich in Mittellage und wird von einer einstieligen Säulenreihe gestützt. Säulen und Bahnsteigaufbauten sind in Anlehnung an den Stationsnamen mit orangefarbenen, die Seitenwände mit gelblichen Keramikplatten verkleidet.<ref name="IGEB 33" /><ref name="LDL">Eintrag zu Bahnhof Berlin Oranienburger Straße (Obj.-Dok.-Nr. 09050129) in der Berliner Landesdenkmalliste mit weiteren Informationen</ref> Die Bahnhofsnamen sind in der Tannenberg-Schrift dargestellt.<ref>Michael Braun: Nordsüd-S-Bahn Berlin. GVE, Berlin 2008, ISBN 978-3-89218-112-5, S. 118.</ref>

Der Entwurf der gesamten Anlage stammt von Richard Brademann. Sie ist als Baudenkmal in der Berliner Landesdenkmalliste aufgeführt.<ref name="LDL" />

Geschichte

Datei:Berlin - S-Bahnhof Oranienburger Straße - Linien S1,S2,S25 (6796143052).jpg
Bahnhofsschild Oranienburger Straße von 1936 in der Tannenberg-Schrift

Der Bahnhof wurde zwischen 1934 und 1936 errichtet und am 27. Juli 1936 zusammen mit dem Abschnitt Stettiner Bahnhof – Unter den Linden eröffnet, planmäßiger Betrieb ab dem Folgetag. Der S-Bahn-Verkehr kam kriegsbedingt im April 1945 zum Erliegen. Durch die nachfolgende Sprengung der Tunneldecke in Höhe des Landwehrkanals am 2. Mai 1945 sowie Beschädigungen an der Spreeunterfahrung in Höhe der nahegelegenen Ebertsbrücke lief das gesamte Bauwerk einschließlich des S-Bahnhofs voll Wasser.<ref name="IGEB 42">Interessengemeinschaft Eisenbahn und Nahverkehr Berlin [IGEB] e. V. (Hrsg.): Nord-Süd-Bahn. Vom Geistertunnel zur City-S-Bahn. Verlag GVE, Berlin 1992, S. 42–49.</ref> Die ab dem 25. Mai 1945 einsetzende Abpumparbeiten sowie die anschließende Instandsetzung des Tunnels hielten bis Ende 1947 an. Am 16. November 1947 wurde der reguläre Fahrgastbetrieb wieder aufgenommen.<ref name="IGEB 42" />

Infolge des Mauerbaus wurde die Station am 13. August 1961 für jeglichen Publikumsverkehr geschlossen, die Züge der Nordsüd-S-Bahn fuhren mit Ausnahme des Bahnhofs Friedrichstraße an allen Unterwegshalten in Ost-Berlin durch. Der oberirdische Zugang wurde verschlossen, teilweise verbaut und das S-Bahn-Symbol entfernt.

Nach dem Mauerfall begann die Deutsche Reichsbahn mit der notdürftigen Instandsetzung des Bahnhofs. Die Wiedereröffnung erfolgte einen Tag nach der Währungsreform am 2. Juli 1990 als erster Bahnhof der Nord-Süd-Strecke. Im gleichen Jahr entschloss sich die Reichsbahn zu einer grundlegenden Sanierung des Tunnels, die die erneute Schließung zwischen dem 2. April 1991 und dem 1. März 1992 mit sich brachte. Der S-Bahnhof wurde während dieser Maßnahme denkmalgerecht saniert.<ref>Interessengemeinschaft Eisenbahn und Nahverkehr Berlin [IGEB] e. V. (Hrsg.): Nord-Süd-Bahn. Vom Geistertunnel zur City-S-Bahn. Verlag GVE, Berlin 1992, S. 70–75.</ref>

Im Jahr 2002 wurde der Bahnhof um eine Aufzuganlage am nördlichen Bahnsteigende ergänzt.<ref>Zwei Drittel aller Berliner S-Bahnhöfe jetzt behindertengerecht erreichbar. S-Bahn Berlin GmbH, 22. Mai 2002, abgerufen am 7. Februar 2012.</ref> Aus brandschutz­rechtlichen Gründen begann 2010 der Einbau eines weiteren Zugangs zur Tucholskystraße, dieser wurde im September 2011 eröffnet.<ref>Oranienburger Straße erhält zweiten Zugang. S-Bahn Berlin GmbH, 1. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Februar 2011; abgerufen am 7. Februar 2012.</ref><ref>Neuer zweiter Zugang zum S-Bahnhof Oranienburger Straße. In: punkt 3. Nr. 19, 13. Oktober 2011 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />punkt3.de (Memento vom 1. August 2016 im Internet Archive) [abgerufen am 16. Februar 2017]).</ref>

Seit August 2016 erfolgt die Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer mittels Führerraum-Monitor (ZAT-FM).<ref>Kurzmeldungen – S-Bahn. In: Berliner Verkehrsblätter. Nr. 10, 2016, S. 203.</ref>

Anbindung

Der S-Bahnhof wird aktuell von den Linien S1, S2, S25 und S26 der S-Bahn Berlin angefahren. Ebenerdig bestehen Umsteigemöglichkeiten zu den Straßenbahn-Linien M1 und M5 der BVG.

Linie Verlauf
Datei:Berlin transit icons - S1.svg Oranienburg – Lehnitz – Borgsdorf – Birkenwerder – Hohen Neuendorf – Frohnau – Hermsdorf – Waidmannslust – Wittenau (Wilhelmsruher Damm) – Wilhelmsruh – Schönholz – Wollankstraße – Bornholmer Straße – Gesundbrunnen – Humboldthain – Nordbahnhof – Oranienburger Straße – Friedrichstraße – Brandenburger Tor – Potsdamer Platz – Anhalter Bahnhof – Yorckstraße (Großgörschenstraße) – Julius-Leber-Brücke – Schöneberg – Friedenau – Feuerbachstraße – Rathaus Steglitz – Botanischer Garten – Lichterfelde West – Sundgauer Straße – Zehlendorf – Mexikoplatz – Schlachtensee – Nikolassee – Wannsee
Datei:Berlin S2.svg Bernau – Bernau-Friedenstal – Zepernick – Röntgental – Buch – Karow – Blankenburg – Pankow-Heinersdorf – Pankow – Bornholmer Straße – Gesundbrunnen – Humboldthain – Nordbahnhof – Oranienburger Straße – Friedrichstraße – Brandenburger Tor – Potsdamer Platz – Anhalter Bahnhof – Yorckstraße – Südkreuz – Priesterweg – AttilastraßeMarienfelde – Buckower Chaussee – Schichauweg – Lichtenrade – Mahlow – Blankenfelde
Datei:Berlin S25.svg Hennigsdorf – Heiligensee – Schulzendorf – Tegel – Eichborndamm – Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik – Alt-Reinickendorf – Schönholz – Wollankstraße – Bornholmer Straße – Gesundbrunnen – Humboldthain – Nordbahnhof – Oranienburger Straße – Friedrichstraße – Brandenburger Tor – Potsdamer Platz – Anhalter Bahnhof – Yorckstraße – Südkreuz – Priesterweg – Südende – Lankwitz – Lichterfelde Ost – Osdorfer Straße – Lichterfelde Süd – Teltow Stadt
Datei:Berlin S26.svg Blankenburg – Pankow-Heinersdorf – Pankow – Bornholmer Straße – Gesundbrunnen – Humboldthain – Nordbahnhof – Oranienburger Straße – Friedrichstraße – Brandenburger Tor – Potsdamer Platz – Anhalter Bahnhof – Yorckstraße – Südkreuz – Priesterweg – Südende – Lankwitz – Lichterfelde Ost – Osdorfer Straße – Lichterfelde Süd – Teltow Stadt

Weblinks

Commons: Bahnhof Berlin Oranienburger Straße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />