Ağdam (Stadt)
| Ağdam Aghdam | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Azerbaijan.svg Aserbaidschan | |||||
| Koordinaten: | 40° 0′ N, 46° 56′ O
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| Zeitzone: | AZT (UTC+4) | |||||
Ağdam (aserbaidschanisch; auch geschrieben Aghdam; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); bis 20. November 2020 offiziell {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Ortschaft in Aserbaidschan und Hauptstadt des Bezirks Ağdam. Nach der armenischen Besetzung von 1993 bis 2020 zog sich die armenische Armee gemäß dem Waffenstillstandsabkommen 2020 am 19. November 2020 aus der Stadt zurück.
Geographie
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Geschichte
Die Stadt wurde Mitte des 18. Jahrhunderts gegründet und 1828 zur Stadt erhoben. In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg wurde durch die Stadt die Bahnstrecke von Yevlax nach Stepanakert geführt und eine Bahnstation eingerichtet. Außerdem kreuzten sich in Ağdam mehrere Fernstraßen. 1968 hatte die Stadt etwa 18.000 Einwohner, eine Großmolkerei, Weinkelterei, Konservenfabrik und einen metallverarbeitenden Betrieb. Es existierten eine Berufsschule für Landwirtschaft sowie für landwirtschaftliche Maschinen, eine Medizinschule, eine Musikschule und ein Theater.<ref>Artikel Ağdam in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)</ref> 1989 hatte die Stadt etwa 28.000 Einwohner.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />demoscope.ru ( vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) über die größten Städte Aserbaidschans</ref>
1990 erfolgte ein Anschlag auf einen Bus. Am 23. Juli 1993 wurde die Stadt von der armenischen Armee besetzt und seitdem von der international nicht anerkannten Republik Arzach als Teil der Provinz Askeran verwaltet. Während des Konflikts floh die Bevölkerung in andere Teile Aserbaidschans.<ref>Spiegel Online Reise vom 16. November 2007 (abgerufen am 11. April 2010).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Reportage: Agdam, die Geisterstadt vom 2. November 2004, von Célia CHAUFFOUR in Agdam, übersetzt von Nadine BECKER ( vom 4. September 2008 im Internet Archive)</ref><ref>Agdam: Die Geisterstand im Niemandsland vom 10. August 2010, abgerufen am 10. August 2010</ref> Ein Korrespondent des BBC World Service berichtete nach einem Besuch Ağdams im Jahr 2000, die Häuser der Stadt seien nach der Eroberung zerstört worden, um die Flüchtlinge von einer Rückkehr abzuhalten. Ağdam sei zuvor Ausgangspunkt aserbaidschanischer Angriffe gegen Bergkarabach gewesen.<ref>Robert Parsons: Tug-of-war for Nagorno-Karabakh bei news.bbc.co.uk vom 3. Juni 2000 (abgerufen am 12. April 2010).</ref>
Im Jahr 2010 wurde Ağdam von der Regierung Bergkarabachs in „Akna“ umbenannt und der Stadt Askeran als Ortsteil zugeordnet. Nach Angaben Arzachs lebten in der Stadt vor dem Krieg um Bergkarabach 2020 rund 360 armenische Siedler,<ref name=":0"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Meldung ( vom 6. Januar 2019 im Internet Archive) bei Armenia Today (russisch)</ref> von diesen abgesehen war Ağdam eine Geisterstadt.
Entsprechend den Bestimmungen des Waffenstillstandsabkommens im November 2020 wurde Ağdam am 20. November 2020 unter Schirmherrschaft russischer Friedenstruppen von Arzach an die aserbaidschanische Armee übergeben.<ref>Кавказский Узел: Agdam District passes under Azerbaijan's control. Abgerufen am 12. Dezember 2022.</ref>
Im Mai 2021 wurde der Bau des Aghdam Industrie Parks angekündigt.<ref>MP: Aghdam Industrial Park to attract markets through opening of Zangazur corridor. 1. Februar 2024, abgerufen am 29. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Verkehr
Der Bahnhof der Stadt lag an der Bahnstrecke Yevlax–Xankəndi. Der Betrieb auf dieser Strecke endete seit der armenischen Besetzung der Stadt aber schon wenige Kilometer südlich von Bərdə. Nach den aserbaidschanischen Gebietsgewinnen im Krieg gegen Arzach 2020 wird die Strecke bis Ağdam wieder in Stand gesetzt.<ref>NN: News of Azerbaijani Railways. In: OSJD Bulletin 1–2/2022, S. 50–52 (51f).</ref>
Kultur und Sport
In Ağdam gibt es eine Moschee.<ref name="azerb">azerb.com über Stadt und Rayon</ref> Weitere Baudenkmäler sind das Üzərlik-Təpə, der Hof des Panah Ali Khan sowie der İmarət-Friedhof.
Der Fußballclub Qarabağ Ağdam stammt aus der Stadt, ist aber seit der Besetzung in Baku ansässig.
Söhne und Töchter der Stadt
- Ramiz Quliyev (1947–2025), Tarspieler und Musikpädagoge
- Tamerlan Garayev (* 1952), Diplomat
- Röya (* 1982), Pop-Sängerin und Schauspielerin
- Yusif İmanov (* 2002), Fußballtorhüter
Trivia
Der Musiker Hauschka hat ein Musikstück, das diesem Ort gewidmet ist, auf seinem Album Abandoned City veröffentlicht.
Panorama
Literatur
- Aude de Tocqueville: Atlas der verlorenen Städte. Frederking & Thaler, München 2015, ISBN 978-3-95416-179-9.
Weblinks
- Eintrag beim Kultur- und Tourismusministerium von Aserbaidschan (englisch)
- André Widmer: Agdam – Geisterstadt im Niemandsland In: Neues Deutschland. 27. Mai 2010
- Ansichten der Stadt nach der Übernahme durch Aserbaidschan im November 2020
Einzelnachweise
<references />