2-Methylbuttersäure
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von 2-Methylbuttersäure | |||||||||||||||||||
| (R)-Form (links) und (S)-Form (rechts) | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | 2-Methylbuttersäure | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C5H10O2 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Flüssigkeit mit unangenehmem Geruch<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 102,13 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | ||||||||||||||||||
| Dichte |
0,94 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−70 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
176 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
1 mbar (20 °C)<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
wenig in Wasser (20 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,406 (20 °C, 589 nm)<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | |||||||||||||||||||
2-Methylbuttersäure ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäuren, genauer der Pentansäuren.
Isomere
2-Methylbuttersäure kommt in zwei stereoisomeren Formen vor.
| Isomere von 2-Methylbuttersäure | ||
| Name | (R)-(−)-2-Methylbuttersäure | (S)-(+)-2-Methylbuttersäure |
| Strukturformel | Datei:2-Methyl Butyric Acid-Structural Formulae V.1.svg | |
| CAS-Nummer | Vorlage:CASRN | Vorlage:CASRN |
| Vorlage:CASRN (Racemat) | ||
| EG-Nummer | – | 605-661-4 |
| 204-145-2 (Racemat) | ||
| ECHA-Infocard | Vorlage:ECHA | Vorlage:ECHA |
| Vorlage:ECHA (Racemat) | ||
| PubChem | 6950479 | 448893 |
| 8314 (Racemat) | ||
| DrugBank | DB03741 | - |
| - (Racemat) | ||
| Wikidata | Q27094645 | Q27117932 |
| Q209433 (Racemat) | ||
Vorkommen
(R)-2-Methylbuttersäure kommt natürlich in Kakaobohnen, (S)-2-Methylbuttersäure in vielen Früchten wie Äpfeln<ref name="Wochenschau" /><ref name="Karl A. D. Swift" /> und Aprikosen<ref name="Wochenschau" /><ref name="Karl A. D. Swift" /><ref name="Dr. Dukes 47024" /> vor. Daneben findet man 2-Methylbuttersäure in der Großen Klette, Spanischem Pfeffer, Capsicum frutescens, der Färberdistel, Zimtkassie (Cinnamomum aromaticum), Indischem Patschuli, und Großfrüchtigen Moosbeeren.<ref name="Dr. Dukes 47024" /> Der Ethylester wird in Ananas und Orangen gefunden.<ref name="Wolfgang Legrum">Wolfgang Legrum: Riechstoffe, zwischen Gestank und Duft: Vorkommen, Eigenschaften und Anwendung von Riechstoffen und deren Gemischen. Springer, 2011, ISBN 3-8348-1245-5, S. 86 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
-
Kakaobohnen enthalten (R)-2-Methylbuttersäure.
-
Aprikosen enthalten (S)-2-Methylbuttersäure.
Gewinnung und Darstellung
Beide Enantiomere der 2-Methylbuttersäure können durch asymmetrische Hydrierung von Tiglinsäure mittels eines Ru-BINAP-Katalysators gewonnen werden.<ref name="Karl A. D. Swift" />
Eigenschaften
2-Methylbuttersäure ist eine wenig flüchtige, farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch, die wenig löslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" /> Der Geruch unterscheidet sich bei den beiden Formen deutlich. So hat (S)-2-Methylbuttersäure einen angenehm süßen, fruchtigen Geruch, wohingegen (R)-2-Methylbuttersäure einen durchdringenden, käsig-schweißigen Geruch besitzt.<ref name="H. Günzler">H. Günzler: Analytiker-Taschenbuch 21. Springer DE, 2000, ISBN 3-540-66232-4, S. 39 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> 2-Methylbuttersäure war das Produkt der ersten enantioselektiven Synthese, als der deutsche Chemiker Willy Marckwald 1905 in Berlin Ethylmethylmalonsäure mit der chiralen Base Brucin erhitzte und ein optisch aktives Produktgemisch erhielt.<ref name="W. Marckwald">W. Marckwald: Ueber asymmetrische Synthese. In: Ber. Dtsch. Chem. Ges. Band 37, Nr. 1, 1905, S. 349–354, doi:10.1002/cber.19040370165.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="Dr. Dukes 47024">Vorlage:DrDukesDB</ref> <ref name="Wochenschau">Martin Heil: Wie kommt der Apfelsaft zu seinem Aroma? In: aktuelle-wochenschau.de. GDCh, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Juli 2021; abgerufen am 26. Mai 2018.</ref> <ref name="Karl A. D. Swift">Karl A. D. Swift: Current Topics in Flavours and Fragrances: Towards a New Millennium of Discovery. Springer, 1999, ISBN 0-7514-0490-X, S. 52 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> </references>
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