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Gunsbach

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Gunsbach
Datei:Blason de la ville de Gunsbach (68).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Colmar-Ribeauvillé
Kanton Wintzenheim
Gemeindeverband Vallée de Munster
Koordinaten 48° 3′ N, 7° 11′ OKoordinaten: 48° 3′ N, 7° 11′ O
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Höhe 326–985 m
Fläche
Einwohner 856 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 68140
INSEE-Code 68117
Website https://www.gunsbach.fr/
Datei:Gunsbach-Mairie.jpg
Mairie Gunsbach

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Gunsbach ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), elsässisch Ginschbe<ref>Wörterbuch der elsässischen Mundarten</ref>) ist eine französische Gemeinde im Elsass mit 856 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Colmar-Ribeauvillé, zum Kanton Wintzenheim und zum Kommunalverband vom Münstertal (frz. Vallée de Munster).

Geografie

Datei:BlickaufGunsbach.JPG
Blick auf Gunsbach

Die Gemeinde Gunsbach liegt etwa 16 Kilometer südwestlich von Colmar im Tal der Fecht, auch Vallée de Munster (deutsch: Münstertal) genannt. Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Ballons des Vosges.

Geschichte

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörte Günsbach als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Colmar im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 784<ref>Kreis Colmar. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. April 2023; abgerufen am 15. Februar 2026.</ref> 630 633 650 702 709 789 916 907

Wirtschaft

Vor allem auf der westlichen Seite des Dorfes hat sich Industrie angesiedelt.

Verkehr

Südlich des Dorfkerns verläuft die Hauptstraße D417 von Colmar nach Munster.

Mit Griesbach-au-Val teilt sich das Dorf einen Bahnhof der SNCF-Strecke Colmar–Metzeral, der zwischen beiden Orten liegt.

Datei:Museum Albert Schweitzer .jpg
Museum Albert Schweitzer in Gunsbach

Kultur

Datei:Ehemaliges Pfarrhaus Gunsbach.jpg
Presbytère Gunsbach – ehemaliges Pfarrhaus aus Albert Schweitzers Jugendzeit – heute eine Begegnungsstätte

Der Ort ist Sitz der internationalen Albert-Schweitzer-Stiftung (AISL). Im Haus, das Schweitzer 1928/1929 erbauen ließ, befindet sich heute ein Museum und Archiv zum Lebenswerk des Nobelpreisträgers. Im Haus gegenüber, wo Schweitzers Bruder gewohnt hatte, ist eine Bibliothek eingerichtet. Das ehemalige Pfarrhaus, in dem Schweitzer seine Jugendzeit erlebte, ist heute eine anmietbare Begegnungsstätte.<ref>Ancien Presbytère Albert Schweitzer. In: ancien-presbytere.org, abgerufen am 9. Oktober 2023.</ref> Im Rathaus gibt es – im ehemaligen Klassenzimmer – ein kleines „Afrika-Museum“, wo Kunstgewerbe und Brauchtum aus der Umgebung von Lambaréné gezeigt werden; dieses Material wurde von Emma Haussknecht, einer langjährigen Mitarbeiterin Schweitzers zusammengetragen.

Datei:Gunsbach-Eglise (2).jpg
Kirche Saint-Himère (St. Himerius) in Gunsbach

Albert Schweitzer begann mit acht Jahren, auf der Kirchenorgel in Gunsbach zu spielen. 1931 wurde in die Kirche eine neue nach seinen Angaben gefertigte Orgel eingebaut, als Muster für eine Dorforgel, die allen an ein solches Instrument gestellten Anforderungen gerecht werden könne. Da dieses Instrument im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, kam es 1961 zu einem Neubau, der sich ebenfalls an den Angaben Schweitzers orientierte. Seit 1971 findet jährlich zum Todestag Schweitzers ein Gedächtniskonzert statt.

Der Albert-Schweitzer-Weg ist ein Rundgang durch das Dorf, der anhand von 16 Informationstafeln den Spuren Schweitzers folgt. Auf dem Rundgang befindet sich eine aus rotem Sandstein gefertigtes Denkmal Schweitzers, das 1969 von Fritz Behn erschaffen wurde.<ref>Gedenkweg Albert Schweitzer, aufgerufen am 8. November 2011.</ref>

Persönlichkeiten

  • Albert Schweitzer (1875–1965), deutsch-französischer Forscher, Arzt, Philosoph, evangelischer Theologe, Organist, Musikwissenschaftler und Pazifist, wuchs in Gunsbach auf. Sein Vater, Ludwig Schweitzer, war dort Pfarrer.

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 2. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 881–884.

Weblinks

Commons: Gunsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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