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Oberalba

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Oberalba
Gemeinde Dermbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Oberalba 50° 44′ N, 10° 6′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 43′ 31″ N, 10° 5′ 38″ O
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Höhe: 406 (400–425) m
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 36466
Vorwahl: 036964
Datei:DB Ober.png
Karte
Lage von Oberalba in Dermbach
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Oberalba (Rhöner Platt: Öberall) ist einw Siedlung im Ortsteil Dermbach der Gemeinde Dermbach (Dermich) im südwestlichen Teil des Wartburgkreises im Freistaat Thüringen (Deutschland).

Geographie

Lage

Der Ort Oberalba befindet sich in der Thüringischen Rhön, etwa vierzehn Kilometer (Luftlinie) südwestlich der Kreisstadt Bad Salzungen und etwa zwei Kilometer westlich des Hauptortes Dermbach.

Berge und Gewässer

Oberalba liegt am Südfuß des Embergs (541,9 m ü. NN), der ein Südwestausläufer des Bergs Baier (713,9 m) ist, südwestlich von Oberalba befindet sich der Berg Sachsenburg (720,9 m).

Der Albabach, ein vier Kilometer langer orographisch linker Zufluss der Felda, entspringt am Ortsrand.

Geschichte

Oberalba wurde erstmals am 10. Mai 1183 als „Albaha“ erwähnt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Verlag Rockstuhl, Bad-Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 204.</ref> Der Ort gehörte über Jahrhunderte zum Amt Fischberg, welches sich zeitweise im Besitz der Herren von Neidhartshausen, der Herren von Frankenstein, der Grafen von Henneberg-Schleusingen, des Klosters Fulda, verschiedener Ernestinischer Herzogtümer und zuletzt ab 1815 des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach befand.

Oberalba war 1631–1706 von der Hexenverfolgung betroffen. Acht Frauen gerieten in Hexenprozesse, drei starben unter der Folter und in der Haft. Die 60-jährige Barbara Hartung, Mutter von neun Kindern, wurde unter dem Vorwurf des Läusemachens wegen angeblicher Hexerei angeklagt. Sie widerstand schlimmsten Foltern, legte kein Geständnis ab und wurde 1698 freigelassen.<ref>Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Oberalba, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 234f.</ref>

Im Jahr 1955 lebten im Ort 335 Einwohner.<ref name="Schulungsmaterial">Paul Luther: Materialien für den Heimatkundeunterricht – Kreis Bad Salzungen, Bezirk Suhl. Hrsg.: Rat des Kreises Bad Salzungen, Abt. Volksbildung. Bad Salzungen 1959, Struktur vom Bezirk Suhl (Übersicht der Orte und Einwohnerzahlen der Landkreise), S. 5–11.</ref>

Kirche

Die evangelische Kirche zu Oberalba wurde 1665 erbaut. Die Kirche besteht aus Fachwerk, seitlich besitzt sie jeweils vier rundbogige Fenster. Der Turm mit welscher Haube ist mit Schiefer gedeckt. Sie ist die kleinste Fachwerkkirche Südthüringens.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Vereine

In Oberalba gibt es den Rhönklub Zweigverein Oberalba e. V. und den Feuerwehrverein Oberalba. Im Ort besteht eine private Wetterstation mit einer Webcam.

Naturdenkmale

Das Naturschutzgebiet „Sachsenburg“ befindet sich südwestlich der Ortslage und hat eine Größe von 50,5 Hektar. Es wurde am 23. März 1961 ausgewiesen.<ref name="Natur">Klaus Schmidt: Der Wartburgkreis. Natur und Landschaft. In: Wartburgkreis (Hrsg.): Naturschutz im Wartburgkreis. Band 7. Druck und Verlagshaus Frisch, Eisenach und Bad Salzungen 1999, S. 87.</ref>

Literatur

  • Adalbert Schröter: Land an der Straße. Die Geschichte der katholischen Pfarreien in der thüringischen Rhön. St.Benno Verlag, Leipzig 1989, ISBN 3-7462-0430-5, S. 77–80.
  • Bruno Kühn: Die Geschichte des Amtsbezirks Dermbach. In: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte und Alterthumskunde. Band 1. Friedrich Frommann Verlag, Jena 1854, S. 249–296.

Weblinks

Commons: Oberalba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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