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Earth Hour

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Datei:Sydney Earth Hour 2.jpg
Skyline von Sydney während der ersten Earth Hour (2007)
Datei:EH Logo stacked RGB.jpg
Logo der Earth Hour

Die Earth Hour ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine weltweite Klima- und Umweltschutzaktion in Form des Ausschaltens öffentlicher Beleuchtung. Sie wurde 2007 vom WWF Australia ins Leben gerufen und findet seitdem jedes Jahr im März statt.<ref name="2007-04-01">Vera Sprothen: Kalkulierter Stromausfall. In: Welt am Sonntag. 1. April 2007, S. 15.</ref> Ziel der Earth Hour ist es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Klimaschutz zu lenken.<ref>Klimaschutz: Sydney schaltet die Lichter aus. In: Neue Westfälische. 2. April 2007.</ref>

Entstehung

Die erste Aktion entstand aus einer Kampagne des WWF Australia. Ihr Ziel war es, die CO2-Emissionen der größten australischen Stadt Sydney innerhalb eines Jahres um fünf Prozent zu reduzieren.<ref>Skyline ohne Licht. Sydney setzt Zeichen fürs Klima. In: Frankfurter Rundschau. 2. April 2007, S. 2.</ref> Australien war zu diesem Zeitpunkt eines der Länder mit dem größten Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 und hatte das Kyoto-Protokoll bis zur 13. UNO-Klimakonferenz auf Bali nicht unterzeichnet.<ref>Thomas Teupitz: Und wie viel Schadstoff bläst Ihr Auto in die Luft? In: Hamburger Abendblatt. 8. Februar 2007, abgerufen am 25. April 2016.</ref><ref>Weltklimakonferenz: USA sagen Mitarbeit zu. In: Stern. 3. Dezember 2007, abgerufen am 25. April 2016.</ref> Aufgrund von Trockenheit, Wassermangel und Waldbränden rückte der Klimawandel ins öffentliche Interesse. Das Thema war auch im Wahlkampf für die Parlamentswahlen 2007 bedeutend.<ref>Rudolf Hermann: Australiens Regierung entdeckt die Klimafrage. In: Neue Zürcher Zeitung. 8. Juni 2007, S. 3.</ref> Auch wissenschaftliche Prognosen, zum Beispiel der Vierte Sachstandsbericht des IPCC, erregten Aufmerksamkeit.<ref>Die Erderwärmung ist schon da. Forscher rufen zum Handeln auf. In: Märkische Allgemeine. 17. April 2007.</ref>

Die Earth Hour bildete den Beginn der CO2-Kampagne des WWF Australien: Am 31. März 2007 wurde durch das Ausschalten der Beleuchtung zwischen 19:30 Uhr und 20:30 Uhr Ortszeit auf die Energieverschwendung durch unnötige Beleuchtung und anderen Stromverbrauch hingewiesen.<ref>Vera Sprothen: Ein Kontinent auf Stand-by. In: Die Zeit. 12. April 2007, abgerufen am 25. April 2016.</ref> Das Ereignis wurde im Vorfeld mit Unterstützung des Sydney Morning Herald organisiert und bekannt gemacht.<ref>Sydney switches off lights. In: The Sydney Morning Herald. 31. März 2007, abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Personen und Unternehmen konnten sich als Unterstützer registrieren und auf einer Website eintragen lassen. Die Stadtverwaltung der City of Sydney unterstützte die Aktion offiziell.<ref>City continues support for Earth Hour. City of Sydney, 23. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. April 2016; abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Earth Hour 2007 erhielt weltweit große Beachtung und wurde daher in den folgenden Jahren wiederholt.<ref>René Vautravers: Eine Idee aus Sydney geht um die Welt. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. März 2009, S. 13.</ref>

Entwicklung

2007 bis 2019

2007

Die erste Earth Hour wurde am 31. März 2007 von 19:30 bis 20:30 Uhr Ortszeit vollzogen. Sie erstreckte sich über den Central Business District von Sydney sowie Außenbezirke und Vorstädte. Die Beleuchtung der Sydney Harbour Bridge und des Opera House, zwei bekannter Wahrzeichen der Stadt, wurde deaktiviert.<ref name="2007-04-01" /> Auch die Coca-Cola-Leuchtreklame in Kings Cross wurde erstmals seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1974 abgeschaltet.<ref name="2004-04-02">heute. In: Basler Zeitung. 2. April 2007, S. 2.</ref> Die meisten öffentlichen Gebäude verzichteten auf ihre Außenbeleuchtung, während Straßenlampen und andere für das öffentliche Leben unverzichtbare Lichter angeschaltet blieben.<ref>Schweizerische Depeschenagentur: Sydney stellt für den Klimaschutz eine Stunde den Strom ab. 1. April 2007.</ref> Viele Geschäfte und Unternehmen verzichteten auf ihre Nachtreklame und Gebäudelichter, Restaurants servierten Essen bei Kerzenlicht.<ref>Dunkle Erdstunde. In: taz. 2. April 2007, S. 8.</ref> Daneben fanden zahlreiche Veranstaltungen statt, auch Schulen griffen die Earth Hour in verschiedener Weise auf.<ref name="2004-04-02" />

International wurde die Aktion zunächst in England aufgegriffen.<ref>London's darkest hour. In: Evening Gazette. Middlesbrough 22. Juni 2007, S. 6.</ref> Nach dem Vorbild der Earth Hour wurden am 21. Juni 2007, dem längsten Tag des Jahres, unter dem Motto „Lights Out London“ zwischen 21:00 und 22:00 Uhr<ref>The World: Lights go out. In: Birmingham Mail. 22. Juni 2007, S. 4.</ref> zahlreiche Lichter in der britischen Hauptstadt London gelöscht.<ref>City’s light relief. In: Wales on Sunday. 17. Juni 2007, S. 17.</ref> Dazu gehörte auch die Leuchtreklame am Piccadilly Circus.<ref>London turns out its lights to highlight climate change cause. In: Getty Images. Abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Oktober 2007 folgten in den kalifornischen Großstädten Los Angeles und San Francisco ähnliche Aktionen, ebenfalls unter dem Motto „Lights Out“.<ref>Go dark for a bright future. In: San Gabriel Valley Tribune. 6. Oktober 2007.</ref><ref>Conserving power light out? In: Los Angeles Daily News. 20. Oktober 2007.</ref> In Deutschland,<ref>Peter Unfried: Licht aus? Licht an! In: taz. 5. Dezember 2007, S. 3.</ref> Österreich<ref>Markus Tiwald: Kurier. 8. Dezember 2007, S. 15.</ref> und der Schweiz<ref>Der Schweiz geht ein Licht auf. In: SonntagsBlick. 2. Dezember 2007, S. 12.</ref> lief eine Aktion unter dem Titel „Licht aus für unser Klima“ am 8. Dezember 2007 ab. Sie wurde gleichzeitig zum Weltklimagipfel 2007 angesetzt.<ref>Schloss Dyck lag im Dunkeln. In: Rheinische Post. 11. Dezember 2007.</ref> Zum Beispiel wurde am Kölner Dom, dem Schloss Neuschwanstein, dem Heidelberger Schloss, der Alten Oper und der Zeil das Licht ausgeschaltet. Zahlreiche Kirchen beteiligten sich ebenfalls.<ref>Kirchen schalten Licht aus. In: Thüringische Landeszeitung. 5. Dezember 2007.</ref> IKEA verschenkte anlässlich der Aktion Energiesparlampen in einigen Filialen.<ref>Ikea verschenkt heute Sparlampen! In: Blick. 3. Dezember 2007, S. 16.</ref> Die Aktion dauerte allerdings keine Stunde, sondern war auf fünf Minuten beschränkt.<ref>Daniel Wetzel: „Licht aus“ kann Stromnetz überfordern. In: Die Welt. 6. Dezember 2007, S. 14.</ref>

2008

Datei:Sydney Opera House - After.jpg
Sydney Opera House (2008)
Datei:Colosseum Earth Hour.jpg
Kolosseum in Rom (2008)

2008 entwickelte sich die Earth Hour zu einem globalen Ereignis,<ref>Lichterlöschen global. In: SonntagsBlick. 30. März 2008, S. 7.</ref> die Organisatoren rechneten mit der Beteiligung von 100 Millionen Menschen.<ref>Cities worldwide dim their lights. In: Sunday Gazette-Mail. 30. März 2008, S. 2.</ref> Die Aktion, an der 300 Städte in 35 Ländern teilnahmen,<ref>Dunkelheit für den Klimaschutz. In: Nürnberger Nachrichten. 31. März 2008, S. 4.</ref> fand am 29. März von 20:00 bis 21:00 Uhr statt.<ref>Licht aus für den Klimaschutz. In: Nassauische Neue Presse. 31. März 2008, S. 1.</ref> Die Beleuchtungen vieler Sehenswürdigkeiten wurden für diese Stunde ausgeschaltet, darunter zum Beispiel auch an den Königspalästen in Dänemark und Schweden.<ref>Dunkle Stunde. In: Schweriner Volkszeitung. 31. März 2008, S. 10.</ref> Die offizielle Website der Earth Hour unter der Domain earthhour.org erreichte in der Woche vor dem 29. März insgesamt 6,7 Millionen Besucher.<ref>Earth Hour. In: china.org.cn. Abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Andere Websites unterstützten die Aktion ebenfalls, so hatte zum Beispiel die Google-Startseite für einen Tag einen dunklen Hintergrund.<ref>300,000 mark Earth Hour by switching off the lights. In: Winnipeg Free Press. 30. März 2008.</ref>

2009

Datei:Hora do Planeta - Brasília (2009).JPG
Eixo Monumental in Brasilia (2009)

Im Rahmen der Earth Hour am 28. März 2009 beteiligten sich mit Berlin, Bonn und Hamburg erstmals auch deutsche Städte an der Aktion.<ref>Die Welt macht das Licht aus. WWF Deutschland, 13. Februar 2014, abgerufen am 25. April 2016.</ref> Spiegel Online kritisierte in diesem Zusammenhang dennoch die Zurückhaltung Deutschlands im internationalen Vergleich.<ref>Frank Patalong: Earth Hour: Eine dunkle Stunde für die Erde. In: Spiegel Online. 28. März 2009, abgerufen am 25. April 2016.</ref> Auch das Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York City wurde 2009 verdunkelt.<ref>UNEP to observe Earth Hour in support of action on climate change. United Nations Environment Programme, 20. März 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. April 2016; abgerufen am 25. April 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Stadt Toronto sparte während der Earth Hour über 15 Prozent Strom ein.<ref>Earth Hour prompts 15 per cent T.O. power drop News Toronto. CTV, 29. März 2009, abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit 2009 wird die Earth Hour immer zwischen 20:30 und 21:30 Uhr durchgeführt.

2010

Datei:Botanical Garden of Curitiba, Paraná, Brazil (Earth Hour 2010).gif
Botanischer Garten von Curitiba (2010)

2010 fand die Earth Hour am 27. März statt,<ref>Licht aus für eine Stunde „Earth Hour“. In: Bonner General-Anzeiger. 13. März 2010, S. 19.</ref> lediglich in Israel verschob man die Earth Hour auf den 22. April.<ref>Amir Ben-David, Yedioth Ahronoth: Israel to mark 3rd Earth Hour. In: ynet news. 16. April 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. April 2010; abgerufen am 7. Mai 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dieses Mal beteiligten sich rund 4000 Städte in mehr als 120 Ländern. Zum Beispiel wurden Edinburgh Castle und Windsor Castle verdunkelt.<ref>Alastair Jamieson: Big Ben in darkness as 4,000 cities switch off for Earth Hour. In: Telegraph. 27. März 2010, abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Vietnam sparte mit 500 Megawattstunden drei Mal so viel Energie wie im Jahr zuvor ein.<ref>Tiết kiệm 450 triệu đồng trong giờ Trái đất. In: VN Express. 28. März 2010, abgerufen am 25. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2011

Die Earth Hour 2011 ereignete sich am 26. März 2011, Israel setzte den Termin für die Aktion wie im vorherigen Jahr stattdessen auf den 24. März 2011.<ref>Yedioth Ahronoth: Israel to mark Earth Hour on March 24. In: ynet news. 17. März 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. März 2011; abgerufen am 7. Mai 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In diesem Jahr sparte Vietnam rund 400 Megawattstunden Energie ein,<ref>Vietnam saves 400,000 kWh of power during Earth Hour. Vietnam Foreign Press Center, 29. März 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Juli 2011; abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> weltweit waren es schätzungsweise 45 Millionen Megawattstunden.<ref>Dave Barry’s look at 2010: Worst year ever? In: Pittsburgh Tribune. 2. Januar 2011.</ref> Anlässlich der Aktion rief der WWF Deutschland nicht nur zur Abschaltung des Lichts, sondern gezielt zum Wechsel auf Ökostrom auf.<ref>Kampagnen. In: Horizont. Nr. 8, 2011, S. 22.</ref> YouTube änderte für die Earth Hour 2011 sein Logo und führte einen „Lichtschalter“ ein.

2012

Datei:Earth Hour 2012 am Brandenburger Tor.jpg
Brandenburger Tor in Berlin (2012)

2012 weitete YouTube seine Unterstützung für die Earth Hour, diesmal am 31. März,<ref>Earth Hour 2012: Am 31. März gehen weltweit die Lichter aus. In: Austria Presse Agentur. 2. März 2012.</ref><ref>Licht aus für den Klimaschutz. In: Nordkurier. 31. März 2012.</ref> sichtbar aus.<ref>Youtube goes dark for Earth Hour. In: GMA NEWS. 31. März 2012, abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ban Ki-moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen, rief zur Teilnahme an der Earth Hour auf.<ref>Am Samstag gehen für eine Stunde die Lichter aus. In: Bonner General-Anzeiger. 29. März 2012, S. 21.</ref> Der Vatikan schaltete zum Beispiel die Lichter an der Kuppel des Petersdoms ab,<ref>Austria Presse Agentur: Earth Hour: UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ruft zum Mitmachen auf.</ref> in Österreich blieben die Wahrzeichen aller Landeshauptstädte dunkel.<ref>Austria Presse Agentur: Earth Hour: Eine Stunde Licht ausschalten für den Klimaschutz. 2. März 2012.</ref> In Berlin entzündeten Umweltschützer 5000 blaue und grüne Kerzen in Form der Erde.<ref>Eine Stunde Kerzenschein für das Klima. In: Welt Online. 30. März 2012, abgerufen am 25. April 2016.</ref> 2012 beteiligten sich insgesamt 5.000 Städte an der Earth Hour.<ref>Am Samstag geht das Licht aus. In: Chemnitzer Zeitung. 29. März 2012, S. 14.</ref>

2013

Datei:Ora della Terra Verona Piazza Bra Arena 2013 WWF Verona Paolo Villa 9954.JPG
Arena von Verona (2013)

2013 war die Earth Hour am 23. März.<ref>Statt zwei drohen fünf Grad mehr. In: Neue Vorarlberger Tageszeitung. 9. Januar 2013, S. 16–17.</ref> Es beteiligten sich 7.000 Städte und Gemeinden,<ref>Earth Hour: 7000 Städte schalten die Lampen aus. In: Badische Zeitung. 25. März 2013, S. 12.</ref> davon zum Beispiel 144 aus Deutschland.<ref>Rekordbeteiligung bei „Earth Hour“. In: Rheinische Post. 25. März 2013.</ref> Auf dem Frankfurter Römerberg wurde aus Kerzen die Silhouette der Skyline nachgebildet.<ref>Die Skyline leuchtete nur als Kerzenmeer. In: Frankfurter Neue Presse. 25. März 2013, S. 4.</ref> In der medialen Berichterstattung wurde insbesondere die weltweite Beteiligung an der Earth Hour thematisiert.<ref>Ein Planet versinkt in Dunkelheit. In: Welt Kompakt. 25. März 2013, S. 28.</ref><ref>Wenn rund um die Erde die Lichter ausgehen. In: Berliner Morgenpost. 24. März 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. April 2016; abgerufen am 25. April 2016.</ref>

2014

Die Earth Hour 2014 fand am 29. März in 162 Ländern und Territorien statt, wobei sich 7000 Städte beteiligten.<ref>Klare Botschaft zum Schutz unserer Erde: Rekordbeteiligung bei der achten WWF Earth Hour. WWF Deutschland, abgerufen am 25. April 2016.</ref><ref>Earth Hour 2014 Event. WWF, 8. Mai 2014, abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2015

Die Earth Hour 2015 fand am 28. März statt.<ref>Earth Hour hofft auf Rekordbeteiligung. In: Frankfurter Rundschau. 28. März 2015, abgerufen am 25. April 2016.</ref> Am Brandenburger Tor in Berlin formten Aktivisten anlässlich der Aktion den Schriftzug „Save our climate! Now!“ aus brennenden Kerzen.<ref>„Earth Hour“ 2015 erreicht Deutschland. In: n-tv. 28. März 2015, abgerufen am 25. April 2016.</ref> Durch die Earth Hour 2015 wurden zum Beispiel in der indischen Metropole Delhi etwa 200 Megawattstunden Strom eingespart.<ref>Delhi to join 10th Earth Hour on Mar 19. In: Business Standard. 17. März 2016, abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2016

Die Earth Hour wurde am Samstag, dem 19. März, zum zehnten Mal durchgeführt.<ref>Umwelt: Zum zehnten Mal bei „Earth Hour“ eine Stunde lang die Lichter aus. In: Zeit Online. 19. März 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. April 2016; abgerufen am 25. April 2016.</ref> Insgesamt schalteten die Bewohner von 7000 Städten in 178 Ländern für eine Stunde das Licht aus.<ref>Earth Hour: Das müssen Sie zur Earth Hour 2016 wissen. In: Focus Online. 19. März 2016, abgerufen am 25. April 2016.</ref> Es handelte sich damit um einen Rekord,<ref>Geoffrey Lean: Earth Hour 2016: Lights go out worldwide in demonstration against increasing climate change. In: The Independent. 19. März 2016, abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Medien wie beispielsweise n-tv sprachen anschließend von der „weltweit größten Klimaschutzaktion“.<ref>Andrea Beu: In der Earth Hour wird’s dunkel. In: n-tv. Abgerufen am 25. März 2017.</ref>

2017

Die Earth Hour fand 2017 am Samstag, dem 25. März, von 20:30 Uhr bis 21:30 Uhr statt.<ref>Klimaschutz geht gemeinsam – für einen lebendigen Planeten! In: WWF. 19. März 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. April 2016; abgerufen am 25. April 2016.</ref> Mehr als 7000 Städte in 184 Ländern schalteten das Licht aus. Nach Angaben des WWF handelte es sich um einen Rekordwert, der ein klares Signal gegen die Klimapolitik von Donald Trump setze.<ref>Rekord bei weltweiter „Earth-Hour“. In: Rheinische Post. 27. März 2017, S. 16.</ref>

2018

Im Jahr 2018 fand die Earth Hour am Samstag, dem 24. März, statt.<ref>Licht aus für den Klimaschutz. In: Der Tagesspiegel. 25. März 2018, S. 32.</ref> Die Aktion stand unter dem Motto „für einen lebendigen Planeten“.<ref>Lichter aus für eine Stunde. In: Thüringer Allgemeine. 24. März 2018, S. 16.</ref><ref>Earth Hour 2018: Teilnehmerrekord für einen lebendigen Planeten. WWF Deutschland, 24. März 2018, abgerufen am 27. März 2018.</ref>

2019

Die Earth Hour 2019 fand am Samstag, dem 30. März, von 20:30 bis 21:30 Uhr statt. Laut WWF haben sich weltweit rund 180 Länder an der Aktion beteiligt: In der Schweiz wurde im Zuge der Klimakrise unter anderem eine von der Klimastreik-Bewegung inszenierte Beleuchtung in Form von Flammen an die Fassade des Swissmill-Silos in Zürich gerichtet, um auf eine drohende Lebensmittelkrise hinzuweisen.<ref>«Earth Hour»: Lichterlöschen fürs Klima – in Zürich «brannte» der Swissmill Tower. In: watson.ch. 31. März 2019, abgerufen am 6. Mai 2019.</ref>

Ab 2020

2020

Die Earth Hour 2020 fand am 28. März statt.

2021

Die Earth Hour 2021 fand am 27. März statt.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.2022

2022 fand die Earth Hour am Samstag, 26. März, um 20:30 Uhr statt: Auf earthhour.org wurde sie als „die wichtigste jemals“ bezeichnet, weil ein Fokus auf den vom 25. April bis 8. Mai des Jahres im chinesischen Kunming stattfindenden zweiten, „entscheidenden“ Teil der UN CBD COP 15 (United Nations Convention on Biological Diversity 15th Conference of the Parties, 15. Konferenz zum UN-„Übereinkommen über die biologische Vielfalt“) gelegt wurde, wo ein neuer 10-Jahres-Plan zum Erhalt der globalen Biodiversität verabschiedet werden sollte. Gleichzeitig wurde „die Natur“ als einer der „wichtigsten Partner“ im Kampf gegen die menschengemachte Erderwärmung und für den Einhalt des 1,5-°-Ziels von Paris bezeichnet.<ref>Earth Hour 2022 – What’s new this year? WWF International, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. November 2021; abgerufen am 25. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2023

Die Earth Hour 2023 fand am Samstag, dem 25. März, statt; rund 190 Länder und 550 Städte nahmen teil. Boykottiert wurde die Aktion von Russland.<ref>Globale Umweltschutz-Aktion - Die Welt löscht das Licht: So eindrücklich war die «Earth Hour». In: srf.ch. 26. März 2023, abgerufen am 26. März 2023.</ref>

2024

Die Earth Hour 2024 fand am Samstag, 23. März des Jahres, von 20:30 bis 21:30 Uhr statt.<ref>Join One Of The World's Largest Movements for Nature | Earth Hour 2023. Abgerufen am 3. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Veranstaltung wurde unter das Motto „Klima schützen, Demokratie stärken“ gestellt, um neben Klimawandel auch Rechtsextremismus zu bekämpfen.<ref>Viviane Raddatz: "Statt ewig zu streiten, sollte die Ampel endlich bessere Klima-Politik machen" Focus.de vom 23. März 2024</ref>

2025

Die Earth Hour 2025 fand am 22. März ab 20:30 Uhr<ref>Earth Hour 2025. WWF, 20. Dezember 2024, abgerufen am 5. Januar 2025.</ref> unter dem Motto „Licht aus. Stimme an. Gemeinsam für einen lebendigen Planeten“ statt. Der WWF Deutschland rief dazu auf, nicht nur das Licht für eine Stunde auszuschalten, sondern deutschlandweit die Stimmen zu erheben – auch musikalisch.

2026

Die Earth Hour 2026 fand am 28. März um 20:30 Uhr Ortszeit statt; sie stand unter dem Motto „Wir machen‘s aus!“. Laut dem WWF beteiligen sich in Deutschland über 500 Städte und Gemeinden.<ref>Earth Hour 2026. WWF, abgerufen am 28. März 2026.</ref><ref>Earth Hour: Vielerorts wird die Beleuchtung eine Stunde lang abgeschaltet – Zeichen für Klima- und Umweltschutz. In: deutschlandfunk.de. Abgerufen am 28. März 2026.</ref>

2027

Im Jahr 2027 findet die Earth Hour am 20. März statt.

Kritik

Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft äußerten 2007 Bedenken, eine zu große Beteiligung an der Aktion könne zu Abschaltungen im Stromnetz und dadurch zu einem großflächigen Stromausfall führen.<ref>Aktion „Licht aus“ kann Stromnetz lahmlegen. In: Welt Online. 6. Dezember 2007, abgerufen am 25. April 2016.</ref> Die Betreiber der Stromnetze gaben nach der Aktion Entwarnung: Stromversorgung und Netzfrequenz seien auf einem stabilen Niveau geblieben und Stromausfälle habe es auch keine gegeben.<ref>Oliver Diedrich: „Licht aus!“ ohne Stromchaos. In: heise online. 9. Dezember 2007, abgerufen am 25. April 2016.</ref>

Die von Medienkonzernen wie Bild, Google und ProSieben, aber auch von BUND, Greenpeace und dem WWF unterstützte Aktion war 2007 auch in der Umweltschutzbewegung aufgrund ihrer Symbolwirkung umstritten.<ref>Ludwig Greven: Klimaschutz: Gehirn an! In: Zeit Online. 2007, abgerufen am 25. April 2016.</ref> Eine Initiative von Attac, klimaretter.info, dem NABU und der taz sowie weiterer Umweltorganisationen rief stattdessen zur Verwendung von Energiesparlampen und Ökostrom auf. Sie stand unter dem Motto „Licht an – aber richtig“.<ref>Deutschland schaltet das Licht an – aber richtig! In: licht-an.info. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. März 2019; abgerufen am 30. März 2019.</ref>

Eine Berechnung des Öko-Instituts im Auftrag der taz ergab 2007, dass, falls 50 Prozent der deutschen Haushalte für fünf Minuten das Licht ausschalten, deutschlandweit etwa 343 Tonnen CO2 gespart würden. Falls aber 50 Prozent der Haushalte Glühlampen gegen Energiesparlampen tauschten, würden in einem Jahr 2,5 Millionen Tonnen CO2 weniger erzeugt, was einem Vielfachen der „Earth-Hour“-Aktion entspräche.<ref>Florian Rötzer: Blackout als Folge der Aktion „Licht aus“ am Samstag? In: Telepolis. 6. Dezember 2007, abgerufen am 25. April 2016.</ref>

Die Initiatoren der ehrenamtlichen, in Deutschland ansässigen Organisation „Paten der Nacht“,<ref name="Paten_der_Nacht">Paten der Nacht, Initiative gegen Lichtverschmutzung. Abgerufen am 28. März 2022.</ref> die sich für die Eindämmung der Lichtverschmutzung einsetzen, kritisieren, dass die Earth Hour die Aufmerksamkeit lediglich auf den Klimaschutz lenke, nicht aber auf die sonstigen negativen Folgen, die der immer größer werdende Eintrag von Kunstlicht in die Nacht weltweit hat (so beispielsweise auf Insekten und Zugvögel sowie unter anderem auch auf die Schlafqualität tagaktiver Lebewesen). Die Lichtverschmutzung steigt trotz der Earth Hour weiterhin kontinuierlich an. Weltweit beträgt ihr jährlicher Zuwachs durchschnittlich 6 %.<ref>F. Hölker u. a.: The dark side of light: a transdisciplinary research agenda for light pollution policy. In: Ecology and Society. 2010, 15(4), Art. 13 (ecologyandsociety.org).</ref> Um darauf aufmerksam zu machen, haben die „Paten der Nacht“ mit der von ihnen im Jahr 2020 ins Leben gerufenen Earth Night reagiert.

Weblinks

Commons: Earth Hour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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