Zihlschlacht
| Zihlschlacht | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | Vorlage:CHE2 | |||||
| Kanton: | Datei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau (TG) | |||||
| Bezirk: | Weinfelden | |||||
| Politische Gemeinde: | Zihlschlacht-Sitterdorf | |||||
| Postleitzahl: | 8588 | |||||
| frühere BFS-Nr.: | 4518 | |||||
| Koordinaten: | 737194 / 265210
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|
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| Höhe: | 528 m ü. M. | |||||
| Fläche: | 4,88 km² (Ortsgemeinde)<ref name="Areal" /> 12,21 km² (Munizipalgem.)<ref name="TG in Zahlen" /> | |||||
| Einwohner: | 2017 (1990)<ref name="Einwohner">Erich Trösch: Zihlschlacht. In: Historisches Lexikon der Schweiz.</ref> | |||||
| Einwohnerdichte: | 413 Einw. pro km² | |||||
| Website: | www.zihlschlacht.ch | |||||
Zihlschlacht
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| Karte | ||||||
Zihlschlacht ist eine ehemalige Orts- und Munizipalgemeinde und eine Ortschaft<ref name="Einwohner" /> in der Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf des Bezirks Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz. Zihlschlacht liegt an der Strasse von Bischofszell nach Amriswil.
Am 1. Januar 1997 fusionierte Zihlschlacht zur politischen Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf. Die Munizipalgemeinde Zihlschlacht bestand von 1803 bis 1996 aus den Ortsgemeinden Schocherswil, Sitterdorf und Zihlschlacht.
Geschichte
Zihlschlacht wurde 817 als Zilleslata erstmals urkundlich erwähnt,<ref>StiASG, Urk. EE5 E15a. Online auf e-chartae, abgerufen am 12. Juni 2020.</ref> als das Kloster St. Gallen von Kaiser Ludwig dem Frommen zwei Huben erhielt. Im Spätmittelalter besassen sowohl der Bischof von Konstanz als auch die Abtei St. Gallen Güter und Rechte in Zihlschlacht.<ref name="Einwohner" /> 1955 schlossen sich Blidegg, Sitterdorf und Zihlschlacht zur ersten Abschlussklassen-Gemeinschaft des Kantons Thurgau zusammen.<ref name="Gem" /> Zihlschlacht war Teil der kleinen Gerichtsherrschaft Blidegg, zu der auch Hauptwil und Degenau gehörten.<ref name="Geschichte" /> Blidegg gehörte vom 14. bis 16. Jahrhundert den Ryff, ab 1561 den von Hallwyl und 1769 bis 1798 der Stadt Zürich. Zihlschlacht war 1803 bis 2010 Teil des Bezirks Bischofszell.<ref name="Einwohner" /> Ab 1529 predigte der reformierte Pfarrer von Sitterdorf in Zihlschlacht. Ab 1712 bestand eine Filiale. Die 1352 erwähnte Kapelle St. Afra wurde zur Kirche ausgebaut. Die Schule von 1650 war bis 1879 eine Gesamtschule.<ref name="Einwohner" />
Neben Korn-, Obst-, Wiesen- und Flachsbau, Milch- und Viehwirtschaft – um 1900 wurde eine Käserei erstellt – wurden auch Leinen- und Baumwollweberei betrieben und Torf gestochen. Im 19. Jahrhundert existierte eine Papierfabrik, 1880 bis 1931 eine mechanische bzw. Schifflistickerei. Die 1891 gegründete Nervenheilanstalt Friedheim wurde in eine Rehabilitationsklinik umgewandelt.<ref name="Einwohner" />
Am 1. Januar 1997 fusionierten die Ortsgemeinden Sitterdorf und Zihlschlacht mit der Munizipalgemeinde Zihlschlacht zur politischen Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf.<ref name="Einwohner" /> Gleichzeitig vereinigte sich die Ortsgemeinde Schocherswil mit der Einheitsgemeinde Amriswil. Bereits 1874 wurde der Weiler Hummelberg (1900: 24 Einwohner) von der Ortsgemeinde Sitterdorf abgetrennt und der Ortsgemeinde Hohentannen zugeteilt.<ref name="StatistikTG" />
Wappen
Blasonierung: In Gelb ein steigender schwarzer Steinbock.<ref name="Staatsarchiv">Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019</ref>
Der Steinbock stammt aus dem Wappen der Welter von Blidegg, die gelbe Farbe verweist auf das Kloster St. Gallen.<ref name="Staatsarchiv" />
Bevölkerung
| 1850 | 1900 | 1950 | 1970 | 1990 | 1996 | 2000 | 2010 | 2018 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Munizipalgemeinde | 1380 | 1468 | 1722 | 1567 | 2017 | 2267 | ||||
| Ortsgemeinde | 485 | 506 | 618 | 551 | 745 | |||||
| Ortschaft | 878 | 960 | 1311 (mit Aussenhöfen) | 1440 (mit Aussenhöfen) | ||||||
| Quelle | <ref name="Einwohner" /> | <ref name="Gem" /> | <ref name="Statistik2005" /> | <ref name="Statistik2012" /> | <ref name="Orte TG" /> | <ref name=":0">Die Ortschaften des Kantons Thurgau und ihre Wohnbevölkerung 2024. Kanton Thurgau, Dienststelle für Statistik, Frauenfeld, 2024, abgerufen am 8. Juni 2024.</ref> | ||||
Von den insgesamt 1440 Einwohnern der Ortschaft Zihlschlacht am 31. Dezember 2023 waren 194 bzw. 13,5 % ausländische Staatsbürger. 575 (39,9 %) waren evangelisch-reformiert und 336 (23,3 %) römisch-katholisch.<ref name=":0" />
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Johann Georg Kreis (* 2. September 1803 in Zihlschlacht; † 24. Mai 1863 ebenda), Politiker (Nationalrat) und Richter
- Bernhard Koch (* 16. Januar 1949 in Zihlschlacht), Politiker, Regierungsrat im Kanton Thurgau
Sehenswürdigkeiten
→ siehe auch Liste der Kulturgüter in Zihlschlacht-Sitterdorf
→ siehe auch Naturschutzgebiet Hudelmoos
Das Dorf Zihlschlacht ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.
Bilder
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Hauptstrasse in Zihlschlacht
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Hauptstrasse 43 und 44
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Hauptstrasse 9 aus dem Jahr 1784
-
Ehem. Back- und Waschhaus Kirchgasse 13
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="Areal"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweizerische Arealstatistik. Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. ( vom 12. April 2016 im Internet Archive) Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau. </ref> <ref name="Gem"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte und Visionen. ( des Vorlage:IconExternal vom 15. November 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Auf der Webseite der Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf, abgerufen am 1. November 2019</ref> <ref name="Statistik2005">Vorlage:Orte TG 2000 </ref> <ref name="Geschichte"> Die Geschichte von Hauptwil-Gottshaus, Auf der Webseite der Gemeinde Hauptwil-Gottshaus, abgerufen am 22. November 2019 </ref> <ref name="Statistik2012">Vorlage:Orte TG 2010</ref> <ref name="TG in Zahlen">Vorlage:Zahlen TG 2018</ref> <ref name="Orte TG">Vorlage:Orte TG 2018</ref> <ref name="StatistikTG">Vorlage:Statistik TG 1850–2000</ref> </references>
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