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Sylwester Chruszcz

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Datei:Sylwester Chruszcz Sejm 2016.JPG
Sylwester Chruszcz (2016)

Sylwester Arkadiusz Chruszcz (* 22. August 1972 in Głogów) ist ein polnischer Politiker (PW, SN, LPR, NP, LP, PJN, RN, Kukiz’15, PiS). Von 2004 bis 2009 war er Abgeordneter im Europäischen Parlament, dort war er fraktionslos. Von 2015 bis 2019 gehörte er dem Sejm in der VIII. Wahlperiode an.

Leben und Beruf

Chruszcz erhielt nach einem Studium an der Technischen Universität Stettin 1997 seinen Magister in Architektur und war anschließend bis 1999 als Architekt im Architektenbüro E & L Architects in Warschau und von 1999 bis 2004 im Architektenbüro CH 2 architekci in Stettin tätig. Ab 2009 war er erneut als Architekt tätig.

Er ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Boleslaw Chrobry, die die Vierteljahresschrift „Myśl.pl“ herausgibt, deren Redaktionsassistent Chruszcz wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Artykuły“ (Memento vom 2. Mai 2014 im Internet Archive) auf mysl24.pl, abgerufen am 12. April 2025.</ref> Von 2020 bis 2024 war er Direktor des Kraftwerks Dolna Odra in Nowa Czarnow.

Chruszcz ist verheiratet und hat drei Kinder.

Politik

In seiner Jugend war Chruszcz in antikommunistischen Untergrundorganisationen aktiv. So gehörte er der Solidarność Walcząca („kämpfende Solidarität“) an, die Kornel Morawiecki gegründet hatte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Sylwester Chruszcz“ (Memento vom 12. Oktober 2013 im Internet Archive) auf ludzie.wprost.pl, abgerufen am 12. April 2025.</ref> Nach der Absetzung des kommunistischen Regimes 1989 engagierte er sich in nationalistischen und extrem rechten Kreisen. So war er 1990 an der ebenfalls von Morawiecki initiierten Partia Wolności beteiligt,<ref>„Sylwester Chruszcz: Staraliśmy się kształtować młodzież, by wyrosła na porządnych Polaków“ auf www.rp.pl, abgerufen am 12. April 2025.</ref> 1995 war er nach eigenen Angaben Begründer des Stettiner Ortsverbandes der Allpolnischen Jugend und 1996 wurde er Mitglied des Stronnictwo Narodowe (SN), wo er zum Vorstandsmitglied aufstieg. Bei der Parlamentswahl 1997 kandidierte er jeweils erfolglos für die SN auf der Liste des Blok dla Polski<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnis (Memento vom 21. August 2002 im Internet Archive), auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. April 2024.</ref> und bei der Parlamentswahl 2001 auf der Liste der Liga Polskich Rodzin (LPR)<ref>Ergebnis, auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. April 2024.</ref> zum Sejm. Nach der Wahl trat er der LPR bei und wurde bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 für die Partei in den Sejmik der Woiwodschaft Westpommern gewählt.<ref>Ergebnis, auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. April 2024.</ref>

Bei der Europawahl 2004 wurde er mit 40.371 Stimmen für die LPR zum Abgeordneten des Europäischen Parlaments gewählt.<ref>Ergebnis in Dziennik Ustaw 2004, Nr. 137, S. 9640.</ref> Bei den Selbstverwaltungswahlen 2006 kandidierte er für das Amt des Stadtpräsidenten von Stettin, scheiterte mit nur 1133 (0,83 %) Stimmen aber bereits im ersten Wahlgang.<ref>Wybory Prezydenta Miasta. In: wybory2006.pkw.gov.pl. Abgerufen am 17. Oktober 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nach dem Rücktritt von Roman Giertych übernahm er im Oktober 2007 den Vorsitz der LPR. Chruszcz legte sein Amt im Juni 2008 nieder und beteiligte sich an der Gründung der Naprzód Polsko, deren Generalsekretär er wurde. 2009 verließ er diese bereits wieder und war Mitbegründer der Libertas Polska.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Czołowy eurosceptyk ucieka od sojuszu z LPR“ (Memento vom 15. Oktober 2017 im Internet Archive) auf mysl24.pl, abgerufen am 12. April 2025.</ref> Bei der Europawahl 2009 kandidierte er nicht erneut. Bei der Parlamentswahl 2011 kandidierte er für Polska Jest Najważniejsza. Diese Partei scheiterte jedoch mit 2,2 % der Stimmen an der 5-%-Hürde.<ref>Ergebnis, auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. April 2024.</ref> 2012 trat er der Ruch Narodowy (RN) bei, mit der er bei der Europawahl 2014 mit 1,4 % der Stimmen ebenfalls an der 5-%-Hürde scheiterte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnis (Memento vom 14. Dezember 2014 im Internet Archive), auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. April 2024.</ref> Bei den Selbstverwaltungswahlen 2014 trat er für die RN bei der Wahl zum Westpommerschen Sejmik an, diese errang aber kein Mandat.<ref>Protokoll der Wahlkommission, abgerufen am 12. April 2024.</ref>

Zur Parlamentswahl 2015 kandidierte er für die Bewegung Kukiz’15 und erhielt mit 11.052 Wählerstimmen ein Abgeordnetenmandat im Sejm.<ref>Serwis PKW – Wybory 2015. In: pkw.gov.pl. Abgerufen am 17. Oktober 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 30. Oktober 2017 trat er aus der Kukiz-Fraktion aus und wechselte zum Abgeordnetengruppe Wolni i Solidarni um Kornel Morawiecki.<ref>Z Kukiz’15 do Wolnych i Solidarnych. “Mężczyzn poznaje się po tym, jak odchodzą”. In: TVN24. Abgerufen am 30. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im April 2019 trat er der Fraktion der Prawo i Sprawiedliwość bei, für die er bei den Parlamentswahlen 2019<ref>Ergebnis, auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. April 2024.</ref> und 2023<ref>Ergebnis, auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. April 2024.</ref> erfolglos zum Sejm kandidierte.

Posten als MdEP

  • Stellv. Vorsitzender im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr
  • Mitglied in der Delegation für die Beziehungen zu Kanada
  • Stellvertreter im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie

Ehrungen

Weblinks

Einzelnachweise

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