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Griesenberg

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Griesenberg
Datei:CHE Griesenberg COA.svg
Wappen von Griesenberg
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton ThurgauDatei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau (TG)
Bezirk: Weinfelden
Politische Gemeinde: Amlikon-Bisseggi2
Postleitzahl: 8514 (Amlikon-Bissegg)
frühere BFS-Nr.: 4883
Koordinaten: 718447 / 269998Koordinaten: 47° 34′ 12″ N, 9° 0′ 46″ O; CH1903: 718447 / 269998
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Höhe: 544 m ü. M.
Fläche: 6,53 km²<ref name="Areal" />
Einwohner: 352 (1990)<ref name="Einwohner">André Salathé: Griesenberg. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref>
Einwohnerdichte: 54 Einw. pro km²
Karte
w{ww

Griesenberg ist ein Weiler<ref name="Orte TG" /> der Gemeinde Amlikon-Bissegg im Bezirk Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz und eine ehemalige Ortsgemeinde in der damaligen Munizipalgemeinde Amlikon. Am 1. Januar 1995 fusionierte Griesenberg mit den Ortsgemeinden Amlikon, Bissegg und Strohwilen zur politischen Gemeinde Amlikon-Bissegg.

Geographie

Die weitläufige Ortsgemeinde Griesenberg auf dem Wellenberg umfasst die Weiler Altenburg, Bänikon, Fimmelsberg (1228 als Vilmarsperc urkundlich erwähnt), Holzhof, Leutmerken und Tümpfel sowie weitere Siedlungen.<ref name="Einwohner" />

Geschichte

Datei:Griesenberg-Wappen ZW.png
Das Wappen der Herren von Griesen­berg findet sich in der Zürcher Wappenrolle von um etwa 1340.
Datei:Karte Gemeinde Griesenberg 1994.png
Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1995

Das 1256 erstmals erwähnte Griessinberc war ein alter St. Galler Kloster­besitz, der im Hochmittelalter den Freiherren von Bussnang unterstand. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde die westliche Hälfte des Bussnanger Einflussbereichs eine selbstständige Herrschaft. Deren Verwaltungszentrum war die Burg Alt-Griesenberg Welt-Icon

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Nach dem Tod des letzten Sprosses des Geschlechts, Lütold von Griesenberg, kam die Herrschaft 1325 an dessen Tochter Adelheid. 1367 musste sie zwischenzeitlich den Brüdern Harzer aus Konstanz verpfändet werden, bevor sie Adelheids Tochter aus erster Ehe, Clementia, 1397 dem Konstanzer Bürger Konrad von Hoff verkaufte. Im 15. und frühen 16. Jahrhundert gelangte sie in den Besitz verschiedener Familien, bis sie 1529 der Konstanzer Bürger Heinrich von Ulm erwarb. Dessen Nachkommen veräusserten sie 1759 der Stadt Luzern. Diese wiederum fand 1793 in Wolf Dreyfus einen Käufer. Über Karl Anton Kraft, österreichischer Oberamtmann zu Stockach, kam der Besitz 1795 an die Zürcher Familie Schulthess. Eine Gerichtsoffnung von 1475, die 1605 erneuert wurde, bestimmte die Rechte der Herrschaftsleute.<ref name="Einwohner" /> 1791 wurde die Gemeinde Griesenberg gegründet und 1749 die Gemeinde Benikon, die sich 1813 mit Griesenberg zusammenschloss.<ref name="Geschichte">@1@2Vorlage:Toter Link/www.amlikon-bissegg.chAusführliche Geschichte. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Auf der Webseite der Gemeinde Amlikon-Bissegg, abgerufen am 29. November 2019</ref>

Kirchlich war Griesenberg Leutmerken unterstellt, das 1529 reformiert wurde.<ref name="Einwohner" /> 1548 floh der Konstanzer Reformator Ambrosius Blarer nach Leutmerken, wo er 1548 und 1563 als evangelischer Pfarrer wirkte.<ref>Verena Baumer-Müller: Blarer, Ambrosius. In: Historisches Lexikon der Schweiz.</ref> Die Kirche Leutmerken wurde bereits im Jahr 814 erstmals erwähnt.<ref name="Geschichte" /> Mit der Konversion des Gerichtsherrn Marx von Ulm 1607 setzte die Gegenreformation ein.<ref name="Einwohner" />

Bis ins 19. Jahrhundert herrschte Kornbau vor, dann Vieh- und Milchwirtschaft sowie Feldobstbau. Der Holzhof, ab 1858 im Besitz der Familie Wartmann, ist eine der Wiegen des Schweizer Tilsiters, der seit ca. 1893 produziert wird.<ref name="Einwohner" /> 1934 wurde die Strasse in Bänikon mit einem Abfallölbelag versehen.<ref name="Geschichte" />

Datei:Neu-Griesenberg.jpg
Die 1291 erbaute Burg Neu-Griesenberg stürzte 1760 wegen Unterhöhlung des Felsens in die Tiefe.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung von Griesenberg
Jahr 1850 1900 1950 1990 2000 2010 2018
Ortsgemeinde 500 438 397 352
Weiler Griesenberg 20 19 15
Bänikon 118 121 105
Fimmelsberg 43 49 42
Quelle <ref name="Einwohner" /> <ref name="Statistik2005" /> <ref name="Orte TG" /> <ref name="Siedlungen TG" />

Persönlichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Die paritätische Kirche Leutmerken wurde erstmals 1275 erwähnt.<ref name="Chronik" /> Griesenberg und der Weiler Leutmerken sind im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt. Die folgenden Gebäude zählen zu den geschützten Kulturgütern, wobei sich in Griesenberg am ehemaligen Verwaltungsgebäude, Schlossstrasse 14–18, eine rekonstruierte mittelalterliche Trülle<ref>Heini Giezendanner: Burgen und Schlösser im Thurgau: 22 Wanderungen und Ausflüge. 1. Auflage. Huber, Frauenfeld 1997, ISBN 978-3-7193-1139-1, S. 72.</ref>, ein so genanntes Drehhäuschen erhalten hat.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Griesenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Areal"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweizerische Arealstatistik. Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau. (Memento vom 12. April 2016 im Internet Archive; PDF)</ref> <ref name="Statistik2005">Vorlage:Orte TG 2000</ref> <ref name="Orte TG">Vorlage:Orte TG 2018</ref> <ref name="Siedlungen TG">Vorlage:Siedlungen TG 2018</ref> </references>

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