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Egringen

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Egringen
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(920)&title=Egringen 47° 40′ N, 7° 36′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(920) 47° 39′ 49″ N, 7° 35′ 47″ O
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Höhe: 283 m ü. NHN
Fläche: 6,27 km²
Einwohner: 920 (15. Mai 2022)<ref>Citypopulation. Abgerufen am 11. Dezember 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1974
Postleitzahl: 79588
Vorwahl: 07628
Datei:Gemeindegliederungskarte Efringen-Kirchen-Egringen.png
Karte
Lage von Egringen im Gemeindegebiet
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Egringen ist seit 1974 ein Ortsteil der Gemeinde Efringen-Kirchen im Landkreis Lörrach.

Geografie und Lage

Das Besiedlungsgebiet Egringens hat einen leiterförmigen Grundriss und liegt auf der linken Seite des Feuerbachtals. Südlich von Egringen erheben sich der Läufelberg (393 m ü. NHN) und der Reckholder (354 m ü. NHN), die noch zur Fläche Egringens gehören. Nordwestlich erhebt sich der Katzenberg (387 m ü. NHN), der zum Nachbarteilort Wintersweiler gehört. Der Dorfkern liegt auf einer Höhe von 283 m ü. NHN, die Talsohle am Flusslauf der Feuerbach auf etwa 268 m ü. NHN.

Egringen wird von zwei sich kreuzenden Kreisstraßen durchzogen. Von Westen gelangt man über die K 6351 aus Efringen-Kirchen und aus Süden über die K 6325 aus Fischingen. Die K 6351 verläuft nordwärts in Richtung des Feuerbachtals in Richtung Holzen. Die K 6325 wechselt zur K 6324 ebenfalls nordwärts in Richtung Mappach. Um den Kreuzungspunkt dieser Kreisstraßen hat sich der Dorfkern gebildet.

Nachbarorte und -gemeinden:
Wintersweiler
(Ortsteil der Gemeinde Efringen-Kirchen)
Mappach
(Ortsteil der Gemeinde Efringen-Kirchen)
Mappach
(Ortsteil der Gemeinde Efringen-Kirchen)
Efringen
(zum Kernort der Gemeinde Efringen-Kirchen gehörig)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Wollbach
(Stadtteil von Kandern)
Kirchen
(zum Kernort der Gemeinde Efringen-Kirchen gehörig)
Fischingen Schallbach

Geschichte

In einer Urkunde tauchte Egringen erstmals im Jahr 758 als villa Aguringas auf, 763 wurde es als Agringas bezeichnet und leitet sich von einem Personennamen ab. Zwischen 758 bis etwa 870 sind mehrere Schenkungen des Ortes an das Kloster St. Gallen bekannt. Um 1260 kam der sanktgallische Dinghof an die Ritter von Lene, 1284 dann an das Armenspital Basel, das den Dinhof 1392 vom Kloster kaufte. Die Vogtei über die dinghöfischen Güter gab St. Gallen 1299 an die Herren von Ramstein<ref>zum Geschlecht siehe: Werner Meyer: von Ramstein. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 20. März 2026.</ref>. Durch Heirat kam die Vogtei bis Mitte des 15. Jahrhunderts an die Herren von Grünenberg.

1390 belehnten die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg die Grünenberg ebenfalls mit den dinghoffreien Leuten und dem Ortsgericht zu Egringen, 1458 kam das markgräfliche Lehen an Thüring III. von Hallwyl, bevor es 1469 wieder an die Markgrafen zurückkam. Fortan wurde Egringen durch das Oberamt Rötteln verwaltet. 1503 kam der Ort in die Herrschaft Rötteln an die Markgrafen von Baden, 1809 zum Bezirksamt Lörrach, von 1813 bis 1819 beim Bezirksamt Kandern und gehört seit 1939 dem Landkreis Lörrach an.

Politik

Datei:Egringen Rathaus 1.jpg
Ehemaliges Rathaus von Egringen – heute Sitz der Ortsverwaltung.

Eingemeindung

Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg wurde Egringen per 1. Oktober 1974 in die neue Großgemeinde Efringen-Kirchen eingegliedert.

Gemeinderat

Efringen-Kirchen hat seit der Gemeindereform 1974 die unechte Teilortswahl und will diese auch beibehalten.<ref>Victoria Langelott: Die unechte Teilortswahl bleibt in Efringen-Kirchen unangetastet. In: Badische Zeitung vom 9. März 2023.</ref> Egringen stehen gemäß Hauptsatzung zwei Sitze im Gemeinderat zu.<ref>§ 13 Hauptsatzung der Gemeinde Efringen-Kirchen vom 12. Dezember 2016</ref>

Ortschaftsrat

Der Ort hat einen Ortschaftsrat mit sechs Mitgliedern. Ortsvorsteher ist Bernd Meyer.<ref>Ortschaftsrat Egringen auf der Website der Gemeinde Efringen-Kirchen</ref>

Wappen

In gespaltenem Schild vorn in Gold das badische Wappen, hinten in Silber an einem liegenden grünen Rebzweig eine blaue Traube mit zwei Blättern. „Das Wappen war 1905 angenommen worden. Es symbolisiert vorn die badische Landeshoheit, hinten den Weinbau.“<ref>Harald Huber: Wappenbuch Landkreis Lörrach. Im Verlag des Südkurier, Konstanz 1984, S. 46</ref>

Bevölkerung

Einwohner

Datei:Egringen Willkommen.jpg

Die Zahl der Einwohner in Egringen entwickelte sich wie folgt:<ref>Bevölkerungsentwicklung: Egringen, zuletzt aufgerufen am 1. Dezember 2023</ref><ref>Efringen-Kirchen: Infos, Zahlen & Fakten, aufgerufen am 1. Dezember 2023</ref>

Jahr Einwohner
1852 746
1871 799
1880 747
1890 679
1900 603
1910 569
1925 542
1933 558
Jahr Einwohner
1939 558
1950 587
1956 607
1961 637
1970 641
2011 950
2022 935

Religion

Datei:Egringen - Evangelische Kirche1.jpg
Evangelische Kirche Egringen

Aufgrund der historischen Zugehörigkeit zur Markgrafschaft Baden-Durlach in der 1556 die Reformation im Markgräflerland erfolgte, ist noch immer der weitaus überwiegende Anteil der Bevölkerung evangelisch und wird von der Evangelischen Kirchengemeinde im Rebland betreut.<ref>Website der Evangelische Kirchengemeinde im Rebland; abgerufen am 19. März 2026</ref> Die katholischen Christen werden seit 1. Januar 2026 durch die neu gegründete Kirchengemeinde Wiesental-Dreiländereck<ref>Website der Kirchengemeinde Wiesental-Dreiländereck</ref> betreut in der die bisherige Kirchengemeinde Kandern-Istein aufgegangen ist. Die Zugehörigkeit zu den Religionsgemeinschaften verteilte sich in der Vergangenheit wie folgt:<ref>Religionszugehörigkeit 1858 und 1925: Egringen, zuletzt aufgerufen am 1. Dezember 2023</ref><ref>Religionszugehörigkeit: Egringen, zuletzt aufgerufen am 1. Dezember 2023</ref>

Religionszugehörigkeit in Egringen
Jahr Religion
evangelisch katholisch sonstige
1858 99,6 % 0,4 % 0 %
1925 97,4 % 2,2 % 0,4 %
1950 94,7 % 4,4 % 0,9 %
1961 96,5 % 3,0 % 0,5 %
1970 94,9 % 4,2 % 0,9 %

Kultur und Bauwerke

Bauwerke

Im Ortskern befindet sich die Evangelische Kirche Egringen, die auf das 8. Jahrhundert zurückgeht. Das Langhaus wurde 1587 erbaut und seither mehrfach renoviert. Es weist eine flach eingezogene Decke auf, unterhalb des Turmgeschosses ist ein profiliertes Kreuzrippengewölbe. Zur Ausstattung gehört ein spätgotisches Chorgestühl mit kunstvoll geschnitzten Evangelistensymbolen.

Weitere markante Bauten im Ortskern sind das sogenannte Stapflehus (Staffelgiebelhaus) aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und der Gasthof Rebstock mit der großen Scheune sowie das ehemalige Rathaus, das der Architekt Jakob Friedrich Alois Hemberger 1874 plante.

Vereine

Es gibt einen Musikverein<ref>Homepage des Musikvereins</ref> mit Förderkreis, sowie einen Gesangverein.<ref>Homepage des Gesangvereins</ref>

Außerdem gibt es einen Schützenverein<ref>Homepage des Schützenvereins</ref> mit dem bewirteten Schützenhaus auf dem Läufelberg, sowie die Trachten- und Volkstanzgruppe Egringen, die sich der Pflege des Brauchtums widmet und die Markgräfler Tracht trägt.<ref>Homepage der Trachten- und Volkstanzgruppe Egringen</ref> Die Landfrauen<ref>Homepage der Landfrauen Egringen</ref> und die Landjugend haben je einen Verein in Egringen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Egringen wurde am 24. März 1926 gegründet.<ref>Freiwillige Feuerwehr Efringen Kirchen. Abteilung Egringen, aufgerufen am 8. Dezember 2023.</ref> In Egringen befindet sich ein Löschgruppenfahrzeug und ein Tragkraftspritzenanhänger.<ref>Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Efringen-Kirchen, aufgerufen am 8. Dezember 2023.</ref> Das Feuerwehrhaus befindet sich neben dem Rathaus.

Bildung

In Egringen befindet sich am westlichen Besiedlungsrand eine Grundschule. In evangelischer Trägerschaft gibt es einen Kindergarten.<ref>Evangelischer Kindergarten Egringen auf der Website 4Familii</ref>

Verkehr

Egringen ist im Rahmen des Regio Verkehrsverbundes Lörrach (RVL) durch die von der SWEG betriebene Buslinie 1 mit Kandern und dem Busbahnhof Lörrach verbunden. Zudem ist Egringen eingebunden in den ehrenamtlich betriebenen und kostenlosen Service von BürgerBus Efringen-Kirchen.<ref>Website des BürgerBus Efringen-Kirchen</ref>

Über die von Kandern-Riedlingen durch Egringen führende Kreisstraße K 6351 ist Egringen mit der westlich des Ortes vorbeiführenden Bundesstraße B3 verbunden. Von der Auffahrt zur B3 führt die Landesstraße L 137 über Efringen und Istein zur Autobahnanschlussstelle 67 (Efringen-Kirchen) der Bundesautobahn 5. Über die 3 kann Richtung Süden nach etwa 3 Kilometern die Autobahnanschlussstelle 2 (Eimeldingen) der Bundesautobahn 98 erreicht werden. Die Kreisstraße K 6325 verbindet Egringen mit dem benachbarten Fischingen und die K 6324 mit dem Ortsteil Mappach der Gemeinde Efringen-Kirchen.

Über den Bahnhof Efringen-Kirchen hat Egringen Zugang zur Rheintalbahn.

Literatur

  • Philipp Löwe (Hrsg.): 1250 Jahre Egringen: 758–2008., Efringen-Kirchen 2008
  • Egringen. In: Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3799513531 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an., Band I, S. 703–708.
  • Karl Seith (Hrsg.): Ortsgeschichte von Egringen 758-1958. Zur 1200-Jahrfeier der Gemeinde Egringen der Dorfgemeinschaft dargeboten von der „Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Landeskunde des Märkgräflerlandes“., Rombach, Freiburg im Breisgau 1958 (Digitalisat der UB Freiburg)

Weblinks

Commons: Egringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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Blansingen | Efringen-Kirchen (mit Kirchen) | Egringen | Huttingen | Istein | Kleinkems | Mappach (mit Maugenhard) | Welmlingen | Wintersweiler

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