Chadli Bendjedid
Chadli Bendjedid (arabisch الشاذلي بن جديد {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 14. April 1929 in Bouteldja, Provinz El Tarf; † 6. Oktober 2012 in Algier<ref>Früherer algerischer Präsident Bendjedid gestorben (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>) war von 1979 bis 1992 Präsident Algeriens.
Leben
Chadli Bendjedid wurde 1929 in eine bäuerliche Familie mit bescheidenem Wohlstand im Nordosten Algeriens geboren. Bendjedid erhielt seine Schulausbildung in Bône und kam dort in den Kontakt mit der damals vergleichsweise kosmopolitischen urbanen Gesellschaft.<ref name="ruedy2005232f">John Ruedy: Modern Algeria. The Origins and Development of a Nation. Indiana University Press, Bloomington, 2. Aufl. 2005, ISBN 0-253-21782-2, S. 232 f.</ref> Mangels anderer Perspektiven diente er in der französischen Armee und kämpfte im Indochinakrieg. Er brachte es dabei bis zum Unteroffizier.
1954 schloss er sich auf algerischem Boden der Nationalen Befreiungsfront (FLN) an und diente als Offizier im Wilaya 2 (Bezirk 2). Bendjedid diente im Verlauf in der außerhalb des Landes aufgestellten Armee der FLN und stieg während des Algerienkriegs bis zum Oberst auf. Nach der Unabhängigkeit war er unter Houari Boumedienne Befehlshaber des Militärbezirks 2 (Oran) der algerischen Armee.<ref>Gilbert Meynier: Histoire intérieure du FLN 1954–1962. Fayard, Paris 2004, S. 150.</ref>
Nach Boumediennes Tod war Bendjedid der einzige FLN-Kandidat für dessen Nachfolge und wurde 1979 zum Präsidenten gewählt. Seine Politik der Arabisierung zulasten des Dialekts und auf Kosten der Berber<ref name=":0">Émilie Aubry, Frank Tétart: Die Welt der Gegenwart – Ein geopolitischer Atlas. Übersetzt von Anna Leube und Wolf Heinrich Leube. Verlag C. H. Beck/Arte Éditions, München/Paris 2024, ISBN 978-3-406-81404-4, S. 170.</ref> führte zu Unruhen seitens dieser Bevölkerungsgruppe. Weltpolitisch setzte Bendjedid auf die Verbesserung der angespannten Beziehung mit Marokko und eine Entspannung mit den USA und Frankreich. 1983 reiste er auf Einladung von François Mitterrand als erstes algerisches Staatsoberhaupt nach Frankreich. Regionalpolitisch beteiligte er sich an der Gründung der Union des arabischen Maghreb.<ref name=":0" />
Als es 1988 wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der Wohnungsnot zu schweren sozialen Unruhen kam, stimmte er einer Demokratisierung des Landes zu. Als im Dezember 1991 im ersten Durchgang der freien Wahlen die Islamisten (FIS) den Sieg errangen, putschte das Militär, verhinderte deren Machtübernahme und zwang Bendjedid am 11. Januar 1992 zum Rücktritt,<ref>Außenministerium der Vereinigten Staaten: Algeria (abgerufen am 10. Januar 2012).</ref> was einen jahrelangen Bürgerkrieg auslöste.
Bendjedid verstarb 2012 in Algier im Alter von 83 Jahren.
Literatur
- Bernhard Schmid: Algerien – Frontstaat im globalen Krieg? Neoliberalismus, soziale Bewegungen und islamistische Ideologie in einem nordafrikanischen Land. Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-019-6
- Chadli Bendjedid In: Internationales Biographisches Archiv 39/2013 vom 24. September 2013, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Ahmed Ben Bella | Houari Boumedienne | Rabah Bitat (komm.) | Chadli Bendjedid | Abdelmalek Benhabyles (komm.) | Muhammad Boudiaf | Ali Kafi | Liamine Zéroual | Abd al-Aziz Bouteflika | Abdelkader Bensalah (komm.) | Abdelmadjid Tebboune
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bendjedid, Chadli |
| KURZBESCHREIBUNG | algerischer Präsident (1979–1992) |
| GEBURTSDATUM | 14. April 1929 |
| GEBURTSORT | Bouteldja, Provinz El Tarf |
| STERBEDATUM | 6. Oktober 2012 |
| STERBEORT | Algier |