Liamine Zéroual
Liamine Zéroual (arabisch اليمين زروال, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) * 3. Juli 1941 in Batna; † 28. März 2026 in Algier<ref>El-Yamine Zeroual Dies at 85 in Algeria. In: algerianewsgate.com. 29. März 2026, abgerufen am 29. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein algerischer Militär und Politiker. Von 1994 bis 1999 bekleidete er das Amt des Staatspräsidenten.
Leben
Liamine Zéroual wurde 1941 in Batna geboren. Im Algerienkrieg schloss Zéroual sich als Sechzehnjähriger der FLN-Guerilla im Aurès an.<ref name=":0">Bernard Lugan: Histoire des Algériens : Des origines à nos jours. Éditions Ellipses, Paris 2025, ISBN 978-2-340-09958-6, S. 197 f.</ref> Während des Krieges diente er innerhalb des kolonialisierten Landes und bei der in Marokko und Tunesien stationierten Auslandsarmee der FLN und erhielt in der UdSSR eine militärische Ausbildung. Nach dem Krieg machte er Karriere innerhalb der Algerischen Streitkräfte.<ref name="Roberts2003157245">Hugh Roberts: The Battlefield Algeria 1988–2002 – Studies in a Broken Polity. Verso, London 2003, S. 157, 245.</ref> Er wurde General und Kommandant der Militärschule in Cherchell.<ref name=":0" />
1988 wurde er Oberbefehlshaber der Armee, trat aber 1991<ref name=":0" /> wegen Meinungsverschiedenheiten mit Chadli Bendjedid ob der zukünftigen Ausrichtung der Streitkräfte zurück. Danach wurde er Botschafter in Rumänien, zog sich aber nach einem Monat in den Ruhestand zurück. 1993 bekleidete er als Verteidigungsminister sein erstes hohes politisches Amt.<ref name="Roberts2003157245" />
Am 31. Januar 1994 wurde er vom Hohen Rat zum Staatspräsidenten ernannt und am 16. November 1995 mit einer Mehrheit von 61 %<ref name=":0" /> in einer Wahl bestätigt. Eine Verfassungsreform erweiterte die Rechte des Präsidenten erheblich. Er versuchte mehr Pluralismus zuzulassen, setzte aber auch auf Repression.<ref name=":0" />
Während seiner Regierungszeit dauerte der Bürgerkrieg mit den radikalen Islamisten des bewaffneten Arms Armée islamique du salut der Islamischen Heilsfront (FIS) und der Groupe Islamique Armé (GIA) an.<ref name=":0" /> Mit der Armeeführung kam es zunehmend zu Unstimmigkeiten über die Behandlung dieser Gruppen. Zéroual trat mit seiner Teilnahme an den von der katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio organisierten Verhandlungen in Rom im Januar 1995 für eine politische Lösung des Konflikts ein, während Militärs die Vernichtung der Gruppen forderten. So entschied Zéroual, die beiden inhaftierten Anführer Abdelkader Hachami<ref name=":0" /> und Abassi Madani<ref name=":0" /> aus dem Gefängnis zu entlassen, um den extremistischen Flügel der FIS zu schwächen.
Als der Terrorismus der FIS darauf nachließ und die Armée islamique du salut im Oktober 1997 einen einseitigen Waffenstillstand verkündete, steigerte die GIA im Sommer 1997 ihre Terrorangriffe und beging schwere Massaker und weitere Entführungen von Frauen und Mädchen.<ref name=":0" /> Im Juni 1997 gewann das Rassemblement national démocratique (RND), die dem Militär nahestehende Partei, die Parlamentswahlen. Unter diesen Bedingungen nicht durchsetzungsfähig genug, kündigte Zéroual am 11. September 1998 seinen Rücktritt und vorgezogene Neuwahlen an. Sein Mandat wäre im Jahr 2000 ausgelaufen. Er übergab die Regierung 1999 an Abd al-Aziz Bouteflika. In seiner Ansprache gab er den Verzicht auf eine erneute Kandidatur bekannt.<ref name=":0" />
Im März 2026 starb er im Alter von 84 Jahren.
Literatur
- Bernhard Schmid: Algerien – Frontstaat im globalen Krieg? Neoliberalismus, soziale Bewegungen und islamistische Ideologie in einem nordafrikanischen Land. Unrast, Münster 2005, ISBN 3-89771-019-6.
Weblinks
- Liamine Zéroual im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
- Kurzbiografie
Einzelnachweise
<references />
Ahmed Ben Bella | Houari Boumedienne | Rabah Bitat (komm.) | Chadli Bendjedid | Abdelmalek Benhabyles (komm.) | Muhammad Boudiaf | Ali Kafi | Liamine Zéroual | Abd al-Aziz Bouteflika | Abdelkader Bensalah (komm.) | Abdelmadjid Tebboune
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zéroual, Liamine |
| ALTERNATIVNAMEN | اليمين زروال (arabisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | algerischer Präsident (1994–1999) |
| GEBURTSDATUM | 3. Juli 1941 |
| GEBURTSORT | Batna |
| STERBEDATUM | 28. März 2026 |
| STERBEORT | Algier |
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