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Trans World Airlines

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TWA
Trans World Airlines
Das Logo der TWA
Eine Boeing 757-200 der TWA
IATA-Code: TW
ICAO-Code: TWA
Rufzeichen: TWA
Gründung: 1930 (1925 als Western Air Express)
Betrieb eingestellt: 2001
Fusioniert mit: American Airlines
Sitz: St. Louis, Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Drehkreuz: St. Louis,
New York-John-F.-Kennedy
Heimatflughafen: St. Louis
Leitung: William Compton
Vielfliegerprogramm: Aviators Frequent Flyer Program
Flottenstärke: 190
Ziele: National und international
TWA
Trans World Airlines ist 2001 mit American Airlines fusioniert. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor der Übernahme.

Trans World Airlines (Kurzform TWA, ursprünglich Transcontinental and Western Air) war eine US-amerikanische Fluggesellschaft mit Sitz in St. Louis. Sie wurde im April 2001 von American Airlines aufgekauft und mit ihr zusammengelegt.

Geschichte

Gründung

Auf Drängen von Walter Folger Brown, dem damaligen United States Postmaster General, mussten sich die bis dahin selbständigen Fluggesellschaften Western Air Express und Transcontinental Air Transport am 16. Juli 1930 zusammenschließen. Aus der Fusion ging die Transcontinental and Western Air (T&WA) hervor,<ref name="markings">The Pocket Guide to Airline Markings and Commercial Aircraft, David Donald, London 1985</ref> die Flugverbindungen von Küste zu Küste anbot – mit einer Übernachtung in Kansas City, wohin die Gesellschaft 1931 ihren Sitz aus New York verlegte.<ref name=history>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Milestones in TWA History.] Trams World Airlines, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Oktober 2015 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Datei:Douglas DC-1 NC 223Y.jpg
Douglas DC-1, 1934

Howard Hughes

Datei:Lockheed L-049 Constellation, Trans World Airlines (TWA) JP6934491.jpg
Lockheed L-049 Constellation, Flughafen Phoenix 1960

Im Jahr 1939 kaufte Howard Hughes die Gesellschaft auf und machte sie zur größten Fluggesellschaft der Welt. Obwohl er im Unternehmen nie eine offizielle Position bekleidete, bestimmte er in den folgenden 25 Jahre wesentlich den Kurs von TWA.<ref name=history /> Im Jahr 1946 nahm TWA mit einer Lockheed Constellation den Transatlantikverkehr auf der Route New York–GanderShannon–Paris auf, kurz darauf wurden die Ziele Rom, Athen, Kairo, Lissabon und Madrid aufgenommen.<ref name=history /> Damit war TWA neben Pan Am und American Overseas Airlines eine von drei amerikanischen Gesellschaften, die Transatlantikflüge anboten. Um diese neue, interkontinentale Bedeutung zu unterstreichen, wurde die Firma 1950 in Trans World Airlines geändert.<ref name=history />

Von 1954 bis 1958 wurden die meisten Führungspositionen nach New York verlegt; Wartung, Schulung und Verwaltungsbüros verblieben in Kansas City.<ref name=history /> Im Jahr 1957 bezog TWA seinen neuen Wartungsbetrieb am heutigen Kansas City International Airport, nachdem der bisherige am Fairfax Municipal Airport 1951 durch eine Missouri-Flut beschädigt worden war.<ref name=history />

Im Jahr 1961 reichte das Management von TWA eine Klage gegen den mehrheitlichen Besitzer Howard Hughes und die Hughes Tool Company wegen Verstößen gegen den Sherman Antitrust Act und den Clayton Antitrust Act ein.<ref name=history /> Hintergrund war, dass Hughes sich mit dem Management nicht über die Finanzierung der neuen Strahlflugzeuge einigen konnte und überdies kaum erreichbar war. Der Streitwert wurde auf 150 Millionen Dollar festgelegt. 1964 erzielte TWA einen Gesamtumsatz von 575 Millionen US-Dollar und einen Gewinn von 37 Millionen US-Dollar. Im Jahr 1966 verkaufte Hughes die Gesellschaft für 546 Millionen US-Dollar.

Jet-Zeitalter

Datei:Ehemaliges TWA-Terminal am John F. Kennedy International Airport in New York.JPG
Ehemaliges TWA Flight Center (NY)

Das markante TWA Flight Center nach Plänen des Architekten Eero Saarinen am heutigen John F. Kennedy International Airport in New York wurde im Mai 1962 eröffnet, um den steigenden Passagierzahlen gerecht zu werden.<ref name=history /> Im Jahr 1967 wurde die letzte Constellation ausgemustert; TWA war damit die erste US-Fluggesellschaft mit einer reinen Jet-Flotte.<ref name=history /> Zwei Jahre später wurden die ersten Routen über den Pazifik und eine Round-the-World-Verbindung eröffnet.<ref name=history />

TWA diversifizierte in weitere Branchen und gründete dazu am 1. Januar 1979 die Trans World Corporation als neue Dachgesellschaft, in die neben der Fluggesellschaft unter anderem Hilton International, Canteen Corporation, Spartan Food Service und Century 21 Real Estate eingebracht wurden.<ref name=history />

Carl Icahn

Datei:Boeing 727-231-Adv, Trans World Airlines - TWA AN0220938.jpg
Boeing 727-200 der TWA

Im Jahr 1985 kaufte Carl Icahn TWA von der Holding Trans World Corporation. Ein Jahr später wurde Ozark Air Lines übernommen. Im Jahr 1988 wurde TWA (zugunsten Icahns) von der Börse genommen, was die Schulden um 539 Millionen Dollar steigen ließ. Ein Jahr später wurde der Firmensitz von New York City in ein Gebäude Icahns in Mount Kisco im Bundesstaat New York verlegt.<ref name=history /> Im Jahr 1991 verkaufte TWA seine Streckenrechte von New York, Los Angeles, Boston und Chicago nach London für 445 Millionen Dollar an American Airlines. Ein Jahr später musste TWA erstmals Insolvenz nach Chapter 11 anmelden.<ref name=history /> Es folgte der Verkauf weiterer Streckenrechte an USAir sowie die Aufnahme von Verhandlungen mit den drei größten Gewerkschaften, die schließlich für ihre Zugeständnisse einen Anteil von 45 % an TWA erhielten.<ref name=history /> Im Januar 1993 verließ Icahn das Unternehmen und ein von Mitarbeitern, Gewerkschaften und Gläubigern ernanntes Management-Komitee übernahm die Verantwortung.<ref name=history />

Niedergang

Datei:TWA Boeing 767.JPG
Boeing 767 der TWA, Frankfurt/Main

Im Jahr 1994 verlegte TWA ihren Sitz nach St. Louis, Missouri, und nutzte den nahegelegenen Lambert-Saint Louis International Airport als Drehkreuz für Inlandsflüge sowie den John F. Kennedy International Airport als internationales Drehkreuz. Im Jahr 1995 erklärte sich TWA erneut für insolvent. Im Jahr 1998 bestellte TWA 50 Airbus A318 (zur Auslieferung ab 2003) und 50 Boeing 717 (zur Auslieferung ab 2000).<ref>JP airline-fleets international, Edition 1999/2000</ref> Ende Dezember 1999 übernahm TWA die letzte fabrikneue McDonnell Douglas DC-9-83 (MD-83) ab Werk in Long Beach. Im April 2001 übernahm American Airlines die faktisch zahlungsunfähige TWA. Am 1. Dezember 2001 flog TWA zum letzten Mal und ging danach in American Airlines auf.

Nachwirkungen

Datei:TWA Museum und Airline History Museum in Kansas City (USA).jpg
TWA Museum und Airline History Museum in Kansas City

Das TWA Flight Center am Flughafen JFK in New York stand von 2001 bis 2005 leer und wurde danach von JetBlue Airways übernommen. Der neue Besitzer baute es für 800 Mio. Dollar um, die Wiedereröffnung folgte 2008.<ref>Die Terminal 5 Website von Jetblue Airways</ref> TWA machte außerdem in zahlreichen Filmen durch Produktplatzierung mit Flugzeugen, Personal oder Werbetafeln (wie auch der heute ebenfalls nicht mehr bestehende Konkurrent Pan Am) auf sich aufmerksam.

Am Charles B. Wheeler Downtown Airport in Kansas City betreiben ehemalige Mitarbeiter von TWA mit Spendenunterstützung das TWA Museum mit etlichen Memorabilia. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Airline History Museum mit einer original erhaltenen TWA Lockheed Super Constellation.

Als Reminiszenz an die einst bekannte und prestigeträchtige Fluggesellschaft setzt American Airlines eine Boeing 737-800 (N915NN) ein, die das zuletzt gültige Farbkleid der TWA trägt.

TWA in Deutschland

Datei:TWA Boeing 727-100.jpg
Neben Flugzeugen des Typs Boeing 727-200 wurde im Berlin-Verkehr z. B. auch diese Boeing 727-31 (N839TW) eingesetzt.

Aus den USA bzw. auf den Flugstrecken zwischen Westdeutschland und West-Berlin wurden von TWA Berlin-Tegel, München-Riem (später Flughafen München), Hamburg, Stuttgart und Flughafen Frankfurt Main angeflogen. Auf den europaweiten Kurzstrecken von Berlin-Tegel aus (neben den Flügen nach Westdeutschland u. a. auch nach Brüssel und Wien) setzte TWA Maschinen vom Typ Boeing 727 ein. Mit Ausnahme von Frankfurt wurden die Flüge von und nach Deutschland (d. h. bis zum 3. Oktober 1990 Westdeutschland und West-Berlin) 1994 eingestellt. Am 13. Januar 1997 stellte TWA mit dem letzten Flug TWA 741 von Frankfurt nach New York sämtliche Flüge von und nach Deutschland ein.

Vielfliegerprogramm

1979 wurde ein Vielfliegerprogramm namens „Frequent Flyer Bonus Program“ aufgesetzt. Es wurde 1995 durch das neue Vielfliegerprogramm Aviator ersetzt. Damit war TWA nach American Airlines eine der ersten Fluggesellschaften mit einem solchen Kundenbindungsprogramm.

Flotte

Flotte bei Betriebseinstellung

Datei:DC-2TWAoak41 (4423687521).jpg
Douglas DC-2 der TWA, Oakland 1941
Datei:TWA Fairchild C-82 Packet Volpati.jpg
Fairchild C-82 Packet der TWA, Paris-Orly 1970. Diese Maschine wurde zum weltweiten Transport von Ersatztriebwerken eingesetzt.
Datei:Boeing 707-331B, Trans World Airlines - TWA AN0085271.jpg
Boeing 707 der TWA, Los Angeles 1982
Datei:Boeing 747SP-31, Trans World Airlines - TWA AN0613183.jpg
Boeing 747SP der TWA, Paris-Charles de Gaulle 1980

Im Jahr der Betriebseinstellung bestand die Flotte der TWA aus 190 Flugzeugen der folgenden Typen:<ref>Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international 2001. Zürich-Airport 2001, S. 464f.</ref>

Zuvor eingesetzte Flugzeuge

Vorher setzte TWA auch folgende Flugzeugtypen ein:<ref>Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1966–2000.</ref><ref>Jennifer M. Gradidge: The Douglas DC-1/DC-2/DC-3: The First Seventy Years, Volumes One and Two. Tonbridge, Kent, UK: Air-Britain (Historians) Ltd., 2006, ISBN 0-85130-332-3, S. 238.</ref><ref>Bernhard Isidor Hengi, Herausgeber Josef Krauthäuser: Fluggesellschaften Weltweit. Nara-Verlag, Allershausen, 3. Auflage 1997, ISBN 3-925671-23-4, S. 289.</ref>

Zwischenfälle

Von 1950 bis zur Betriebseinstellung 2001 kam es bei Trans World Airlines zu 34 erfassten Totalschäden von Flugzeugen. Bei 18 davon kamen 940 Menschen ums Leben.<ref>Unfallstatistik Trans World Airlines, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 7. März 2019.</ref> Beispiele von Zwischenfällen:

  • Am 12. Oktober 1946 wurde eine Lockheed L-049-46-28 Constellation der TWA (NC86512) auf einem Positionierungsflug am Flughafen Wilmington (Delaware) (Delaware, USA) zerstört, als versucht wurde, sie während des Durchzugs einer Gewitterfront zu landen. Die Flugsicherung hatte davon abgeraten, ebenso wie dann von der Nutzung der nassen und ungeeigneten Landebahn 14. Trotz 14 Knoten Rückenwind bestand der Kapitän darauf. Als er bemerkte, dass die Landebahnlänge nicht ausreichte, wollte er zunächst durchstarten und gab Vollgas. Dann aber brach er auch dies wieder ab und zog das Gas heraus. Das Flugzeug verließ die Bahn, raste durch Bäume und rutschte über eine Landstraße, wobei es mit zwei Autos kollidierte. Es rutschte noch 650 Meter weiter, bis es in Flammen aufging. Alle acht Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen, überlebten den Unfall.<ref>Flugunfalldaten und -bericht L-049 NC86512 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • Am 18. November 1947 kam es mit einer Lockheed L-049-46-26 Constellation der TWA (NC86507) zu einer Bruchlandung am Flughafen Wilmington (Delaware) (Delaware, USA). Die auf einem Trainingsflug befindliche Maschine setzte 40 Meter vor der Landebahn auf und kollidierte mit einem Damm. Sie wurde wieder hochgeschleudert, schlug auf der Landebahn auf und rutschte 390 Meter weiter. Dabei drehte sie sich auf den Rücken, wobei die rechte Tragfläche abriss. Das freigewordenen Flugbenzin führte zu einer Explosion, die das Flugzeug zerstörte. Alle 5 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.<ref>Flugunfalldaten und -bericht L-049 NC86507 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • Am 25. November 1948 geriet eine Lockheed L-049 Constellation der TWA (NC90824) bei der Landung auf dem Flughafen Los Angeles (Kalifornien, USA) plötzlich in eine aufliegende Nebelbank, die vorher nicht erkannt wurde. Das Aufsetzen fiel derart hart aus, dass die Tragflächenstruktur deformiert und das Triebwerk Nr. 4 (rechts außen) so weit nach unten gedrückt wurde, dass dessen Propeller den Boden berührte. Daraufhin brach in diesem Bereich Feuer aus. Nach einer (sinnvollen) Gewaltbremsung kam das Flugzeug 460 Meter nach dem Aufsetzpunkt und 60 Meter links von der Landebahn zum Stehen. Obwohl sofort ein größeres Feuer ausbrach, konnten alle 23 Insassen noch rechtzeitig evakuiert werden. Es war der 7. Totalverlust einer Constellation bei TWA in gut 2 Jahren; weitere 5 folgten noch.<ref>Flugunfalldaten und -bericht L-049 NC90824 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • Am 19. Februar 1955 prallte eine Martin 404 der TWA (N40416) nach dem Start vom Flughafen Albuquerque nach Santa Fé in dichten Wolken gegen den Gebirgszug Sandia, in einer Höhe von rund 3000 Meter und 21 Kilometer nordöstlich des Startflughafens. Die dreiköpfige Besatzung und die 13 Passagiere waren sofort tot. Dies war der erste Totalverlust einer Martin 4-0-4. Der unausgesprochene Verdacht eines erweiterten Selbstmordes durch Flugkapitän Ivan Spong konnte erst in jahrelangen Recherchen der Pilotenvereinigung ALPA ausgeräumt werden. Ursache des Unglücks war ein hängengebliebener Kurskreisel (siehe auch Trans-World-Airlines-Flug 260).<ref>ICAO Aircraft Accident Digest 8, Circular 54-AN/49, Montreal 1958 (englisch), S. 13–15.</ref><ref>Unfallbericht Martin 404 N40416, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 26. August 2017.</ref>
  • Am 1. April 1956 stürzte eine Martin 404 der TWA (N40403) kurz nach dem Start 500 Meter südwestlich des Greater Pittsburgh Airport ab. Nach einer (nur optischen) Feuerwarnung in 30 Metern Höhe wurde das linke Triebwerk abgestellt, wobei der Propeller durch unkoordiniertes Handeln der beiden Piloten in der sehr kurzen zur Verfügung stehenden Zeit nicht in die Segelstellung gebracht wurde. Aufgrund des zu hohen Luftwiderstands kam es zur Bodenberührung. Von den 36 Insassen kamen 22 ums Leben (siehe auch Trans-World-Airlines-Flug 400).<ref>ICAO Aircraft Accident Digest 8, Circular 54-AN/49, Montreal 1958 (englisch), S. 67–71.</ref><ref>Unfallbericht Martin 404 N40403, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 7. März 2019.</ref>
  • Am 15. November 1956 fiel bei einer Martin 404 der TWA (N40404) nach dem Start vom Flughafen Las Vegas-McCarran (Nevada, USA) das Triebwerk Nr. 2 (rechts) aus. Die Maschine wurde mit weit überhöhter Geschwindigkeit angeflogen und sprang nach dem ersten Aufsetzen auf der Landebahn mehrmals wieder in die Luft. Beim Versuch des Durchstartens mit nur einem laufenden Motor schlug die linke Tragfläche auf dem Boden auf. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt, aber alle 38 Insassen überlebten.<ref>Unfallbericht Martin 404 N40404, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Juni 2020.</ref>
Datei:Lockheed L-1649 Constellation TWA.jpg
Lockheed L-1649 Starliner der TWA, 1957, baugleich mit der im Juni 1959 verunglückten Maschine
  • Am 24. November 1959 stürzte eine Lockheed L-1049H Super Constellation der TWA (N102R) in ein Wohngebiet etwa 400 Meter vom Startflughafen Chicago Midway entfernt. Nach Ausfall eines Triebwerks beim Start kehrten die Piloten dorthin zurück und waren nicht in der Lage, eine angemessene Fluglage zu halten. Alle 3 Besatzungsmitglieder des Frachtfluges sowie 8 Menschen am Boden wurden getötet (siehe auch Trans-World-Airlines-Flug 595).<ref>ICAO Aircraft Accident Digest 12, Circular 54-AN/58, Montreal 1963 (englisch), S. 80–83.</ref><ref>Unfallbericht L-1049H N102R, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 22. Dezember 2019.</ref>
Datei:Trans World Airlines (TWA) Lockheed L-1049H Constellation N6937C.JPEG
Lockheed L-1049 Super Constellation der TWA, 1957, baugleich mit den von 1956 bis 1966 verunglückten Maschinen
  • Am 29. Februar 1960 brach bei einer Lockheed L-1049G Super Constellation der TWA (N7101C) während des Starts auf dem Flughafen Chicago-Midway das Hauptfahrwerk zusammen. Alle 60 Insassen, 6 Besatzungsmitglieder und 54 Passagiere, überlebten. Die Maschine wurde zum Totalschaden.<ref>Unfallbericht L-1049G N7101C, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 22. Dezember 2019.</ref>
  • Am 8. November 1960 verunglückte eine Lockheed L-1049G Super Constellation der TWA (N7125C), betrieben für die spanische Iberia, bei der Landung auf dem Flughafen Barcelona-El Prat. Die aus Madrid kommende Maschine berührte gut 30 Meter vor der Landebahn einen Abfallhaufen, verlor die linken Räder, schleuderte von der Bahn herunter und fing Feuer. Alle 71 Insassen, 8 Besatzungsmitglieder und 63 Passagiere, überlebten.<ref>ICAO Aircraft Accident Digest 12, Circular 54-AN/58, Montreal 1963 (englisch), S. 305–308.</ref><ref>Unfallbericht L-1049G N7125C, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 22. Dezember 2019.</ref>
Datei:McDonnell Douglas DC-9-14, Trans World Airlines (TWA) JP5947115.jpg
Douglas DC-9-10 der TWA, 1996, baugleich mit der im März 1967 verunglückten Maschine
Datei:Convair 880 N830TW TWA ORD 24.04.71 edited-3.jpg
Convair CV-880 der TWA, 1971, baugleich mit der am 20. November 1967 verunglückten Maschine
  • Am 6. November 1967 startete eine Boeing 707-131 der Trans World Airlines vom Flughafen Cincinnati in Richtung Los Angeles. Als die Maschine eine neben der Rollbahn stehende Douglas DC-9 der Delta Air Lines passierte, verursachte der Triebwerksschub der DC-9 einen Flammabriss an Triebwerk Nr. 4 der Boeing. Die Besatzung der Boeing leitete einen Startabbruch ein, die Maschine kam jedoch nicht rechtzeitig zum Stehen und rollte über einen Hügel und hob für einen Augenblick ab. Beim Wiederaufsetzen riss das Triebwerk ab und die Maschine schlitterte 100 Meter über die Landebahn hinaus. Der Rumpf brach auseinander und der rechte Flügel riss ab. Die siebenköpfige Besatzung überlebte den Unfall, von den 29 Passagieren kam eine Person ums Leben (siehe auch Trans-World-Airlines-Flug 159).<ref>https://aviation-safety.net/database/record.php?id=19671106-0</ref>
  • Am 26. Juli 1969 simulierte die Besatzung einer Boeing 707-331C der Trans World Airlines auf einem Trainingsflug einen Triebwerksausfall, indem Triebwerk Nr. 4 in den Leerlauf geschaltet wurde. Als bei Erreichen der Entscheidungsflughöhe ein Fehlanflug eingeleitet werden sollte, ließen sich weder die Landeklappen noch das Fahrwerk wieder einfahren. Die Besatzung schaltete die Hydrauliksysteme ab, ohne Triebwerk Nr. 4 wieder aktiviert zu haben. Sie verlor dabei die Kontrolle über die Maschine, welche nach rechts rollte und in einen Sinkflug überging. Das Flugzeug schlug auf dem Boden auf und ging in Flammen auf, die fünfköpfige Besatzung kam ums Leben (siehe auch Trans-World-Airlines-Flug 5787).<ref>https://aviation-safety.net/database/record.php?id=19690726-1</ref>
  • Im September 1970 entführten Terroristen der PFLP insgesamt vier Passagierflugzeuge; eine fünfte Entführung scheiterte. Drei der Maschinen, darunter eine Boeing 707 der TWA, wurden nach Zarqa in Jordanien umgeleitet. Nach einem mehrere Tage währenden Nervenkrieg wurden die Flugzeuge ohne Insassen am 12. September gesprengt.<ref>Entführung einer Swissair-DC-8 nach Zerqa in: NZZ Online vom 5. September 2005</ref> Schließlich kamen alle Geiseln unversehrt frei.
Datei:Boeing 747-156, Trans World Airlines - TWA AN0216739.jpg
Boeing 747-131 der TWA, 1996, baugleich mit der 1996 verunglückten Maschine
  • Am 14. Juni 1985 wurde eine Boeing 727 durch die „Organisation für die Unterdrückten der Welt“, einer Gruppe, die angeblich Verbindungen zur Hisbollah hat, auf dem Flug von Athen (Griechenland) nach Rom (Italien) entführt. Für das Flugzeug einschließlich der Crew und der Passagiere begann daraufhin ein dreitägiger Irrflug durch die Mittelmeerregion, bei dem ein amerikanischer Passagier ermordet wurde. Ein paar Dutzend Passagiere wurden dann bis zu ihrer Freilassung noch zwei Wochen festgehalten (siehe auch TWA-Flug 847).
  • Am 17. Juli 1996 explodierte der Rumpftank einer Boeing 747-131 der Trans World Airlines (N93119) nach dem Start vom Flughafen New York/John F. Kennedy über dem Atlantischen Ozean. Beim Absturz der Maschine kamen 230 Menschen (212 Passagiere, 18 Crewmitglieder) ums Leben (siehe auch TWA-Flug 800).

Siehe auch

Weblinks

Commons: Trans World Airlines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />