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Aversionstherapie

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Die Aversionstherapie (lateinisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)Ekel“, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) „Abneigung“) ist eine Methode der Verhaltenstherapie, die vor allem bei selbstverletzendem Verhalten und Suchtkrankheiten angewandt wird. Die Aversionstherapie basiert auf Prinzipien der Konditionierung. Unerwünschte Verhaltensweisen werden hierbei mit unangenehmen Reizen gekoppelt. Ziel der Therapie ist es, einen positiv bewerteten Stimulus (z. B. Alkoholflasche), der unerwünschtes Verhalten auslöst (z. B. Alkoholkonsum/Verlangen nach Alkohol), mit einem negativen Stimulus (z. B. übelkeiterregende Substanz) zu paaren, um so die positive Valenz des Reizes zu verringern und die Auftretenswahrscheinlichkeit des Problemverhaltens zu reduzieren.<ref name="Sendler">J. Sandler: Aversionsbehandlung. In: Michael Linden, Martin Hautzinger: Verhaltenstherapiemanual. Heidelberg: Springer, 5. Aufl. 2005, S. 111–112, ISBN 3-540-40678-6.</ref>

Übersicht

Der Grundgedanke der Verhaltenstherapie ist, dass unerwünschte Verhaltensweisen erlernt werden und daher auch wieder verlernt werden können. Voraussetzung der Behandlung ist immer eine gründliche Verhaltens- und Problemanalyse sowie die Aufklärung und das Einverständnis des Patienten.

Häufig gebrauchte aversive Reize sind Übelkeit sowie (leichte) elektrische Reize. Andere Möglichkeiten der Aversionsbehandlung sind z. B. das Auszeitverfahren (Time-out-Technik), Verstärkerentzug (vgl. operante Konditionierung) oder Kompensation („overcorrection“) oder z. B. das Benässen mit Wasser.<ref name="Sendler"/> Zudem kann die Assoziation des Problemverhaltens mit aversiven Reizen auch in der Vorstellung durchgeführt werden (verdeckte Sensibilisierung).<ref>W.L. Roth: Verdeckte Konditionierung. In: Michael Linden, Martin Hautzinger: Verhaltenstherapiemanual. Heidelberg: Springer, 5. Aufl. 2005, S. 303–308, ISBN 3-540-40678-6.</ref>

Indikation und Erfolge

Aversionsverfahren gehören heute zu den Verfahren zweiter Wahl und sind nur einzusetzen, wenn ein bestimmtes unerwünschtes Verhalten den Patienten erheblich beeinträchtigt und andere Verfahren sich als erfolglos erwiesen haben.<ref name="Sendler"/>

Für den Einsatz elektrischer Reize liegen die meisten Berichte und die größten Erfolge für z. T. lebensbedrohliches, selbstverletzendes Verhalten vor, wie zum Beispiel Haareausreißen, willentliches Erbrechen oder Kopfschlagen.<ref name="Sendler"/>

Für den Einsatz verdeckter Sensibilisierung siehe dort.

Aversionstherapie in den Medien

Im Roman Uhrwerk Orange von Anthony Burgess, bekannt durch die gleichnamige Verfilmung von Stanley Kubrick, wird ein besonders eindrückliches Beispiel von Aversionstherapie dargestellt: Ein Sexualstraftäter muss sich Gewalt- und Sexvideos ansehen, gleichzeitig bekommt er ein Mittel verabreicht, das Übelkeit verursacht. Die Prozedur, die Burgess Ludovico-Technik<ref>Richard Saage: Utopische Profile: Widersprüche und Synthesen des 20. Jahrhunderts. LIT Verlag Münster, 2001, ISBN 3825854310, S. 318 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Ansgar Nünning, Vera Nünning: Englische Literatur. Springer-Verlag, 2015, ISBN 3-476-05501-9, S. 84 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> nennt und an der Ludovico Medical Facility<ref>Jan Alber: Narrating the Prison: Role and Representation in Charles Dickens' Novels, Twentieth-Century Fiction, and Film. Cambria Press, ISBN 1621968669, S. 114 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Tony Reeves: The Worldwide Guide to Movie Locations. A Cappella, 2001, ISBN 1556524323, S. 90(eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> durchgeführt wird, wird so lange wiederholt, bis ihm beim alleinigen Anblick von Gewalt – auch ohne Medikament – schlecht wird.<ref>Hardy Kettlitz: Die Hugo Awards 1953 - 1984. Memoranda Verlag, 2015, ISBN 3-948-61623-X (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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