Zum Inhalt springen

Florenville

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. Oktober 2024 um 07:39 Uhr durch imported>Aka (Geschichte: Halbgeviertstrich, Abkürzung korrigiert, Leerzeichen nach Punkt eingefügt, typografische Anführungszeichen, Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Florenville
Datei:Florenville wapen.svg Flagge
Florenville (Luxemburg)
Florenville (Luxemburg)
Florenville
Staat: BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Luxemburg
Bezirk: Virton
Koordinaten: 49° 42′ N, 5° 19′ OKoordinaten: 49° 42′ N, 5° 19′ O
 {{#coordinates:49,698333333333|5,31|primary
dim=20000 globe= name=Florenville region=BE-WLX type=city
  }}
Fläche: 146,91 km²
Postleitzahl: 6820–6824
Vorwahl: 061
Website: www.florenville.be
Datei:Florenville JPG000.jpg
Kirche Florenville

Florenville ist eine Gemeinde mit etwa 5500 Einwohnern im Südosten von Belgien in der Wallonischen Region. Die Stadt liegt auf einer Anhöhe, am Ufer der Semois (deutsch Sesbach). Im Südwesten des Gemeindegebietes verläuft die Marche, die hier auch Ruisseau de Williers genannt wird.

Geschichte

Gemeindeteil Chassepierre: Zwischen 710 und 718 soll der Bischof von Verdun hier in „Casam Petriam“ drei Schenkungen bekommen haben. Das haben Bischöfe und Mönche im 10. Jahrhundert aufgeschrieben (Quelle: Regnum Francorum online GestaVirdun 010ff. = MGH SS 4). Während der Regierungszeit König Lothars II. (855–869) müsste das Marienkloster in Aachen hier Besitz bekommen haben, denn eine auch nicht im Original erhaltene „Urkunde“ Kaiser Arnulfs von 888 bestätigt dem Aachener Marienkloster seinen Besitz hier in „Casapetrea“ (Quelle: MGH DD Arn 31 nach einer Abschrift vom Ende des 12. Jh.).

Gemeindeteil Florenville: Nach der belgischen Geschichtsschreibung gehörte der Ort im 11. Jahrhundert den Grafen von Chiny und wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts zu einer „seigneurie“ erhoben. „Man hat keine Spuren dieser Epoche wiedergefunden. ... Der Mittelpunkt hat sich nach Chiny verschoben“, heißt es in der „Historique de Florenville“ (http.chez.com). Es wurden bis heute keine mittelalterlichen Urkunden entdeckt.

Gemeindeteil Fontenoille: Die Geschichte ist nicht erforscht.

Gemeindeteil Lacuisine: Die Frühgeschichte ist nicht erforscht. „... affranchi en 1304 par le comte de Chiny“ heißt es bei Delmelle (s. u.)

Gemeindeteil Muno: Hier wurde 1053 ein Priorat (prieuré) gegründet (Quellen fehlen, das angebliche Gründungsjahr findet sich z. B. bei Delmelle, Abbayes..., 1973). Bis zu seiner Aufgabe im 16. Jahrhundert soll es unbedeutend geblieben sein. Bis heute wichtig geblieben für Touristen und Wallfahrer ist die 1132 im Gemeindeteil Orval gegründete Abtei, deren Neubauten bis heute von Mönchen bewohnt werden. Schutzherren der Abtei wurden die Grafen von Chiny. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts gründete Louis, Comte de Chiny, hier ein herrschaftliches Gut (seigneurie). Im 16. Jahrhundert erbaute die Abtei Orval hier eine Schmiede (forge). Die heutige Kirche entstand um 1874.

Gemeindeteil Sainte-Cécile: Die Geschichte ist noch unerforscht.

Verkehr

Die Gemeinde besitzt seit 1879 einen Bahnhof an der Bahnstrecke Athus–Bertrix-Libramont, die mit französischem Wechselstrom betrieben wird.

Sehenswürdigkeiten

Bekannt ist die Abtei Orval, ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert. Neben den Ruinen wurde auf den Kellern des barocken Neubaus aus dem 18. Jahrhundert ab 1926 ein neues Kloster errichtet, das auch für sein Trappistenbier bekannt ist.

Weblinks

Commons: Florenville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang Arlon | Attert | Aubange | Bastogne | Bertrix | Bouillon | Chiny | Daverdisse | Durbuy | Érezée | Étalle | Fauvillers | Florenville | Gouvy | Habay | Herbeumont | Hotton | Houffalize | La Roche-en-Ardenne | Léglise | Libin | Libramont-Chevigny | Manhay | Marche-en-Famenne | Martelange | Meix-devant-Virton | Messancy | Musson | Nassogne | Neufchâteau | Paliseul | Rendeux | Rouvroy | Sainte-Ode | Saint-Hubert | Saint-Léger | Tellin | Tenneville | Tintigny | Vaux-sur-Sûre | Vielsalm | Virton | Wellin Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein