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Thomaskirche (Leipzig)

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Datei:Saint Thomas church in Leipzig (18).jpg
Die Thomaskirche von Osten (2019)
Datei:Saint Thomas church in Leipzig (3).jpg
Westfront der Thomaskirche (2019)
Datei:Illustrierte Geschichte d. sächs. Lande Bd. II Abt. 1 - 041 - Belagerung Leipzigs 1547 (cropped).jpg
Thomaskirche (1547)

Die Thomaskirche in Leipzig ist – zusammen mit der Nikolaikirche – eine der beiden Hauptkirchen der Stadt und als Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs und des Thomanerchores weltweit bekannt. Sie ist das Gotteshaus der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde St. Thomas.

Geschichte

Datei:Lange SachsenThüringenAnhalt Heft36 1.jpg
Die Kirche 1859
Datei:Fotothek df roe-neg 0001371 001 Burgstraße mit Blick auf Thomaskirche cropped.jpg
Thomaskirche 1949 von Süden mit Notdach auf dem Turm
Datei:Saint Thomas church in Leipzig (4).jpg
Das Mendelssohn-Portal (2019)

Grundmauern einer romanischen Kirche von etwa 1160, als Markgraf Otto der Reiche von Meißen der Burg und dem Burgvorort Libzi das Stadtrecht verlieh, kamen bei archäologischen Grabungen unter dem Chorraum und unter der Vierung zu Tage.<ref name=":6" />

Zwischen 1212 und 1222 wurde diese ältere Marktkirche zur Stiftskirche des neuen Thomasklosters der Augustiner-Chorherren umgebaut. Der Minnesänger Heinrich von Morungen soll dem Kloster anlässlich seines Eintritts eine Reliquie des Hl. Thomas geschenkt haben, die er aus Indien mitgebracht hatte.

Der Thomanerchor wurde bereits 1212 gegründet und ist somit einer der ältesten Knabenchöre Deutschlands. Im Laufe der Geschichte bekleideten immer wieder bedeutende Komponisten und ausübende Musiker das angesehene Amt des Thomaskantors.

Um 1355 baute man den romanischen Chorraum um. Im Jahr 1391 ging die Kirche Sommerfeld vom Kreuzkloster Meißen an die Thomaskirche Leipzig über.<ref>Cornelius Gurlitt: Kirche Sommerfeld. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 16. Heft: Amtshauptmannschaft Leipzig (Leipzig Land). C. C. Meinhold, Dresden 1894, S. 116., abgerufen am 5. April 2021.</ref>

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts gelangte die Handels- und Messestadt Leipzig durch Silberfunde im Erzgebirge zu üppigem Wohlstand. Dadurch konnte man es sich leisten, die Leipziger Kirchen innerhalb von etwa 40 Jahren neu zu bauen oder zumindest zu erweitern. So riss man das alte Kirchenschiff 1482 ab und errichtete es in der großteils bis heute bestehenden Gestalt neu.<ref name=":6">Textheft zur CD: Die neue Bach-Orgel der Thomaskirche zu Leipzig. Querstand 2001 (Erläuterungen von Thomasorganist Ullrich Böhme zur Kirche und zur Orgel).</ref> Die Kirche wurde durch den Merseburger Bischof Thilo von Trotha am 10. April 1496 erneut geweiht. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr sie einige An- und Umbauten; am bedeutendsten ist dabei der 68 m hohe Turm, dessen unterstes Geschoss noch aus der Zeit vor 1355 stammt und der im 14. Jahrhundert den achteckigen Aufsatz erhielt.<ref name=":0" /> 1537 wurde der obere Teil des Turms (Achteck, Welsche Haube mit Laterne) neu gebaut.<ref>Christian Wolff, Martin Petzoldt, Ullrich Böhme, Georg Christoph Biller: Die Thomaskirche Leipzig. Abgerufen am 28. April 2025 (Archivlink).</ref> Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt er seine jetzige Gestalt.<ref name=":0">Bauwerk. 20. Dezember 2019, abgerufen am 5. Januar 2020.</ref>

Der mit einem Aufstieg über 232 Stufen im Rahmen von Führungen zu besichtigende Turm enthielt von alters her die sich über drei Etagen erstreckende Wohnung des Türmers. Diese war von 1533 bis 1917 bewohnt.<ref>Leipzig Erleben | Thomaskirche - Der Turm. Abgerufen am 27. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zu Pfingsten 1539 predigte hier der Reformator Martin Luther.

Die äußere Gestalt der Kirche ist vor allem von Renovierungen und Umbauten des 19. Jahrhunderts geprägt. Nachdem die Kirche 1869 vom Besitz des Rates in die Selbstverwaltung der Kirchengemeinde entlassen worden war, fanden rund 30 Jahre lang historisierende Umbauten an der Außenfassade statt. Unter anderem brach man zwei Kapellenanbauten aus dem 17. Jahrhundert sowie einen langgestreckten Vorbau an der Nordwand des Kirchenschiffs, über den die obere Galerie der damals zweistöckigen Nordempore erreicht werden konnte, ab. Die neogotische Schaufassade am Westgiebel wurde 1884 bis 1889 nach Entwürfen von Constantin Lipsius ausgeführt, während gleichzeitig alle gotischen und renaissancezeitlichen Fassadenelemente sowie die fast gesamte barocke Innenausstattung entfernt wurden.<ref name=":6" /> Erhalten blieben das gegenüber der Kanzel angebrachte Kruzifix sowie die Gemälde der Superintendenten im Chorraum. Auch die vier hohen Fialen an den Ecken und das Apostelportal an der Nordseite des Langhauses sind Zutaten aus dieser Umgestaltung im späten 19. Jahrhundert.<ref name=":1" />

Neben elf Kindern Bachs<ref name=":1" /> wurde u. a. im Jahr 1871 Karl Liebknecht in der Thomaskirche getauft. Schriftliche Taufpaten waren Karl Marx und Friedrich Engels.<ref>Auf diesen Bengel konnten Marx und Engels stolz sein. In: Website FAZ. Abgerufen am 21. November 2021.</ref>

Beim Luftangriff auf Leipzig am 4. Dezember 1943 entstanden Schäden am gesamten Bauwerk. Beim Angriff wurden auch große Teile der die Kirche einst umgebenden Bebauung zerstört, so dass bei den Wiederherstellungen nach Kriegsende weitere Fassadenumgestaltungen notwendig waren. Hierbei ist vor allem der einheitliche Putz zu nennen, während die durch den Abriss der Anbauten gegen Ende des 19. Jh. zu weiten Teilen freigewordenen Fassadenbereiche zuvor nur aus unverputztem Backsteinmauerwerk bestanden hatten.

1949 wurden die mutmaßlichen Gebeine Bachs, der hier von 1723 bis zu seinem Tod 1750 Thomaskantor war, aus der zerstörten Johanniskirche überführt.<ref name=":2">Bayerischer Rundfunk: Was heute geschah – 28. Juli 1949: Bachs Gebeine werden in die Thomaskirche überführt | BR-Klassik. 27. Juli 2020, abgerufen am 23. Oktober 2020.</ref>

Bei der Innenrenovierung von 1961 bis 1964 wurde versucht, das Bauwerk wieder als spätgotische Hallenkirche wirken zu lassen.

Die EKD stellte zwischen 1973 und 1975 die Summe von 466.000 D-Mark bereit, damit über ein Kirchenbauprogramm in der DDR dieselbe Summe in DDR-Mark für Sanierungs-Bauleistungen dieses Sakralbaus verfügbar war.<ref>Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR (Hrsg.): Sonderbauprogramm – Zwischenbericht. Berlin 1976 (mit Kurz-Porträt dieses Bauwerks).</ref>

Nach der deutschen Wiedervereinigung bot sich die Gelegenheit zu einer großangelegten Restaurierung und Instandsetzung, welche mit der Weihe der Woehl-Orgel zum 250. Todestag Johann Sebastian Bachs großteils vollendet war.<ref>Kirche. Abgerufen am 27. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Architektur

Die dreischiffige Hallenkirche hat eine Gesamtlänge von 76 m. Die Länge des Hauptschiffs beträgt 50 m, die Breite 25 m und die Höhe 18 m. Der Chor ist gegen das Langhaus leicht nach Norden abgewinkelt. Das Dach hat einen ungewöhnlich steilen Neigungswinkel von 63° und ist damit eines der steilsten Giebeldächer Deutschlands. Im Inneren verfügt es über sieben Ebenen (Firsthöhe 45 m). Die Decke des Langhauses besteht aus einem farblich abgesetzten Netzrippengewölbe.

Innenraum und Ausstattung

Hauptaltäre

(Quelle:<ref>Die Bau- und Kunstdenkmäler von Sachsen. Stadt Leipzig. Die Sakralbauten. Bd. 2, S. 255–266.</ref>)

Flügelaltar (um 1500–1721)

Ein Schnitzaltar mit Predella und vier Flügeln wurde um 1500 aufgestellt. Valentin Silbermann und Michael Treuding fertigten 1587 Standflügel und Aufsatz. Der Altar befindet sich heute in der Lutherkirche in Plauen. In die damalige Gottesackerkirche wurde er 1722 versetzt.

Bornscher Altar (1721–1888)

Der barocke Portikus-Altar oder Bornsche Altar in der Thomaskirche zu Leipzig war von 1721 bis 1888 dort aufgestellt. Benannt ist er nach dem Mäzen Jacob Born (1638–1709), Präsident des Leipziger Konsistoriums. Die wesentlichen Künstler waren Giovanni Maria Fossati und der Bildhauer Paul Heermann (1673–1732).<ref>Martin Petzoldt: Die Altäre der Thomaskirche zu Leipzig. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2012, ISBN 978-3-374-03061-3, S. 42–51.</ref> Den Marmor zum Bau des Altars stiftete August der Starke. Aus stilistischen Gründen wurde der Altar 1888 entfernt. Nach dem Neubau der Leipziger Johanniskirche durch Hugo Licht wurde ein Großteil des architektonischen Aufbaus im dortigen neobarocken Chorraum als Altar wiederverwendet.<ref>Johanniskirche, Leipzig. In: Zeitschrift für Bauwesen. Band 51.</ref> Als die Kirche infolge des Luftangriffes vom 4. Dezember 1943 ausbrannte, wurde er vernichtet.

Neugotischer Jesus-Altar (1889–1963 und seit 2016)

Der 1888 nach dem theologischen Bildprogramm von Superintendent Oskar Pank unter der Leitung des Architekten Constantin Lipsius (1832–1894) entworfene und errichtete Altar war in den 1960er Jahren in die Südsakristei der Kirche umgestellt worden. Nach zweijähriger Restaurierungsphase, im Zuge derer das Retabel restauriert und ein neuer Altartisch aufgestellt wurden, wurde der Jesus-Altar nach 53 Jahren aus der Petzoldt-Sakristei in den Altarraum der Thomaskirche zurückgeführt. Im Gottesdienst am 28. August 2016 wurde er wieder in Dienst genommen. Die Reliefs sind Darstellungen aus dem Leben Christi, das letzte Abendmahl in der Mitte ist ein Werk von Oskar Rassau (1843–1912).<ref name=":11" />

Sandsteinaltar (1964–1984)

1964 wurde ein vom Bildhauer Werner Hempel aus Sandsteinwerkstücken gefertigter schlichter Stipes eingeweiht. Dieser war vorgesehen als Unterbau für einen spätgotischen Flügelaltar.

Pauliner-Altar (1984–2014)

Der gotische Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert befand sich ursprünglich in der Universitätskirche St. Pauli. Diese wurde 1968 gesprengt. Der Altar konnte gerettet werden und war von 1984 bis zum 25. Oktober 2014 in der Thomaskirche als Altarretabel aufgestellt. Heute befindet er sich wieder im Paulinum, dem Nachfolgebau der Paulinerkirche.<ref>leipzig.de – Der Paulineraltar steht wieder am Augustusplatz (24. Oktober 2014)</ref>

Emporen

Datei:Thomaskirche Leipzig (1815-1884).jpg
Alte Kanzel, diverse Emporen und deutlich niedrigerer Triumphbogen (1881)

1570/71 entstanden die jetzigen, das Kirchenschiff von drei Seiten umschließenden Emporen mit Brüstungen aus Rochlitzer Porphyr unter der Leitung von Hieronymus Lotter. Auf die Westempore wurden 1632 zwei weitere, die Hauptorgel flankierende Holzemporen mit Platz für jeweils zehn Musiker (Stadtpfeifer auf der nordseitigen und Kunstgeiger auf der südseitigen Musikerempore) aufgesetzt. Dazwischen, vor der Orgel, fanden die Sänger des Thomanerchores Platz. Auch auf der Nordempore entstanden im 17. und 18. Jahrhundert diverse hölzerne Aufbauten: Familienkapellen, ein Fürstenstuhl von 1684 und eine weitere Holzempore. Insgesamt bot die Thomaskirche dadurch zur Bach-Zeit 2000 Plätze. Die zahlreichen Holzaufbauten beeinträchtigen den Lichteinfall durch die Nordfenster erheblich; viele davon wurden bei der neogotischen Umgestaltung der Kirche in den 1880er Jahren wieder entfernt und der Fürstenstuhl dem Stadtgeschichtlichen Museum übergeben.<ref name=":1" />

Kanzel

Diese entstand 1885 im Zuge der neugotischen Umgestaltung an einem gegenüber ihrer Vorgängerin um ein Joch nach Osten versetzten Platz. In ihrer Kalksteinbrüstung sind Abbildungen der vier Evangelisten eingemeißelt. Der hölzerne Schalldeckel wurde 1961 während der regotisierenden Renovation abgebaut und im Jahr 2000 wieder aufgesetzt.<ref name=":0" />

Taufstein

Der Taufstein wurde in den Jahren 1614/1615 von Franz Döteber geschaffen. Er ist aus Marmor und Alabaster gefertigt. An ihm sind biblische Szenen dargestellt. 2009 wurde er restauriert.<ref name=":11">B. Taddiken, M. v. Seggern-Mattheis: Thomaskirche - Ort des Glaubens, des Geistes, der Musik. Hrsg.: Ev. - Luth. Kirchgemeinde St. Thomas Leipzig. Druckerei Böhlau, Leipzig, S. 3.</ref> Nach anderen Angaben entstand er schon 1555. Sein Deckel wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.<ref name=":1" />

Epitaphe

In der Kirche befinden sich zahlreiche Grabplatten und Epitaphe, darunter die spätgotischen Grabplatten des Nickel Pflugk († 1482) und des Ritters Hermann von Harras aus Lichtenwalde († 1451), die unter der Südempore links vom Seiteneingang angebracht ist. Im nördlichen Vierungsraum hängt das Epitaph für den Ratsherrn Daniel Leicher von 1612.

Kruzifixe

Datei:Leipzig-ChurchStThomas-Interior.jpg
Kruzifixe über dem Triumphbogen und gegenüber der Kanzel

Beim Kruzifix im Triumphbogen aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden Echthaar und eine Dornenkrone aus echtem Christusdorn verwendet. Es stammt aus der Schlosskirche Altenburg und hängt seit 1968 in St. Thomas.<ref name=":1">Kirche St. Thomas. Abgerufen am 24. März 2023.</ref> Das Kruzifix gegenüber der Kanzel ist ein Werk von Caspar Friedrich Löbert aus der Bachzeit.<ref name=":11" />

Grabstätte von J. S. Bach

Datei:Grave of Johann Sebastian Bach Leipzig 03.JPG
Das Bach-Grab in der Thomaskirche

In der Thomaskirche befinden sich seit 1949 die mutmaßlichen Gebeine von Johann Sebastian Bach. Von einigen modernen Musikwissenschaftlern wird deren Identität in Zweifel gezogen und ein DNA-Vergleich mit den zweifelsfrei erhaltenen Knochen seines Sohns Carl Philipp Emanuel gefordert; ein solcher ist bislang nicht erfolgt.<ref>Are the alleged remains of Johann Sebastian Bach authentic? A critical assessment of the remains analysis. MJA • Volume 190 Number 4 • 16 February 2009, abgerufen am 28. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nach seinem Tod am 28. Juli 1750 wurde J. S. Bach auf dem Spitalfriedhof der Johanniskirche bestattet. Im Zug der im 19. Jahrhundert einsetzenden Bach-Renaissance begann sich eine breite Öffentlichkeit, unter anderem 1836 Robert Schumann,<ref name=":2" /> für die Gebeine und den genauen Ort der Grabstätte Bachs zu interessieren. Daher beauftragte man 1894 den Anatomieprofessor Wilhelm His, aus beim Abbruch der Südwand des Kirchenschiffs der Johanniskirche<ref>Johanniskirche. Abgerufen am 23. Oktober 2020.</ref> exhumierten Knochen die Gebeine Bachs zu identifizieren. His kam dabei zu dem Urteil, dass „die Annahme, daß die am 22. October 1894 an der Johannis-Kirche in einem eichenen Sarge aufgefundenen Gebeine eines älteren Mannes die Gebeine von Johann Sebastian Bach seien“, in hohem Maße wahrscheinlich sei. Im Zuge dieser Exhumierung nahm man Abdrücke vom mutmaßlichen Bach-Schädel.<ref name=":7">Ein Genie - zu 70 Prozent – Der Spiegel 8/2008. Abgerufen am 24. Dezember 2020.</ref> Am 16. Juli 1900 wurden die Gebeine in einem Kalksandsteinsarkophag<ref name=":3">Bach, Johann Sebastian (1685–1750) – Thomaskantor in Leipzig. Abgerufen am 23. Oktober 2020.</ref> in einer Gruft unter dem Altar der Johanniskirche wiederum beigesetzt.<ref name="Bachgrab">Bildtafel „Das Bachgrab in der Thomaskirche“, ausgestellt in der Thomaskirche zu Leipzig. Lokalaugenschein am 9. August 2011.</ref>

Infolge der Bombardierung Leipzigs am 4. Dezember 1943 brannte die Johanniskirche aus. Der Sarkophag mit den mutmaßlichen Gebeinen Bachs blieb unversehrt und wurde im Zuge der am 19. Februar 1949 vorgenommenen Sprengung des Kirchenschiffs<ref name=":3" /> geborgen. Nach Diskussionen über Ort und Gestaltung einer neuen Grabstätte und Protesten von Thomaskantor Günther Ramin und der Bach-Gesellschaft gegen die Pläne der sozialistischen Kulturfunktionäre entschloss man sich 1949, Bach „im Chorraum der Thomaskirche beizusetzen, wo sich die räumlich größte Höhe der Kirche mit ihrem heiligsten Raum schneidet“. Am 28. Juli 1949<ref>Johanniskirchturm e. V. Leipzig. Abgerufen am 23. Oktober 2020.</ref><ref name=":2" /> wurden die Gebeine in die Thomaskirche überführt.

Eine andere Quelle<ref name=":4">Johanniskirchturm Rundblick. Johanniskirchturm e. V., abgerufen am 28. April 2025 (Archivlink).</ref> gibt an, dass die unter Schutt begrabene Gruft erst im Herbst 1949 beim Abbruch des ausgebrannten Johannis-Kirchenschiffs freigelegt wurde. Der Sarg Bachs und der des neben ihm bestatteten Christian Fürchtegott Gellert wurden unversehrt gefunden. Ein aufmerksamer Bauarbeiter bewahrte die beiden Steinsärge vor der Entsorgung auf der Schuttdeponie und brachte die mutmaßlichen Gebeine Bachs zur Thomaskirche. Unmittelbar danach beendete der für Leipzig zuständige Kulturoffizier der sowjetischen Besatzungsmacht mit seiner Anweisung, dass diese Gebeine in St. Thomas bleiben, die vorangegangenen, langwierigen Dispute zwischen dem Rat der Stadt, Johannis- und Thomasgemeinde über den Ort einer künftigen Bach-Grabstätte. Bis zur Überführung von Bachs Sarg im Frühjahr 1950 anlässlich des 200. Todestages in den Chor der Thomaskirche wurde dieser in der Nordsakristei aufbewahrt und Tag und Nacht bewacht; zuerst von der Volkspolizei und danach von Gemeindemitgliedern. Der Kulturoffizier finanzierte die – damals sehr schwer erhältliche – Bronze für die Grabplatte aus seinem Kontingent.<ref name=":4" /> Die neue, nach einem Entwurf des Leipziger Architekten Kunz Nierade in den Stufen zum Chorraum gelegene Grabstätte wurde am 28. Juli 1950, dem 200. Todestag Bachs eingeweiht. Im Zug der von 1961 bis 1964 dauernden Innenrenovierung der Thomaskirche wurde die Grabstätte 1961<ref name=":0" /> unter Verwendung der Bronzeplatte von 1950 in den Chorraum verlegt.<ref name="Bachgrab" />

Kirchenfenster

Die Thomaskirche hatte ursprünglich eine einfache Ornamentverglasung. Erst nach 1889 wurden im Chorraum und an der Südseite farbige Fenster eingesetzt. Bereits zu dieser Zeit war auch ein Felix Mendelssohn Bartholdy gewidmetes Fenster im Gespräch. Seine Realisierung scheiterte damals an antisemitischen Vorbehalten;<ref name=":10" /> es wurde erst 1997 geschaffen. Die fünf Chorfenster schuf Alexander Linnemann aus Frankfurt am Main. Das einzige im Zweiten Weltkrieg zerstörte Chorraumfenster wurde im Jahr 2000 durch das Thomas-Fenster nach einem Entwurf von Hans Gottfried von Stockhausen ersetzt.

Die Fenster auf der Südseite zeigen die folgenden Motive: Gedächtnis-Fenster für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges; König Gustav II. Adolf von Schweden; Johann Sebastian Bach; Martin Luther mit Kurfürst Friedrich dem Weisen von Sachsen (links) und Philipp Melanchthon (rechts); Felix Mendelssohn Bartholdy (seit 1997); Kaiser Wilhelm I. Im Oktober 2009 wurde diese Reihe ergänzt durch das Friedens-Fenster im Entwurf von David Schnell, das an 20 Jahre friedliche Revolution erinnert.<ref>Kirchenführer: Thomaskirche: Ort des Glaubens, des Geistes, der Musik</ref>

In der Silvesternacht 2019/2020 warf ein – inzwischen gefasster – Täter mehrere Fenster der Kirche, darunter das Rosettenfenster über dem Westportal, sowie einige weitere wertvolle vom Ende des 19. Jahrhunderts, mit Pflastersteinen ein.<ref>Thomaskirche in Leipzig: Fensterzerstörer gefasst. Abgerufen am 7. Januar 2020.</ref>

Orgeln

Die Geschichte der Orgeln der Thomaskirche lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Bereits im 15. Jahrhundert verfügte die Thomaskirche über zwei Orgeln. Seit 1889 steht auf der Westempore eine Orgel mit drei Manualen und Pedal von Wilhelm Sauer im romantischen Stil. Sie wurde 1908 auf 88 Register erweitert und ist damit die drittgrößte Orgel in Sachsen. Das viermanualige Instrument mit 61 Registern von Gerald Woehl aus dem Jahr 2000 auf der Seitenempore orientiert sich am mitteldeutschen Orgelbau des 18. Jahrhunderts und ist auf die Darstellung der Orgelwerke von Johann Sebastian Bach ausgerichtet.

Glocken

Datei:Lzg. Thomask. Gloriosa.jpg
Ritzzeichnungen (Gipsabdruck) auf der Gloriosa zeigen Kreuzigung Jesu, Maria Magdalena mit Salbgefäß und den Ungläubigen Thomas.

In den beiden Glockenstuben des Turmes hängen acht Glocken mit einem Gesamtgewicht von 10,8 Tonnen.<ref>Festgottesdienst zum Reformationstag mit feierlicher Glockenweihe. Ev.-luth. Kirchgemeinde St. Thomas Leipzig, 2. November 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. November 2021; abgerufen am 2. November 2021.</ref> Die größte und wertvollste Glocke ist die 1477 entstandene Gloriosa; sie wird nur an hohen Festtagen geläutet. Die 74 cm hohen Ritzzeichnungen, die das Äußere der Glocke zieren, schuf Nikolaus Eisenberg. Die durch die Luftverschmutzung in den DDR-Ballungsgebieten verursachte Korrosion zog die Ritzzeichnungen sehr in Mitleidenschaft.<ref>Claus Peter: Die Glocken des Domes zu Magdeburg. S. 91, abgerufen am 28. April 2025.</ref> Die zweite Glocke wurde 1574 von Wolf Hilliger, und die sogenannte Mönchs- oder Beichtglocke 1634 von Jakob König (Erfurt) gegossen. Die beiden großen Glocken hängen in einem Holzglockenstuhl in der unteren Glockenstube. Die kleinste Glocke des historischen Bestands ist ein Werk des Meisters Christophorus Gros aus dem Jahre 1585. Separat in der Turmlaterne hängt eine Schlagglocke (d1) für die Angabe der Stunden. Sie wurde nach dem Vorbild ihrer Vorgängerin von 1539 in der Glockengießerei Schilling in Apolda gegossen.<ref>Leipzig (D - S) Die Glocken der Thomaskirche (Glockenkonzert). Abgerufen am 3. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ab 1917, als die Osanna (g0) der Nikolaikirche für Kriegszwecke eingeschmolzen wurde, war die Gloriosa für über 100 Jahre die tontiefste Glocke der Stadt. Seit 2019 erklingt eine neue Osanna, ebenfalls mit dem Schlagton g0, vom Nikolaikirchturm. Das in jenem Jahr erheblich vergrößerte Nikolaigeläut ist so konzipiert, dass es mit den vier historischen Glocken der Thomaskirche harmoniert.<ref>mdr.de: Der Klang der Freiheit - Neue Glocken für St. Nikolai (mit Audiodeskription) | MDR.DE. Abgerufen am 19. Januar 2023.</ref>

Im März 2017 berichtete die Leipziger Volkszeitung vom dringend erforderlichen Vorhaben, die historischen Glocken und ihre Glockenstühle umfassend zu restaurieren.<ref>Dominic Welters: Historisches Leipziger Geläut braucht eine Kur. In: Leipziger Volkszeitung. 15. März 2017, abgerufen am 28. Februar 2022.</ref> Zudem war die Singfreudigkeit des Geläuts durch die Aufhängung an gekröpften Stahljochen stark beeinträchtigt. Ende Mai 2020 war der erste Bauabschnitt beendet. Die beiden großen Glocken erhielten neue, gerade Holzjoche, wurden gereinigt und mit neuen Klöppeln und neuen Läuteantrieben ausgestattet.<ref name=":8">Das Glockenprojekt (2019 - 2021). Abgerufen am 21. Januar 2023.</ref>

2020/21 entstanden in der Glockengießerei Bachert vier neue Glocken, für deren Inschriften Texte aus den Motetten von Johann Sebastian Bach ausgesucht worden sind. Diese Geläuteergänzung folgt musikalisch-liturgischen sowie denkmalpflegerischen Erwägungen: Die klanglichen Möglichkeiten und die liturgische Differenzierbarkeit werden erweitert, die wertvollen alten Glocken entlastet.<ref>Neuer Klang in Leipzig: Thomaskirche erhält vier neue Glocken. In: Sachsen Fernsehen. 27. Oktober 2021, abgerufen am 2. November 2021.</ref> Der Stahlglockenstuhl in der oberen Glockenstube wurde durch einen hölzernen ersetzt. Er trägt nun die Glocken von 1585 und 1634 und die vier neuen Klangkörper. Am Reformationstag 2021 wurde das neugestaltete Geläut in Dienst genommen.<ref name=":8" />

Tabellarische Übersicht über die Glockendaten:

Glocke Name Gussjahr Gießer Durchmesser Gewicht Schlagton
(16tel)
1 Gloriosa 1477 Theodericus Reinhard 2040 mm 5200 kg A°−3
2 Hilliger- oder Mittel-Glocke 1574 Wolf Hilliger 1725 mm 3100 kg c′−5
3 Mönchs- oder Beichtglocke 1634 Jakob König (Erfurt) 1342 mm 1350 kg d′−7
4 Neue Gebetsglocke<ref name=":9">Neue Glocken für Leipziger Thomaskirche erklingen erstmals. In: evangelisch.de. 27. Oktober 2021, abgerufen am 2. November 2021.</ref> 2020 Gießerei Albert Bachert 406 kg c″
5 Sakramentsglocke 2021 Gießerei Albert Bachert 234 kg e″
6 Alte Gebetsglocke 1585 Christophorus Gros 665 mm 211 kg f″−6
7 Motettenglocke 2021 Gießerei Albert Bachert 166 kg g″
8 Kasualglocke 2021 Gießerei Albert Bachert 144 kg a″

Daten der neuen Glocken:<ref>Daten aus Flyer: Bach Freunde Fördern Kirche, Heike Rubitzsch</ref>.

Datei:Leipzig-Thomaskirchhof-von-Süden-IMG 3152-11x3B-360Gx180G-PanoS-10-10-2022.jpg
Kugelpanorama der Südseite mit neuem Bachdenkmal und historischen Gebäuden (2022)
Als Kugelpanorama anzeigen
Datei:Statue of J.S. Bach in Leipzig.jpg
Bach-Denkmal vor der Südseite der Kirche

Außenbereich

Vor dem Seiteneingang der Thomaskirche steht ein Denkmal für Johann Sebastian Bach des Bildhauers Carl Seffner aus dem Jahr 1908.<ref name=":7" /> Ein älteres Bach-Denkmal, das mit Unterstützung Felix Mendelssohn Bartholdys 1843 geschaffen wurde, befindet sich in den Grünanlagen vor dem Haupteingang, ebenso ein Denkmal für Mendelssohn. An der Nordwestecke der Kirche ist eine Gedenktafel für Johann Adam Hiller angebracht, die aus einem früheren Denkmal stammt.

Personen

Geistliche (1. Pfarrerstelle)

  • 1546: Georg Mohr
  • 1549: Erasmus Scherer
  • 1553: George Hala
  • 1557: Justus Menius
  • 1559: Heinrich Salmuth
  • 1565: Heinrich Salmuth
  • 1589: Christoph Gundermann
  • 1592: Georg Weinrich
  • 1617: Polycarp Leyser
  • 1633: Johann Höpner
  • 1633: Christian Lange
  • 1657: Johann Hülsemann
  • 1657: Abraham Teller
  • 1659: Martin Geyer
  • 1667: Johann Ulrich Mayer
  • 1679: Johann Benedikt Carpzov
  • 1699: Gottlob Friedrich Seeligmann
  • 1708: Immanuel Horn
  • 1714: Christian Weiß d. Ä.
  • 1737: Friedrich Wilhelm Schütz
  • 1739: Urban Gottfried Sieber
  • 1741: Gottlieb Gaudlitz
  • 1745: Romanus Teller
  • 1750: Johann Christian Stemler
  • 1870: August Julius Oskar Günther
  • 1883: Johannes Theodor Oskar Pank
  • 1925: Heinrich Oskar Gerhard Hilbert
  • 1936: Heinrich Eduard Schumann
  • 1953: Herbert Alfred Stiehl
  • 1954: Richard Hans Krauspe
  • 1958: Johannes Hempel
  • 1962: Helmut Tschoerner
  • 1964: Ulrich Küh
  • 1964: Christoph Wetzel
  • 1969: Michael Meckert
  • 1985: Christoph Wartenberg<ref>Pfarrerbuch Sachsen - Suche nach Orten. Abgerufen am 28. April 2025.</ref>

Thomaskantoren

Thomasorganisten

Ort der Musik

In der Thomaskirche treten regelmäßig der Thomanerchor und das Gewandhausorchester auf: Freitags um 18:00 Uhr, samstags um 15:00 Uhr in der Motette und sonntags im Gottesdienst um 9:30 Uhr. Zu besonderen Anlässen und Festtagen werden Thomaskonzerte vorwiegend mit Werken von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy ausgeführt.

In der Kirche wurden viele Werke Johann Sebastian Bachs uraufgeführt. Nachdem Bachs Werke in Leipzig weitgehend in Vergessenheit geraten waren, begann Mendelssohn damit, sie wieder aufzuführen, und begründete damit die Tradition der Leipziger Bachpflege.

Auch einige Werke anderer Komponisten wurden hier uraufgeführt, beispielsweise die Sinfoniekantate Lobgesang von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Förderverein

Datei:Leipzig (Rathausturm, Neues Rathaus) 11 ies.jpg
Blick vom Turm des Neuen Rathauses auf die Thomaskirche

Der Thomaskirche – Bach e. V. wurde 1997 auf Initiative von Sup. Johannes Richter gegründet. Seitdem hat er die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Thomas mit 5,5 Millionen Euro unterstützt. Der Förderverein zählt mittlerweile über 350 Mitglieder weltweit.

Die Ziele des Vereins sind die Förderung der Erhaltung der Thomaskirche, des Thomashauses (Nachfolgegebäude der alten Thomasschule) und die Pflege der Kirchenmusik, insbesondere des Werkes Johann Sebastian Bachs. Dem Engagement des Fördervereins ist es u. a. zu verdanken, dass die Thomaskirche Leipzig anlässlich des 250. Todestages von Johann Sebastian Bach vollständig restauriert werden konnte. Mit den Spenden, die der Verein akquiriert, hilft er, die Thomaskirche als Ort des Glaubens, des Geistes und der Musik zu erhalten und verschiedene Projekte zu finanzieren. Dazu gehörten die Sanierung der beiden Orgeln sowie die Rückführung des neugotischen Jesus-Altars an seinen ursprünglichen Platz im Altarraum der Thomaskirche. Im Oktober 2017 initiierte der Thomaskirche – Bach e. V. eine Spendenkampagne zur Restaurierung und Erweiterung des historischen Geläuts der Thomaskirche.

Weiterhin wurde der „Thomasshop“ bzw. die Thomaskirche-Bach-2000-Marketing-GmbH gegründet. Die Verkaufserlöse des „Thomasshops“ kommen der Thomaskirche zugute.

Tonträger

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 mit Barbara Schlick, Christoph Pregardien und anderen, Thomanerchor, Gewandhausorchester Leipzig, Leitung: Georg Christoph Biller, Label: Philips, 1998

Siehe auch

Literatur

  • Cornelius Gurlitt: Thomaskirche. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 17. Heft: Stadt Leipzig (I. Theil). C. C. Meinhold, Dresden 1895, S. 40.
  • Carl Niedner: Das Patrozinium der Augustiner-Chorherren-Stiftskirche St. Thomae zu Leipzig. Untersuchungen zur Frühgeschichte der Bach-Kirche und der Leipziger Altstadt. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1952.
  • Heinrich Magirius: Ev.-luth. Stadtpfarrkirche St. Thomas. In: Die Bau- und Kunstdenkmäler von Sachsen. Stadt Leipzig. Die Sakralbauten. Band 1. Deutscher Kunstverlag, München 1995, ISBN 3-422-00568-4, S. 153–335.
  • Gunter Hempel: Episoden um die Thomaskirche und die Thomaner. Tauchaer Verlag, Taucha 1997, ISBN 3-910074-67-7.
  • Stefan Altner: Thomanerchor und Thomaskirche. Historisches und Gegenwärtiges in Bildern. Tauchaer Verlag, Taucha 1998, ISBN 3-910074-84-7.
  • Martin Petzoldt: St. Thomas zu Leipzig. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2000, ISBN 3-374-01842-4.
  • Christian Wolff: Die Thomaskanzel. Orientierung zwischen Zweifel und Gewissheit. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004, ISBN 3-374-02122-0.
  • Christian Wolff (Hrsg.): St. Thomas Church in Leipzig. A Place of Faith, Spirit and Music. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004, ISBN 3-374-02190-5.
  • Christian Wolff (Hrsg.): Die Thomaskirche zu Leipzig. Ort des Glaubens, des Geistes, der Musik. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004, ISBN 3-374-02169-7.
  • Christian Wolff (Hrsg.): Die Orgeln der Thomaskirche zu Leipzig. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2005, ISBN 3-374-02300-2.
  • Textheft zur CD Die neue Bach-Orgel der Thomaskirche zu Leipzig.
  • Alberto Schwarz: Das Alte Leipzig – Stadtbild und Architektur. Beucha 2018, ISBN 978-3-86729-226-9, S. 85 ff.
  • Cornelius Gurlitt: Die Predigerhäuser der Thomaskirche. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 18. Heft: Stadt Leipzig (II. Theil). C. C. Meinhold, Dresden 1896, S. 383.

Weblinks

Commons: Thomaskirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 20′ 21,5″ N, 12° 22′ 21,3″ O

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Einzelnachweise

<references responsive> <ref name=":10">Peter Bubmann, Hans Dickel: Ästhetische Bildung in der Erinnerungskultur. transcript Verlag, 2014, ISBN 978-3-8394-2816-0, S. 126 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 6. November 2021]).</ref> </references>

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