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Michael Greis

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Michael Greis Vorlage:SportPicto
Michael Greis beim Weltcup in Trondheim (2009)
Verband DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtstag 18. August 1976 (49 Jahre alt)
Geburtsort FüssenBR Deutschland
Karriere
Beruf Biathlontrainer
Verein SK Nesselwang
Trainer Fritz Fischer
Aufnahme in den
Nationalkader
Deutschland
Debüt im Weltcup 28. Februar 2001
Weltcupsiege 21 (11 Einzelsiege)
Status zurückgetreten
Karriereende 5. Dezember 2012
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 3 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 3 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 6 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Gold 2006 Turin Einzel
Gold 2006 Turin Massenstart
Gold 2006 Turin Staffel
 Biathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2004 Oberhof Staffel
Silber 2005 Hochfilzen Einzel
Bronze 2005 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
Gold 2007 Antholz Massenstart
Silber 2007 Antholz Einzel
Bronze 2007 Antholz Staffel
Gold 2008 Östersund Mixed-Staffel
Bronze 2008 Östersund Staffel
Bronze 2009 Pyeongchang Mixed-Staffel
Bronze 2009 Pyeongchang Staffel
Silber 2011 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
Bronze 2012 Ruhpolding Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 1. (2006/07)
Einzelweltcup 1. (2004/05, 2005/06,
     2008/09)
Sprintweltcup 1. (2006/07)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 3 3 2
Sprint 4 7 4
Verfolgung 2 1 3
Massenstart 2 1 2
Staffel 10 8 12
 

Michael „Michi“ Greis (* 18. August 1976 in Füssen) ist ein ehemaliger deutscher Biathlet und heutiger Biathlontrainer.

Greis gewann drei Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen 2006 sowie drei Mal Gold bei Weltmeisterschaften. Außerdem konnte er in der Saison 2006/07 den Gesamtweltcup für sich entscheiden. Der Hauptfeldwebel war Mitglied der Sportfördergruppen der Bundeswehr. Am 5. Dezember 2012 erklärte Greis seinen Rücktritt vom Leistungssport.

Kindheit und Ausbildung

Der Sohn eines Bestattungsunternehmers wuchs in Nesselwang im Allgäu auf. Michael Greis hat eine ein Jahr ältere Schwester, die selbst Biathlon betrieb. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Kommunikations-Elektriker (Fachrichtung Informationstechnik), worauf das Fachabitur an einem Telekolleg folgte.<ref name="Munzinger"/>

Ein begonnenes Studium im Fach Internationales Management an der Fachhochschule Ansbach schloss Greis, wegen des großen Zeitaufwands, nicht ab.<ref name="Munzinger">Michael Greis. In: Internationales Sportarchiv 40/2011 vom 4. Oktober 2011, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 11/2012 (abgerufen via Munzinger Online).</ref>

Sportliche Karriere

Anfänge und Etablierung im Weltcupteam

Michael Greis begann als alpiner Skiläufer, ehe er im Alter von elf Jahren beim SK Nesselwang zum Skilanglauf wechselte. Gemeinsam mit älteren Sportlern lernte er dort später unter Anleitung des früheren Weltklasseathleten Andreas Schweiger den Biathlonsport kennen, bei dem er blieb. Im Alter von 20 Jahren erhielt Greis eine Bataillonsstelle bei der Bundeswehr und fing ab 1996 in Ruhpolding an, unter Fritz Fischer zu trainieren. Bereits ein Jahr später belegte Greis bei den deutschen Meisterschaften einen dritten Platz.<ref name="Munzinger"/>

Nach guten Resultaten im Europacup sowie dem Sieg mit der Staffel und dem zweiten Platz in der Verfolgung bei den Europameisterschaften 2001 in Haute-Maurienne wurde Michael Greis Ende der Saison 2000/01 erstmals im Biathlon-Weltcup eingesetzt. Bei der olympischen Generalprobe im US-amerikanischen Soldier Hollow lief er seine ersten Weltcup-Rennen. Nach einem 66. Platz in seinem allerersten Rennen überraschte der Allgäuer mit zwei sechsten Plätzen im Sprint und der Verfolgung. In den folgenden Wochen kam Greis zu sporadischen Einsätzen, erreichte jedoch keine nennenswerten Platzierungen. Erstmals intensiver auf sich aufmerksam machte Greis im Januar 2002 in Oberhof, als er in Sprint und Verfolgung die Plätze 7 und 5 belegte. Eine Woche später erreichte er hinter dem Franzosen Raphaël Poirée mit dem zweiten Platz im Sprint von Ruhpolding seine erste Podestplatzierung.

Ab diesem Zeitpunkt gehörte Greis zum festen Weltcupkader und wurde auch bei den Olympischen Winterspielen 2002 eingesetzt. Dort erreichte er in Sprint und Verfolgung die Plätze 15 und 16. Nach den Olympischen Spielen wurde Greis in Östersund wie bereits in Ruhpolding erneut Zweiter im Sprint, diesmal hinter seinem Mannschaftskollegen Sven Fischer. Seine zweite Weltcup-Saison beendete Greis als 17. des Gesamtweltcups.<ref name="ProfilGreis"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 4. Februar 2008 im Internet Archive)</ref> In der Saison 2002/03 war Greis erstmals von Saisonbeginn an bei jeder Weltcupstation am Start. Obwohl er wesentlich mehr Rennen bestritt als in der Vorsaison, gelangen ihm nur zwei Top-10-Platzierungen, davon ein 5. Platz bei der letzten Weltcupstation in Östersund. Bei den Weltmeisterschaften 2003 startete Greis lediglich im Sprint, wo er mit einem 29. Platz ebenfalls nicht überzeugen konnte. Als 26. des Gesamtweltcups verschlechterte er sich im Vergleich zum Vorjahr<ref name="ProfilGreis" />. Ein Erfolg in dieser Saison war für Greis aber gemeinsam mit Martina Glagow der Gewinn der erstmals in der Arena Auf Schalke in Gelsenkirchen ausgetragenen World Team Challenge.

Erste Erfolge bei Weltmeisterschaften

Wesentlich erfolgreicher verlief für den Allgäuer hingegen die Saison 2003/04. Beim Weltcup in Pokljuka im Januar 2004 wurde Greis im Massenstart Dritter und musste sich nur hauchdünn den beiden Norwegern Halvard Hanevold und Ole Einar Bjørndalen geschlagen geben. Zwei weitere Platzierungen unter den besten zehn Athleten erreichte Greis beim vor den Weltmeisterschaften stattfindenden Weltcup in Antholz. Durch die Plätze 5 im Sprint und 9 in der Verfolgung bei den Weltmeisterschaften 2004 in Oberhof empfahl sich Greis, der zuvor erst drei Mal in einer deutschen Staffel im Weltcup eingesetzt worden war, für das Staffelrennen. Gemeinsam mit Frank Luck, Ricco Groß und Sven Fischer wurde Michael Greis als Schlussläufer Weltmeister mit der deutschen Biathlonstaffel, die bei 40 Schüssen lediglich zwei Nachlader benötigte<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>. Auch die Rennen nach den Weltmeisterschaften verliefen für Greis recht erfolgreich, im amerikanischen Fort Kent gelang ihm zum dritten Mal in seiner Karriere ein zweiter Platz in einem Weltcuprennen. Beenden konnte Greis die Saison als 13. des Gesamtweltcups<ref name="ProfilGreis" />, er erreichte mehr als doppelt so viele Weltcuppunkte wie in der Vorsaison.

In der Saison 2004/05 konnte Greis sich weiter steigern. Anfang Dezember gelang es ihm in Oslo mit den Plätzen 6, 5 und 9 zum ersten Mal in seiner Karriere, alle drei an einem Weltcup-Ort ausgetragenen Rennen unter den Top 10 zu beenden. Ebenso gelang es Greis in dieser Saison auch regelmäßig, sich unter den Top 30 zu platzieren und somit Weltcuppunkte zu erlangen. Im Februar 2005 gewann Greis bei der olympischen Generalprobe in San Sicario bei Cesana Torinese (Italien) sein erstes Weltcuprennen: Im Einzel siegte er mit einer fehlerfreien Schießleistung vor den drei Russen Sergei Tschepikow, Sergei Roschkow und Iwan Tscheresow<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 11. Juli 2006 im Internet Archive)</ref>. Bei den Weltmeisterschaften im März 2005 in Hochfilzen gewann Greis mit einem Rückstand von nur knapp zehn Sekunden auf den Tschechen Roman Dostál Silber im Einzelrennen über 20 Kilometer<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>, seine erste Einzelmedaille bei Großereignissen. Auch die weiteren WM-Rennen verliefen für ihn mit den Plätzen 6 im Sprint, 5 in der Verfolgung sowie 10 im Massenstart erfolgreich. Obwohl Greis auch in der Staffel eine gute Einzelleistung zeigte, reichte es aufgrund der schwächeren Ergebnisse der übrigen drei Athleten nur zu einem 6. Platz<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>. Beenden konnte Greis die Saison als Gesamtneunter und damit erstmals unter den besten zehn Athleten der Gesamtwertung<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>, mit dem Einzel-Disziplinenweltcup gewann er auch seine erste Weltcupwertung. Darüber hinaus gewann Greis zum Abschluss dieser Saison gemeinsam mit Uschi Disl, Kati Wilhelm und Ricco Groß die Bronzemedaille in der Mixed-Staffel<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 25. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>. Im Sommer 2005 siegte er außerdem beim erstmals ausgetragenen City-Biathlon in Püttlingen.

Triumph bei Olympia 2006

Nachdem die deutschen Athleten die erste Weltcupstation zur Vorbereitung ausgelassen hatten, begann die Saison 2005/06 für Michael Greis überaus erfolgreich. Gleich in seinem ersten Saisonrennen erreichte er Anfang Dezember in Hochfilzen Platz 3 im Einzel, eine Woche später dreimal Platz 4 in Osrblie. Zu Beginn des Jahres 2006 gelangen ihm mit Platz 4 in Oberhof, Platz 3 in Ruhpolding sowie Platz 6 in Antholz weitere gute Ergebnisse, sodass er zwischenzeitlich auf dem zweiten Platz des Gesamtweltcups lag<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>.

Der bis zu diesem Zeitpunkt größte Erfolg seiner Karriere gelang Michael Greis am 11. Februar 2006 zum Auftakt der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin, als er im Einzel über 20 km erster Olympiasieger der Spiele wurde<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 6. Februar 2007 im Internet Archive)</ref>. Mit nur einem Schießfehler beim ersten Stehendschießen sowie der drittschnellsten Laufzeit konnte er sich vor dem Norweger Ole Einar Bjørndalen behaupten. Dies war der zweite Sieg in der Karriere von Michael Greis, an gleicher Stelle, an der er im Jahr 2005 auch seinen ersten feiern konnte. Nach einem unbefriedigenden 33. Platz im drei Tage später stattfindenden Sprintrennen konnte sich Greis in der Verfolgung noch bis auf Rang 8 nach vorne kämpfen.

Die deutsche Staffel galt, nachdem sie drei von vier Saisonrennen gewonnen hatte, auch bei den Olympischen Spielen als Favorit. Gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen Ricco Groß, Michael Rösch und Sven Fischer sicherte sich Michael Greis am 21. Februar 2006 mit der deutschen Staffel den Sieg vor Russland und Frankreich<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 6. Februar 2007 im Internet Archive)</ref> und gewann damit sein zweites Olympiagold. Greis war der achte Biathlet, dem es gelang, sowohl olympisches Einzel- als auch Staffelgold zu erreichen. Am 25. Februar 2006 gewann Michael Greis im erstmals olympischen Massenstartrennen über 15 km seine dritte Goldmedaille bei diesen Spielen vor dem Polen Tomasz Sikora und dem norwegischen Favoriten Ole Einar Bjørndalen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 6. Februar 2007 im Internet Archive)</ref>. Damit ist Greis der erste deutsche Olympiateilnehmer, der im Verlauf ein und derselben Olympischen Winterspiele drei Goldmedaillen gewinnen konnte. Bei Olympia 2006 war nur der südkoreanische Shorttrack-Läufer Ahn Hyun-soo erfolgreicher, der dreimal Gold und einmal Bronze gewinnen konnte. Da Greis nach den Olympischen Spielen nur noch beim Sprint in Pokljuka am Start war und bei den letzten acht Saisonrennen aufgrund von Zahnproblemen nicht antrat, fiel er im Gesamtweltcup vom 3. Platz, den er nach Olympia belegt hatte, noch auf den 10. Platz zurück<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>. In dieser Weltcup-Phase wurden jedoch keine Einzelrennen mehr ausgetragen, sodass Greis bereits wie in der Vorsaison als Gewinner des Einzel-Disziplinenweltcups feststand.

Gesamtweltcupsieger der Saison 2006/07

Datei:Michael Greis.jpg
Greis im Februar 2007

Die Saison 2006/07 begann mit zwei dritten Plätzen zum Auftakt in Östersund sowie dem zweiten Platz im Sprint von Hochfilzen für Michael Greis sehr erfolgreich. Trotzdem stand er im Schatten von Ole Einar Bjørndalen, der die ersten fünf Saisonrennen allesamt gewinnen konnte, bei den als Ersatz für Osrblie eine Woche später erneut in Hochfilzen ausgetragenen Weltcups jedoch nicht am Start war. Sein erster Weltcupsieg der Saison 2006/07 gelang Michael Greis beim Sprintrennen in Hochfilzen am 14. Dezember 2006, durch einen 9. Platz im zweiten Sprintrennen übernahm Greis erstmals in seiner Karriere das Gelbe Trikot des Weltcupführenden<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>. Von den deutschen Sportjournalisten wurde Greis im Dezember als erster Biathlet überhaupt zum Sportler des Jahres 2006 gewählt.

Das erste Rennen im Jahr 2007 in Oberhof war auch das erste Rennen in seiner Karriere, bei dem Michael Greis im Gelben Trikot antrat. Er erreichte im Sprint den 2. Platz hinter dem Russen Nikolai Kruglow. Durch einige etwas schwächere Resultate verlor Greis das Gelbe Trikot in Ruhpolding an Bjørndalen, konnte es sich jedoch in Pokljuka zurückerobern, da der Norweger auch diese Weltcupstation ausließ.

Die Biathlon-Weltmeisterschaften 2007 in Antholz begannen mit den Plätzen 19 im Sprint und 12 in der Verfolgung für Michael Greis zunächst unbefriedigend. In den weiteren Rennen der WM konnte Greis sich jedoch steigern. Im Einzelrennen über 20 Kilometer holte er hinter dem Franzosen Raphaël Poirée Silber, mit der Staffel gewann er die Bronzemedaille. Im abschließenden Massenstartrennen gewann er mit der besten Laufzeit trotz zweier Schießfehler im ersten Stehendschießen Gold vor seinem Mannschaftskollegen Andreas Birnbacher<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>, womit er seinen Medaillensatz von Antholz komplettieren konnte. Mit dieser Einzelgoldmedaille ist Michael Greis nach den beiden Deutschen Mark Kirchner und Sven Fischer, den zwei Norwegern Halvard Hanevold und Ole Einar Bjørndalen sowie dem Russen Nikolai Kruglow der sechste Biathlet, der sowohl bei Weltmeisterschaften als auch bei Olympischen Winterspielen Einzel- und Staffelgold gewinnen konnte.

Beim ersten Weltcupwochenende nach den Weltmeisterschaften im finnischen Lahti war Bjørndalen erneut nicht am Start, sodass Greis seinen Vorsprung auf den Norweger im Gesamtweltcup ausbauen konnte. Bei der vorletzten Weltcupstation in Oslo gingen die Podestplätze in den drei Rennen fast ausnahmslos an Greis, Poirée und Bjørndalen, die somit vor den letzten Weltcuprennen im russischen Chanty-Mansijsk eng beieinander an der Spitze der Gesamtwertung lagen. Poirée beendete jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt seine Weltcupkarriere. Nachdem Bjørndalen im Sprintrennen von Chanty-Mansijsk nur Platz 48 belegt hatte, reichte Greis in der Verfolgung ein 16. Platz, um sich bereits vorzeitig den Gewinn des Gesamtweltcups zu sichern, im letzten Saisonrennen belegte er im Massenstart hinter dem Russen Iwan Tscheresow den zweiten Platz.

Nach dem Gesamtweltcup-Sieg von Sven Fischer im Jahr 1999 war der Erfolg von Greis nach acht Jahren der erste Gesamtweltcupsieg, der nicht an Raphaël Poirée oder Ole Einar Bjørndalen ging. Zwei Tage zuvor wurde Greis bereits die kleinere Kristallkugel für den Gewinn des Sprint-Disziplinweltcups überreicht. Greis profitierte jedoch davon, dass sein Konkurrent Ole Einar Bjørndalen knapp ein Drittel der Saisonrennen ausgelassen hatte. Während Bjørndalen elf Rennen für sich entscheiden konnte, gewann Greis im Verlauf der Saison nur zwei Saisonrennen. Trotzdem lag Greis, der alle Saisonrennen mitgelaufen war, mit 794 Punkten am Ende 58 Punkte vor dem Norweger<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>.

Von den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver bis zum Rücktritt

Michal Greis konnte in keinem der vier Einzelwettbewerbe der Olympischen Winterspiele 2010 einen Podestplatz erreichen (Fünfter in der Verfolgung und Staffel, Zehnter in Einzel und Massenstart und 21. im Sprint), war aber dreimal bester deutscher Starter im Biathlonteam der Männer.<ref>stern.de: Olympia in Vancouver: Norweger düpieren Greis und Co.</ref><ref>eurosport.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vancouver 2010 – Ferry vorneweg, Greis gut dabei (Memento vom 19. Februar 2010 im Internet Archive)</ref><ref>15km Mass Start Results</ref> Die Saison 2011/12 begann mit durchwachsenen Leistungen, nach etwa einem Drittel der Saison fiel Greis für den Rest der Saison aus gesundheitlichen Gründen aus. Für die folgende Saison versuchte er sich noch einmal heran zu kämpfen, kam aber beim Saisonauftakt in Östersund nicht unter die besten 60 des Einzels. Während des Rennens reifte der Entschluss zum Rücktritt, die beiden folgenden Rennen bestritt er schon nicht mehr. Am 5. Dezember 2012 trat Greis vom Biathlonsport zurück.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biathlon-Olympiasieger Greis tritt zurück (Memento vom 29. März 2014 im Internet Archive) zeit.de, abgerufen am 5. Dezember 2012</ref> Nach dem Rücktritt wollte sich Greis intensiver seinem Studium widmen.

Nach dem Leistungssport

Von Mitte 2016 bis Anfang 2018 war Michael Greis als Trainer für die Schweizer Nachwuchsbiathleten auf der Lenzerheide zuständig. In der Saison 2018/19 betreute er als Cheftrainer die US-amerikanische Biathlonmannschaft der Herren. Seine Aufgabe war unter anderem, in Lake Placid eine junge Mannschaft aufzubauen.<ref>Michael Greis wird Biathlon-Cheftrainer der USA auf spiegel.de, abgerufen am 1. Mai 2018</ref> Bereits nach einem Jahr wechselte er als Cheftrainer zur polnischen Damenmannschaft.<ref>Deutsche Biathlon-Legende wird Polen-Coach auf t-online.de, abgerufen am 18. Juli 2019</ref>

Gelegentlich kommentierte Greis für Eurosport die Weltcuprennen. Er ist Botschafter des Vereins Athletes for Ukraine.<ref>Ambassadors. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2022; abgerufen am 27. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.athletes-for-ukraine.org</ref>

Statistik

Olympische Winterspiele

Olympische Winterspiele Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel
Jahr Ort
2002 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Salt Lake City 15. 16.
2006 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Turin Gold (1.) 33. 8. Gold (1.) Gold (1.)
2010 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Vancouver 10. 21. 5. 10. 5.

Weltmeisterschaften

Weltmeisterschaften Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixed-Staffel
Jahr Ort
2003 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Chanty-Mansijsk 29. DNS Nicht ausgetragen
2004 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Oberhof 5. 9. 21. 1.
2005 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Hochfilzen 2. 6. 5. 10. 6.
2005 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Chanty-Mansijsk In Hochfilzen ausgetragen 3.
2006 SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg Pokljuka Olympische Winterspiele in Turin
2007 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Antholz 2. 19. 12. 1. 3. 5.
2008 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Östersund 36. 13. 3. 1.
2009 Korea SudDatei:Flag of South Korea.svg Pyeongchang 19. 7. 13. DNF 3. 3.
2010 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Chanty-Mansijsk Olympische Winterspiele in Vancouver
2011 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Chanty-Mansijsk 7. 9. 11. 20. 7. 2.
2012 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Ruhpolding 11. 26. 23. 22. 3.

Weltcupwertungen

Ergebnisse bei Biathlon-Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem

Saison Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Gesamt
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
2000/01 34 46. 34 33. 68 46.
2001/02 165 8. 123 15. 17 34. 305 17.
2002/03 21 31. 73 26. 63 24. 38 23. 195 26.
2003/04 42 18. 175 11. 127 15. 79 11. 433 13.
2004/05 130 1. 204 9. 182 12. 61 14. 594 9.
2005/06 133 1. 172 13. 85 21. 80 19. 470 10.
2006/07 135 2. 299 1. 191 5. 135 7. 794 1.
2007/08 6 51. 233 4. 220 4. 125 4. 596 4.
2008/09 146 1. 306 4. 231 4. 72 26. 804 4.
2009/10 83 11. 251 10. 76 28. 111 18. 537 13.
2010/11 113 5. 293 5. 172 10. 129 11. 707 6.
2011/12 39 27. 85 38. 71 35. 19 43. 214 40.
2012/13 0 Karriereende: Nicht mehr gestartet 0

Weltcupsiege

Alle Siege bei Biathlon-Weltcups, getrennt aufgelistet nach Einzel- und Staffelrennen. Durch Anklicken des Symbols im Tabellenkopf sind die Spalten sortierbar.

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. Vorlage:DatumZelle ItalienDatei:Flag of Italy.svg Cesana San Sicario Einzel
2. Vorlage:DatumZelle ItalienDatei:Flag of Italy.svg Cesana San Sicario<templatestyles src="FN/styles.css" /> (ws1) Einzel
3. Vorlage:DatumZelle ItalienDatei:Flag of Italy.svg Cesana San Sicario<templatestyles src="FN/styles.css" /> (ws1) Massenstart
4. Vorlage:DatumZelle OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Hochfilzen Sprint
5. Vorlage:DatumZelle ItalienDatei:Flag of Italy.svg Antholz<templatestyles src="FN/styles.css" /> (ws3) Massenstart
6. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Ruhpolding Sprint
7. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Ruhpolding Verfolgung
8. Vorlage:DatumZelle ItalienDatei:Flag of Italy.svg Antholz Sprint
9. Vorlage:DatumZelle Korea SudDatei:Flag of South Korea.svg Pyeongchang Verfolgung
10. Vorlage:DatumZelle SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Östersund Einzel
11. Vorlage:DatumZelle NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Trondheim Sprint
Nr. Datum Ort Disziplin
1. Vorlage:DatumZelle OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Hochfilzen Staffel
2. Vorlage:DatumZelle FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Lahti Staffel
3. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Oberhof<templatestyles src="FN/styles.css" /> (ws2) Staffel
4. Vorlage:DatumZelle OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Hochfilzen Staffel
5. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Oberhof Staffel
6. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Ruhpolding Staffel
7. Vorlage:DatumZelle ItalienDatei:Flag of Italy.svg Cesana San Sicario<templatestyles src="FN/styles.css" /> (ws1) Staffel
8. Vorlage:DatumZelle SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Östersund<templatestyles src="FN/styles.css" /> (ws4) Mixed-Staffel
9. Vorlage:DatumZelle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Oberhof Staffel
10. Vorlage:DatumZelle ItalienDatei:Flag of Italy.svg Antholz Staffel

<templatestyles src="FN/styles.css" />

<templatestyles src="FN/styles.css" />
(ws1) 
Olympische Winterspiele 2006
<templatestyles src="FN/styles.css" />
(ws2) 
Biathlon-Weltmeisterschaften 2004
<templatestyles src="FN/styles.css" />
(ws3) 
Biathlon-Weltmeisterschaften 2007
<templatestyles src="FN/styles.css" />
(ws4) 
Biathlon-Weltmeisterschaften 2008

Weltcupplatzierungen

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed- und Single-Mixed-Staffeln
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 3 4 2 2 10 21
2. Platz 3 7 1 1 8 20
3. Platz 2 4 3 2 12 23
Top 10 18 48 31 15 41 153
Punkteränge 29 82 59 37 41 248
Starts 33 99 68 39 41 280

Auszeichnungen

Sonstiges

Michael Greis trug bei den Wettbewerben stets Kontaktlinsen, ließ aber im Herbst 2008 die Hornhautverkrümmung operativ korrigieren. Von Mitte 2008 bis 2010 war er mit seiner Sportkollegin Kathrin Hitzer liiert.<ref>Bunte Exklusiv: Michael Greis frisch verliebt. 10. Juni 2008, abgerufen am 1. Dezember 2010.</ref>

Weblinks

Commons: Michael Greis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Anfang 2006: DeutschlandDeutschland Michael Greis | 2010: vakant | 2014: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Emil Hegle Svendsen | 2018: FrankreichFrankreich Martin Fourcade | 2022: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Johannes Thingnes Bø | 2026: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Johannes Dale-Skjevdal Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1960: SchwedenSchweden Klas Lestander | 1964: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wladimir Melanin | 1968: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Magnar Solberg | 1972: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Magnar Solberg | 1976: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Nikolai Kruglow | 1980: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Anatoli Aljabjew | 1984: Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Peter Angerer | 1988: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Frank-Peter Roetsch | 1992: Vereintes TeamDatei:Olympic flag.svg Jauhen Redskin | 1994: RusslandRussland Sergei Tarassow | 1998: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Halvard Hanevold | 2002: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Ole Einar Bjørndalen | 2006: DeutschlandDeutschland Michael Greis | 2010: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Emil Hegle Svendsen | 2014: FrankreichFrankreich Martin Fourcade | 2018: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Johannes Thingnes Bø | 2022: FrankreichFrankreich Quentin Fillon Maillet | 2026: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Johan-Olav Botn Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1968: Tichonow, Pusanow, Gundarzew, Mamatow (Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS) | 1972: Tichonow, Safin, Bjakow, Mamatow (Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS) | 1976: Jelisarow, Bjakow, Kruglow, Tichonow (Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS) | 1980: Alikin, Tichonow, Barnaschow, Aljabjew (Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS) | 1984: Wassiljew, Kaschkarow, Šalna, Bulygin (SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg URS) | 1988: Wassiljew, Tschepikow, Papou, Medwedzew (SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg URS) | 1992: Groß, Steinigen, Kirchner, F. Fischer (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER) | 1994: Groß, Luck, Kirchner, S. Fischer (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER) | 1998: Groß, Sendel, S. Fischer, Luck (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER) | 2002: Hanevold, Andresen, Gjelland, Bjørndalen (NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR) | 2006: Groß, Rösch, S. Fischer, Greis (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER) | 2010: Hanevold, T. Bø, Svendsen, Bjørndalen (NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR) | 2014: Lesser, Böhm, Peiffer, Schempp (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER) | 2018: Femling, Nelin, Samuelsson, Lindström (SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE) | 2022: Lægreid, T. Bø, J. T. Bø, Christiansen (NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR) | 2026: Claude, Jacquelin, Fillon Maillet, Perrot (FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA) Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1999: Sven Fischer | 2000: Raphaël Poirée | 2001: Raphaël Poirée | 2002: Raphaël Poirée | 2003: Ole Einar Bjørndalen | 2004: Raphaël Poirée | 2005: Ole Einar Bjørndalen | 2007: Michael Greis | 2008: Emil Hegle Svendsen | 2009: Dominik Landertinger | 2011: Emil Hegle Svendsen | 2012: Martin Fourcade | 2013: Tarjei Bø | 2015: Jakov Fak | 2016: Johannes Thingnes Bø | 2017: Simon Schempp | 2019: Dominik Windisch | 2020: Johannes Thingnes Bø | 2021: Sturla Holm Lægreid | 2023: Sebastian Samuelsson | 2024: Johannes Thingnes Bø | 2025: Endre Strømsheim Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1958: Wiklund, Gunneriusson, Ohlin, Nilsson (SWE) | 1959: Melanin, Sokolow, Pschenizyn (URS) | 1961: Huuskonen, Repo, Tyrväinen (FIN) | 1962: Melanin, Pschenizyn, Pusanow (URS) | 1963: Melanin, Mescharjakow, Pschenizyn (URS) | 1965: Jordet, Wærhaug, Nordkild (NOR) | 1966: Istad, Tveiten, Nordkild, Jordet (NOR) | 1967: Istad, Tveiten, Wærhaug, Jordet (NOR) | 1969: Tichonow, Mamatow, Safin, Gundarzew (URS) | 1970: Tichonow, Mamatow, Safin, Uschakow (URS) | 1971: Tichonow, Mamatow, Safin, Muchitow (URS) | 1973: Tichonow, Safin, Kolmakow, Kowaljow (URS) | 1974: Tichonow, Uschakow, Kruglow, Kolmakow (URS) | 1975: Flöjt, Halonen, Suutarinen, Ikola (FIN) | 1977: Tichonow, Jelisarow, Uschakow, Kruglow (URS) | 1978: Beer, Ullrich, Siebert, Rösch (DDR) | 1979: Beer, Siebert, Ullrich, Rösch (DDR) | 1981: Jung, Jacob, Ullrich, Rösch (DDR) | 1982: Ullrich, Jung, Jacob, Hellmich (DDR) | 1983: Šalna, Kaschkarow, Miloradow, Bulygin (URS) | 1985: Kaschkarow, Šalna, Bulygin, Senkow (URS) | 1986: Kaschkarow, Wassiljew, Medwedzew, Bulygin (URS) | 1987: Roetsch, Jacob, Sehmisch, Wirth (DDR) | 1989: Luck, Sehmisch, Anders, Roetsch (DDR) | 1990: Carrara, Pallhuber, Passler, Zingerle (ITA) | 1991: Groß, Luck, Kirchner, F. Fischer (DEU) | 1993: Pallhuber, Passler, Carrara, Zingerle (ITA) | 1995: Groß, Kirchner, Luck, S. Fischer (DEU) | 1996: Maigurow, Dratschow, Tarassow, Kobelew (RUS) | 1997: Groß, Sendel, S. Fischer, Luck (DEU) | 1999: Ajdarow, Iwaschka, Saschuryn, Ryschankou (BLR) | 2000: Maigurow, Roschkow, Dratschow, Rostowzew (RUS) | 2001: Marguet, Defrasne, Robert, Poirée (FRA) | 2003: Sendel, S. Fischer, Groß, Luck (DEU) | 2004: Luck, Groß, S. Fischer, Greis (DEU) | 2005: Hanevold, Eckhoff, Gjelland, Bjørndalen (NOR) | 2007: Tscheresow, Tschudow, Jaroschenko, Kruglow jr. (RUS) | 2008: Tscheresow, Kruglow jr., Jaroschenko, Tschudow (RUS) | 2009: Svendsen, Berger, Hanevold, Bjørndalen (NOR) | 2011: Bjørndalen, Os, Svendsen, T. Bø (NOR) | 2012: Bjørndalen, Brattsveen, T. Bø, Svendsen (NOR) | 2013: Bjørndalen, L’Abée-Lund, T. Bø, Svendsen (NOR) | 2015: Lesser, Böhm, Peiffer, Schempp (DEU) | 2016: Bjørndalen, T. Bø, J. T. Bø, Svendsen (NOR) | 2017: Wolkow, Zwetkow, Babikow, Schipulin (RUS) | 2019: Birkeland, Christiansen, T. Bø, J. T. Bø (NOR) | 2020: Jacquelin, Fourcade, Desthieux, Fillon Maillet (FRA) | 2021: Lægreid, T. Bø, J. T. Bø, Christiansen (NOR) | 2023: Guigonnat, Claude, Jacquelin, Fillon Maillet (FRA) | 2024: V. Brandt, Nelin, Ponsiluoma, Samuelsson (SWE) | 2025: Strømsheim, T. Bø, Lægreid, J. T. Bø (NOR) Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 2005: Pyljowa, Ischmuratowa, Tscheresow, Kruglow (RUS) | 2006: Bogali-Titowez, Tschepikow, Malgina, Kruglow (RUS) | 2007: Jonsson, Olofsson, Ferry, Bergman (SWE) | 2008: Buchholz, Neuner, Birnbacher, Greis (DEU) | 2009: Brunet, Becaert, Defrasne, S. Fourcade (FRA) | 2010: Hauswald, Neuner, Schempp, Peiffer (DEU) | 2011: Berger, Flatland, Bjørndalen, T. Bø (NOR) | 2012: Berger, Solemdal, Bjørndalen, Svendsen (NOR) | 2013: Berger, Solemdal, T. Bø, Svendsen (NOR) | 2015: Vítková, Soukalová, Šlesingr, Moravec (CZE) | 2016: Dorin-Habert, Bescond, Fillon Maillet, M. Fourcade (FRA) | 2017: Hinz, Dahlmeier, Peiffer, Schempp (DEU) | 2019: Olsbu Røiseland, Eckhoff, J. T. Bø, Christiansen (NOR) | 2020: Olsbu Røiseland, Eckhoff, T. Bø, J. T. Bø (NOR) | 2021: Lægreid, J. T. Bø, Eckhoff, Olsbu Røiseland (NOR) | 2023: Tandrevold, Olsbu Røiseland, Lægreid, J. T. Bø (NOR) | 2024: Perrot, Fillon Maillet, Braisaz-Bouchet, Simon (FRA) | 2025: Simon, Jeanmonnot, Perrot, Jacquelin (FRA) Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1978: Frank Ullrich | 1979: Klaus Siebert | 1980: Frank Ullrich | 1981: Frank Ullrich | 1982: Frank Ullrich | 1983: Peter Angerer | 1984: Frank-Peter Roetsch | 1985: Frank-Peter Roetsch | 1986: André Sehmisch | 1987: Frank-Peter Roetsch | 1988: Fritz Fischer | 1989: Eirik Kvalfoss | 1990: Sergei Tschepikow | 1991: Sergei Tschepikow | 1992: Jon Åge Tyldum | 1993: Mikael Löfgren | 1994: Patrice Bailly-Salins | 1995: Jon Åge Tyldum | 1996: Wladimir Dratschow | 1997: Sven Fischer | 1998: Ole Einar Bjørndalen | 1999: Sven Fischer | 2000: Raphaël Poirée | 2001: Raphaël Poirée | 2002: Raphaël Poirée | 2003: Ole Einar Bjørndalen | 2004: Raphaël Poirée | 2005: Ole Einar Bjørndalen | 2006: Ole Einar Bjørndalen | 2007: Michael Greis | 2008: Ole Einar Bjørndalen | 2009: Ole Einar Bjørndalen | 2010: Emil Hegle Svendsen | 2011: Tarjei Bø | 2012: Martin Fourcade | 2013: Martin Fourcade | 2014: Martin Fourcade | 2015: Martin Fourcade | 2016: Martin Fourcade | 2017: Martin Fourcade | 2018: Martin Fourcade | 2019: Johannes Thingnes Bø | 2020: Johannes Thingnes Bø | 2021: Johannes Thingnes Bø | 2022: Quentin Fillon Maillet | 2023: Johannes Thingnes Bø | 2024: Johannes Thingnes Bø | 2025: Sturla Holm Lægreid Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Europameister im Biathlon in der MännerstaffelVorlage:Navigationsleiste Deutschlands Sportler des Jahres