Joglland
| Joglland
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Joglland bei Fischbach | ||||||
| Höchster Gipfel | Stuhleck (1782 m ü. A.) | |||||
| Lage | Steiermark, Österreich | |||||
| Teil des | Steirischen Randgebirges | |||||
| Einteilung nach | Landschaftsgliederung der Steiermark R.10 | |||||
| Koordinaten | 47° 26′ N, 15° 52′ O
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| Typ | Mittelgebirge | |||||
| Gestein | Schiefer, Gneise | |||||
Das Joglland ist eine waldreiche Mittelgebirgsgegend in der nordöstlichen Steiermark in den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld und Weiz. Heute bildet die Gegend die Tourismusregion Joglland–Waldheimat und ist seit 1995 als LEADER-Region Kraftspendedörfer Joglland anerkannt.
Der Name entstand vermutlich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Namensgebend für die Region ist der Ort St. Jakob im Walde.<ref>Ferdinand Hutz: Zum Namen "Joglland". In: Historischer Verein Steiermark (Hrsg.): Blätter für Heimatkunde. 61. Jahrgang. Graz 1987, S. 103–105 (historischerverein-stmk.at [PDF]).</ref> Da „Jakob“ in dieser Gegend gerne zu „Joggl“, „Jackl“ oder „Jogel“<ref>Franz Hausmann: Das Joglland und seine Entdeckung. In: Franz Hausmann (Hrsg.): Oststeirische Heimat. Hartberg, Hartberg 1960, S. 70–75.</ref> verballhornt wird. Literarisch wurde dieses Gebiet vom steirischen Dichter Peter Rosegger beschrieben, der am Alpl (Gemeinde Krieglach) als Sohn armer Bergbauern aufwuchs.
Lage und Landschaft
Das Joglland liegt in der Oststeiermark zwischen Wechsel, dem oberen Feistritztal, dem Safenbach und dem Raum Hartberg-Friedberg. Es bildet eine Untergruppe des Randgebirges östlich der Mur.
Nördlich liegt die Semmeringregion, nordöstlich die Region Bucklige Welt (Niederösterreich). Nordwestlich liegen die Fischbacher Alpen, und dahinter das untere Mürztal. Gegen Westen und Südwesten hin erstreckt sich das Grazer Bergland. Im Süden folgt das Oststeirische Hügelland, und gegen Südosten das Südburgenland – letztere beide schon Teil des Alpenvorlands im Südosten gegen Pannonien hin.
Die höchsten Erhebungen dieser Gegend mit Mittelgebirgscharakter sind neben Herrenstein (1448 m) und Hochkogel (1314 m) – Ausläufer des benachbarten Wechselmassivs (1742 m ) – der Blasenberg (1313 m), der Wildwiesen (1254 m) und der Masenberg (1261 m).
Entwässert wird das Gebiet von Feistritz und Lafnitz.
Natur
Reinbestände von Fichte und Rotföhre überwiegen, inselartig gibt es auch Rotbuchenbestände.
Von besonderem ornithologischen Interesse sind die vergleichsweise großen Brutvorkommen von Schwarzstorch und Wachtelkönig.
Folgende Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz liegen teilweise oder zur Gänze im Joglland:
- Europaschutzgebiet Teile des Steirischen Jogl- und Wechsellandes
- Landschaftsschutzgebiet Waldbach-Vorau-Hochwechsel
- Naturschutzgebiet Sommersguter Moor
Besiedlung
Die Besiedelung ging vor allem vom im 12. Jahrhundert gegründeten Augustiner-Chorherrenstift Vorau aus. Vorau und Pöllau sind auch heute noch kulturelle Zentren des Gebietes.
Tourismusregion Joglland–Waldheimat und LEADER-Region Kraftspendedörfer Joglland
| Joglland–Waldheimat / Kraftspendedörfer Joglland | |
|---|---|
| Rechtsform | Gemeindeverband |
| Organisationstyp | LEADER-Region, Tourismusverband |
| Gründung | 1995 (LEADER), 2006 (TV) |
| Sitz | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Auflösung | 2021 (TV) |
| Zweck | Regionaler Interessensverband |
| Umsatz | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Mitarbeiter | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Mitglieder | 11 Gemeinden |
| Website | www.joglland-waldheimat.at www.joglland.at |
Wirtschaftlich gesehen ist für die verkehrsmäßig relativ schlecht erschlossene Region neben der Landwirtschaft der Tourismus die Haupteinnahmequelle, so entstand hier 2006 auch der größte Tourismusverband der Steiermark, Joglland - Waldheimat (in Bezug auf Rosegger), der sich über die Grenzen des Jogllands im eigentlichen Sinne Richtung Nordwesten bis in die Waldheimat, die Kernregion der Fischbacher Alpen, gegen das Murtal hin erstreckt. Man setzt hier vor allem auf sanften Tourismus mit einigen kleinen Wintersportgebieten und ausgedehnten Wanderregionen. Ein weiteres Tourismusprojekt ist die im Sommer 2008 eröffnete Erlebnisausstellung Kräftereich St. Jakob im Walde, die sich das „Reich der Mächte, Mythen und Wirklichkeiten“ zum Thema gemacht hat.<ref>https://www.kraeftereich.at/</ref> Im Zuge der steirischen Tourismusstrukturreform 2021 wurde der Tourismusverband Joglland - Waldheimat mit den anderen Oststeirischen Tourismusverbänden zusammengelegt.<ref>Steirische Tourismus-Reform: Aus 96 Ortsverbänden werden 11 "Erlebnisregionen" | Kleine Zeitung. 2. November 2020, abgerufen am 26. September 2022.</ref>
Diese Region ist seit 1995 als Lokale Aktionsgruppe (LAG) Kraftspendedörfer Joglland auch im LEADER-Programm, der Strukturförderungsinitiative der EU, vertreten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Leaderregion Kraftspendedörfer Joglland ( vom 2. Februar 2013 im Internet Archive), joglland-waldheimat.at</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />IG Kraftspendedörfer Joglland ( vom 25. Juli 2017 im Internet Archive), netzwerk-land.at</ref><ref>Joglland / Leaderregion Joglland. Abgerufen am 19. Juli 2023.</ref>
Zum Verband und der Leader-Region gehörten ursprünglich die 21 Gemeinden: Wenigzell, Fischbach, Miesenbach, Vorau, Mönichwald, St. Jakob im Walde, Ratten, Birkfeld, Strallegg, St. Kathrein a.H., Rettenegg, Waisenegg, Waldbach, Puchegg, Riegersberg, Schachen, Vornholz, Gschaid, Eichberg, Stambach, Grafendorf. Bei der Gemeindestrukturreform in der Steiermark wurden einige Gemeinden ab 2015 mit anderen zusammengeschlossen. In der LEADER-Periode 2014 bis 2020, die bis 2022 verlängert wurde, waren folgende 12 Gemeinden Teil der LEADER Region: Wenigzell, Fischbach, Miesenbach, Vorau, St. Jakob im Walde, Ratten (Steiermark), Birkfeld, Strallegg, St. Kathrein a.H., Rettenegg, Waldbach-Mönichwald und Grafendorf<ref>Landesentwicklung-Land Steiermark, Sara Rajh: Die 15 steirischen LAGs. Abgerufen am 19. Juli 2023.</ref>. Mit Beginn der Periode 2023–2027 schied Grafendorf aus der LEADER-Region aus. Damit hat die LEADER-Region 11 Mitgliedsgemeinden.<ref>Kraftspendedörfer Joglland / Mitgliedsgemeinden. Abgerufen am 26. September 2022.</ref><ref>Landesentwicklung-Land Steiermark, Sara Rajh: Steirische LEADER Regionen 2023-2027. Abgerufen am 19. Juli 2023.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Birkfeld | Fischbach | Miesenbach | Waldbach-Mönichwald | Ratten (Steiermark) | Rettenegg | St. Kathrein a.H. | St. Jakob i.W. | Strallegg | Vorau | Wenigzell Vorlage:Klappleiste/Ende
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