Manas-Nationalpark
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| Lage: | Assam, Indien | ||||||
| Besonderheit: | Tigerreservat, UNESCO-Welterbe | ||||||
| Fläche: | 2600 km² | ||||||
| Gründung: | 1990 | ||||||
Der Manas-Nationalpark ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) liegt im indischen Bundesstaat Assam am Fuße des Himalaya; er grenzt an den Royal-Manas-Nationalpark in Bhutan. Der Park liegt zwischen 40 und 140 Meter hoch und hat eine Fläche von 50.000 Hektar (500 km²). Er bildet die Kernzone des Manas-Wildreservates, das insgesamt etwa 2600 km² Fläche umfasst. Zusammen mit dem Royal-Manas-Nationalpark in Bhutan (etwa 1000 km²) und dem nördlich davon ebenfalls in Bhutan gelegenen Jigme-Singye-Wangchuck-Nationalpark (etwa 1400 km²) umfasst die geschützte Fläche 5000 km².<ref>William Riley, laura Riley: Nature´s Strongholds. The World´s Great Wildlife Reserves. Princeton University Press, 2005. ISBN 0-691-12219-9.</ref> Der Park ist besonders für seine zahlreichen bedrohten Säugetiere, wie Asiatische Elefanten, Königstiger, wilde Wasserbüffel, Barasinghahirsche, Goldlanguren und Zwergwildschweine bekannt.
Geschichte
Das Gebiet wurde am 1. Oktober 1928 unter Schutz gestellt und im Dezember 1985 in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Am 7. September 1990 erhielt das Gebiet den Status eines Nationalparks,<ref>Manas National Park. www.kaziranga-national-park.com, abgerufen am 18. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und am 30. Mai 2008 wurde es (zusammen mit 22,66 km² des Bornadi-Naturschutzgebiets und einer Pufferzone von 2310,88 km) zu einem Tigerreservat erklärt.<ref>Orders by the Governor – Notification. (PDF) Regierung Assams, Departement für Umwelt und Forsten, 30. Mai 2008, abgerufen am 18. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Zwischen 1988 und 1996 wurde der Park Opfer politischer Unruhen im Kontext der Bodoland-Autonomiebewegung, in deren Folge das Schutzgebiet stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein Überfall durch bewaffnete Separatisten der Bodo hatte die Infrastruktur des Parks weitgehend zerstört. Zahlreiche Wildtiere und Bäume fielen der um sich greifenden Wilderei zum Opfer. Von 1992 bis 2011 wurde der Park auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Mittlerweile hat sich die politische Lage im Gebiet jedoch wieder stabilisiert. Seit 2003 wurde die Infrastruktur im Park aufgebaut und damit einhergehend steigt auch die Besucherzahl wieder stetig an.<ref name="UNEP"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Datenblatt der UNEP-WCMC ( des Vorlage:IconExternal vom 10. Juni 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (englisch)</ref>
Landschaft und Vegetation
Manas liegt am Fuße der Vorberge des Himalaya. Die Landschaft reicht von Schwemmebenen bis zu Bergketten. Die Vegetation besteht aus halbimmergrünen Hügelwäldern, Feucht- und Trockenwäldern, sowie alluvialen Grasländern. Letztere bedecken etwa 45 % der Parkfläche. Auf der bhutanesischen Seite, wo die Berge auf bis zu 3000 m reichen, kommen auch montane Bergwälder vor.<ref name="UNEP"/>
Fauna
Durch seine Lage im Übergangsbereich zwischen dem indischen Subkontinent und der indo-malayischen Region beherbergt der Park eine besonders artenreiche Tierwelt. Manas ist berühmt für seine Vorkommen von bedrohten Tierarten, die fast ausschließlich hier vorkommen. Dazu zählen das winzige Zwergwildschwein, das Borstenkaninchen und der Goldlangur. Zudem beherbergt der Park viele seltene Großsäuger, die in weiten Teilen Südasiens bereits verschwunden sind. So ist der Park einer der wenigen Orte an dem noch die Wildform des Wasserbüffels vorkommt. Dazu kommen Asiatische Elefanten, Panzernashörner und Tiger.<ref name="UNEP"/> Die letzte Zählung im Jahr 2008 ergab einen Gesamtbestand von 215 wilden Wasserbüffeln im Schutzgebiet.<ref>Wild Cattle Conservation Project <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />wildcattleconservation.org ( des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Die Populationen vieler Tiere des Parks wurden im Zuge der politischen Unruhen erheblich reduziert. Die Panzernashörner, von denen Anfang der 1990er etwa 100 im Parkgebiet lebten, wurden zwischen 1995 und 1996 fast gänzlich ausgerottet. Entgegen früheren Vermutungen, die davon ausgingen, dass die Art im Park völlig ausgerottet wurde, scheint jedoch etwa ein halbes Dutzend dieser Kolosse überlebt zu haben. Erst in den letzten Jahren hat sich die Sicherheitssituation soweit gefestigt, dass erneut Nashörner angesiedelt werden können. Im Jahr 2006 wurde zunächst ein dreieinhalbjähriges weibliches Nashornkalb aus Kaziranga nach Manas gebracht, wo es sich vorübergehend in einem eingezäunten Gelände befand.<ref name="Statusbericht">Statusbericht 2006 des Welterbekomitee (PDF; 742 kB), S. 45ff (englisch)</ref> Weitere Panzernashörner aus Kaziranga und Pabitora folgten 2007 und 2008, so dass inzwischen knapp ein Dutzend der Tiere wieder im Manas-Nationalpark leben.<ref>Bibhab Kumar Talukdar: Asian Rhino Specialist Group report. Pachyderm 49, 2011, S. 16–19 (online)</ref><ref>Vivek Menon, Rahul Kaul, Ritwick Dutta, N. V. K. Ashraf und Prabal Sarkar: Bringing back Manas. International Fund of Animal Welfare 2008 (PDF)</ref> Etwa 660 Elefanten wurden im Jahr 2005 in der weiteren Umgebung des Parks gezählt, von denen die meisten im Manas-Nationalpark leben. Damit beherbergt der Park noch immer eine der größten Populationen der grauen Riesen in ganz Indien.<ref name="Statusbericht"/>
Neben Elefanten und Nashörnern beherbergt der Park weitere sehr große Säuger. So kommt neben den seltenen Wilden Wasserbüffeln auch der Gaur, das größte Wildrind der Erde, vor. Der Park bietet auch einer enormen Vielfalt an großen Raubtieren eine Heimstatt und beherbergt eine der größten Tigerpopulationen des Landes. Im Jahr 2006 wurden 61 Königstiger gezählt. Dazu kommen Indische Leoparden, Wildhunde, Nebelparder, Lippenbären und Kragenbären. Auf bhutanesischer Seite kommt auch der Wolf vor. Fünf Hirscharten leben im Park: Sambarhirsche, Schweinshirsche, Axishirsche, Indische Muntjaks und die seltenen Barasinghas, von denen in den 1990er Jahren noch etwa 450 im Schutzgebiet lebten. Wildschweine, die seltenen Zwergwildschweine und Seraue (Bhutan) sind weitere Huftierarten. Neben den seltenen Goldlanguren sind die Affen durch Assam-Makaken, Rhesusaffen, Weißbrauengibbons, Kappenlanguren und Plumploris vertreten. Eine reichhaltige Vielfalt weiterer kleinerer Raubtiere bereichert die Fauna des Gebietes: Asiatische Goldkatzen, Bengalkatzen, Fischkatzen, Rohrkatzen, Marmorkatzen, Bengalfüchse, Gelbbauchwiesel, Buntmarder, Fischotter, Kleine Indische Zibetkatzen, Indische Zibetkatzen, Fleckenmusangs, Larvenroller, Binturongs und Klein-Mungos. Auch Indische Schuppentiere und Flughörnchen kommen vor. In den Flüssen des Parks leben Gangesdelfine.<ref name="UNEP"/><ref>K K Gurung & Raj Singh: Field Guide to the Mammals of the Indian Subcontinent, Academic Press, San Diego, ISBN 0-12-309350-3</ref>
Die Vogelwelt ist ähnlich reichhaltig wie die Säugetierwelt. Von den ca. 450 Vogelarten, die im Park anzutreffen sind, brüten etwa 350 im Gebiet. Dazu zählen auch zahlreiche seltene Arten, wie die Barttrappe, der Bengalgeier, der Schmalschnabelgeier oder der Schelladler. Unter den rund 50 Reptilienarten fällt besonders der Gavial auf.<ref name="UNEP"/>
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Leopard in Manas
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Kappenlangur im Manas-Nationalpark
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Brasingha-Hirsch
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Balzender Pfau
Literatur
- Paramasivan, Jaya; Glimpse of Paradise: Manas Sanctuary; 1993 (Publications Division, Ministry of Information and Broadcasting, Government of India)
Weblinks
- Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).
- Datenblatt der UNEP-WCMC (englisch)
- Statusbericht 2006 des Welterbekomitee (PDF; 742 kB), S. 45ff (englisch)
- Nashörner in Manas ausgewildert (engl.)
Einzelnachweise
<references />
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