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ICE Sprinter

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Datei:Truckenthalbrücke-2018-03.jpg
Zwei bis zu 300 km/h schnelle ICE 3 begegnen sich als ICE Sprinter auf der Truckenthalbrücke, an der Südkante des Thüringer Waldes: links der Sprinter von Berlin nach München, rechts der Sprinter von München nach Berlin (März 2018)

Als ICE Sprinter (anfangs auch Shuttle-ICE<ref name="schnellverkehr-1994-135" />) bezeichnet die Deutsche Bahn AG Intercity-Express-Züge, die mit wenigen bzw. keinen Zwischenhalten zwischen deutschen Großstädten verkehren.

Die ersten ICE Sprinter wurden 1992 eingeführt. Für die Nutzung der Züge wurden im Laufe der Jahre verschiedene Aufpreise erhoben, seit 2002 bestand zudem eine Reservierungspflicht. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 entfielen diese Einschränkungen.<ref name="mopo-2015-12-02" />

Betrieb

ICE-Sprinter-Netz in der Vergangenheit

Datei:ICE Sprinter express train no 1090 Hannover mainstation Hannover Germany 01.jpg
ICE Sprinter 1090 in Hannover Hbf (2015)

Bis zur Eröffnung der Schnellfahrstrecke Erfurt–Leipzig/Halle verkehrten die Sprinter hauptsächlich am frühen Morgen zwischen 5 und 7 Uhr und am späten Nachmittag oder frühen Abend zwischen 17 und 19 Uhr. Dies war der Tatsache geschuldet, dass die Deutsche Bahn insbesondere Geschäftsreisende und Tagespendler als Zielgruppe für die Sprinter angesehen hatte. Seit 2015 gibt es Sprinter-Linien mit einem Angebot über den gesamten Tag hinweg. Aufgrund des Sprinter-Aufschlages in Kombination mit der relativ geringen Zeitersparnis gegenüber den Taktzügen und einer schlechten Integration ins Gesamtnetz wurden sämtliche Sprinter über die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main nach wenigen Jahren mangels Nachfrage wieder eingestellt. Aufgrund einer geringen Verfügbarkeit bei den ICE-Triebzügen fuhren einige Sprinter zwischen Hamburg und Köln von 2013 bis 2017 als Intercity-Sprinter mit Intercity-Wagenparks.

ICE-Sprinter-Netz im Jahresfahrplan 2025

Die Züge verkehren auf zwölf Relationen zwischen Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Stuttgart und dem Ruhrgebiet (Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen) bzw. dem Rheinland (Bonn, Düsseldorf, Köln). Die Züge bedienen dabei keine oder nur wenige Zwischenhalte und verkehren mit einer planmäßigen schnelleren Fahrzeit als der entsprechende ICE-Taktverkehr. Sie unterliegen dabei denselben zulässigen Höchstgeschwindigkeiten wie reguläre ICE-Züge. Als reguläre Zwischenhalte werden Mannheim und Nürnberg bedient. Manche Verbindungen halten zudem auch in Erfurt, Halle (Saale), Hannover und Münster. Teilweise ersetzen ICE-Sprinter-Züge die Züge des ICE-Taktsystems zur jeweiligen Stunde, einige verkehren im Vor- oder Nachlauf weiter als reguläre ICE-Züge.

Folgende Züge verkehren ganz oder teilweise mit dem Zusatz ICE Sprinter:

Linie Zugnummern Fahrtverlauf als Sprinter Bemerkung
2 1121, 1123 DüsseldorfKölnFrankfurt (M) FlughafenNürnbergMünchen über Köln Messe/Deutz und Frankfurt Flughafen
1120, 1122 MünchenNürnbergFrankfurt (M) FlughafenKölnDüsseldorf über Frankfurt Flughafen und Köln Messe/Deutz
3 1130, 1131, 1134, 1135, 1138, 1139 Berlin Südkreuz – Berlin Hbf – Frankfurt am Main Hbf – Frankfurt am Main Flughafen Fernbahnhof (– Mannheim Hbf – Saarbrücken Hbf) Jahresfahrplan 2026<ref name=":0" />
4 1094 Frankfurt (Main)  – Kassel-Wilhelmshöhe – Hannover – Hamburg – Kiel von Stuttgart über Mannheim und Frankfurt Flughafen
1097/1197 Hamburg – Hannover – Kassel-Wilhelmshöhe – Frankfurt (Main) weiter nach Darmstadt
6 1162, 1163 Stuttgart Hbf – Nürnberg Hbf – Berlin Südkreuz – Berlin Hbf – Berlin Gesundbrunnen Jahresfahrplan 2026<ref name=":0" />
9 1154, 1156, 1158 (Berlin Südkreuz)/(Berlin Ostbahnhof –) Berlin Hbf – (Berlin Zoologischer Garten) – Berlin-Spandau – Köln – Bonn  1154 und 1156 von Südkreuz, 1158 über Zoologischer Garten<ref>Mehr Angebot für mehr Fahrgäste: Mit Fahrplanwechsel am 12. Dezember neue ICE-Sprinter für Berlin und zusätzliche Züge an die Küste. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn AG, 7. Oktober 2021, abgerufen am 2. August 2022.</ref><ref name="db-2022-07-13" />
1155, 1157, 1159 Bonn Köln – Berlin Spandau – (Berlin Zoologischer Garten) – Berlin Hbf – (Berlin Ostbahnhof – Berlin Ostkreuz) 1159 bis Ostkreuz
13 1598 Frankfurt (Main) – Berlin-Spandau – Berlin HbfBerlin Ostbahnhof Laufweg über die Güterumgehungsbahn Hannover
15 832, 834, 838, 930, 932, 934, 936 Frankfurt (Main) – Erfurt Halle (Saale) – Berlin Hbf – Berlin Gesundbrunnen (– Stralsund – Ostseeband Binz) Jahresfahrplan 2026<ref name=":0">DB Fahrplan, Auskunft, Tickets, informieren und buchen - Deutsche Bahn. Abgerufen am 12. Dezember 2025.</ref>
837, 839, 931, 933, 935, 937 (Ostseebad Binz – Stralsund –) Berlin Hbf – Halle (Saale) – Erfurt – Frankfurt (Main) (– Darmstadt – Saarbrücken) Jahresfahrplan 2026<ref name=":0" />
29 1000, 1002, 1004, 1006, 1008, 1100, 1102, 1104, 1500, 1502, 1504, 1506. 1508, 1600, 1602, 1604 München – Nürnberg – Erfurt – Halle (Saale) – Berlin Südkreuz Berlin Hbf – Berlin Gesundbrunnen Jahresfahrplan 2026<ref name=":0" />
1003, 1005, 1007, 1009, 1101, 1103, 1105, 1107, 1501, 1503, 1505, 1507, 1509, 1601, 1603, 1605 Berlin Gesundbrunnen – Berlin Hbf – Berlin Südkreuz – Halle (Saale) – Erfurt – Nürnberg – München Jahresfahrplan 2026<ref name=":0" />

Darüber hinaus werden weitere Taktlinien auf Teilabschnitten als Sprinter gekennzeichnet:<ref>ICE Sprinter: Verbindungen. In: bahn.de. Deutsche Bahn AG, abgerufen am 2. August 2022.</ref>

Linie Teilabschnitt als Sprinter Bemerkung
11 – Frankfurt Hbf – Mannheim – Stuttgart – von Berlin über Leipzig, weiter nach München über Ulm
78 Frankfurt Hbf – Köln Hbf – weiter über Düsseldorf und Duisburg nach Amsterdam
79 Frankfurt Hbf – Köln Hbf – weiter über Aachen nach Brüssel
82 Frankfurt Hbf – Mannheim – Karlsruhe – Paris

Geschichte

Verkehrsangebot und Tarife

Mit Eröffnung der beiden ersten deutschen Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecken (Hannover–Würzburg und Mannheim–Stuttgart) im Sommer 1991 konnten im Nord-Süd-Verkehr der Eisenbahn konkurrenzfähige Fahrzeiten erreicht werden.

Nachdem der ICE-Verkehr am 2. Juni 1991 aufgenommen worden war, wurde der ICE Sprinter zum Fahrplanwechsel am 1. Juni 1992 zwischen Frankfurt am Main und München eingesetzt.<ref name="schnellverkehr-1994-135" /><ref name="db-1993-1-32" /> Das Angebot wurde kurzfristig in den Fahrplan integriert und 14 Tage nach Eröffnung des neuen Münchner Flughafens eingeführt.<ref name="hb-1992-62-09" />

Durch den Wegfall aller Zwischenhalte mit Ausnahme von Mannheim Hauptbahnhof und München-Pasing (bei in München beginnenden Zügen) konnte eine fahrplanmäßige Fahrzeit von zwei Stunden und 59 Minuten erreicht werden.<ref name="db-1993-1-32" /><ref name="schnellverkehr-1994-135" /> In den Räumen Frankfurt und München verdrängten die Züge dabei einzelne Nahverkehrszüge.<ref name="hb-1992-62-09" />

In einer Umfrage gaben 1992 in der zweiten Klasse 76 sowie in der ersten Klasse 79 Prozent der Reisenden an, den Zug insbesondere aufgrund seiner kurzen Reisezeit zu nutzen. 96 Prozent der Reisenden der ersten sowie 58 der Reisenden der zweiten Klasse waren Geschäftsleute. 1992 wurden die ICE Sprinter in das Reservierungssystem der Lufthansa sowie Amadeus aufgenommen.<ref name="db-1993-1-32" /><ref name="schnellverkehr-1994-135" /> Die Züge umgingen dabei den Stuttgarter Hauptbahnhof über die Güterumgehungsbahn Stuttgart-Untertürkheim–Kornwestheim. Nach vier Wochen Betrieb seien die Sitzplätze in der ersten Klasse der Züge zu 60 Prozent besetzt gewesen.<ref name="db-1992-4-4" />

1993 folgten zwei tägliche Sprinter-Zugpaare zwischen Frankfurt und Hamburg (bei einer Fahrzeit, mit Zwischenhalt in Hannover Hauptbahnhof, von drei Stunden und 19 Minuten). Ab dem 29. Mai 1994 verkehrten ICE Sprinter auch auf den Relationen Köln–Berlin und Köln–Hamburg<ref name="ek-bild-2006-6">Georg Wagner: InterCityExpress – Die Starzüge im Fernverkehr der DB. EK-Verlag, Freiburg 2006, ISBN 3-88255-361-8, S. 6–9.</ref><ref name="schnellverkehr-1994-135" /> (letzterer von Dezember 1996 bis Dezember 2004 als Metropolitan).<ref name="mobil-2002-12" />

Mitte der 1990er Jahre lag die planmäßige Reisezeit zwischen Frankfurt und München bei drei Stunden und zehn Minuten. Die einfache Fahrt in der ersten Klasse kostete 226 DM, in der zweiten Klasse 150 DM. Im Fahrpreis der ersten Klasse waren dabei ein Frühstück am Platz, Getränke, Kopfhörer und Tageszeitungen enthalten. In der zweiten Klasse waren ein Snack, heiße Getränke und Tageszeitungen im Fahrpreis inklusive.<ref name="zug-1995-1-56" />

Seit Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Berlin–Hannover zum Fahrplanwechsel am 27. September 1998 wurden täglich zwei ICE-Sprinter-Zugpaare zwischen Berlin und Frankfurt eingerichtet, die eine Fahrzeit von drei Stunden und 49 Minuten<ref name="db-1998-08">Deutsche Bahn AG, Geschäftsbereich Fernverkehr: Der ICE-Sprinter – die schnelle Business-Verbindung. Broschüre (12 Seiten) mit Stand vom August 1998</ref> erreichten.<ref name="sz-1998-213-6" /> Die beiden Zugpaare wurden als Spree-Sprinter bzw. Main-Sprinter bezeichnet.<ref name="eri-1998-441" /> Zum Fahrplanwechsel am 30. Mai 1999 sank die Fahrzeit auf dieser Relation um weitere 20 Minuten, auf drei Stunden und 30 Minuten.<ref name="sz-1999-121-14" /> Gleichzeitig wurden die Berlin-Frankfurt-Sprinter bis Mannheim (morgens) bzw. Stuttgart (abends) verlängert. In Richtung Berlin begannen die Sprinter bereits in Mannheim (morgens) bzw. Heidelberg (nachmittags). Der Fahrpreis zwischen Berlin und Frankfurt lag, mit BahnCard, bei 103,50 DM in der zweiten sowie 155,50 DM in der ersten Klasse.<ref name="mobil-1999-5-10" /><ref name="mobil-1999-6-49" /> Die Fahrzeit zwischen Frankfurt und München lag zu dieser Zeit bei drei Stunden und 20 Minuten.<ref name="db-1998-08" />

Nachdem die Auslastung der ICE Sprinter zwischen Frankfurt und Berlin deutlich gestiegen war, wurde die Nutzung je eines Zuges für DB-Mitarbeiter an Montagen bzw. Freitagen untersagt.<ref name="eri-2000-246" />

Die Zugläufe der ICE Sprinter wurden, wie in den 1990er Jahren üblich, mit Namen versehen. So wurde beispielsweise der ICE 574 (Frankfurt–Hamburg) als Hanse-Sprinter bezeichnet, der ICE 674 auf der gleichen Relation als Alster-Sprinter. In der Gegenrichtung (Hamburg–Frankfurt) wurde der morgendliche ICE 571 Main-Sprinter genannt, der abendliche ICE 675 Börse-Sprinter. Der Zug von Frankfurt nach München wurde als Isar-Sprinter bezeichnet.<ref name="mobil-1999-5-10" />

Am 15. Dezember 2002 wurde der ICE-Sprinter-Verkehr zwischen Hamburg und Frankfurt aufgenommen. Mit Halt in Hannover lag die Fahrzeit bei drei Stunden und 19 Minuten.<ref name="mobil-2002-12">Die runderneuerte Bahn. In: mobil, Ausgabe 12/2002</ref><ref name="sz-2002-227-12">Bahnfahren wird im Fernverkehr schneller. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 227, 2002, ISSN 0174-4917, S. 12.</ref> Während zum gleichen Fahrplanwechsel die Beinamen der Zugläufe konventioneller ICEs entfallen waren, behielten die ICE Sprinter ihre Bezeichnungen.<ref name="eri-2002-442">Meldung Neue Namen braucht das Land. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 10/2002, ISSN 1421-2811, S. 442.</ref>

An die Stelle des zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2004 eingestellten Metropolitan-Angebotes wurden morgens je ein ICE Sprinter von Hamburg nach Köln (ICE 1034) und Gegenrichtung (ICE 1035) eingelegt.<ref name="eri-2004-469">Aus für den Metropolitan. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 10/2004, ISSN 1421-2811, S. 469.</ref>

Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2005 wurde eine weitere ICE-Sprinter-Verbindung zwischen Köln und Stuttgart mit einer planmäßigen Fahrzeit von 117 Minuten eingeführt. Als einziger Zwischenhalt wurde Mannheim bedient. Die Hinfahrt fuhr als ICE 1111 morgens planmäßig um 7:29 Uhr in Köln ab und kam um 9:26 Uhr in Stuttgart Hauptbahnhof an. Die Rückleistung (ICE 1110) verließ Stuttgart Hauptbahnhof um 18:33 Uhr und erreichte Köln um 20:29 Uhr.<ref name="eri-2005-511">DB-Fahrplanwechsel: Einschränkungen und Neuleistungen. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 11/2005, S. 511.</ref> Auf dem 335 Kilometer langen Weg wurde eine Reisegeschwindigkeit von 173 km/h erreicht.<ref name="eb-104-9">Elektrischer Betrieb bei der Deutschen Bahn im Jahre 2005. In: Elektrische Bahnen, Jahrgang 104 (2006), Heft 1–2, S. 9.</ref> Erstmals wurde damit im Schienenverkehr eine Reisezeit von weniger als zwei Stunden zwischen Köln und Stuttgart realisiert.<ref name="eri-2006-4">Meldung Köln: Weniger ICE zum Flughafen. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 1/2006, ISSN 1421-2811, S. 4.</ref> Eine Verlängerung des Zugpaares bis Essen oder Dortmund scheiterte an fehlender Kapazität der entsprechenden Strecken.<ref name="eri-2005-511" /> Dieser Zug wurde mit Wirkung zum 8. Oktober 2006 wieder eingestellt. Ein Pressebericht nennt als Gründe mangelnde Auslastung und Fahrzeugmangel.<ref name="eri-2006-522" />

Mit Fertigstellung des Hauptbahnhofs Berlin am 28. Mai 2006 verkehrten die von und nach Berlin verkehrenden ICE Sprinter über die neue Station. Während der Bahnhof Zoo seitdem nicht mehr bedient wird, erhielten die Sprinter im Rahmen des Pilzkonzepts einen zusätzlichen Halt am Bahnhof Berlin-Spandau. Sie werden in Berlin Südkreuz eingesetzt, fahren über Berlin Hauptbahnhof (tief) nach Berlin-Spandau.

Ab dem 11. Dezember 2006 verkehrte montags bis freitags morgens als ICE 1021 ein neuer Sprinter von Köln über Frankfurt (Main) Süd und Nürnberg nach München über die neu eröffnete Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt.<ref name="eri-2006-522" /> Dieser benötigte drei Stunden und 57 Minuten zwischen Köln und München, sowie zwei Stunden und 58 Minuten zwischen Frankfurt und München.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„In knapp unter vier Stunden von Köln nach München“ (Memento vom 27. Januar 2012 im Internet Archive), in: business-travel.de, 19. September 2006, abgerufen am 2. August 2022.</ref> Dafür entfiel das Sprinter-Zugpaar zwischen München und Frankfurt über Mannheim. Zum selben Fahrplanwechsel erhielt der Hamburg-Köln-Sprinter einen Halt in Duisburg.<ref name="mobil-2006-11">bahn Spektrum. In: mobil, Ausgabe 11/2006</ref>

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 wurde der Halt des ICE 1034 in Duisburg aufgegeben; darüber hinaus entfiel der Verkehrstag Freitag bei diesem Zug. Der Sprinter Hamburg–Frankfurt verkehrt im Nachlauf seither nur noch bis Darmstadt (zuvor: Saarbrücken).<ref name="ds-201-19">Ohne Autor: Vorschau auf den Fernverkehr 2008. In: Drehscheibe. Nr. 201, 2007, ISSN 0934-2230, S. 18–25.</ref> Der werktägliche ICE Sprinter von Köln nach München (ehemals ICE-Linie 2<ref name="ds-201-19" />) wurde mangels Nachfrage zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 eingestellt.<ref name="db-2007-10-23">Deutsche Bahn AG: Neue ICE-Verbindungen von Dortmund nach Wien und Garmisch-Partenkirchen. Presseinformation vom 23. Oktober 2007</ref>

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 sollte der morgendliche ICE Sprinter Berlin–Frankfurt von Darmstadt nach Stuttgart rückverlängert werden.<ref name="db-2010-10-29" />

Datei:Langes Feld Tunnel ICE Sprinter.jpg
ICE Sprinter auf dem Weg von München nach Frankfurt am Main hat über die Güterumgehungsbahn den Hauptbahnhof Stuttgart umgangen und fährt über ein sonst nur durch den Güterverkehr genutztes Portal in den Langes-Feld-Tunnel ein (1990er Jahre)

Die Laufwege der ICE Sprinter entsprechen weitgehend denen der Regelzüge. Eine Ausnahme waren beispielsweise die vier werktäglich zwischen Berlin und Frankfurt am Main verkehrenden Sprinter. Zur Umgehung eingleisiger Abschnitte (Hildesheimer Schleife, Weddeler Schleife) verkehrten die Züge zwischen dem Raum Hildesheim und Wolfsburg abweichend über das Stadtgebiet von Hannover (Bahnhof Hannover Messe/Laatzen, Güterumgehungsbahn Hannover, Bahnhof Lehrte und andere).

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 wurde auf der ICE-Sprinterlinie 15 zwischen Frankfurt (Main) und Berlin der tägliche Betrieb mit vier Zugpaaren aufgenommen.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 wurde ein ICE- und ein TGV-Sprinter-Zugpaar zwischen Frankfurt und Paris eingerichtet. Mit der vollständigen Inbetriebnahme der LGV Est européenne wird zwischen den beiden Städten, über Straßburg, eine Reisezeit von drei Stunden und 40 Minuten erreicht.<ref name="db-2016-12-09" />

Mit Inbetriebnahme der beiden Neubaustrecken des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8 (Erfurt–Leipzig/Halle und Ebensfeld–Erfurt) wurde ein ICE-Sprinter-Angebot zwischen München und Berlin mit Zwischenhalten in Nürnberg, Erfurt und Halle (Saale) eingerichtet, wie bereits seit den 2000er Jahren<ref name="bt-16-13787">Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Bettina Herlitzius, Winfried Hermann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. (PDF; 74 KiB) Drucksache 16/13787. Deutscher Bundestag, 14. Juli 2009, abgerufen am 14. Juli 2009.</ref> geplant. In Berlin werden die Bahnhöfe Berlin Südkreuz, Berlin Hauptbahnhof und teils Berlin Gesundbrunnen bedient. Die Reisezeit von München bis Berlin liegt bei etwa vier Stunden, von Nürnberg bis Berlin sind es drei Stunden und von München bis Halle sind es etwa zwei Stunden und 40 Minuten. Anfangs waren drei Zugpaare unterwegs, welche Berlin und München jeweils um 6 Uhr, 12 Uhr und 18 Uhr verließen. Aufgrund der Nachfrage – die ICE-Sprinter sind um ein Fünftel mehr ausgelastet als die übrigen Fernverkehrszüge der Achse<ref>Rede von Richard Lutz auf der Bilanzpressekonferenz des DB-Konzerns am 22. März 2018.</ref> – werden seit Dezember 2018 zwei weitere Abfahrten um 8 Uhr und 16 Uhr angeboten. Seit Dezember 2020 werden alle fünf Zugpaare täglich angeboten,<ref name="nn-2020-11-18">Arno Stoffels: XXL-ICE rollt bald durch Bayern. In: Nürnberger Nachrichten. 18. November 2020.</ref> zuvor entfiel samstags die letzte (18 Uhr) und sonntags die erste Abfahrt (6 Uhr) in beiden Richtungen. Einzelne Fahrten werden darüber hinaus von Berlin Hauptbahnhof mit Halt in Berlin-Spandau und Hamburg Hauptbahnhof nach Hamburg-Altona verlängert.

Waren 2015 ICE-Sprinter zwischen Berlin und München nur morgens und abends vorgesehen<ref name="ta-2015-05-08">Bernd Jentsch: Ab Dezember in zwei Stunden von Erfurt nach Berlin. In: thueringer-allgemeine.de. Thüringer Allgemeine, 8. Mai 2015, abgerufen am 2. August 2022.</ref>, war 2016 von drei ICE-Sprinter-Zugpaaren (morgens, mittags, abends) die Rede.<ref name="nn-2016-09-03">Mit dem ICE in drei Stunden nach Berlin. In: Nürnberger Nachrichten. 3. September 2016, S. 1.</ref> Bei guter Nachfrage wurde eine Ausdehnung auf fünf Zugpaare pro Tag angestrebt.<ref name="eri-2017-502">Schnellfahrstrecke Ebensfeld – Erfurt vor der Inbetriebnahme. In: Eisenbahn-Revue International. Oktober 2017, ISSN 1421-2811, S. 502 f.</ref>

Die zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 eingeführte ICE-Sprinter-Linie 15 (Frankfurt–Erfurt–Berlin) sollte ab Ende 2018 zum Zwei-Stunden-Takt verdichtet werden.<ref name="deine-bahn-2015-12-6" /> Diese Erweiterung kam allerdings nur in abgespeckter Form, sodass bis heute mehrere Taktlücken bestehen. Anstelle der anfangs eingesetzten ICE-T verkehren zunehmend ICE 3 und ICE 4 (7-teilig). Ein Zugpaar verkehrt seit Dezember 2018 ab Frankfurt weiter über Darmstadt, Mannheim, Kaiserslautern bis Saarbrücken.

Die ICE-Linie 2 wurde im Zuge der Erweiterung der ICE-Linie 15 auf einen Einzelzug montags bis donnerstags reduziert (6 Uhr ab Frankfurt).<ref name="ds-282-11">Vorschau auf den Fernverkehrsfahrplan 2018. In: Drehscheibe. Nr. 282, 2017, ISSN 0934-2230, ZDB-ID 1283841-X, S. 11–15.</ref> Bei diesem kommt mit einer Reisezeit von knapp vier Stunden ein ICE-T der Baureihe 415 zum Einsatz.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie in Deutschland wurde das ICE-Sprinter-Angebot Anfang 2020 deutlich reduziert und erst im Laufe des Sommers wieder auf das übliche Niveau hochgefahren.<ref name="faz-2020-249-19">Kerstin Schwenn: "Nur noch jeder dritte Platz im Zug ist besetzt". In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 249, 26. Oktober 2020, ISSN 0174-4909, S. 19.</ref> Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 wurden die Fahrlagen der Berlin-München-Sprinter an Wochenenden teils verändert. Aufgrund von Bauarbeiten im Raum Bamberg entfielen zwischen Januar und April 2021 mit Ausnahme der Früh-Sprinter alle ICE Sprinter zwischen Berlin und München.<ref name="sg-2020-5-31">Fahrplanjahr 2021: Fernverkehr mit Angebotsverbesserungen. In: Signal. Nr. 5–6, Februar 2021, ISSN 0723-7499, S. 31–33.</ref>

Im Mai 2022 verzeichnete die Deutsche Bahn 40 Prozent mehr Buchungen für ICE Sprinter als im Mai 2019.<ref>Gerald Traufetter: Deutsche Bahn profitiert vom Chaos an den Flughäfen. In: Der Spiegel. 3. Juli 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 2. August 2022]).</ref> Im Vergleich von 2022 gegenüber 2019 wurden 45 Prozent mehr Reisende gezählt.<ref>Gemeinsam für mehr Klimaschutz: Aktionsplan von DB und Luftverkehr zeigt Erfolge. In: deutschebahn.com. Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Deutsche Bahn, 13. Februar 2023, abgerufen am 18. Februar 2023.</ref> Von 2019 bis 2023 stieg die Nachfrage auf Sprinterlinien nach DB-Angaben um 70 Prozent.<ref name="db-2024-10-11">Neuer Fahrplan mit mehr internationalen Angeboten, mehr Sprinter- und Direktverbindungen in Deutschland. In: Deutsche Bahn. 11. Oktober 2024, abgerufen am 12. Oktober 2024.</ref>

Von 6. Januar 2023 bis 2. Juli 2023 verkehrten die ICE-Sprinter-Züge auf der Strecke Berlin–Köln–Bonn laut Deutsche Bahn aufgrund „zahlreiche[r] Baustellen und betriebliche[r] Engpäss[e] im Schienennetz“ nicht.<ref>Christian Latz: Rückkehr verzögert sich: ICE-Sprinter Berlin-Köln setzt noch länger aus. In: Tagesspiegel. 13. Juni 2023, abgerufen am 9. Juli 2023.</ref>

Im Jahresfahrplan 2024 wurden täglich 60 Sprinter-Züge angeboten, 2025 sollten es 66 werden.<ref name="db-2024-10-11" />

Zum Jahresfahrplan 2026 wurde unter anderem ein neues ICE-Sprinter-Zugpaar zwischen Berlin, Nürnberg und Stuttgart eingesetzt. Der Zug fährt morgens in Stuttgart Richtung Berlin und abends von Berlin zurück nach Stuttgart, mit einer Reisezeit von vierdreiviertel Stunden.<ref>Neuer ICE-Sprinter verkürzt Fahrzeit zwischen Stuttgart und Berlin. In: deutschebahn.com. 18. Dezember 2025, abgerufen am 24. Dezember 2025.</ref> Zwischen Köln und Hamburg wurde eine Sprinter-Linie im Vier-Stunden-Takt und dreieinhalb Stunden Reisezeit eingerichtet. Die Züge der Sprinter-Linie 29 (Berlin–München) halten wieder durchgängig in Halle (Saale) und Erfurt.<ref name="br-2025-6-16" />

Ausblick

Nach Angaben von 2018 sollte zwischen München und Berlin ab 2020 eine stündliche Sprinter-Verbindung eingerichtet werden, soweit die Auslieferung des ICE 4 planmäßig vorankomme.<ref name="focus-2018-03-09" /> Laut Angaben von 2019 sollte das Angebot zwischen München und Berlin dagegen nachfrageabhängig ausgebaut werden.<ref name="bt-19-7577">Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Stefan Gelbhaar, Stephan Kühn (Dresden), Daniela Wagner und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/7247 –. Verkehrliche Wirkungen des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8 nach Gesamtinbetriebnahme im Dezember 2017. Band 19, Nr. 7577, 7. Februar 2019, ISSN 0722-8333, S. 8. BT-Drs. 19/7577</ref> Im September 2023 kündigte die DB schließlich an, ab Dezember 2023 mit 14 Zügen pro Tag ein nahezu stündliches Sprinter-Angebot zwischen Berlin und München anzubieten. Zwei Zugpaare sollten zwischen Nürnberg und Berlin ohne Halt fahren, mit einer Fahrzeit zwischen Berlin und München von dreidreiviertel Stunden.<ref name="db-2023-09-29">Fahrplan 2024: bis zu 25 Prozent mehr Sitzplätze zwischen München und Berlin. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn, 29. September 2023, abgerufen am 30. September 2023.</ref>

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 sollten neue Sprinterlinien angeboten werden: München–Nürnberg–Frankfurt Flughafen–Köln–Düsseldorf (zwei Zugpaare, als ICE-Sprinter-Linie 2<ref name="ek-2022-01-10">Änderungen im Fahrplan 2022. In: Eisenbahn-Kurier. Nr. 1, 2022, ISSN 0170-5288, S. 10 f.</ref>), Hamburg–Hannover–Frankfurt Hbf–Frankfurt Flughafen sowie Bonn–Köln–Berlin (ICE-Sprinter-Linie 9<ref name="ek-2022-01-10" />).<ref name="ei-2021-6-6">Matthias Feil: Der Deutschlandtakt als Kompass für die Schiene. In: Der Eisenbahningenieur. Band 72, Nr. 6, Juni 2021, ISSN 0013-2810, S. 6–8.</ref> Als ICE-Linie 2 sollten zwei tägliche Zugpaare Köln und München (mit Zwischenhalten in Frankfurt Flughafen und Nürnberg) in vier Stunden verbinden (mit ICE 3). Auf der ICE-Linie 4 war ein tägliches Sprinter-Zugpaar zwischen Hamburg und Frankfurt am Main vorgesehen. Als ICE-Linie 9 sind drei tägliche Zugpaare mit ICE-4-Halbzügen zwischen Bonn, Köln und Berlin verkehren (ohne weitere Zwischenhalte) und zwischen Köln und Berlin Hauptbahnhof eine Fahrzeit von knapp unter vier Stunden erreicht werden.<ref name="ds-314-14">Vorschau auf den DB-Fernverkehr 2022. In: Drehscheibe. Nr. 314, 2021, ISSN 0934-2230, ZDB-ID 1283841-X, S. 14–19.</ref> Die Züge der Sprinter-Linie 1 sollen in die IC/ICE-Linie 39 (Köln–Hamburg) integriert werden.<ref name="ek-2022-01-10" />

Ab 2027 sollen ICE Sprinter Hamburg und München in fünfeinviertel Stunden miteinander verbinden.<ref name="br-2025-6-16">Fahrplan 26 – mehr Sprinter, weniger Fläche. In: Bahn-Report. Nr. 6, 2025, ISSN 0178-4528, S. 16.</ref>

Service und Preisgestaltung

Datei:ICE Sprinter Breakfast 2008.jpg
Inklusiv-Frühstück in der ersten Klasse eines ICE Sprinters (Februar 2008)

Noch 1994 fiel kein Sprinter-Aufpreis für Inhaber persönlicher und übertragbarer Jahresnetzkarten an.<ref name="db-1994-9" /> Diese Regelung wurde später aufgehoben.

Ende 1998 war eine Reservierung nur für die erste Klasse erforderlich (nicht jedoch im Streckenabschnitt zwischen Frankfurt am Main und Mannheim). Die Reservierungsgebühr lag bei 40 DM. In der zweiten Klasse galten die regulären ICE-Fahrscheine.<ref name="db-1998-08" />

Zum Fahrplanwechsel am 30. Mai 1999 entfiel in den Berlin-Frankfurt-Sprintern der zuvor notwendige Aufpreis, nicht jedoch die Reservierungspflicht. Ein Frühstück am Platz konnte in der ersten Klasse für 14,90 DM erworben werden. Das Bordrestaurant blieb im ICE Sprinter geschlossen. Zum Pauschalpreis konnten bis vor eine Stunde vor Ankunft und Abfahrt des ICE Taxis vom und zum Bahnhof gebucht werden. Zu den weiteren Services am Bahnhof zählten vergünstigte Parkplätze, ein Valet-Service, ein Pkw-Werkstatt-Service und die DB Lounge am Hauptbahnhof Frankfurt, einschließlich Besprechungsräumen.<ref name="mobil-1999-5-10" />

Datei:ICE Sprinter Supper 2008.jpg
Abendessen, wie es in der ersten Klasse eines ICE Sprinters 2008 serviert wurde. Der hier zu sehende Weißwein (alternativ auch Rotwein) wurde nur in manchen Zügen am Freitagabend angeboten.

Im Frühjahr 2001 wurde der Erste-Klasse-Service im ICE Sprinter mit Speisen und Getränken auf den Strecken Berlin–Frankfurt und München–Mannheim–Frankfurt eingeführt<ref>bahn Spektrum. In: mobil, Ausgabe 5/2001</ref> und Ende 2004 um eine warme Eierspeise (morgens) bzw. einen Salat (abends) ergänzt.<ref>bahn Spektrum. In: mobil, Ausgabe 11/2004.</ref> Der Aufpreis in der ersten Klasse lag bei 30 DM (15,34 Euro).<ref>Eckhart Nickel: Was verstehen die Spießer im Flieger schon davon?. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Dezember 1999.</ref> Für den 1.-Klasse-Inklusivservice im ICE Sprinter wurden täglich rund 1.000 Tabletts zusammengestellt.<ref name="mobil-2009-11-48">Wie die Currywurst zum Zug kommt. In: mobil. November 2009, S. 48–51.</ref> Ab November 2012 wurden anstelle der Tabletts Sandwiches an Reisende der 1. Klasse verteilt.

Für den ICE Sprinter bestand seit Dezember 2002 Reservierungspflicht.<ref>Bahn führt Reservierungspflicht für ICE-Sprinter ein. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Oktober 2002.</ref> Im Rahmen der zum 1. Oktober 2004 eingeführten Kundencharta verpflichtete sich die Deutsche Bahn, den Aufpreis bei Verspätungen von mehr als 30 Minuten in Form eines Gutscheines zu erstatten.<ref name="eri-2004-482">Meldung DB AG stellt Kundencharta vor. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 11/2004, ISSN 1421-2811, S. 482.</ref> Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 wurde der Aufpreis (der die Reservierung mit einschließt) um je einen Euro und im Dezember 2009 um weitere 0,50 Euro angehoben. Sie betrug von da an 11,50 Euro in der zweiten und 16,50 Euro in der ersten Klasse.

Am 1. März 2001 begann im Rahmen eines Pilotprojekts eine Zusammenarbeit mit dem Lufthansa-Prämienprogramm Miles & More. Für Reisen im ICE Sprinter zwischen Frankfurt und Berlin bzw. München konnten Erste-Klasse-Reisende 500 Meilen pro einfacher Fahrt in der ersten Klasse erhalten; ebenso Metropolitan-Fahrgäste zwischen Hamburg und Köln.<ref>Flugmeilen am Boden sammeln. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 3. März 2001.</ref> Eine Erweiterung auf die AIRail-Strecke Frankfurt–Stuttgart war geplant.<ref>Lufthansa-Bonusmeilen künftig auch für Bahnfahrten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 27. Dezember 2000.</ref> Die Zugbegleiter lasen dabei die Miles-and-More-Karte in das Mobile Terminal ein. Für 15.000 Prämienmeilen konnte eine Hin-und-Rückfahrkarte innerhalb Deutschlands in der zweiten Klasse (erste Klasse: 20.000 Meilen) bei einer Vorbuchungsfrist von einer Woche erworben werden.<ref>bahn Spektrum. In: mobil, Ausgabe 4/2001.</ref> Die Kooperation wurde später eingestellt.

Ende 2001 wurde eine Buchung von Leihwagen über die Zugbegleiter (bis eine Stunde vor Ankunft) eingeführt.<ref>bahn Spektrum. In: mobil, Ausgabe 11/2001.</ref> Dieser Service wurde später eingestellt.

Zum 15. Juni 2014 entfiel die Inklusivmahlzeit in der 1. Klasse. Der Sprinter-Aufpreis in der 1. Klasse wurde gleichzeitig auf 11,50 Euro reduziert und entsprach damit dem der 2. Klasse.

Seit dem 13. Dezember 2015 sind die ICE Sprinter nicht mehr zuschlags- und reservierungspflichtig.<ref name="mopo-2015-12-02" /><ref>Deutsche Bahn: Das ändert sich bei Tickets, Preisen & Fahrplan. In: welt.de. 15. September 2015, abgerufen am 18. Februar 2023.</ref>

Nicht realisierte Planungen

Eine Reihe von Überlegungen zur Ausweitung des ICE-Sprinter-Angebotes wurden nicht umgesetzt.

Im Jahr 2002, vor Aufnahme des Vollbetriebs auf der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main, waren zwei ICE-Sprinter-Zugpaare zwischen Dortmund und Stuttgart vorgesehen.<ref name="eisenbahn-journal-2002-3-78">Ohne Autor: Bauzugloks, Testfahrten, Fahrbetrieb. In: Eisenbahn Journal, Sonderausgabe 3/2002, ISBN 3-89610-095-5, S. 78–85</ref> Andere Überlegungen sahen die Einrichtung eines Köln-Frankfurt-Stuttgart-Sprinters ab 2003 vor.<ref name="sz-2001-107-27" /> Untersucht wurde darüber hinaus unter anderem die Einrichtung eines Sprinters zwischen den Großstädten des Ruhrgebiets und Berlin (ohne Halt in Hannover). Auch ein Sprinter zwischen München und Hamburg, über die 2006 eröffnete Nürnberg-Münchner Schnellfahrstrecke, wurde diskutiert.<ref name="sz-2001-291-V2/7">Wer nicht fliegen will, muss fahren. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 291, 2001, ISSN 0174-4917, S. V2/7.</ref>

Auch Pläne (von 2001), die ICE Sprinter mit dem Metropolitan ab 2003 zu einem neuen Angebot zusammenzulegen,<ref name="sz-2001-107-27" /> wurden nicht realisiert.

Ab Dezember 2020 sollte eine zweistündliche ICE-Sprinter-Linie zwischen Köln und Berlin angeboten werden. Die Züge sollten, in Ergänzung zum bestehenden Verkehr, mit ICE 4 gefahren werden und dabei mit rund vier Stunden eine etwa 20 Minuten kürzere Reisezeit als die Regelzüge erreichen. Halte waren u. a. in Bielefeld und Hagen geplant. Vorgesehen waren wenigstens sechs Züge pro Tag und Richtung.<ref name="westfalen-blatt-2018-11-13">Matthias Band: ICE-Sprinter halten in Bielefeld. In: westfalen-blatt.de. 13. November 2018, abgerufen am 17. November 2018.</ref> Die Linie sollte nach späteren Planungen erst Ende 2023 eingerichtet werden. Mit Zwischenhalten in Wuppertal Hbf, Hagen, Bielefeld und Hannover war zwischen Berlin und Köln eine Reisezeitverkürzung um rund zehn Minuten vorgesehen. Das ICE-Sitzplatzangebot zwischen Köln und Berlin sollte dabei um rund 40 Prozent ausgeweitet werden.<ref name="db-2018-12-05">Durchbruch: Konsensfähiges Konzept für mehr Fernverkehr NRW–Berlin. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn AG, 5. Dezember 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Dezember 2018; abgerufen am 9. Dezember 2018.</ref> Das neue Angebot gilt aufgrund seiner vier Stunden überschreitenden Reisezeit nicht mehr als Sprinter.<ref name="eri-2019-59">Kein Sprinter Köln – Berlin. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 2, 2019, ISSN 1421-2811, S. 59.</ref> Realisiert wurde ab Dezember 2021 stattdessen eine Verbindung ohne Zwischenhalt, die zwischen Berlin-Spandau und Köln Hbf drei Stunden und 50 Minuten braucht.

Technik

ICE Sprinter dürfen zwischen Hamburg-Harburg und Rotenburg (Wümme) sowie zwischen Hamm, Duisburg und Köln in Abweichung von allen übrigen Zügen eine größere elektrische Leistung abrufen. Die Oberstrombegrenzung auf diesen Abschnitten liegt für ICE Sprinter bei 900 A.<ref name="eb-2001-1-12" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="db-1992-4-4">Ein Jahr Hochgeschwindigkeitsverkehr. In: Die Bahn informiert. Nr. 4, 1992, ZDB-ID 2003143-9, S. 4–6.</ref> <ref name="db-1993-1-32">Jahresrückblick 1992: Personenverkehr. In: Die Deutsche Bahn. Nr. 1, 1993, S. 32–40.</ref> <ref name="db-1994-9">Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Netzkarten. 29. Mai 1994, S. 9 (Broschüre).</ref> <ref name="db-2010-10-29">Informationen zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember. Presseinformation. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn AG, 29. Oktober 2010, abgerufen am 2. August 2022.</ref> <ref name="db-2016-12-09">Neue Rekordfahrtzeit: Ab Sonntag in nur noch 3 Stunden und 40 Minuten von Frankfurt/Main nach Paris. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn AG, 9. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Dezember 2016; abgerufen am 2. August 2022.</ref> <ref name="deine-bahn-2015-12-6">Artur Stempel: NBS Erfurt – Leipzig/Halle: Meilenstein für den Bahnbetrieb. In: Deine Bahn. Band 43, Nr. 12, 2015, ISSN 0172-4479, S. 6–9.</ref> <ref name="eb-2001-1-12">Elektrischer Betrieb bei der Deutschen Bahn im Jahr 2000. In: Elektrische Bahnen. Heft 1–2/2001, Januar 2001, S. 12.</ref> <ref name="eri-1998-441">Halbjahresbilanz der DB AG. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 10, 1998, ISSN 1421-2811, S. 441.</ref> <ref name="eri-2000-246">Kapazitätsprobleme. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 6, Juni 2000, ISSN 1421-2811, S. 246.</ref> <ref name="eri-2006-522">Wolfgang Hanke: Veränderte Bedienung der NBS Köln–Rhein/Main ab Dezember 2006. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 10, 2006, ISSN 1421-2811, S. 522.</ref> <ref name="focus-2018-03-09">Gewinn steigt auf 2,15 Milliarden Euro. In: focus.de. Focus Online, 9. März 2018, abgerufen am 11. März 2018.</ref> <ref name="hb-1992-62-09">Die Bahn trumpft auf. In: Handelsblatt. 27. März 1992, ISSN 0017-7296, S. 9.</ref> <ref name="mobil-1999-5-10">Neuer Fahrplan: Ausgeschlafen, geneigt und schneller beim Sprint. In: mobil. Mai 1999, S. 10.</ref> <ref name="mobil-1999-6-49">Berlin–Frankfurt jetzt in dreieinhalb Stunden. In: mobil. Juni 1999, S. 49.</ref> <ref name="mopo-2015-12-02">Thomas Fülling: Schneller mit der Bahn nach Frankfurt. In: Berliner Morgenpost. 2. Dezember 2015, ZDB-ID 749437-3, S. 2 (morgenpost.de).</ref> <ref name="schnellverkehr-1994-135">Horst J. Obermayer: ICE – Hochgeschwindigkeitszüge der Deutschen Bahn AG. In: Horst J. Obermayer (Hrsg.): Internationaler Schnellverkehr. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06775-0, S. 135 f.</ref> <ref name="sz-1998-213-6">Mit 300 Stundenkilometern in die Zukunft. In: Süddeutsche Zeitung. Nr. 213, 1998, ISSN 0174-4917, S. 16.</ref> <ref name="sz-1999-121-14">Ab Sonntag neuer Fahrplan der Bahn. In: Süddeutsche Zeitung. Nr. 121, 1999, ISSN 0174-4917, S. 14.</ref> <ref name="sz-2001-107-27">Fluggäste bekommen jetzt bei uns einen Schnupperkurs. In: Süddeutsche Zeitung. Nr. 107, 2001, ISSN 0174-4917, S. 27.</ref> <ref name="zug-1995-1-56">ICE - Sprinter. In: ZUG. Nr. 1, 1995, S. 56.</ref> <ref name="db-2022-07-13">ICE 9 SPRINTER Berlin – Köln – Bonn Baubedingte Fahrplanänderungen. In: bauinfos.deutschebahn.com. Deutsche Bahn AG, 12. Juli 2022, abgerufen am 13. Juli 2022 (nennt ICE-Liniennummer).</ref> </references>