Guido Wolf
Guido Wolf (* 28. September 1961 in Weingarten) ist ein deutscher Jurist und Politiker (CDU). Er war von 2015 bis 2016 Landtagsfraktionsvorsitzender der CDU Baden-Württemberg und somit Oppositionsführer. Außerdem war er Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016, in der die CDU ihr bis dahin schlechtestes Ergebnis erzielte. Von Mai 2016 bis Mai 2021 war er im Kabinett Kretschmann II Minister für Justiz und Europaangelegenheiten.
Wolf gehört dem Landtag von Baden-Württemberg seit 2006 als Abgeordneter an. Außerdem war er von 2003 bis 2011 Landrat des Landkreises Tuttlingen und von 2011 bis 2015 baden-württembergischer Landtagspräsident.
Ausbildung und Beruf
Wolf wuchs in Weingarten auf und besuchte dort die Grundschule. Er bestand das Abitur am Spohn-Gymnasium in Ravensburg. Ohne Wehr- oder Zivildienst abzuleisten, studierte er im Anschluss Rechtswissenschaft an der Universität Konstanz.<ref>Guido Wolf | Landtag Baden-Württemberg. Abgerufen am 7. November 2025.</ref> Nach dem Referendariat im Landgerichtsbezirk Ravensburg, beim Landratsamt Ravensburg sowie beim Regierungspräsidium Tübingen absolvierte er an der Konstanzer Universität ein Vertiefungsstudium in „Verwaltung und Finanzen“. Das zweite juristische Staatsexamen folgte im Jahr 1988.
Nach dem Ende seiner juristischen Ausbildung arbeitete Wolf bis 1991 zunächst beim Landratsamt Tuttlingen als Dezernent für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Verkehr. Anschließend arbeitete er bis 1992 als persönlicher Referent und Büroleiter für den baden-württembergischen Verkehrsminister Thomas Schäuble. Danach war er zwei Jahre bis Ende 1994 als Richter am Verwaltungsgericht Sigmaringen tätig. Von Januar 1995 bis Oktober 1996 folgte eine Tätigkeit als Referatsleiter in der Grundsatzabteilung des baden-württembergischen Staatsministeriums.
Politische Laufbahn
Bürgermeister und Landrat
Wolf kandidierte 1992 für das Amt des Oberbürgermeisters in seiner Heimatstadt Weingarten, erreichte jedoch nur Platz drei.<ref>Susanne Stiefel: CDU-Kandidat Guido Wolf in BaWü: Papst oder Ministerpräsident. In: Die Tageszeitung: taz. 9. März 2016, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 6. November 2025]).</ref> Dabei erreichte er selbst im Wahlkreis seines Elternhauses keine Stimmenmehrheit.<ref>Susanne Stiefel: CDU-Kandidat Guido Wolf in BaWü: Papst oder Ministerpräsident. In: Die Tageszeitung: taz. 9. März 2016, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 6. November 2025]).</ref>
Mit Wirkung zum 1. November 1996 wurde Wolf in Nürtingen vom Gemeinderat zum Ersten Bürgermeister (Beigeordneter) gewählt.
Am 21. November 2002 wählte der Kreistag des Landkreises Tuttlingen Wolf zum Landrat als Nachfolger von Hans Volle. Dieses Amt trat er im Januar 2003 an. 2010 wurde er mit 44 von 46 Stimmen wiedergewählt, Wolf war einziger Kandidat. Er wollte die Amtszeit für die Weiterentwicklung der Kreiskliniken, die Sicherung des Bildungsstandorts und den zweigleisigen Ausbau der Gäubahn nutzen.<ref>Jutta Freudig (feu): Guido Wolf als Landrat bestätigt. In: Südkurier vom 22. Oktober 2010</ref> Der zweigleisige Ausbau der Gäubahn wurde in Wolfs Amtszeit als Landrat nicht erreicht. Bis zum jetzigen Zeitpunkt (2025) ist die Gäubahn weitestgehend einspurig geblieben. Als Landrat setzte Wolf sich für eine teilweise privat finanzierte Reformhochschule in Tuttlingen ein, und (als dieses Vorhaben scheiterte) für die Ansiedlung einer Außenstelle der Hochschule Furtwangen in Tuttlingen zum Wintersemester 2009/2010.
Landtagsabgeordneter
Bei der Landtagswahl 2006 wurde Wolf im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen mit 46 Prozent<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Statistisches Landesamt Baden-Württemberg ( vom 30. März 2009 im Internet Archive)</ref> als direkt gewählter Abgeordneter in den baden-württembergischen Landtag gewählt. Er war während der 14. Wahlperiode Mitglied des Innen- sowie des Sozialausschusses. In der CDU-Landtagsfraktion war Wolf außerdem arbeitsmarktpolitischer Sprecher.
Bei der Landtagswahl 2011 konnte Wolf mit 46,3 Prozent im Vergleich zur vorangegangenen Wahl gegen den Landestrend – die CDU verlor 5,2 Prozentpunkte – sogar leicht zulegen. Im neuen Landtag war Wolf zunächst Mitglied im Finanz- und Wirtschaftsausschuss, im Innenausschuss und Vorsitzender des Finanz- und Wirtschaftsausschusses. In der CDU-Landtagsfraktion war er Mitglied der Arbeitskreise „Finanzen und Wirtschaft“ sowie „Innenpolitik“ und Sprecher für Angelegenheiten des öffentlichen Dienstes.
Am 27. Januar 2015 wurde Wolf zum Fraktionsvorsitzenden der CDU gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Guido Wolf ist neuer Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion ( vom 2. April 2015 im Internet Archive) CDU Baden-Württemberg, 27. Januar 2015, abgerufen am 10. März 2015.</ref> In diesem Zusammenhang musste sich Wolf gegen Vorwürfe verteidigen, Peter Hauk unfair aus dem Amt gedrängt zu haben.<ref>Stuttgarter Zeitung: Guido Wolf: Habe Hauk nicht unfair aus Amt gedrängt. Abgerufen am 8. November 2025.</ref> Das Amt des Fraktionsvorsitzenden hatte Wolf bis zum Ende der Wahlperiode inne.
Bei der Landtagswahl 2016 konnte er sein Direktmandat erneut verteidigen, obwohl er im Vergleich zur vorangegangenen Wahl – wie die gesamte Landespartei – in seinem Wahlkreis starke Verluste hinnehmen musste.
In der Diskussion um den Fortbestand des Polizeipräsidiums Tuttlingen machte Wolf noch im Juni 2017 Hoffnung auf dessen Fortbestand<ref>Regionale Nachrichten aus Baden-Württemberg | Schwäbische.de. Abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref>. Kurze Zeit darauf fiel dann die Entscheidung, das Polizeipräsidium Tuttlingen als einziges Polizeipräsidium im Land im Zuge der Korrektur der Polizeireform von 2014 aufzulösen. Dies wurde in der Presse als herbe Niederlage für Wolf gewertet<ref>Kompromiss bei Polizeipräsidien: Aufatmen in Konstanz, Enttäuschung in Tuttlingen. 12. Juli 2017, abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref>. Wolf selbst machte daraufhin geltend, dass sich in der Politik nicht alle Seiten durchsetzen könnten.<ref>Regionale Nachrichten aus Baden-Württemberg | Schwäbische.de. Abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref>
Bei der Landtagswahl 2021 konnte er sein Direktmandat mit 29,3 Prozent der Stimmen verteidigen.
Im Zuge der Maskenaffäre sah sich Wolf 2021 heiklen Nachfragen ausgesetzt, weil er ein Unternehmen in seinem Wahlkreis betreut hatte, deren Masken Nikolas Löbel gegen Provision vermittelt hatte<ref>Stuttgarter Zeitung: Justizminister Wolf und der Fall Löbel: Heikle Fragen nach Einsatz für Maskenfirma. Abgerufen am 7. Dezember 2025.</ref>. Ein Fehlverhalten konnte Wolf nicht nachgewiesen werden.
2023 veröffentlichte Wolf ein Foto mit der Behauptung, er habe einen Förderbescheid an das Rote Kreuz in seinem Wahlkreis übergeben. Auf Anfrage von Niko Reith teilte das Staatsministerium mit, dass besagter Bescheid schon Monate zuvor durch das Regierungspräsidium übergeben worden war.<ref>Ex-Minister Guido Wolf: CDU-Termin nur eine billige Show? 15. Juli 2023, abgerufen am 16. November 2025.</ref>
Im Landtagswahlkampf 2026 verkündete Wolf, dass auf seine Initiative hin ein Abriss des Bronner Wehrs bei Fridingen "vom Tisch sein dürfe".<ref>Anja Schuster: „Damit dürfte der Abbruch vom Tisch sein“: Bronner Wehr ist offenbar ein Kulturdenkmal. 13. Februar 2026, abgerufen am 13. Februar 2026.</ref> Tatsächlich steht das Bronner Wehr bereits seit 2014 unter Denkmalschutz.<ref>Anja Schuster: „Damit dürfte der Abbruch vom Tisch sein“: Bronner Wehr ist offenbar ein Kulturdenkmal. 13. Februar 2026, abgerufen am 13. Februar 2026.</ref> In der Folge wurde Wolf vorgeworfen, im Wahlkampf eine alte Tatsache als eigenen Erfolg dargestellt zu haben.<ref>Anja Schuster: Das hat definitiv ein Geschmäckle. 13. Februar 2026, abgerufen am 13. Februar 2026.</ref>
Sein Wahlkreisbüro unterhielt Wolf zusammen mit Volker Kauder, dem damaligen Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in Räumen des Bahnhofs Tuttlingen.
Landtagspräsident
Am 26. Oktober 2011 wurde Wolf von 109 der 138 Abgeordneten zum neuen Landtagspräsidenten gewählt. Daraufhin stimmte am 10. November 2011 der Kreistag des Landkreises Tuttlingen Wolfs Antrag auf Entlassung aus dem Amt des Landrats zu.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Landtagspräsident Guido Wolf MdL aus seinem Amt als Landrat entlassen ( des Vorlage:IconExternal vom 31. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Landkreis Tuttlingen, 10. November 2011</ref> In der Amtszeit von Guido Wolf wurde das neue Bürger- und Medienzentrum des Landtags auf den Weg gebracht.<ref>Stuttgarter Zeitung: Bürger- und Medienzentrum am Landtag: Zentrum steht nach rätselhaftem Kostensprung auf der Kippe. Abgerufen am 7. Dezember 2025.</ref> Sein Amt als Landtagspräsident gab Wolf im Januar 2015 wegen seiner Spitzenkandidatur auf.
Spitzenkandidat
Die CDU-Mitgliederbefragung Ende 2014 gewann Wolf mit 55,9 Prozent der Stimmen überraschend gegen den Landesvorsitzenden Thomas Strobl. Auf dem 66. Landesparteitag der CDU Baden-Württemberg am 24. Januar 2015 in Ulm wurde er mit 93,8 Prozent der Delegiertenstimmen zum Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2016 gewählt.<ref>Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart, Germany: Landesparteitag in Ulm: Wolf ist CDU-Spitzenkandidat. In: stuttgarter-nachrichten.de. (stuttgarter-nachrichten.de [abgerufen am 2. März 2017]).</ref>
Den Wahlkampf begann Wolf noch im Jahr 2014 mit Attacken gegen den amtierenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und attestierte sich eine bessere Durchsetzungsfähigkeit.<ref>Guido Wolf schnappt nach Winfried Kretschmann. 7. Dezember 2014, abgerufen am 7. Dezember 2025.</ref> In der Folge wurde kritisiert, das Wolf im Wahlkampf mit Unwahrheiten arbeite.<ref>Johanna Henkel-Waidhofer: Das System Wolf. 22. Juli 2015, abgerufen am 7. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bei der Landtagswahl 2016 verlor die CDU unter der Führung von Wolf und trotz der Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkel<ref>Kanzlerin leistet CDU-Spitzenkandidat kräftig Schützenhilfe im Wahlkampf – Baden-Württemberg – Pforzheimer-Zeitung. 15. Februar 2016, abgerufen am 9. November 2025.</ref> 12 Prozentpunkte und erhielt nur noch 27 Prozent der Wählerstimmen. Dieses bis dahin schlechteste Ergebnis der CDU wurde in den Medien als „desolat“ gewertet.<ref>Porträt: Desolates Ergebnis für CDU-Hoffnungsträger Guido Wolf. DPA-Meldung. In: Süddeutsche Zeitung, 13. März 2016, abgerufen am 27. August 2020.; <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorläufiges Ergebnis der Landtagswahl am 13. März 2016. Land Baden-Württemberg. ( des Vorlage:IconExternal vom 8. November 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, abgerufen am 14. März 2016.</ref> Die CDU war nun hinter Bündnis 90/Die Grünen auf den zweiten Platz zurückgefallen.
Das Auftreten von Wolf während des Wahlkampfes wurde von der heute show humoristisch aufgegriffen.<ref>Stuttgarter Zeitung: CDU-Spitzenkandidat: Heute Show lästert über Guido Wolf. Abgerufen am 7. November 2025.</ref> Daneben wurde Wolf im Wahlkampf zum Opfer von Bodyshaming, so wurden wiederholt seine Physiognomie<ref>Susanne Stiefel: Papst oder Ministerpräsident. 2. März 2016, abgerufen am 8. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und seine Körpergröße<ref>Stuttgarter Zeitung: Landtagswahlkampf: The Battle of the Opas in der heute Show. Abgerufen am 8. November 2025.</ref> thematisiert.<ref>Baden-Württembergs CDU-Kandidat Guido Wolf: Der einsame Wolf. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 10. November 2025]).</ref> Ebenso wurde Wolf im Wahlkampf vom politischen Gegner wegen seiner Haarfarbe kritisiert<ref>Politischer Aschermittwoch: Haarige Attacke gegen CDU-Mann Guido Wolf. Bei der Landes-SPD in Ludwigsburg ging's heftig zur Sache. 18. Februar 2015, abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref>. Er selbst bestritt, sich die Haare zu färben, er habe diese nur "renaturiert".<ref>Stuttgarter Zeitung: Guido Wolf und die Haare: Ich färbe nicht, ich renaturiere. Abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref>
Justizminister
Nach Bildung der grün-schwarzen Koalition strebte Wolf zunächst das Amt des Wirtschaftsministers an, stieß mit diesem Vorhaben aber auf Widerspruch aus der Wirtschaft selbst.<ref>Südwestmetall-Chef Stefan Wolf lehnt CDU-Wahlverlierer Guido Wolf als Wirtschaftsminister ab. 6. Mai 2016, abgerufen am 10. November 2025.</ref> Schließlich wurde er von Mai 2016 bis Mai 2021 Minister der Justiz und für Europa im Kabinett Kretschmann II. Er attestierte sich selbst, als Justizminister gute Arbeit gemacht zu haben.<ref>Guido Wolf schaffte es als einer der wenigen CDU-Politiker erneut direkt in den Landtag – sein bewegtes Politikerleben ist um ein Kapitel reicher. 15. März 2021, abgerufen am 8. November 2025.</ref> Nach der Wahl 2021 wurde Wolf nicht mehr berücksichtigt, gehört aber als einfacher Abgeordneter dem Parlament weiter an.
Parteiämter
In der CDU ist Wolf Beisitzer im Landesvorstand<ref>Landesvorstand. Abgerufen am 9. November 2025.</ref> und gehört dem Kreisvorstand Tuttlingen mit beratender Stimme an.<ref>Unser Vorstand. Abgerufen am 9. November 2025.</ref>
Ehrenämter
Wolf ist seit 2009 Vorsitzender des Interessenverbands Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn. 2025 kritisierte er die Deutsche Bahn scharf und beklagte, dass die Gäubahn als Verkehrsmittel massiv an Bedeutung verliere.<ref>NRWZ-Redaktion: "Wir fühlen uns verschaukelt" – Reaktionen auf Gäubahn-Kappung. In: NRWZ.de. 13. Mai 2025, abgerufen am 7. November 2025.</ref> Wolf ist seit 2021 Präsident des Blasmusikverband Baden-Württemberg. Außerdem ist er Landesvorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.<ref>Arbeitsbilanz 2021 des Landesverbandes Baden-Württemberg des Volksbundes Baden-Wuerttemberg</ref> Zudem ist er Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.<ref>EUROPA-UNION Baden-Württemberg. Abgerufen am 2. September 2025.</ref>
Positionen
In der Diskussion um die Bewältigung des Flüchtlingszustroms im Jahr 2015 folgt er seiner Parteikollegin Julia Klöckner und fordert ebenfalls eine Integrationspflicht für Flüchtlinge und ein Burkaverbot. Er forderte die Strafbarkeit für Männer, die Frauen zum Tragen von Burkas zwingen<ref>Burka-Verbot: CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf will Ehemänner bestrafen. 2. November 2015, abgerufen am 26. November 2025.</ref>. Generell möchte er die Zuwanderung begrenzen, ohne dabei Obergrenzen zu fordern.<ref>CDU will Ehemänner bestrafen Interview mit Bild, 2. November 2015, abgerufen am 29. Dezember 2015.</ref> In einer gemeinsamen Erklärung forderten Julia Klöckner und Guido Wolf im Februar 2016 zudem tagesaktuelle Flüchtlingskontingente und Grenzzentren. Ohne Asylgrund oder Schutzstatus solle niemand mehr nach Deutschland einreisen dürfen.<ref>CDU-Wahlkämpfer erhöhen Druck auf Merkel Tagesschau.de, zuletzt gesehen am 21. Februar 2016.</ref> Als Justizminister machte sich Wolf dafür stark, dass Ermittler animierte Kinderpornos nutzen dürfen.<ref>Ermittler sollen animierte Kinderpornos benutzen. 4. Januar 2019, abgerufen am 2. März 2026.</ref>
Persönliches
Wolf ist Katholik und hat als Blutreiter 36 Mal an den Blutfreitagsfeierlichkeiten teilgenommen, 2015 als Standartenträger der Blutreitergruppe Weingarten.<ref>Weingarten: Blutritt: 2400 Reiter bitten um Segen für Haus und Hof – Südkurier Online</ref> Er ist seit 2021 als Nachfolger von Rudolf Köberle Präsident des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg.
Sein Großvater Franz Weiß war von 1946 bis 1952 Landwirtschaftsminister von Württemberg-Hohenzollern. Wolf schreibt in seiner Freizeit Gedichte in schwäbischer Mundart, die er auch im Rahmen des Landtagswahlkampfs 2006 vorgetragen hat.
Guido Wolf und seine Frau trennten sich 2017,<ref>Stuttgarter Zeitung: Guido und Barbara Wolf: Ehe-Aus nach 27 gemeinsamen Jahren. Abgerufen am 6. November 2025.</ref> nachdem sie im Wahlkampf 2016 noch gemeinsam aufgetreten waren.<ref>Stuttgarter Zeitung: Guido und Barbara Wolf: Ehe-Aus nach 27 gemeinsamen Jahren. Abgerufen am 6. November 2025.</ref> Die Ehe blieb kinderlos.<ref>Stuttgarter Zeitung: Guido und Barbara Wolf: Ehe-Aus nach 27 gemeinsamen Jahren. Abgerufen am 6. November 2025.</ref> Guido Wolf ist ein Cousin von Winfried Wolf.<ref>Winfried Wolf: Gäubahn-Variante Guido Wolf: „Warum keine S-Bahn Stuttgart–Zürich?“ 7. Dezember 2022, abgerufen am 8. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Veröffentlichungen
- Politikergschwätz oder Die Kunst des richtigen Tons. Sindlinger-Burchartz, Frickenhausen 1998, ISBN 3-928812-20-3.
Weblinks
- Literatur von und über Guido Wolf im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Wolfs Webpräsenz
- Vorlage:Landtag Baden-Württemberg 17. WP
- Profilseite CDU-Landtagsfraktion
Fußnoten
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Viktor Renner (1952–1953) | Reinhold Maier (1953) | Richard Schmid (1953) | Wolfgang Haußmann (1953–1966) | Rudolf Schieler (1966–1972) | Traugott Bender (1972–1977) | Guntram Palm (1977–1978) | Heinz Eyrich (1978–1991) | Helmut Ohnewald (1991–1992) | Thomas Schäuble (1992–1996) | Ulrich Goll (1996–2002) | Corinna Werwigk-Hertneck (2002–2004) | Ulrich Goll (2004–2011) | Rainer Stickelberger (2011–2016) | Guido Wolf (2016–2021) | Marion Gentges (seit 2021)
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1952–1960: Carl Neinhaus | 1960–1968: Franz Gurk | 1968–1976: Camill Wurz | 1976–1980: Erich Ganzenmüller | 1980–1982: Lothar Gaa | 1982–1992: Erich Schneider | 1992–1996: Fritz Hopmeier | 1996–2011: Peter Straub | 2011: Willi Stächele | 2011–2015: Guido Wolf | 2015–2016: Wilfried Klenk | seit 2016: Muhterem Aras
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Franz Gurk (1952–1953) | Gebhard Müller (1953) | Franz Hermann (1953–1960) | Camill Wurz (1960–1968) | Erich Ganzenmüller (1968–1972) | Lothar Späth (1972–1978) | Erwin Teufel (1978–1991) | Günther Oettinger (1991–2005) | Stefan Mappus (2005–2010) | Peter Hauk (2010–2015) | Guido Wolf (2015–2016) | Wolfgang Reinhart (2016–2021) | Manuel Hagel (seit 2021)
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Hans Köpf (bis 1978) | Hans Volle (1979–2003) | Guido Wolf (2003–2011) | Stefan Bär (seit 2012)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wolf, Guido |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU), MdL |
| GEBURTSDATUM | 28. September 1961 |
| GEBURTSORT | Weingarten |
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