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Stora Enso

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Stora Enso Oyj

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Stora Enso logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft (Finnland)
ISIN FI0009005961
Gründung 1288 (Stora); 1872 (Enso); 1998 (Fusion)
Sitz Helsinki, FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland
Leitung Hans Sohlström (CEO)
Mitarbeiterzahl ca. 20.000 (2023)
Umsatz 9,396 Mrd. Euro (2023)
Branche Papier und Verpackung, Forstwirtschaft
Website www.storaenso.com
Stand: 31. Dezember 2023
Datei:Stora Kopparberg 1288.jpg
1/8 Anteil am Bergwerk von Falun, 1288
Datei:11-07-29-helsinki-by-RalfR-177.jpg
Hauptquartier von Stora Enso im Stadtzentrum von Helsinki; Architekt: Alvar Aalto 1962

Stora Enso (schwedisch [stu:ra] und finnisch [enso]) ist ein finnisch-schwedischer Konzern und – gemessen an der Produktionskapazität – das zweitgrößte Forstunternehmen der Welt sowie einer der größten Papier- und Verpackungsmittelhersteller. Sitz der Gesellschaft ist Helsinki in Finnland.

Das Unternehmen beschäftigt Mitarbeiter in mehr als 50 Ländern auf fünf Kontinenten und verfügt über eine Produktionskapazität von 13,1 Millionen Tonnen Papier und Karton sowie 7,5 Millionen Kubikmetern Schnittholzprodukten, von denen 3,2 Millionen Kubikmeter intern weiterverarbeitet werden. Die Stora-Enso-Aktien werden an den Wertpapierbörsen von Helsinki (OMX Helsinki 25) und Stockholm gehandelt.

Geschichte

Der Grundstein für die Geschichte der Stora war der Erwerb einer Kupfererz-Abbaukonzession durch den schwedischen Bischof Peter im Jahr 1288. Sieben Jahrhunderte lang war der Kupferabbau im Bergwerk von Falun Kerngeschäft der Gesellschaft, die seit dem Jahr 1862 den Namen „Stora Kopparbergs bergslag“, kurz „Stora“, trägt. Erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts betätigte sich die Firma zunehmend in den Bereichen Holzeinschlag und Papierproduktion. Im Jahr 1990 expandierte die Stora auf den deutschen Markt durch Übernahme des deutsch-schwedischen Feldmühle-Konzerns.

Die finnische Firma Enso wurde 1872 als Sägemühle „W. Gutzeit & Co“ gegründet und trägt seit dem Jahr 1924 nach dem Industrieort Enso (heute Swetogorsk) den Namen „Enso-Gutzeit“. Im Jahr 1997 übernahm „Enso“ die deutsche Papierfirma E. Holtzmann.

Die österreichische Schweighofer Holzindustrie entstand aus einem bis 1642 zurückreichenden Familienunternehmen. Gerald Schweighofer formte daraus in den 1990er-Jahren eines der größten Sägeunternehmen Europas. Im Oktober 1998 vereinigten sich Stora, Enso und Holzindustrie Schweighofer zur Stora Enso, wobei die Sägewerke zum Bereich Stora Enso Timber gehören. Zum Zeitpunkt der Fusion war Stora Enso mit einem Umsatz von 60 Mrd. Finnmark und einer Produktionskapazität von 12.700 Tonnen der weltweit größte Papierkonzern.<ref name="Handelsblatt_104">Handelsblatt, 3. Juni 1998, S. 1 / Titelseite.</ref> Im September 2001 übernahm Stora Enso Timber die 26 % Anteile von Holzindustrie Schweighofer.

2004 wurde die polnische Intercell-Gruppe übernommen. Damit besitzt Stora Enso ein weiteres Werk für Verpackung (Kraftpapiere) in Polen. 2006 wurde von Papyrus, dem Papier- und Verpackungsgroßhandelszweig von Stora Enso, die deutsche Schneidersöhne-Gruppe übernommen, womit Stora Enso zum zweitgrößten Papierhändler in Europa aufstieg. Ende April 2008 verkaufte Stora Enso Papyrus zu 100 % an die schwedische Finanzinvestmentgesellschaft Altor. Die Verkaufsvereinbarung beinhaltete auch eine langfristige Papierliefervereinbarung zwischen Stora Enso und Papyrus.<ref name="SE_20080430" /> Am 29. März 2022 gab Stora Enso den geplanten Verkauf der vier Papierfabriken Maxau, Anjala, Hylte und Nymölla bekannt.<ref name="se_20220329" /> Am 1. März 2023 wurde der Verkauf der Papierfabrik in Maxau bei Karlsruhe an die Schwarz Produktion abgeschlossen.

Produktionsstandorte

Datei:Stora Enso Oulu 2006 01 26.JPG
Papierfabrik in Oulu bei Nacht
Datei:Eilenburg Papierfabrik Nacht.jpg
Stora-Enso-Papierfabrik in Eilenburg
Datei:Stora Enso Baienfurt Mill 20060731.jpg
Stora Enso in Baienfurt
Datei:IMG 8356-Hohensyburg.JPG
Stora Enso in Hagen (rechts, hinter dem Heizkraftwerk)
Datei:StoraEnso Uetersen 01.jpg
Stora Enso in Uetersen

Weltweit

2008: Die Produktion von Papier und Karton teilt sich auf folgende Länder auf:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Paper and board capacity by country in 2008 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. Juli 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.storaenso.com</ref>

Die Produktionskapazität von Papier und Karton mit 12,1 Millionen Tonnen für 2013 teilt sich auf folgende Länder auf:<ref name="se_jb_2012" />

  • Finnland 38 %
  • Schweden 28 %
  • Deutschland 13 %
  • Volksrepublik China 4 %
  • Brasilien 2 %
  • andere Länder 15 %

Deutschland

Stora Enso hatte 1998 in Deutschland 4200 Beschäftigte,<ref name="Handelsblatt_104" /> 20 Jahre später blieben davon nur noch 1600 Mitarbeiter.<ref>Stora Enso in Fakten auf storaenso.com, abgerufen am 25. Dezember 2017.</ref> Rund 13 Prozent der Kapazität und Umsätze des Konzerns entfallen auf die Bundesrepublik Deutschland mit einer Produktionskapazität von 2,3 Millionen Tonnen Karton und Papier (2001). Am 10. September 2008 veröffentlichte Stora Enso ein umfassendes Restrukturierungsprogramm.<ref name="sz_20080910" /><ref name="SE_20081104" /> Hiervon waren auch die deutschen Standorte betroffen.

Aktive Standorte

Die Standorte des Konzerns verteilen sich auf

Ehemalige Standorte und Produktionsanlagen

Österreich

Drei der etwa 25 Sägewerke stehen in Österreich:<ref>Japanische Hochhäuser mit Holz aus Ybbs gebaut orf.at, 16. Dezember 2018, abgerufen am 16. Dezember 2018.</ref>

  • Ybbs, NÖ. (460 Mitarbeiter, das größte Sägewerk des Konzerns, 1983 erbaut, produziert Cross Laminated Timber (CLT), Brettsperrholz)
  • Brand, NÖ. (war das Stammsägewerk der Familie Schweighofer)
  • Bad St. Leonhard, Kärnten

Bis 2015 aktiv war:

Schweden

Datei:Stiftelsen Stora Kopparberget rödfärgsfabriken.jpg
Heutiges Farbenwerk der Stora Kopparbergs Bergslags AB am ehemaligen Bergwerk von Falun, 2009
  • Fors Mill: Faltschachtelkarton
  • Hylte Mill, Hyltebruk: (aktuell Jan. 2020 ca. 220 Mitarbeiter), Zeitungsdruckpapier
    • 2012: Stilllegung der PM 1
    • Mai 2013: Stilllegung der PM 2 mit einer Kapazität von 205.000 Tonnen Zeitungsdruckpapier pro Jahr
  • Jönköping Mill
  • Kvarnsveden Mill
    • Mai 2013: Stilllegung der PM 11 mit einer Kapazität von 270.000 Tonnen Zeitungsdruckpapier pro Jahr
  • Nymölla Mill
  • Skene Mill
  • Skoghall Mill: Faltschachtelkarton
  • Skutskär Pulp Mill
  • Vikingstad Mill

Polen

Kennzahlen

2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017<ref name="fr2017">Financial Report, Part of Stora Enso’s Annual Report 2017, Stora Enso, 4. Dezember 2018.</ref> 2018<ref name="fr2020">Stora Enso: Stora Enso Annual Report 2020. (PDF; 14,81 MB) 9. Februar 2021, abgerufen am 5. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2019 2020
Umsatzerlöse (Mio. €) 11.849 11.029 8.945 10.297 10.965 10.837 10.563 10.213 10.040 9.802 10.045 10.486 10.055 8.553
EBIT (Mio. €) 797 867 630 578 810 915 884 1.004 1.325 953 650
Gewinn (Mio. €) 113,3 148,7 59,0 87,3 −299,3 −476,9 614 988
Eigenkapital (Mio. €)<templatestyles src="FN/styles.css" /> (a) 691,5 841,1 865,5 922,9 630,8 117,8 6.055 6.732
Bilanzsumme (Mio. €)<templatestyles src="FN/styles.css" /> (a) 1.704,5 2.120,6 2.217,1 2.635,3 2.277,8 1.333,6 11.770 12.849
Eigenkapitalquote (%)<templatestyles src="FN/styles.css" /> (a) 40,6 39,7 39,0 35,0 27,7 8,8 51,4 52,3
Mitarbeiter<templatestyles src="FN/styles.css" /> (a) 36.137 33.815 28.696 27.383 27.958 28.777 28.231 27.200 25.680 25.447 26.116 26.151 26.096 24.455
<templatestyles src="FN/styles.css" />
(a) 
Durchschnitt

Umwelt

Stora Ensos Holzeinkaufsorganisation (Division Forestproducts/Wood Supply) und ein Großteil der Werke sind nach PEFC und/oder FSC zertifiziert.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.storaenso.comstoraenso.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot.</ref> Weiter wurde ein System für den Ursprungsnachweis des verwendeten Holzes eingeführt, das auch von seinen Kunden honoriert wird (zum Beispiel Axel Springer Verlag). In Deutschland stammen über 70 % des verwendeten Holzes aus PEFC- oder FSC-zertifizierter Waldwirtschaft. Die deutschen Papierfabriken verarbeiten u. a. Holz aus Deutschland und Frankreich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />storaenso.com (Memento vom 8. September 2015 im Internet Archive)</ref> Zellstoff kommt in immer größerem Umfang aus den Plantagen in Lateinamerika. Hier engagiert sich Stora Enso zusammen mit den Umweltorganisation um Standards zur Zertifizierung.

Stora Enso wie auch die finnischen Unternehmen UPM-Kymmene und Metsä-Serla geraten immer wieder in die Schlagzeilen, da sie als Großkunde des finnischen Staatswaldes Holz aus Wäldern beziehen, die von Umwelt-Nichtregierungsorganisationen als Urwälder eingestuft wurden, und deren Nutzung Konflikte mit dort ansässigen Samen und der Rentierhaltung nach sich zieht. Soweit dieses Holz in Zellstoffwerken weiterverarbeitet wird, kann es seinen Weg auch in Produkte für den deutschen Markt finden.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive>

<ref name="pyroll"> Baienfurt. In: Service Centers. Pyroll Group Oy, 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. November 2021; abgerufen am 6. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „PYROLL BAIENFURT SERVICE CENTER became a part of Pyroll Converting at the beginning of 2018, when Pyroll and Stora Enso agreed on the transition of the sheeting service business.“ </ref> <ref name="se_baienfurt"> Stora Enso Baienfurt Mill. (PDF; 90 kB) Stora Enso, September 2008, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. Februar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Stora Enso’s Baienfurt Mill, located in Southern Germany, has a production capacity of 210 000 metric tons per annum and employs approx 400 people. The mill produces folding boxboard grades on a multiply fourdrinier board machine in a substance range of 160 - 380 gsm.“ </ref> <ref name="se_jb_2012"> Facts & Figures. (PDF) Stora Enso, 19. Februar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. November 2021; abgerufen am 6. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jahresbericht 2012). </ref> <ref name="SE_20080430"> Stora Enso finalises divestment of its merchant business Papyrus to Altor. In: Stock Exchange Release. Stora Enso, 30. April 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Juni 2016; abgerufen am 15. Juni 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="SE_20081104"> Stora Enso to close down Baienfurt Mill and paper machine at Kabel Mill in Germany. In: Stock Exchange Release. Stora Enso, 4. November 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Juni 2016; abgerufen am 15. Juni 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „The Supervisory Board of Stora Enso’s German holding company’s has decided to close down Baienfurt Mill and Kabel Mill’s coated magazine paper machine (PM) 3 with annual capacity 140 000 tonnes by the end of the year 2008.“ </ref> <ref name="se_20220329"> Stora Enso plans to divest four paper sites to focus on strategic growth areas. 29. März 2022, abgerufen am 30. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="sz_20080910"> Annette Vincenz: Papierhersteller Stora Enso schließt Papierfabrik in Baienfurt: 350 Stellen betroffen. Schwäbische Zeitung, 10. September 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. März 2016; abgerufen am 6. November 2021: „Insgesamt will das Unternehmen 1600 Jobs streichen und bis 2010 pro Jahr Kosten von 140 Millionen Euro sparen. Personalabbau sei auch in Finnland sowie bei schwedischen Tochterunternehmen geplant.“ </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Elisa | Fortum | Hiab | Huhtamäki | Kemira | Kesko | Kojamo | Kone | Konecranes | Mandatum | Metso | Neste | Nokia | Nokian Renkaat | Nordea | Orion | Outokumpu | Qt Group | Sampo | SSAB | Stora Enso | Tietoevry | UPM | Valmet | Wärtsilä Vorlage:Klappleiste/Ende

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