Outokumpu (Unternehmen)
| Outokumpu Oyj
| |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Outokumpu logo.svg | |
| Rechtsform | Osakeyhtiö |
| ISIN | FI0009002422 |
| Gründung | 1932 |
| Sitz | Helsinki, Datei:Flag of Finland icon.svg Finnland |
| Leitung |
|
| Mitarbeiterzahl | 8.750<ref name="GB2023">Outokumpu Annual Report 2023. (PDF) Outokumpu, Helsinki, Finland, abgerufen am 1. Dezember 2024.</ref> |
| Umsatz | 6,961 Mrd. Euro (2023)<ref name="GB2023"/> |
| Branche | Metallindustrie |
| Website | www.outokumpu.com |
| Stand: 31. Dezember 2023 | |
Die Outokumpu Oyj [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] ist ein finnisches Werkstoffunternehmen mit Sitz in Helsinki. Seit der Übernahme der Edelstahlfabrikation von ThyssenKrupp ist das Unternehmen einer der größten Hersteller von rostfreiem Stahl weltweit.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stainless steel – 100 years of leadership ( vom 8. November 2013 im Internet Archive)</ref> Der Deutschlandsitz ist Krefeld, weitere Standorte bestehen in Dahlerbrück, Sachsenheim, Hockenheim und Dillenburg.
Unternehmensprofil
Outokumpu ist auf Edelstähle und Hochleistungswerkstoffe spezialisiert. Die Prozesstechnik zum Herstellungsverfahren und in bestimmten Anlagenteilen kamen bislang von Outokumpu selbst. Sehr viele Prozesstechnik-, Detailplanungs-, Liefer-, Bau- und Montage-Verantwortlichkeiten wurden auf Unterlieferanten weiterverteilt. Outokumpu organisierte das funktionale Netzwerk und Beziehungsgeflecht.
Die Edelstahlproduktpalette umfasst Brammen, Bänder, Spulen, Bleche sowie Langprodukte wie Bolzen, Stangen, Rohre und Draht.
Geschichte
Ursprünglich war Outokumpu primär ein vertikal organisiertes Kupferunternehmen mit Sitz in der Stadt Outokumpu; jedoch wurde die Konzernzentrale mittlerweile nach Espoo verlegt und die Edelstahlsparte ausgebaut. Das in Outokumpu betriebene Bergwerk wurde geschlossen, 2005 bis 2008 wurde das Kupfergeschäft verkauft. In den 1940er Jahren entwickelte Outokumpu das Schwebeschmelzverfahren zur Verhüttung von Kupfer.<ref>B. Honig et al., Hrsg. (2014). Handbook of Organizational and Entrepreneurial Ingenuity. Edward Elgar Publishing. S. 257.</ref>
Von 1986 bis 1988 beteiligte sich Outokumpu an einem Kartell für rostfreien Stahl, das 1990 aufgedeckt, aber nicht bestraft wurde.<ref>STAINLESS STEEL CARTEL COMMISSION FINES SEVEN MAJOR PRODUCERS A TOTAL OF 425 000 ECU. In: ec.europa.eu. Europäische Kommission, 18. Juli 1990, abgerufen am 1. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 1988 bis 2001 beteiligten sich Outokumpu und das schwedische Bergbauunternehmen Boliden an einem Kartell für Kupferrohre auf dem europäischen Markt.<ref>Commission fines companies in copper plumbing tubes cartel. In: ec.europa.eu. Europäische Kommission, 4. September 2003, abgerufen am 1. März 2024.</ref>
Im Jahr 2001 expandierte das Unternehmen nach Deutschland. Im März kaufte Outokumpu den Bereich Aluminiumtechnik von Deutz mit 65 Mitarbeitern und einem Werk in Köln,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DEUTZ Konzern: Verkauf Aluminiumsparte der Industrieanlagentochter KHD Humboldt Wedag AG ( vom 3. Februar 2015 im Internet Archive), Deutz, 29. März 2001.</ref> im Juli folgte dann für 52 Millionen Euro das Metallurgiegeschäft der zur mg Technologies gehörenden Lurgi AG.<ref>Finnischer Konzern übernimmt Lurgi Metallurgie, Die Welt, 6. Juli 2007.</ref>
Im Januar 2001 fusionierte Outokumpus Stahlsparte Outokumpu Steel mit Avesta Sheffield zu AvestaPolarit,<ref name="jb2001"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Annual Report 2000 ( vom 26. Dezember 2014 im Internet Archive), Outokumpu.</ref> die Outokumpu schließlich im Jahr 2002 vollständig übernahm.<ref name="jb2002"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Annual Report 2002 ( vom 26. Dezember 2014 im Internet Archive), Outokumpu.</ref> Zu Beginn des Jahres 2004 wurde AvestaPolarit in Outokumpu Stainless umbenannt und der gesamte Markenauftritt von Outokumpu erneuert.<ref name="rebranding">Outokumpu is unifying the Group under one brand – a new visual identity introduced today, Outokumpu Pressemitteilung, 11. Januar 2004.</ref>
2005 betrug der Umsatz 5,552 Milliarden Euro, die von 10.764 Mitarbeitern erwirtschaftet wurden. Die Ertragssituation für das Jahr 2005 war jedoch nicht befriedigend; das Return on Investment lag bei nur 1,9 Prozent, die auch noch größtenteils durch Einmalerlöse erzielt wurden.
Im Oktober 2006 wurde der Anlagenbau der Outokumpu als separates Unternehmen ausgegliedert und an der Börse Helsinki unter dem Namen Outokumpu Technology gelistet. Im April 2007 wurde die Outokumpu Technology zu Outotec umbenannt.
Mit dem Kauf von ThyssenKrupps Edelstahlsparte Inoxum im Januar 2012 stieg Outokumpu zum größten Edelstahlproduzenten Europas auf, in diesem Zuge wurde auch ThyssenKrupp Nirosta, mit Zentrale in Krefeld und weiteren Werken Dahlerbrück, Dillenburg und Bochum erworben. ThyssenKrupp erhielt im Gegenzug 29,9 Prozent der Anteile an Outokumpu.<ref>Aufsichtsrat besiegelt Verkauf der Edelstahlsparte, Handelsblatt, 31. Januar 2012, abgerufen am 1. Februar 2012.</ref> Aufgrund wettbewerbsrechtlicher Bedenken seitens der EU-Kommission wurden zum 1. März 2014 die im Zuge der Inoxum-Übernahme erworbenen Geschäftseinheiten VDM und AST (Acciai Speciali Terni) sowie einige Service-Center wieder an ThyssenKrupp zurückgegeben.<ref>Transfer von VDM und AST von Outokumpu an ThyssenKrupp abgeschlossen, gemeinsame Pressemitteilung, 28. Februar 2014.</ref>
Im Oktober 2015 kündigte das Unternehmen an, 55 Prozent seiner Anteile an dem chinesischen Edelstahl Joint Venture Shanghai Krupp Stainless (SKS) zwischen Outokumpu (60 Prozent) und Baosteel (40 Prozent) an den chinesischen Immobilienfonds Lujiazui International Trust Co. Ltd. zu veräußern.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Outokumpu divests 55 percent of a Chinese joint venture for EUR 370 million.] Outokumpu, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In einem zweiten Schritt trennte sich Outokumpu auch von den restlichen Anteilen (5 Prozent) im Februar 2016. Insgesamt verbuchte Outokumpu hierdurch einen Einmalerlös in Höhe von 389 Millionen Euro (nach Steuern und Rückzahlung von Schulden) für den gesamten Verkauf seiner 60 Prozent Anteile an SKS. Gleichzeitig wurde der Geschäftsbetrieb der SKS eingestellt und die Belegschaft freigesetzt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Outokumpu divests its remaining share of the SKS, operations to be stopped.] Outokumpu, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. November 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In Deutschland wurde das Stahlwerk in Bochum geschlossen.<ref>RP Online: Krefeld: Outokumpu schließt Stahlwerk in Bochum. In: RP Online. 24. Juni 2015, abgerufen am 1. März 2024.</ref> Rund ein Jahr später wurde auch der Standort Düsseldorf geschlossen, wobei Maschinen und Anlagen nach Krefeld verlagert wurden.<ref>Westdeutsche Zeitung: Düsseldorf: Outopumku-Nirosta: Walzwerk schließt nach 140 Jahren. 23. September 2016, abgerufen am 1. März 2024.</ref>
Im Jahr 2016 wurde der Unternehmenssitz nach Helsinki verlegt.
Im April 2023 verkaufte Outokumpu seine schwedische Stahlsparte an den italienischen Stahlkonzern Cogne Acciai Speciali.<ref>Outokumpu sells the rest of the long rolled steel segment — News — GMK Center. In: GMK. 4. April 2023, abgerufen am 9. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im November 2023 kündigte Outokumpu an, seine Werke in Dahlerbrück und Hockenheim zu schließen und die dort ansässige Produktion in das Werk nach Dillenburg zu verlegen.<ref>Jens Helmecke: Stahlstandort im Sauerland vor dem Aus: 160 Jobs betroffen. In: Westfalenpost. 8. November 2023, abgerufen am 1. März 2024.</ref><ref>Outokumpu plant Umstrukturierungsmaßnahmen in Deutschland mit dem Ziel, Wettbewerbsfähigkeit und Marktführerschaft im Bereich Advanced Materials zu stärken. In: outokumpu.com. 7. November 2023, abgerufen am 1. März 2024.</ref>
Siehe auch
Weblinks
Literatur
- Markkuu Kuisma: A History of Outokumpu. Gummerus Kirjapaino OY, Jyväsykylä 1989, ISBN 952-9507-00-3.
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Elisa | Fortum | Hiab | Huhtamäki | Kemira | Kesko | Kojamo | Kone | Konecranes | Mandatum | Metso | Neste | Nokia | Nokian Renkaat | Nordea | Orion | Outokumpu | Qt Group | Sampo | SSAB | Stora Enso | Tietoevry | UPM | Valmet | Wärtsilä Vorlage:Klappleiste/Ende
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