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Max Wallraf

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Datei:Max Wallraf 1925.png
Max Wallraf

Max Ludwig Theodor Ferdinand Wallraf (* 18. September 1859 in Köln; † 6. September 1941 in Garmisch-Partenkirchen) war ein deutscher Jurist und Politiker (DNVP). Er war von 1907 bis 1917 Oberbürgermeister der Stadt Köln, von 1917 bis 1918 Staatssekretär des Reichsamts des Inneren (Innenminister) und von 1924 bis 1925 Reichstagspräsident.

Leben

Max Wallraf absolvierte das Apostelgymnasium<ref name="lex">Konrad Adenauer: Wallraf, Max. In: Soénius, Ulrich S. und Wilhelm, Jürgen (Hrsg.): Kölner Personen Lexikon. Greven Verlag, Köln 2008, S. 562</ref>, bevor er von 1878 bis 1881 Jura in Bonn, Heidelberg und Leipzig studierte. In Bonn war er von 1878 bis 1879 Kassenwart der katholischen Studentenverbindung K.St.V. Arminia Bonn im KV. Aufgrund seiner glühenden Begeisterung für Reichskanzler Otto von Bismarck musste er die Arminia verlassen, in seinen Lebenserinnerungen wies er jedoch ausdrücklich dankbar auf seine Mitgliedschaft als Student bei der Arminia hin. Zum Sommersemester 1880 kehrte er nach Bonn zurück und trat einer schlagenden Verbindung bei, dem „Akademischen Juristen-Verein“ (ab 1932 Akademische Verbindung Rheno-Colonia – heute: Bonn – im Miltenberger Ring) und wurde als Aktiver im Wintersemester 1880/81 „Erster“ der „jungen Vereinsbrüder“<ref>Max Wallraf: Aus einem rheinischen Leben. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg und Berlin 1926, S. 29</ref>. Max Wallraf war in erster Ehe verheiratet mit Emma Kesselkaul († 1892). Seine zweite Frau war Anna Pauli († 1932). Er hatte drei Söhne<ref name ="totenzettelsammlung.de">Pulheimer Totenzettelsammlung: Totenzettel für Max Wallraf auf www.rhein-erft-geschichte.de, gesehen am 27. Juli 2016</ref>.

Politisches Wirken

Nach seiner Referendarzeit in Oberschlesien und Berlin war Wallraf von 1887 bis 1888 Regierungsassessor in Aachen und von 1889 bis 1894 Landrat in Malmedy. Ein weiteres Mal übte er das gleiche Amt in St. Goar von 1896 bis 1899 aus. Schließlich wurde er Polizeipräsident in Aachen von 1900 bis 1903 und vom 1. Oktober 1907 bis zum 8. August 1917 Oberbürgermeister der Stadt Köln. Außerdem war er von 1907 bis 1917 Mitglied der 1. Kammer (Herrenhaus) in Preußen und von 1908 bis 1917 Mitglied im Provinziallandtag der Rheinprovinz.

Während des Ersten Weltkrieges übergab Max Wallraf zusammen mit der Prinzessin Viktoria die über 3 Meter hohe, von Wolfgang Wallner geschaffene Holzfigur des „Kölsche Boor“ (Kölner Bauer) vor dem Gürzenich ihrer Aufgabe. Zugunsten Kölner Kriegswitwen und Kriegswaisen konnte man für mindestens eine Mark in die hölzerne Figur einen Nagel schlagen. So kamen fast 1,6 Millionen Mark zusammen und aus dem hölzernen „Kölsche Boor“ wurde „Dä kölsche Boor en Iser“ (der Kölner Bauer in Eisen).

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Max Wallraf – Familiengrabstätte

Vom 23. Oktober 1917 bis zum 7. Oktober 1918 war Max Wallraf Staatssekretär im Reichsamt des Innern. Wallraf trat der DNVP bei ihrer Gründung 1918 bei. Von 1921 bis 1924 war er Landtagsabgeordneter im preußischen Landtag für seine Partei. Im Mai 1924 wurde Wallraf für die DNVP im Wahlkreis 20 Köln-Aachen in den Deutschen Reichstag gewählt und war bis 1925 dessen Präsident. Er hatte bis 1930 als Abgeordneter ein Mandat im Parlament. Von 1921 bis 1924 war er erneut Mitglied im Provinziallandtag der Rheinprovinz.

Seit dem 1. Mai 1933 war er Mitglied der NSDAP.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kurzinfo zur NSDAP-Mitgliedschaft (Memento vom 14. März 2016 im Internet Archive)</ref>

Wallraf verstarb 1941 wenige Tage vor seinem 82. Geburtstag und wurde im Familiengrab auf dem Kölner Melaten-Friedhof (MA, zwischen HWG und Lit. P) beigesetzt.

Familie

Max Wallraf war der Onkel von Emma Weyer, der ersten Ehefrau des späteren Bundeskanzlers Konrad Adenauer. Adenauer, später Amtsnachfolger Wallrafs, arbeitete eng mit ihm zusammen und stieg wohl auch durch seine Förderung zum Ersten Beigeordneten auf.<ref>So die Einschätzung bei Henning Köhler: Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Frankfurt a. M. 1994, ISBN 3-549-05444-0, S. 59, 62–64.</ref> Der Landrat Friedrich Gorius war ein Neffe Wallrafs. Sein Sohn, Rudolf Ludwig Maria Max Emanuel Wallraf war Landrat des Landkreises Grevenbroich-Neuß.

Namensgebung

In Oberstdorf (Allgäuer Alpen) ist ein Wanderweg nach Max Wallraf benannt. Max Wallraf gastierte zu Lebzeiten oft als Gast in Oberstdorf und regte an, einen Höhenweg auf der Westseite des Rubihorns anzulegen. Dieser wurde realisiert und dient heute noch als einer der beliebtesten Wanderwege in Oberstdorf, der auf mittlerer Höhe immer wieder nachhaltige Ausblicke auf Oberstdorf, seine Ortsteile und das obere Illertal freigibt.<ref>Oberstdorf, Allgäu: Über den Wallrafweg zur Gaisalpe</ref>

Auch im Siebengebirge wurde ein 1921/22 auf Initiative Wallrafs, der seinerzeit Vorsitzender des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge war, am Südhang der Wolkenburg angelegter Fußweg als „Wallrafweg“ bezeichnet.<ref>Deutsche Reichszeitung, 26. Juni 1922, S. 5 (zeitpunkt.nrw)</ref><ref>General-Anzeiger, 30. Juni 1930, S. 3 (zeitpunkt.nrw)</ref><ref>Bonner Zeitung, 4. Juli 1930, S. 4 (zeitpunkt.nrw)</ref>

Literatur

  • Carl Dietmar: Die Chronik Kölns. Chronik Verlag, Dortmund 1991, ISBN 3-611-00193-7.
  • Martin Schumacher (Hrsg.): M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung. Droste Verlag, Düsseldorf 1991.
  • Robert Steimel: Kölner Köpfe. Köln 1958.
  • Max Wallraf: Aus einem rheinischen Leben. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg und Berlin 1926.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Theodor von Negri (1816–1840) | Ernst von Frühbuss (1840–1841) | Franz Ludwig Eugen von Montigny (1842–1853) | Ernst von Frühbuss (1853–1864) | Heinrich Alfred Reinick (1864–1865) | Eduard von Broich (1865–1876) | Bernhard von der Heydt (1876–1883) | Oswald von Frühbuss (1883–1888) | Max Wallraf (1889–1894) | Karl Pastor (1894–1899) | Karl Kaufmann (1899–1907) | Friedrich Bernard Hubert Freiherr von Korff (1907–1920) | Heinz Ehmke (1940–1943) | Felix Seulen (1942–1945) Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Landräte des Landkreises Sankt GoarVorlage:Klappleiste/Anfang

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Paul Löbe (SPD) | Max Wallraf (DNVP) | Paul Löbe (SPD) | Hermann Göring (NSDAP)

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