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Babett Peter

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Babett Peter
Datei:20150426 PSG vs Wolfsburg 042.jpg
Babett Peter (2015)
Personalia
Geburtstag 12. Mai 1988
Geburtsort OschatzDDR
Größe 172 cm
Position Abwehr
Juniorinnen
Jahre Station
1998–2003 FSV Oschatz
2003–2004 VfB Leipzig
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2004–2005 1. FC Lokomotive Leipzig 30 0(4)
2006–2012 1. FFC Turbine Potsdam 138 (17)
2012–2014 1. FFC Frankfurt 26 0(1)
2014–2019 VfL Wolfsburg 95 0(7)
2019–2020 CD Tacón 18 0(1)
2020–2022 Real Madrid 49 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2003 Deutschland U-15 2 (0)
2004–2005 Deutschland U-17 7 (0)
2005–2006 Deutschland U-19 15 (0)
2006 Deutschland U-20 4 (0)
2006–2018 Deutschland 118 (8)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Saisonende 2021/22

2 Stand: 6. Oktober 2018

Babett „Babs“ Peter (* 12. Mai 1988 in Oschatz) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin und jetzige Fußballmanagerin, die als Sportdirektorin bei Eintracht Frankfurt tätig ist.<ref>hessenschau de, Frankfurt Germany: Eintracht Frankfurt Frauen: Babett Peter wird Sportdirektorin. 22. Dezember 2025, abgerufen am 22. Dezember 2025 (deutsch).</ref> Die Abwehrspielerin spielte zuletzt für Real Madrid und lief von 2006 bis 2019 für die deutsche Nationalmannschaft auf.

Leben

Vereinsfußball

Babett Peter fing in der Grundschule an, Fußball zu spielen. Mit neun Jahren meldeten ihre Eltern sie beim FSV Oschatz an. Nach ihrem Wechsel zum 1. FC Lokomotive Leipzig wurde sie Junioren-Nationalspielerin. In der Winterpause der Saison 2005/06 wechselte sie zum 1. FFC Turbine Potsdam. Am 12. September 2007 wurde sie mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet. Am 7. Oktober 2007 erzielte sie bei der SG Essen-Schönebeck per Elfmeter ihr erstes Bundesligator. Mit Turbine gewann sie fünfmal die deutsche Meisterschaft, einmal den DFB-Pokal und dreimal den DFB-Hallenpokal. Ihr größter Erfolg bei Turbine war der Gewinn der UEFA Women’s Champions League 2009/10. Zur Saison 2012/13 wechselte sie zum 1. FFC Frankfurt.<ref>kicker.de: Odebrecht zum VfL – Peter zum 1. FFC</ref> Ab der Saison 2014/15 stand Peter beim VfL Wolfsburg unter Vertrag.<ref>kicker.de: Nationalspielerin Peter verstärkt den VfL</ref> Am 17. September 2019 wurde bekannt, dass Peter einen Vertrag bis 2021 beim CD Tacón unterschrieben hat.<ref>Ex-Nationalspielerin Peter wird bald eine Königliche. In: spiegel.de. dpa, 17. September 2019, abgerufen am 17. September 2019.</ref> Im Juli 2020 wurde der Verein CD Tacón von Real Madrid übernommen.

Nationalmannschaft

2005 scheiterte Peter mit der U-19-Auswahl im Halbfinale der Europameisterschaft an Russland. Ihr erstes Länderspiel für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte sie am 9. März 2006 gegen Finnland. Schon zu Beginn ihrer Karriere bei der Nationalmannschaft bekam sie den Spitznamen Hulk. Mit der Nationalmannschaft wurde sie 2007 Weltmeisterin, kam während des Turniers allerdings nicht zum Einsatz. Ein Jahr später gewann sie die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen. 2009 wurde sie mit der Nationalmannschaft Europameisterin. Ihr erstes Länderspieltor erzielte sie am 1. März 2010 beim Algarve-Cup gegen die Volksrepublik China.<ref>dfb.de: DFB-Auswahl nach souveränem Sieg über China im Endspiel</ref> Zudem übernahm sie nach der Auswechslung von Birgit Prinz erstmals die Kapitänsbinde.<ref>dfb-tv: Algarve Cup 2010: Deutschland – China</ref> Peter gehörte zum Mannschaftskader für die WM 2011 in Deutschland. Am 19. November 2011 erzielte sie in Wiesbaden beim 17:0-Rekordsieg im EM-Qualifikationsspiel gegen die Auswahl Kasachstans erstmals drei Tore in einem Länderspiel.

Peter nahm an den ersten beiden Lehrgängen für die EM 2013 teil und spielte auch das erste Testspiel gegen Schottland. Zwei Tage später musste sie allerdings wegen einer Verletzung des linken Fußes ihre EM-Teilnahme absagen. Am 24. Mai 2015 wurde sie von Bundestrainerin Silvia Neid in den endgültigen Kader für die WM 2015 in Kanada berufen.<ref>dfb.de: „Neid beruft endgültigen Kader für die WM in Kanada“, 24. Mai 2015</ref> 2016 wurde sie für das olympische Fußballturnier in Brasilien in den Kader der Nationalmannschaft aufgenommen und gewann als sporadisch eingesetzte Ersatzspielerin die Goldmedaille mit der Nationalelf im Finale gegen Schweden.<ref>Olympische Fussballturniere Rio 2016: Deutschland. Abgerufen am 20. Januar 2023.</ref> Nach dem Rücktritt der Stamminnenverteidigerinnen Saskia Bartusiak und Annike Krahn nach dem Olympiafinale bildete sie in den ersten beiden Spielen unter der neuen Bundestrainerin Steffi Jones zusammen mit Josephine Henning die Innenverteidigung und kam am 20. September 2016 gegen Ungarn im letzten Qualifikationsspiel zur EM 2017 zu ihrem 100. Länderspiel. Ihr letztes Länderspiel bestritt sie am 6. Oktober 2018 gegen Österreich.

Am 26. April 2019 beendete Peter ihre Nationalmannschaftskarriere.<ref>dfb.de: „Babett Peter beendet Laufbahn in Frauen-Nationalmannschaft“, 26. April 2019</ref>

Am 2. Mai 2022 gab Babett Peter das Ende ihrer aktiven Karriere, nach 118 Länderspielen und 19 Titeln, zum Sommer des Jahres bekannt.<ref>118 Länderspiele und 19 Titel: Olympiasiegerin Babett Peter verkündet Karriereende. In: kicker.de. 2. Mai 2022, abgerufen am 2. Mai 2022.</ref>

Erfolge

Auszeichnungen

Privates

Peter besuchte von Juli 2003 bis Dezember 2005 das Landesgymnasium für Sport Leipzig, ehe sie von Januar 2006 bis Juni 2007 das Potsdamer Sportgymnasium besuchte und dort mit dem Abitur abschloss. Ab Anfang Oktober 2007 absolvierte sie als Sportsoldatin der Bundeswehr die Allgemeine Grundausbildung in der Clausewitzkaserne von Nienburg/Weser.

Seit ihrem fünften Lebensjahr leidet Peter an einer Fazialisparese, einer lähmenden Erkrankung der für die Gesichtsmuskulatur verantwortlichen Nerven. Mit 15 Jahren unterzog sie sich einer Operation, die die Situation erheblich verbesserte.<ref>uefa.com: Der leise Aufstieg von Babett Peter</ref>

Sie ist in einer Beziehung mit der ehemaligen Profifußballerin Ella Masar<ref>Ella Masar auf Instagram: „Our story, well our story is not one that many people know the truth of, but @peterbabett thank you for loving me, accepting every (😉) side…“ Abgerufen am 28. Februar 2020.</ref>. Das Paar gab Ende Februar 2020 per Instagram bekannt, Nachwuchs zu erwarten.<ref>Babett Peter auf Instagram: „Wir freuen uns auf unsere gemeinsame Zukunft in Madrid und auf ein neues Kapitel in unserem Leben. #baldzudritt @emasar3“. Abgerufen am 28. Februar 2020.</ref> Im September 2020 brachte Masar einen Sohn zur Welt. Seit dem 28. Juni 2021 ist sie mit Masar verlobt. Am 21. Juni 2022 heiratete sie Masar.<ref>Heirat auf twitter.com, abgerufen am 16. November 2022</ref>

Ella Masar arbeitet seit 2022 als Co-Trainerin bei dem Frauenfußball-Franchise der Kansas City Current in der National Women’s Soccer League (NWSL). Peter folgt ihrer Partnerin nach dem Karriereende in die USA, um einen ähnlichen Weg zu beschreiten. Nach drei bis vier Jahren wollen sie nach Deutschland zurückkehren.<ref>Frank Hellmann: Babett Peter: Schlussstrich bei Real Madrid, Umzug in die USA. In: sportschau.de. Sportschau, 2. Mai 2022, abgerufen am 26. Juni 2022.</ref>

Weblinks

Commons: Babett Peter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Vorlage:Navigationsleiste Weltmeisterinnen-Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft 2007<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Gold

2005: Anja Mittag | 2006: Anna Blässe | 2007: Babett Peter | 2008: Jana Burmeister | 2009: Marina Hegering | 2010: Svenja Huth | 2011: Johanna Elsig | 2012: Lena Lotzen | 2013: Melanie Leupolz | 2014: Sara Däbritz | 2015: Pauline Bremer | 2016: Nina Ehegötz | 2017: Jana Feldkamp | 2018: Tanja Pawollek | 2019: Klara Bühl | 2020: Lena Oberdorf | 2021: Jule Brand (U19)Clara Fröhlich (U17) | 2022: Lisanne Gräwe (U19)Jella Veit (U17) | 2023: Franziska Kett (U19)Alara Şehitler (U17) | 2024: Loreen Bender (U19) • Merle Hokamp (U17) | 2025: Alara Şehitler (U19)Luzie Zähringer (U17)

Silber

2005: Patricia Hanebeck | 2006: Nadine Keßler | 2007: Katharina Baunach | 2008: Kim Kulig | 2009: Alexandra Popp | 2010: Ramona Petzelberger | 2011: Luisa Wensing | 2012: Lina Magull | 2013: Sara Däbritz | 2014: Pauline Bremer | 2015: Nina Ehegötz | 2016: Anna Gerhardt | 2017: Janina Minge | 2018: Sophia Kleinherne | 2019: Lena Oberdorf | 2020: Gia Corley | 2021: Julia Kassen (U19)Vanessa Diehm (U17) | 2022: Carlotta Wamser (U19)Mara Alber (U17) | 2023: Vanessa Diehm (U19) • Emily Wallrabenstein (U17) | 2024: Rebecca Adamczyk (U19) • Greta Hünten (U17) | 2025: Estrella Merino (U19)Lotta Wrede (U17)

Bronze

2005: Célia Okoyino da Mbabi | 2006: Stefanie Draws | 2007: Bianca Schmidt | 2008: Valeria Kleiner | 2009: Dzsenifer Marozsán | 2010: Kyra Malinowski | 2011: Melanie Leupolz | 2012: Sara Däbritz | 2013: Franziska Jaser | 2014: Jasmin Sehan | 2015: Laura Freigang | 2016: Tanja Pawollek | 2017: Sophia Kleinherne | 2018: Lena Oberdorf | 2019: Gia Corley | 2020: Carlotta Wamser | 2021: Sophie Weidauer (U19)Cora Zicai (U17) | 2022: Sarah Mattner-Trembleau (U19)Mathilde Janzen (U17) | 2023: Dilara Açıkgöz (U19)Melina Krüger (U17) | 2024: Jella Veit (U19)Laila Portella (U17) | 2025: Thea Farwick (U19)Marie Gmeineder (U17)

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