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Billa

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Billa Aktiengesellschaft

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Billa logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1953<ref name=":3" />
Sitz Wiener Neudorf, Österreich
Leitung
  • Robert Nagele<ref name=":7" />
  • Elke Wilgmann<ref name=":8" />
  • Erich Szuchy
  • Michael Paterno
  • Harald Mießner
Mitarbeiterzahl über 30.000<ref>Billa – Über uns. Abgerufen am 6. Januar 2026.</ref>
Branche Einzelhandel
Website www.billa.at
Datei:Logo BILLA-Plus.svg
Logo von Billa Plus seit 2021
Datei:Billa-Logo.svg
Ehemaliges Logo von Billa bis 2019
Datei:17-05-31-Billa-Wien-Schwechat-RalfR RR71501.jpg
Werbeträger Billa-Sackerl
Datei:17-05-31-Billa-Wien-Schwechat-RalfR-aDSC 1865.jpg
Billa am Flughafen Wien in Schwechat
Datei:Herrnhuterhaus Vienna 3886.jpg
Billa-Corso im Wiener Herrnhuterhaus
Datei:21-04-09-Billa-Plus-Zell am See.jpg
Billa Plus in Zell am See
Datei:Billa Wiener Neudorf 2017.jpg
Billa-Lager in Wiener Neudorf

Billa (Eigenschreibweise in Großbuchstaben) ist eine Vertriebslinie der Rewe Group im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Bulgarien. Die zentrale Gesellschaft Billa AG hat ihren Sitz in Wiener Neudorf.<ref>Vom Laden zum Konzern: 60 Jahre Billa. ORF, 10. Januar 2013, abgerufen am 1. Oktober 2017.</ref> Die zuvor eigenständige Billa gehört seit 1996 zur Rewe Group. 2020 wurde die bis dahin eigenständig agierende Kette Merkur in die Billa AG integriert, im April 2021 wurden die Merkur-Filialen auf Billa Plus umgeflaggt.<ref>Billa Plus statt Merkur, Standard vom 28. Januar 2021</ref>

Geschichte

Im Dezember 1953 eröffnete Karl Wlaschek in Wien-Margareten eine Discount-Parfümerie.<ref>Geschichte. Abgerufen am 8. Dezember 2023.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte BILLA Hintergrundinformation (Memento vom 17. Juni 2012 im Internet Archive), billa.at, abgerufen am 3. Mai 2018.</ref> Schrittweise kamen weitere Standorte hinzu, 1960 hatte Wlascheks Unternehmen bereits 45 Filialen.<ref name=":0">Die Erfolgsgeschichte – Billa. In: Niederösterreichische Nachrichten. 15. Dezember 2003, S. 26.</ref> Man dehnte das Sortiment auf Lebensmittel aus und führte 1961 Billa (für „billiger Laden“) als Name ein.<ref name=":3">Billa: Wie ein Barpianist den größten Handelskonzern der Alpenrepublik formierte. In: Handelsblatt. 18. Juli 1996, S. 12.</ref> Das Selbstbedienungskonzept erwies sich als erfolgreich, Billa entwickelte sich zu einem schnell wachsenden Unternehmen.<ref name=":1">Gabriela Schnabel: Die Erfolgsstory – Billa. In: Format. 29. August 2003, S. 42.</ref> Wlaschek hatte vom Einkauf bis zur Abholung der Einnahmen viele Aufgaben selbst übernommen, ab 1967 baute er dann eine Führungsmannschaft auf. Ein Jahr später wurde die erste Filiale mit über 1.000 Quadratmetern Verkaufsfläche geöffnet.<ref name=":0"/> Sie besaß einen Frischedienst für Fleisch, Obst und Gemüse, was eine Innovation in der Branche darstellte.<ref name=":1"/>

1969 kam die Handelskette Merkur zum Unternehmen. Die erste Filiale wurde in einer ehemaligen Billa-Filiale errichtet.<ref name=":0"/> Mit Merkur konnte Wlaschek sein Geschäft entscheidend diversifizieren und sich dadurch von der Konkurrenz absetzen.<ref>Karl Wlaschek. 1917–2015. In: Der Standard. 2. Juni 2015, S. 13.</ref><ref>Ewiger Kampf um Revier und Regal. In: Kleine Zeitung. 13. April 2008, S. 28.</ref> Als 1978 die Buchhandelsgesellschaft Libro ihren Betrieb aufnahm, wurde die Firma BML als Holding für Billa, Merkur und Libro gegründet.<ref name=":0"/> Zwischen dem Anfang der 1970er Jahre und dem Anfang der 1980er Jahre konnte der Umsatz von einer Milliarde auf sieben Milliarden Schilling gesteigert werden.<ref name=":2">Austria Presse Agentur: 50 Jahre Billa – Rewe machte noch mehr daraus. 5. September 2003.</ref> Später kamen mit Bipa (für „billige Parfümerie“), Mondo und Emma drei weitere Handelsketten hinzu.<ref name=":4">Österreich, noch nicht gelb-rot genug. In: Der Standard. 6. September 2003, S. 20.</ref> 1985 hatte der Billa-Konzern erstmals mehr Filialen als Julius Meinl. 1990 stieg das Unternehmen zum Marktführer im Einzelhandel in Österreich auf.<ref name=":2"/>

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs expandierte Billa in verschiedene Länder. In das südliche Nachbarland Italien expandierte man 1990.<ref>Billa Italia: i supermercati di vicinato. 10. Juni 2013, abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1991 öffneten die ersten Filialen in Polen und Tschechien (Brünn).<ref name=":4"/><ref name=":9">BILLA. In: rewe-group.com. Rewe Group, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref><ref>O nás. In: billa.cz. Abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ebenfalls 1991 wurde mit O’Lacys die erste Handelsmarke eingeführt. Die ersten Filialen in der Slowakei und in Ungarn wurden 1993 eröffnet.<ref name=":2"/><ref name=":9"/><ref>Darabolják a hazai Billa-láncot. In: vg.hu. 11. September 2002, abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1994 fiel der Startschuss für die BiolinieJa! Natürlich“.<ref name=":2"/> Im darauffolgenden Jahr kamen 200 Konsum-Filialen zu Billa, wodurch die Handelskette auf 18.000 Mitarbeiter, 1.500 Filialen und einen Umsatz von 45 Milliarden Schilling wuchs.<ref>Billa mit Konsum-Geschmack. In: Oberösterreichische Nachrichten. 30. März 1995, S. 8.</ref><ref name=":2"/> Nachdem es zunächst Spekulationen über einen Börsengang des gesamten Konzerns gab,<ref>Karl Wlaschek trat auf: Der alte Mann und die Börse. In: Kurier. 1. Juni 1994, S. 18.</ref><ref>Neu an der Börse: Handels-Tycoon Wlaschek geht schrittweise vor. In: Handelsblatt. 3. Juni 1994, S. 40.</ref> verkaufte Eigentümer Karl Wlaschek 1996 Billa an die deutsche Rewe Group.<ref name=":6">Rewe-Konzern kauft größte Handelskette Österreichs. Als Kaufpreis werden zwei Milliarden Mark genannt Köln. In: Börsen-Zeitung. 18. Juli 1996, S. 16.</ref> Lediglich die Tochtergesellschaften Libro und Billareal waren davon ausgenommen.<ref>Deutsche Rewe kauft Billa auf. Nur Libro und Billareal bleiben unter Kontrolle der Billa-Gruppe. In: WirtschaftsBlatt. 17. Juli 1996, S. 1.</ref> Mit dem Verkauf von Billa wollte Wlaschek sein Lebenswerk sichern.<ref name=":3"/> Die Rewe Group stellt sich dadurch internationaler auf.<ref>Rewe: Vom Rhein bis zur Donau. Der Billa-Konzern fügt sich gut in das Bild des expandierenden deutschen Handelsriesen. In: WirtschaftsBlatt. 18. Juli 1996, S. 6.</ref> Ebenfalls 1996 verzichtete das Unternehmen als erster Einzelhändler Österreichs auf den Verkauf von Geflügelprodukten aus Legebatterien.<ref>Christian Novacek: Billa ist die Frische nicht zu billig. In: Medianet. 24. Juni 2016, S. 18.</ref>

In den folgenden Jahren setzte das Unternehmen seine Expansion fort, sowohl in Österreich als auch in Mittel- und Osteuropa.<ref>Weitere Billa-Expansion in Österreich und Osteuropa. In: Wiener Zeitung. 9. März 2000, S. 6.</ref> Mit der Gründung von ITS Billa Reisen stieg das Unternehmen 1998 in die Touristik ein.<ref>Billa: Mit ITS-Reisen Einstieg der Handelskette in die Freizeitbranche. In: Oberösterreichische Nachrichten. 27. Juli 1998.</ref> Parallel experimentierte man mit dem Versand von Waren per Post, 1999 startete der erste Onlineshop, außerdem eröffnete in Zagreb die erste Filiale Kroatiens.<ref>Günter Fritz: Billa liefert mit Post in ganz Österreich ins Haus. In: WirtschaftsBlatt. 26. März 1997, S. 1.</ref><ref>Billa baut Onlineshop aus. In: Futurezone. 27. August 2013, abgerufen am 13. November 2017.</ref><ref>BILLA | Povijest BILLE. In: billa.hr. BILLA Hrvatska, 1. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Dezember 2015; abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im stationären Handel baute Billa den Einsatz von Bankomatkarte-Kassen (bezahlen mit Debitkarte) aus und setzte immer stärker auf nachhaltige und gentechnikfreie Produkte.<ref>Erwin J. Frasl: Handel baut Einsatz von Bankomat-Kassen zügig aus. Europay rechnet mit 5000 Kassen beim Billa-Konzern und 2000 bei Spar. In: WirtschaftsBlatt. 5. Juni 1997, S. 4.</ref><ref>Günter Fritz: Billa & Co. kontern Gentechnik. Gütesiegel für gentechnikfreie Lebensmittel soll Umsatz wie bei Bio bringen. In: WirtschaftsBlatt. 25. November 1997, S. 2.</ref> Billa gehörte Ende der 1990er Jahre neben Spar zu den wichtigsten Handelsketten Österreichs.<ref>Billa, Spar – und viele Verlierer. In: WirtschaftsBlatt. 16. Juli 1998, S. 3.</ref> Die wachsende Marktmacht rief allerdings auch Proteste hervor, beispielsweise im Zuge des Erwerbs des Lebensmittelgeschäfts von Julius Meinl im Jahr 1998.<ref>Julius Meinl: Proteste gegen geplanten Verkauf an Rewe-Gruppe. Gemeinsam mit Billa 40 Prozent Marktanteil. In: Handelsblatt. 30. Juli 1998, S. 18.</ref><ref>Too big, Billa? In: Falter. 12. August 1998, S. 5.</ref> Ein Jahr später eröffnete man erstmals Filialen in Rumänien.<ref name=":10">Karin Bosteels: Carrefour buys Billa Romania. RetailDetail EU, 22. Dezember 2015, abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die erste ukrainische Filiale wurde am 3. Februar 2000 in Kiew eröffnet.<ref>Мережа Billa. In: allretail.ua. All Retail, abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Billa startet in der Ukraine. Lebensmittel Zeitung, 16. Februar 2000, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> Nur ein Jahr später trennte man sich von den Billa-Standorten in Polen. Die 14 Märkte wurden dabei an Auchan verkauft.<ref name=":11">Rewe trennt sich von Billa in Polen. Lebensmittel Zeitung, 12. Juli 2001, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref><ref name=":12">FORMAT: Billa verschwindet aus Polen. In: ots.at. 22. Juli 2001, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> Auch aus Ungarn zog man sich zurück, Käufer der hier ebenfalls 14 Märkte war die ungarische Spar. Der Verkauf wurde im Herbst 2002 vollzogen.<ref name=":13">Beate Hofmann: Rewe verkauft Billa-Märkte in Ungarn. Lebensmittel Zeitung, 11. September 2002, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> 2004 erfolgte der Markteintritt in Russland, mit der ersten Eröffnung in Moskau.<ref name=":14">Nach 17 Jahren: Billa zieht sich aus Russland zurück und verkauft 161 Supermärkte. In: kleinezeitung.at. 19. Mai 2021, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> Ende April 2007 gab die Europäische Kommission die Übernahme der tschechischen Supermarktkette Delvita, einer Tochter der Delhaize Group, durch die Rewe statt. Die Märkte wurden auf Billa umgeflaggt.<ref>Evropská komise schválila změnu Delvit na Billu. In: idnes.cz. 26. April 2007, abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bereits im Februar 2005 wurden die slowakischen Delvita-Märkte durch Billa übernommen.<ref>Delvita prodává své slovenské supermarkety skupině Rewe. In: delvita.cz. 18. Februar 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. März 2005; abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Rewe baut Marktposition in der Slowakei aus. Rewe Austria, 18. Februar 2005, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> Analog zur Umflaggung Minimals in Deutschland, verschwand der Name Minimal 2006 auch in Polen.<ref>Beate Hofmann: Rewe flaggt in Billa um. Lebensmittel Zeitung, 11. Juli 2006, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> Ein Verkauf der nun als Billa flaggenden Märkte erfolgte im September 2009. Mit dem Käufer E.Leclerc wurde Stillschweigen über die Verkaufssumme aller 25 polnischen Filialen vereinbart.<ref>Handel: „Billa heute“ sieht in Polen kein Morgen. In: diepresse.com. 3. August 2009, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref><ref name=":15">Łukasz Stępniak: Sieć Billa znika z Polski, supermarkety przejmie francuski E.Leclerc. In: portalspozywczy.pl. 3. August 2009, abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In den 2000er und 2010er Jahren erweiterte Billa sein Angebot in Richtung Dienstleistungsunternehmen.<ref>Billa will zum Rundumversorger werden. In: Salzburger Nachrichten. 21. September 2016, abgerufen am 1. Oktober 2017.</ref><ref>Christian Novacek: Billas neue Strategie: Das Wohlfühl-Geschäft. In: Medianet. 16. Dezember 2016, S. 58.</ref> Beispielsweise kündigte Billa an, auch Strom zu verkaufen und richtete eine Möglichkeit zum Versand von DHL-Paketen ein. Zusätzlich wollte man die Kunden auch bei Bankgeschäften unterstützen.<ref>Billa will auch Strom verkaufen. In: Tiroler Tageszeitung. 22. September 2016, S. 21.</ref> Außerdem wurde die Gestaltung der Filialen umfassend modernisiert und die Technik erneuert, sodass unter anderem ein kostenloses WLAN zur Verfügung steht.<ref>Billa mit neuem POS-Konzept. 15. Dezember 2016, abgerufen am 8. Dezember 2023.</ref> Mit der Neuorientierung gewann Billa mehr Kunden und sprach insbesondere Frauen verstärkt an.<ref>So will Billa mehr Kunden in die Filialen locken. In: Kleine Zeitung. 15. Dezember 2016, abgerufen am 1. Oktober 2017.</ref><ref name=":5">Billa zielt auf Online und Frauen. In: Die Presse. 22. September 2016, S. 25.</ref> Das Unternehmen expandierte sowohl in städtischen als auch ländlichen Regionen.<ref>Billa expandiert in Stadt und Land. In: Kronen Zeitung. 4. Januar 2017, S. 6.</ref> Ein weiterer Rückzug erfolgte im Sommer 2014, als man die insgesamt 136 Filialen in Italien an verschiedene Konkurrenten verkaufte. So wurden von Carrefour 53 Filialen übernommen, weitere 45 Filialen gingen an Conad.<ref name=":16">Keine Billa-Filialen mehr in Italien. In: orf.at. ORF, 30. Juni 2014, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref><ref name=":17">Conad acquista Billa. In: ilgiornaledivicenza.it. 25. März 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. März 2015; abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ende 2015/Anfang 2016 wurden alle 86 rumänischen Billa-Märkte an Carrefour verkauft.<ref name=":10" /><ref name=":18">Carrefour übernimmt Billa-Märkte von Rewe. In: n-tv.de. n-tv, 22. Dezember 2015, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref><ref name=":19">Christiane Schiffer: Rewe verkauft mit Schönherr Billa-Märkte an Carrefour. In: juve.de. 4. Januar 2016, abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von März bis September 2017 wurden die Filialen auf Carrefour umgeflaggt.<ref>Rumänien: Carrefour schließt Umgestaltungsprozess für Billa-Läden ab. In: finanznachrichten.de. 9. Oktober 2017, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> Zwischenzeitlich wurde ein weiteres Auslandsgeschäft veräußert. Die kroatische Spar übernahm zum 15. Dezember 2016 insgesamt 62 Filialen und ein Logistikzentrum und flaggte die Standorte bis August 2017 um.<ref>SPAR acquires 62 BILLA stores in Croatia. In: spar-international.com. SPAR International, 22. Dezember 2016, abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Successful conversion of Billa stores in Croatia. In: spar-international.com. SPAR International, 29. September 2017, abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gleichzeitig investierte Billa in den Online-Handel: 2017 eröffnete man Österreichs erstes Fulfillment-Center für Lebensmittel.<ref>Billa eröffnet E-Food-Zentrallager in Wien. In: DVZ Logistik & Verlader. 8. Juni 2017, abgerufen am 8. Dezember 2023.</ref><ref>Billa eröffnet Food Fulfillment Center. 8. Juni 2017, abgerufen am 8. Dezember 2023.</ref> 2020 wurde eine neue Bio-Marke namens „Billa Bio“ eingeführt, welche preislich unter Ja! Natürlich platziert ist und teilweise das Sortiment von Alnatura ersetzen soll.<ref>Stefan Pirker: Rewe International: Neuaufstellung im Bio-Bereich. In: cash.at. 9. Februar 2021, abgerufen am 5. Mai 2021.</ref> Im September 2020 gab man den Verkauf alle Standorte in der Ukraine bekannt. Die Rewe Group betrieb Ende 2019 insgesamt 35 Märkte, die alle im Großraum Kiew zu finden waren, es wurden 1.325 Mitarbeiter beschäftigt. Käufer war die Supermarktkette Novus, die Ende 2019 landesweit 44 Filialen betrieb und die Billa-Filialen auf die eigene Marke umflaggte.<ref name=":20">Billa verkauft alle Standorte in der Ukraine. In: kurier.at. Kurier, 16. September 2020, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref><ref name=":21">Denise Klug: Vertriebslinie Billa: Rewe International verabschiedet sich aus der Ukraine. Lebensmittel Zeitung, 16. September 2020, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> 2020 wurden die Organisationszentralen von Billa und Merkur zusammengeführt, im April 2021 wurde die 25 Jahre von Rewe in Österreich verwendete Marke Merkur eingestellt und durch Billa Plus ersetzt.<ref>"Deshalb wurde Merkur zu Billa-Plus" leadersnet.at, 13. Jänner 2022, abgerufen am 9. September 2022 – Interview mit Marcel Haraszti, Vorstand der Rewe International AG.</ref> Im Geschäftsjahr musste sich die Rewe Group erstmals mit dem zweiten Platz in Österreich begnügen, überholt wurde man dabei von Spar.<ref>Spar überholt erstmals Rewe und ist Marktführer im Lebensmittelhandel. In: derstandard.de. Der Standard, 12. März 2021, abgerufen am 17. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2021 startet eine Schock-Kampagne mit Plakaten, die Sprüche trugen wie „Mit einer Behinderung wirst du NICHT gebraucht“ oder „Älteres Personal einstellen lohnt sich NICHT mehr“. Die diskriminierenden Slogans führten zu einer Welle an Kritik und Empörung. Die Autorin Marlies Hübner sagte dazu: „In einer Zeit, in der die Grenzen des Sag- und Denkbaren immer weiter verschoben werden, ist eine über menschenverachtende Teaser funktionierende Werbekampagne, die nicht umgehend aufgelöst wird, keine gute Idee“. Auch Wolfgang Mückstein meldete sich zu Wort: „Es ist nicht im Sinne einer inklusiven, diversen Gesellschaft, auf diese Art und Weise Aufmerksamkeit zu erreichen. Wir brauchen noch viel mehr Sensibilisierung in Österreich, damit so etwas nicht passiert.“<ref>Hannah Wahl: Unethisch und diskriminierend: BILLA-Werbekampagne sorgt für Empörung. 11. Juli 2021, abgerufen am 9. September 2022.</ref> Es folgte eine Rüge des Werberates, der den Ethik-Kodex verletzt sieht.<ref>Österreichischer Werberat: Billa-Kampagne. 19. Oktober 2021, abgerufen am 9. September 2022.</ref> Im Mai desselben Jahres erfolgte der Verkauf des russischen Geschäfts an das Handelsunternehmen Lenta, für 215 Millionen Euro. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte man 5.400 Mitarbeiter und betrieb 161 Filialen.<ref name=":14" /><ref name=":22">Denise Klug: Billa-Supermärkte: Rewe International zieht sich aus Russland zurück. Lebensmittel Zeitung, 19. Mai 2021, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref><ref name=":23">Rewe International und Lenta unterzeichnen Vereinbarung über die Veräußerung von BILLA Russland. In: fruchtportal.de. 21. Mai 2021, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref>

Am 8. September 2022 wurde in Wien in der Mariahilferstraße mit „Billa Pflanzilla“ eine Filiale ohne Tierprodukte eröffnet.<ref>Vegane Billa-Filiale in Wien eröffnet. 8. September 2022, abgerufen am 8. Dezember 2023.</ref> 2023 gab man den Rückzug Billas aus Vorarlberg bekannt. Alle drei Billa-Plus-Märkte werden dabei an Sutterlüty abgegeben und ab November 2023 umgeflaggt.<ref>Billa Plus Märkte in Vorarlberg werden zu Sutterlüty. In: vorarlberg.orf.at. ORF, 29. August 2023, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> Mindestens vier Billa-Märkte sollen ab 2024 unter der Flagge von Adeg laufen.<ref>REWE Group stärkt Kaufmannstum: Vorarlberg wird Kaufleute-geführtes Bundesland. In: adeg.at. REWE Group Österreich, 13. Oktober 2023, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref>

Struktur

Billa ist eine Vertriebslinie der Rewe Group.<ref>Vertriebslinien: Billa. Rewe Group, abgerufen am 1. Oktober 2017.</ref> Als Dachgesellschaft fungiert die Billa AG, eine nicht-börsennotierte Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht. Sie gehört zu 100 % der Rewe International AG.<ref>Impressum. Abgerufen am 8. Dezember 2023.</ref> Billa wird durch die beiden Vorstandsdirektoren Robert Nagele (Sprecher) und Elke Wilgmann geleitet.<ref name=":7">Eva Gabriel: Robert Nagele: Händler mit Hausverstand. In: Kleine Zeitung. 1. Januar 2018, abgerufen am 26. April 2018.</ref><ref name=":8">Billa: Elke Wilgmann folgt Josef Siess. In: Handelszeitung. 4. Dezember 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. April 2018; abgerufen am 26. April 2018.</ref> Im Geschäftsjahr 2019 hatte das Unternehmen Tochtergesellschaften in Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Österreich, Russland, der Slowakei, Tschechien und der Ukraine. Sie zählen zum Konsolidierungskreis des Konzerns und sind direkte oder indirekte Beteiligungen der Billa AG oder der Rewe International AG.<ref>Übersicht über den Anteilsbesitz der Konzern- und sonstigen Beteiligungsunternehmen zum 31. Dezember 2019. REWE Group, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Oktober 2020; abgerufen am 15. April 2021.</ref>

Filialen

Bei Billa Classic handelt es sich um einen klassischen Nahversorger mit durchschnittlich 8000 Produkten, der die meisten Filialen des Unternehmens stellt.<ref>Märkte und Öffnungszeiten. Abgerufen am 8. Dezember 2023.</ref> Im Vergleich dazu verfügt der Flagshipstore Billa Corso über ein deutlich größeres Sortiment, insbesondere im Bereich der Feinkost.<ref>Eva Gabriel: Für Feinschmecker brechen neue Zeiten an. In: Kleine Zeitung. 27. Juni 2013, S. 26.</ref> Nach dem Stammhaus in den Wiener Ringstraßen-Galerien eröffnete 2010 ein zweiter Billa Corso im Herrnhuterhaus am Neuen Markt.<ref>Billa eröffnet Luxusfiliale in der Wiener Innenstadt. In: Wiener Zeitung. 8. September 2010, S. 26.</ref> Mit Linz, Salzburg, Graz, Wien Hoher Markt, Wien Opernring, Wien Schottengasse und Flughafen Wien kamen mittlerweile sieben weitere Standorte hinzu.<ref>Ein Ort des Genusses: In Salzburg hat der neue Billa Corso eröffnet. In: Salzburger Nachrichten. 10. Dezember 2011, S. 18.</ref><ref>Billa Corso in Klagenfurt eröffnet. In: Medianet. 27. Juni 2013, S. 5.</ref><ref>Raphaela Edelbauer: Billa „Corso“ in Planung. In: Niederösterreichische Nachrichten. 19. Mai 2016 (noen.at [abgerufen am 13. November 2017]).</ref> Seit 2013 wird Billa Corso auch als Eigenmarke für Spezialitäten verwendet.<ref>Mathieu Völker: „Geschmack, Genuss und Hochwertigkeit“. In: Medianet. 14. Juni 2013, S. 16.</ref>

Um auch an Standorten mit weniger Verkaufsfläche vertreten zu sein, vereinbarte das Unternehmen 2008 eine Partnerschaft mit der Tankstellenkette Jet.<ref>Rewe steigt bei Jet ins Geschäft mit Tankstellenshops ein. In: Neues Volksblatt. 21. Juli 2008, S. 15.</ref> In ausgewählten Tankstellen ist seitdem Billa Stop & Shop zu finden.<ref>Clemens Schuhmann: 90 Jet-Tankstellen bis Herbst mit Billa-Shop. In: Oberösterreichische Nachrichten. 25. Juni 2008, S. 9.</ref> Billa führt Partnerschaften mit den Tankstellenketten OMV, Shell, BP und Jet. Die Shops werden mit den Namen Viva Billa, Billa Unterwegs, Billa Now und Billa Stop & Shop betrieben. Zusätzlich experimentierte man ab 2009 mit kleinen Geschäften im Zentrum Wiens.<ref>Sophia Freynschlag: Billa eröffnet Mini-Supermarkt. In: Wiener Zeitung. 11. November 2009, S. 28.</ref> Bei Billa Box wurden vor allem Fertiggerichte, Getränke und Snacks angeboten. 2013 hatte Billa Box fünf Standorte, das Konzept erwies sich jedoch letztendlich als nicht erfolgreich.<ref>Thomas Pressberger: Billa macht einen „Boxen-Stopp“. Das Kleinformat-Konzept „Billa Box“ wird deutlich zusammengestutzt. In: WirtschaftsBlatt. 7. Februar 2013, S. 4.</ref> Das Konzept der Billa Box wurde 2021 unter dem Namen „Billa Regional Box“ wiederbelebt, diesmal in ländlichen Gebieten ohne Nahversorger und mit regionalen Produkten im Sortiment, was bei Bauernhöfen mit Direktvermarktung für Kritik sorgte.<ref>Bauern haben keine Freude mit „BILLA-Boxen“. In: orf.at. 28. April 2021, abgerufen am 4. Mai 2021.</ref>

Der 1999 gestartete Billa-Online-Shop entwickelte sich zu einem wichtigen Vertriebskanal für das Unternehmen.<ref name=":5" /> Das Sortiment umfasst Produkte aus allen Kategorien, einschließlich Obst und Gemüse sowie Fleisch und Wurst.<ref>Lebensmittel online bestellen. Abgerufen am 8. Dezember 2023.</ref> Das Unternehmen liefert seit 2014 auch Tiefkühlkost aus.<ref>Billas Onlinestrategie erweitert. In: Medianet. 18. April 2014, S. 15.</ref><ref>Vom virtuellen Regal in den Kühlschrank. In: Wiener Zeitung. 28. August 2013, S. 12.</ref> 2015 dehnte Billa das Liefergebiet als erster Vollsortimenter auf ganz Österreich aus.<ref>Billa baut sein Onlinegeschäft um und aus. In: Salzburger Nachrichten. 7. Oktober 2015, S. 13.</ref> Der Mindestbestellwert liegt derzeit bei 39 €.<ref>FAQs – BILLA Onlineshop. Abgerufen am 17. März 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Alternativ können Kunden einen online bestellten Warenkorb in ausgewählten Billa-Filialen abholen.<ref>Billa startet Wiens erste Pick-up-Services. In: Medianet. 17. Januar 2014, S. 18.</ref><ref>Billa weitet Online-Bestellservice aus. In: Kleine Zeitung. 21. Mai 2014, S. 39.</ref> Mobile-Payment wird in Zusammenarbeit mit Blue Code angeboten.

Land Filialen Aktiv seit
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich 1105 1953
TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien 0238 1991<ref name=":9" />
SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg Slowakei 0143 1993<ref name=":9" />
BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Bulgarien 0121 2000<ref name=":9" />

Länder mit ehemaligen Standorten

Land Aktiv ab Verkauf an Jahr des Verkaufes
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 1990 Carrefour/Conad/weitere 2014<ref name=":16" /><ref name=":17" />
KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Kroatien 1999 Spar 2016
PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen 1991 Auchan 2001<ref name=":11" /><ref name=":12" />
E.Leclerc 2009<ref name=":15" />
RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien 1999 Carrefour 2015/2016<ref name=":10" /><ref name=":18" /><ref name=":19" />
RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 2004 Lenta 2021<ref name=":14" /><ref name=":22" /><ref name=":23" />
UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine 2000 Novus 2020<ref name=":20" /><ref name=":21" />
UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Ungarn 1993 Spar 2002<ref name=":13" />

Eigenmarken in Österreich

  • Das Diskontpreissegment wird bei Billa durch die Eigenmarke clever bedient, die 1999 eingeführt wurde. Die Marke wurde von 40 auf 550 Artikel aus dem Bereich Lebens- und Nahrungsmittel, Nonfood ausgebaut. Clever ist auch noch bei Adeg, Sutterlüty und Bipa erhältlich.
  • Die Marke Billa bedient das Mittelpreissegment und steht vor allem in direkter Konkurrenz zu vergleichbaren Markenartikeln. Die Produkte heben sich von Clever-Produkten durch höhere Preise und oftmals einen Mehrwert ab (beispielsweise ist die länger frisch-Milch mit 3,6 % Fettanteil von Billa mit dem AMA-Heumilch-Siegel ausgezeichnet, während die länger frisch-Milch mit 3,6 % Fettanteil von clever nur das AMA-Gütesiegel besitzt). Seit 2022 wird zudem die ehemalige Marke Merkur immer gut, die durch die Zusammenführung von Merkur und Billa abgesetzt wurde, neu ausgerichtet und als Billa immer gut angeboten.
  • Die Marke Billa Bio wurde 2021 eingeführt und ergänzt Ja! Natürlich mit günstigeren Bio-Produkten, welche nach den EU-Bio-Standards hergestellt werden. Das Sortiment besteht zum Großteil aus Produkten des Trockensortiments, wie Snacks, Nudeln oder Konserven-Produkten, sowie einigen frischen Produkten, wie Wurst, Obst- und Gemüse sowie Convenience-Produkten.<ref>„Billa Bio“ – BILLA bringt neue Bio-Eigenmarke ins Regal. In: rewe-group.at. 9. Februar 2021, abgerufen am 30. Mai 2021.</ref> Der Ursprung der Produkte ist nur zu einem kleineren Teil Österreich, der überwiegende Teil des Sortiments ist importiert.
  • Mit Ja! Natürlich wurde im Jahr 1994 eine eigene Bio-Marke eingeführt. Bis 2021 sind in diesem Bio-Sortiment rund 1100 verschiedene Produkte vertreten. Neben einem hohen Österreich-Anteil sind seit 2018 alle Produkte palmölfrei.<ref>Ja! Natürlich ist palmölfrei. In: janatuerlich.at. Abgerufen am 28. Januar 2021.</ref> Die Standards in der Tierhaltung liegen über den gesetzlichen Regeln für biologische Landwirtschaft.<ref>Ulli Cecerle-Uitz: Strenger als das Gesetz: Pionierprojekte in artgemäßer Tierhaltung bei Ja! Natürlich. Ja! Natürlich Naturprodukte Gesellschaft m.b.H., 20. Mai 2015, abgerufen am 30. Mai 2021.</ref>
  • Weitere Eigenmarken, die jeweils nur eine Produktgruppe abdecken und noch in anderen Vertriebsschienen von Rewe Österreich vertrieben wurden:
    • Hofstädter: Hühner-, Puten-, Schweine- und Rindfleisch aus konventioneller Haltung aus Österreich mit AMA-Gütesiegel sowie Wurstwaren und Fleischprodukte, welche in Österreich hergestellt werden
    • Full Speed: Eigenmarke für Energydrinks, höher positioniert als die Clever-Energydrinks
    • Maximal G: Weitere Energydrink-Eigenmarke, welche ursprünglich aus Deutschland stammt
    • Landgraf: Schankbier, Märzen und Radler in Dosen; preislich an Diskontern orientiert
    • Wegenstein: Eigenmarke für Weine, welche größtenteils aus Österreich stammen
    • Da komm’ ich her!: Eier, Obst und Gemüse aus Österreich
    • Fertiggerichte und kochfertige Zutaten unter den Marken Chef Menü (traditionelle Gerichte, wie Gulasch mit Spätzle) und Simply Good (gesunde Fertiggerichte, vorgeschnittenes Gemüse und frische Teigwaren)
    • Babywell: Produkte für Babys und Kleinkinder, wie Windeln
    • Vegavita: Vegane Ersatzprodukte, welche oftmals Bio-Qualität haben
    • Tonis Freilandeier: konventionelle Freilandeier; erhöhte Tierschutzstandards für die Legehennen und keine Tötung von männlichen Küken direkt nach der Geburt<ref>Tonis Freilandeier. In: tonis-freilandeier.at. Abgerufen am 31. Mai 2021.</ref>
    • Today: Eigenmarke für Kosmetikprodukte, ersetzte 2018 die Marke MY und die Kosmetiksparte von clever; stammt ursprünglich vom Diskonter Penny
    • ZooRoyal (und dessen Untermarken): Eigenmarke für Haustiernahrung und Haustierbedarf; ersetzte Anfang 2020 die Tiernahrungs- und Tierbedarfssparte von Merkur Immer Gut und der Billa Eigenmarke; die Produkte sind höherwertig als die Tiernahrung von clever positioniert und zeichnen sich im Vergleich zu diesen durch höhere Preise und oftmals einen Mehrwert (höherwertige Inhaltsstoffe, erhöhter Fleischanteil) aus.
  • Bei Billa Plus sind zudem die von Bipa stammenden Marken Bi good (Naturkosmetik und umweltfreundliche Haushaltsprodukte) sowie Bi life (Nahrungsergänzungsmittel und Medizinprodukte) erhältlich.

Kritik

Mit einer Teaser-Kampagne erregte das Unternehmen 2021 Aufmerksamkeit. Auf den Sujets der Werbekampagne, dessen Urheber zuerst nicht erkenntlich war, stand der Satz „Mit einer Behinderung wirst du NICHT gebraucht.“ Erst später wurde aufgelöst, dass Billa dafür verantwortlich ist. Der damalige Gesundheits- und Sozialminister Wolfgang Mückstein kommentierte: „Es ist nicht im Sinne einer inklusiven, diversen Gesellschaft auf diese Art und Weise Aufmerksamkeit zu erregen. Wir brauchen noch viel mehr Sensibilisierungsarbeit in Österreich, damit so etwas nicht passiert. In diesem Sinne rufe ich die Urheber dieser Kampagne auf, besagte Sujets zeitnah zu entfernen“<ref>"Nicht gebraucht": Gesundheitsminister und Behindertenvertreter kritisieren Kampagne. 12. Oktober 2021, abgerufen am 7. November 2021.</ref>. Martin Ladstätter von BIZEPS sprach von einer „kalkulierten widerlichen Provokation“.<ref>Unethisch und diskriminierend: BILLA-Werbekampagne sorgt für Empörung (TW!). In: Hannah Wahl. 7. November 2021, abgerufen am 7. November 2021.</ref> Nach zahlreichen Beschwerden befasste sich auch der Österreichische Werberat mit der Angelegenheit.<ref>Werberat stoppt "Nicht gebraucht"-Kampagne von Billa. Abgerufen am 7. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> „Die Mehrheits-Stopp-Entscheidung des Werberatsgremiums wurde aufgrund der Diskriminierung, welche durch die Teaser-Aussagen (bewusst) erzeugt wird und der Möglichkeit eine Retraumatisierung bei den Betroffenen auszulösen, getroffen. Ebenfalls ist durch jene provozierenden Aussagen ein potenzielles Nachwirken, beispielsweise durch eine langfristige Erinnerung und bewusste Verarbeitung, möglich. Damit besteht bei Teaser-Sujets vor allem das Risiko, dass die folgenden Zweitsujets zur Auflösung bei manchen Rezipienten nicht mehr wahrgenommen werden“<ref>Beschwerdedetail - werberat. Abgerufen am 7. November 2021.</ref>, heißt es in der Entscheidung des Werberates.

Im Dezember 2023 verurteilte das Kartellgericht die Rewe International AG in Österreich wegen eines vom BILLA-Plus-Vorgänger „Merkur Markt“ begangenen Verstoßes gegen das Kartellrecht im Welas Park Einkaufszentrum in Wels zu einem Bußgeld in Höhe von 1,5 Millionen Euro.<ref>Rewe hält Rekordstrafe für "massiv unverhältnismäßig". Abgerufen am 6. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der OGH als Kartellobergericht erhöhte im Februar 2025 diese Strafe auf 70 Millionen Euro. Der OGH betonte, dass man bereits mehrfach klargestellt habe, dass „auch in Österreich zur wirksamen Bekämpfung von Kartellverstößen Geldbußen in einer Größenordnung zu verhängen sind, wie sie auf Unionsebene und in zahlreichen Mitgliedsstaaten bereits seit langem üblich sind“. Von Rewe wurde diese Strafhöhe als „massiv unverhältnismäßig“ kritisiert.<ref>Rewe hält Rekordstrafe für "massiv unverhältnismäßig". Abgerufen am 6. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Billa – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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