Hombressen
Hombressen Stadt Hofgeismar
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1581)&title=Hombressen 51° 30′ N, 9° 27′ O
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| Höhe: | 197 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 14,15 km²<ref name="DF" /> | |||||
| Einwohner: | 1581 (30. Juni 2024)<ref name="DF" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 112 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1970 | |||||
| Postleitzahl: | 34369 | |||||
| Vorwahl: | 05671 | |||||
Hombressen ist ein Dorf im nordhessischen Landkreis Kassel. Mit etwa 1600 Einwohnern ist es der größte dörfliche Stadtteil von Hofgeismar.
Geographische Lage
Hombressen liegt am Westrand des Reinhardswaldes etwa 5 km (Luftlinie) östlich von Hofgeismar und wird in Ost-West-Richtung von der Lempe durchflossen, in die im Dorf flussabwärts betrachtet Giesbach, Soode und Reinbecke einmünden; entlang dieser Bachläufe hat sich der ursprüngliche Ort scherenförmig entwickelt. Nordnordöstlich liegt Beberbeck, westlich Carlsdorf, südsüdöstlich Udenhausen und östlich der gemeindefreie Gutsbezirk Reinhardswald.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Hombressen erfolgte unter dem Namen Humbrechtessen um das Jahr 1200.<ref name="lagis" /> Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung):<ref name="lagis" /> Humbrachtessen (1248), Gumbragtissen (1274) und Humbressen (1452). Der Ort lag an der „Königsstraße“ von Kassel nach Helmarshausen. Hombressen war eines der Dörfer, die Graf Ludwig von Dassel 1272 an Kurmainz verkaufte. Die evangelische Dorfkirche wurde ab 1718 neu errichtet, der Turm der Kirche erst im Jahr 1753 fertiggestellt.
Zum 31. Dezember 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Hombressen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Hofgeismar eingemeindet.<ref>Eingliederung von Gemeinden in die Stadt Hofgeismar, Landkreis Hofgeismar vom 7. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 4, S. 142, Punkt 182 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,3 MB]).</ref><ref></ref> Für Hombressen wie für alle durch die Gebietsreform nach Hofgeismar eingegliederten Gemeinden, wurde ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 22 kB) § 4. In: Webauftritt. Stadt Hofgeismar, abgerufen im März 2020.</ref>
Hombressen wurde im HR-Wettbewerb 2017 das „Dollste Dorf 2017“.<ref>hessenschau.de, Frankfurt, Germany: Video: Hombressen ist das "Dollste Dorf 2017" | hessenschau.de | TV-Sendung. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Juni 2017; abgerufen am 12. Juni 2017.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Hombressen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- 1345: Heiliges Römisches Reich, Kurmainz
- vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Sababurg
- ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Sababurg
- ab 1654: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Sababurg
- ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Sababurg
- 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Veckerhagen
- ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sababurg<ref name="KHK1818" />
- ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August, S. 70 f. (kurhess GS 1821)</ref><ref group="Anm.">Trennung von Justiz (Justizamt Hofgeismar) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
- ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Hofgeismar
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar, Stadt Hofgeismar<ref group="Anm.">Am 31. Dezember 1970 als Ortsbezirk zur Stadt Hofgeismar.</ref>
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel, Stadt Hofgeismar
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Hombressen 1647 Einwohner. Darunter waren 15 (0,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 303 Einwohner unter 18 Jahren, 600 zwischen 18 und 49, 363 zwischen 50 und 64 und 321 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 669 Haushalten. Davon waren 156 Singlehaushalte, 228 Paare ohne Kinder und 231 Paare mit Kindern, sowie 48 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 150 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 438 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
- 1455: 11 Feuerstätten<ref name="lagis" />
- 1585: 75 Haushaltungen<ref name="lagis" />
| Hombressen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 1.250 | |||
| 1840 | 1.253 | |||
| 1846 | 1.284 | |||
| 1852 | 1.300 | |||
| 1858 | 1.266 | |||
| 1864 | 1.236 | |||
| 1871 | 1.232 | |||
| 1875 | 1.234 | |||
| 1885 | 1.178 | |||
| 1895 | 1.136 | |||
| 1905 | 1.059 | |||
| 1910 | 1.035 | |||
| 1925 | 1.142 | |||
| 1939 | 1.208 | |||
| 1946 | 1.790 | |||
| 1950 | 1.816 | |||
| 1956 | 1.664 | |||
| 1961 | 1.639 | |||
| 1967 | 1.654 | |||
| 1970 | 1.721 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | 1.784 | |||
| 2000 | 1.909 | |||
| 2005 | 1.825 | |||
| 2010 | 1.771 | |||
| 2011 | 1.647 | |||
| 2015 | 1.640 | |||
| 2020 | 1.596 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: bis 1970:<ref name="lagis" />; nach 1970: Stadt Hofgeismar<ref>Haushalt 2020. Vorbericht Teil II. (PDF) In: Webauftritt. Stadt Hofgeismar, S. E6, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. April 2021; abgerufen im September 2020.</ref><ref name="EW2020" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 1169 evangelische (= 99,24 %), 2 katholische (= 0,17 %), 6 anderer christlich-konfessioneller (= 0,51 %), ein jüdischer (= 0,08 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 1422 evangelische (= 86,76 %), 193 katholische (= 11,78 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für den Stadtteil Hombressen besteht ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Er umfasst das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Hombressen.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 63,32 %. Dabei wurden gewählt: fünf Mitglieder der SPD, zwei Mitglieder der „Wählergemeinschaft Soziale Demokraten“ und zwei Mitglieder der „Bürgerliste Hombressen“.<ref>Ergebnis der Ortsbeiratswahlen 2021 in Hombressen. In: Votemanager. Stadt Hofgeismar, abgerufen im September 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Regine Bresler (SPD) zur Ortsvorsteherin.<ref>Ortsbeirat Hombressen. In: Ratsinformationsinformationssystem. Stadt Hofgeismar, abgerufen im September 2023.</ref>
Sehenswürdigkeiten
Zu den Sehenswürdigkeiten in Hombressen zählen u. a.:
- Kirche, die von 1718 bis 1753 erbaut wurde.
- Friedenseiche, die 1871 nach dem Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt wurde.
- Strufuskreuz im Reinhardswald, das an die Sage eines Wilddiebes erinnert.
- Vogelpark.
Für die unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmäler des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Hombressen.
Ehrenbürger
- 1895 Otto von Bismarck (1815–1898), Reichskanzler
Literatur
- Friedrich Bleibaum (Hrsg.): Kreis Hofgeismar (= Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen, Bd. 3). Bernecker, Melsungen 1966, S. 144 ff.
- Hombressen – ein Dorf im Reinhardswald. In: Alt-Hofgeismar – Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870–1925, herausgegeben und erläutert von Helmut Burmeister und Klaus-Peter Lange, Hofgeismar 1979, S. 58 ff.
- Vorlage:HessBib
- Vorlage:HessBib
Weblinks
- Stadtteil Hombressen. In: Webauftritt der Stadt Hofgeismar.
- Hombressen, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Hombressen, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 30. September 2021). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 49 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="EW2020"> Zahlen und Fakten. Haupt- und Nebenwohnsitze. In: Webauftritt. Stadt Hofgeismar, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Januar 2021. </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 26 und 82, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> <ref name="DF"> Stadt Hofgeismar – Zahlen und Fakten. Abgerufen am 15. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> </references>
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