Friedrichsdorf (Hofgeismar)
Friedrichsdorf Stadt Hofgeismar
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(98)&title=Friedrichsdorf 51° 29′ N, 9° 20′ O
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dim=10000 | globe= | name=Friedrichsdorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 295 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 1,3 km²<ref name="DF" /> | |||||
| Einwohner: | 98 (30. Juni 2024)<ref name="DF" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 75 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1970 | |||||
| Postleitzahl: | 34369 | |||||
| Vorwahl: | 05671 | |||||
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Friedrichsdorf ist seit der hessischen Gebietsreform Anfang der 1970er Jahre ein Stadtteil der nahe gelegenen Stadt Hofgeismar im nordhessischen Landkreis Kassel.
Geschichte
Ortsgeschichte
Das landwirtschaftlich geprägte Dorf entstand für die Nachkommen hugenottischer Glaubensflüchtlinge aus Frankreich im Jahre 1775 unter Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel, etwa gleichzeitig mit den Siedlungen Friedrichsfeld (heute Stadtteil von Trendelburg) und Friedrichsthal (heute Stadtteil von Grebenstein). Die ersten Siedler waren Bewohner aus den Hugenotten-Siedlungen Kelze, Schöneberg und Gewissenruh, die dort keinen ausreichenden Platz mehr fanden. Die ersten 10 Familien in Friedrichsdorf sollen Nachkommen der in Kelze angesiedelten Hugenottenfamilien gewesen sein, denen jeweils 1 Kasseler Acker Garten und 30 Kasseler Acker Land zugewiesen wurden. Nur mühsam konnte der Ackerboden unterhalb des Wattbergs verbessert werden.
Im Jahre 1815 wurden die kleine Fachwerkkirche und die daran anschließende Schule des Ortes errichtet. Bis 1822 wurde die Gemeinde von einem französischen Prediger aus Hofgeismar betreut, bevor im gleichen Jahr die deutsche und die französische Gemeinde in Hofgeismar zusammengelegt wurden.
Am 31. Dezember 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Friedrichsdorf im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Hofgeismar eingemeindet.<ref>Eingliederung von Gemeinden in die Stadt Hofgeismar, Landkreis Hofgeismar vom 7. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 4, S. 142, Punkt 182 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,3 MB]).</ref><ref></ref> Für Friedrichsdorf, wie für alle durch die Gebietsreform nach Hofgeismar eingegliederten Gemeinden, wurde ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 22 kB) § 4. In: Webauftritt. Stadt Hofgeismar, abgerufen im März 2020.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Friedrichsdorf angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- ab 1775: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Hofgeismar
- ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Hofgeismar
- 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Hofgeismar
- ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Amt Hofgeismar<ref name="KHK1818" />
- ab 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August, S. 70 f. (kurhess GS 1821)</ref><ref group="Anm.">Trennung von Justiz (Justizamt Hofgeismar (Sitz Veckerhagen)) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
- ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Hofgeismar
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar, Stadt Hofgeismar
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel, Stadt Hofgeismar
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Friedrichsdorf 96 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 12 Einwohner unter 18 Jahren, 39 zwischen 18 und 49, 21 zwischen 50 und 64 und 27 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 39 Haushalten. Davon waren 9 Singlehaushalte, 15 Paare ohne Kinder und 15 Paare mit Kindern, sowie keine Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 12 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 21 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
- 1779: 10 Haushaltungen<ref name="lagis" />
| Friedrichsdorf: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 72 | |||
| 1840 | 80 | |||
| 1846 | 108 | |||
| 1852 | 86 | |||
| 1858 | 94 | |||
| 1864 | 82 | |||
| 1871 | 84 | |||
| 1875 | 75 | |||
| 1885 | 87 | |||
| 1895 | 61 | |||
| 1905 | 69 | |||
| 1910 | 80 | |||
| 1925 | 86 | |||
| 1939 | 101 | |||
| 1946 | 192 | |||
| 1950 | 178 | |||
| 1956 | 149 | |||
| 1961 | 95 | |||
| 1967 | 102 | |||
| 1970 | 108 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | 119 | |||
| 2000 | 125 | |||
| 2005 | 104 | |||
| 2010 | 100 | |||
| 2011 | 96 | |||
| 2015 | 92 | |||
| 2020 | 100 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: bis 1970:<ref name="lagis" />; nach 1970: Stadt Hofgeismar<ref>Haushalt 2020. Vorbericht Teil II. (PDF) In: Webauftritt. Stadt Hofgeismar, S. E6, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. April 2021; abgerufen im September 2020.</ref><ref name="EW2020" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
| • 1885: | 87 evangelische (= 100 %) Einwohner |
| • 1961: | 80 evangelische (= 84,21 %), 15 katholische (= 15,79 %) Einwohner |
Politik
Für den Stadtteil Friedrichsdorf besteht ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Er umfasst das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Friedrichsdorf.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 82,50 %. Alle Kandidaten gehörten der „Wählergemeinschaft Friedrichsdorf“ an.<ref>Ergebnis der Ortsbeiratswahlen 2021 in Friedrichsdorf. In: Votemanager. Stadt Hofgeismar, abgerufen im September 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Torben Busse zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Friedrichsdorf. In: Ratsinformationsinformationssystem. Stadt Hofgeismar, abgerufen im September 2023.</ref>
Kulturdenkmäler
Für die unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmäler des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Friedrichsdorf (Hofgeismar).
Ehrenbürger
- 27. März 1895 Otto von Bismarck (1815–1898), Reichskanzler
Literatur
- Kreis Hofgeismar: Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen III. Marburg/Lahn 1966, S. 88.
- Vorlage:HessBib
Weblinks
- Stadtteil Friedrichsdorf . In: Webauftritt der Stadt Hofgeismar.
- Friedrichsdorf, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Friedrichsdorf, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 30. September 2021). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 28 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="EW2020"> Zahlen und Fakten. Haupt- und Nebenwohnsitze. In: Webauftritt. Stadt Hofgeismar, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Januar 2021. </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 26 und 82, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> <ref name="DF"> Stadt Hofgeismar – Zahlen und Fakten. Abgerufen am 15. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> </references>
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