International Harvester
| International Harvester
| |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | IHC-logo.svg | |
| Rechtsform | Company |
| Gründung | 1902 |
| Auflösung | 1985 |
| Auflösungsgrund | Teil-Akquisition durch Tenneco, Nachfolgeunternehmen Case IH und Navistar International |
| Sitz | Chicago, Illinois, USA |
| Branche | Landmaschinenindustrie, Nutzfahrzeugindustrie, Automobilindustrie |
International Harvester Company (IHC, später IH) war ein US-amerikanischer Hersteller von Landmaschinen, Automobilen und Lastkraftwagen mit Sitz in Chicago.
Firmengeschichte
Die International Harvester Company entstand am 12. August 1902 durch den Zusammenschluss von McCormick Harvesting Machine Company, Deering Harvester Company, Plano Harvester Co., Milwaukee Harvester Co. und Warder, Bushnell & Glessner Co.
Zwischen 1907 und 1911, in den 1930er Jahren<ref name="Kimes" /> sowie zwischen 1956 und 1980 wurden Personenkraftwagen gebaut.<ref name="Beaulieu" /><ref name="Die Internationale Automobil-Enzyklopädie" /> Der Markenname lautete von 1907 bis 1909 International, von 1910 bis 1911 IHC<ref name="Kimes" /> und später wieder International.
1908 wurde mit der International Harvester Company m. b. H. in Neuss die deutsche Tochtergesellschaft gegründet, die anfangs noch aus den USA importierte Produkte der Muttergesellschaft in Deutschland verkaufte. Ein Jahr später wurde dort ein Werk errichtet. 1911 begann in diesem die Fertigung von landwirtschaftlichen Maschinen, 1937 kam die Fertigung von Traktoren hinzu. 1997 wurde das Werk in Neuss geschlossen.
1916 begann die Herstellung von Schulbussen.<ref>Graeme R. Quick: International Harvester. Rosenberg Publishing, 2009, ISBN 978-1-877058-75-2 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Wegen der Dominanz der Marke Fordson (später Ford) stellte International Harvester 1924 unter dem Markennamen Farmall eine neue Serie von Traktoren vor.<ref>International Harvester Company: Traktor Titan 10/20. 1921, abgerufen am 26. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
1927 wurde die deutsche Hauptverwaltung nach Berlin verlegt und nach Kriegsende 1946 wieder von Berlin nach Neuss. 1952 wurde die Frank G. Hough Company gekauft, die insbesondere für ihre Radlader bekannt war.<ref>Oscar Will: Payline: International Harvester's Construction Equipment Division. MotorBooks International, 2006, ISBN 978-0-7603-2458-5 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Der Markenname Hough blieb auch nach der Übernahme noch erhalten. 1953 begann International Harvester in Neuss mit der Fertigung der Modelle DED3, DGD4 und DLD2, die in Deutschland entwickelt worden waren.<ref>Peter Böhlke: Ein Amerikaner im Taunus. In: Traktor Classic 03/10, Seite 12.</ref>
1939 startete International Harvester mit der Produktion von Landmaschinen in Doncaster. Ab 1949 wurden dort auch Traktoren hergestellt.<ref>The Roar of Dust and Diesel A story of International Harvester Doncaster, by Mike Teanby, pub by Japonica press in 2004. ISBN 1-904686-06-0</ref> Anfangs wurden sie aus Fertigungsteilen aus den USA montiert, später die Teile auf erweitertem Firmengelände in Doncaster produziert. 1953 begann in Doncaster die Herstellung von Planierraupen.
1955 wurde die Kältegerätesparte (Kühlgeräte und Klimaanlagen<ref>Harvester Sells Appliance Plant; Company Will Discontinue Its Line -- Whirlpool-Seeger Buys Indiana Facility (Published 1955). In: nytimes.com. 28. September 1955, abgerufen am 15. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) an die Whirlpool Corporation verkauft.<ref>1951 International Harvester. In: monitortop.freeforums.net. 4. Juni 2017, abgerufen am 15. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Charles R. Geisst: Encyclopedia of American Business History. Facts on File, 2006, ISBN 978-0-8160-4350-7 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
1956 stellte IH das neue Agriomatic-Getriebe vor, bei dem keine Kupplung betätigt werden muss.<ref>agriomatic - International Harvester Neuss. In: 334647.forumromanum.com. 20. April 2010, abgerufen am 15. Februar 2023.</ref> 1958 wurde die Waggonfabrik Fuchs in Heidelberg übernommen und 1960 die Solar Aircraft Company.<ref>Spokane Daily Chronicle: Airplane Firm Sold. 8. März 1960.</ref> 1962 stellte IH mit der TD-30 die damals größte Planierraupe vor. Im selben Jahr begann in Neuss die Fertigung von Lkw für den deutschen Markt.
IHC stellte auch wenige Geländewagen her, darunter den zweitürigen Scout (1961–1980) und den viertürigen Travelall (1953–1975). Beide Fahrzeuge konkurrierten auf dem heimischen Markt mit den Produkten von Jeep, aber auch mit Chevrolet Blazer, Ford Bronco und Dodge Ramcharger. Der International Scout wurde zwischen 1976 und 1982 vom Schweizer Automobilhersteller Monteverdi mit einer eleganten italienischen Karosserie versehen und als Monteverdi Safari mehr als 1000-mal verkauft. Weitere Abwandlungen des Scout waren der Monteverdi Sahara und der Felber Oasis.
Konstruktiv fortschrittlich war die 1963 herausgebrachte Frontlenker-Typenreihe Loadstar CO 1600/1700/1800 mit einer Nutzlast von etwa 6 Tonnen. Mit dem Loadstar wurde die keilbetätigte Druckluftbremse bekannt. Eine ungewöhnlich breite Spur vorn gestattete einen Radeinschlag von 50° und einen Wendekreisdurchmesser von nur 12,7 m.<ref>Loadstar CO 1700. In: Kraftfahrzeugtechnik. 3/1966, S. 106–108.</ref> Seinerzeit war der Loadstar CO 1700 einer der verbreitetsten Lkw über 3 Tonnen in den USA. Als Cargostar wurde dieses Fahrzeug mit geringfügigen Änderungen noch bis 1986 produziert.
1974 kaufte IH den britischen Lkw-Hersteller Seddon Atkinson auf.
1977 stellte International Harvester den ersten Mähdrescher mit axial eingebautem Rotor anstelle eines Schüttlers vor.<ref>http://media.cnhindustrial.com/emea/CASE-IH/GALLERY/Historical/in-1977-international-harvester-introduces-the-axial-flow-combine/a/9e3ab498-9fd5-4831-bae3-039d0215b9dc</ref>
1981 verkaufte IH den Geschäftsbereich Solar Turbines an Caterpillar.<ref>The New York Times vom 1. August 1981: Harvester Unit Sold to Caterpillar</ref>
Der Bereich Baumaschinen wurde im November 1982 an Dresser Industries verkauft.<ref>New York Times: Dresser Loses $10.1 Million. 17. Mai 1983.</ref>
1985 wurde die Landmaschinenproduktion an Tenneco verkauft, die International Harvester mit ihrer Tochter Case zu Case iH vereinten. Der Nutzfahrzeugbereich von International Harvester wird seit 1986 als Navistar International weitergeführt. Die Marke International Harvester gehört aktuell zum Konzern CNH Industrial, wird aber nur noch abgekürzt in Case iH benutzt.
Es gab keine Verbindungen zu den anderen US-amerikanischen Automobilherstellern der Marke International: International Motor Carriage Company, International Motor Car Company und International Automobile Company.
Galerie
-
International Harvester „Auto Buggy“ Highwheeler von 1906
-
Traktor International Harvester „Mogul“ von 1920
-
IHC Farmall Model H (1945)
-
Radlader H-30 B, hergestellt zwischen 1965 und 1976
-
International Harvester 824, von 1972
-
IH Scout II von 1979
-
IHC 955 XL von 1981/1982
-
Der 6-Tonner-Lkw Loadstar CO 1700
-
Schwerer Lkw von International Harvester
-
IHC D217 (1961)
-
IH Kühltruhe
Literatur
- IHC Traktoren, Geschichte und Geschichten aus Neuss am Rhein, Podszun (2004), ISBN 3-86133-356-2.
- McCormick/IHC, Traktoren von 1937–1975, Typenkompass, Motorbuch Verlag (2005), ISBN 3-613-02532-9.
- George Nicholas Georgano (Herausgeber): The Complete Encyclopedia of Commercial Vehicles. Motorbooks International, Osceola 1979, ISBN 0-87341-024-6, S. 331–335 (englisch).
- Albert Mroz: The Illustrated Encyclopedia of American Trucks and Commercial Vehicles. Krause Publications, Iola 1996, ISBN 0-87341-368-7, S. 206–212 (englisch).
Weblinks
- Private Website über die IHC Neuss
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das IHC-Werk in Neuss am Rhein ( vom 30. März 2009 im Internet Archive)
Einzelnachweise
<references> <ref name="Die Internationale Automobil-Enzyklopädie"></ref> <ref name="Beaulieu"></ref> <ref name="Kimes">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/0873414284 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref> </references>
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Vorlage:Navigationsleiste US-amerikanische Automobilmarken von 1905 bis 1918Vorlage:Navigationsleiste US-amerikanische Automobilmarken von 1919 bis 1930Vorlage:Navigationsleiste US-amerikanische Automobilmarken von 1931 bis 1945Vorlage:Klappleiste/Anfang
Aktuelle Marken: Aptera | Beck | Berrien Buggy | Buick | C-R Cheetah | Cadillac | Callaway | Chevrolet | Chrysler | Commuter Cars | Corvette | Deco Rides | Dodge | Dragon | Equus | ERA | Everett-Morrison | Factory Five | Faraday Future | Fisker | Ford | GEM | Gibbon | GMC | Jeep | Karma | Kirkham | Lincoln | Lucid | Meyers | Myers Motors | NAF | Panoz | Phoenix | Regal | Rivian | Saleen | SCG | Shelby | Singer | Speedway | SSC | Talbo | Tesla | Total | Vanderhall | Vintage | Vintage Jag Works | VLF
Ehemalige Marken ab 1945: AC Propulsion | Ace | Adler | Aerocar | Airscoot | Allen | Allied Industries | Allison | Allstate | Alpha | Amante | AMC | American Buckboard | American Custom & Component Cars | Amore | AMT | Anderson | Antique & Classic | Apollo (1962–1965) | Apollo (1982–1989) | Armstrong | Arnolt | Arntz | Asardo | Astro Designs | Auburn (1967–1981) | Auburn (1973) | Aurora | Auto Craft Northwest | Auto Cub | Autodynamics | Autoette | Automecca | Avanti (1965–1991) | Avanti (1999–2007) | Ayers | Badsey | Bangert | Banjo | Banner Boy Buckboard | Basson’s Star | Beal | Bearcat | Beechcraft | Besasie | Blakely | BM | BMC | Bobbi-Kar | Bocar | Bolide | Bollinger | Bradford | Bradley | Bremen | Brogan | Brubaker | Bugetta | California Component Cars | California Custom Coach | California Touring | CAR | Carbon | Centaur (1983–1985) | Centaur (1985–1986) | Chadwick | Charles Town-About | Checker | Cheetah | Chicagoan | CHW | Classic Coach | Classic Illusions | Classic Roadsters | Clénet | Clipper | CMC | Coachsmiths | Coda | Colt | Comet (1946–1948) | Comet (1947) | Comet (1954–1962) | Commonwealth | Commuter | Consulier | Contemporary | Continental | Convaircar | Corbin | Cord | Corson | Crofton | Crosley | Cunningham (1951–1956) | Cunningham (1997–2000) | Custer | Custom Cloud | Custom Design Associates | Darrin | Daryl Holliday | Davis | Daytona | Debonnaire | Del Mar | Deserter | DeSoto | Detroiter | Devin | Di Napoli | Diasetti | Diehlmobile | Dofral | Doray | Doval | Dow Electric | Dual-Ghia | Duesenberg | Duesenberg II | Dunham | Eagle (1978–1984) | Eagle (1980–2001) | Eagle (1987–1998) | Earlywine | Ecco | Edsel | Edwards | Eesti | EFP | El Morocco | Elcar | Electra | Electra King | Electric Shopper | Electricar | Electro Master | Electromotion | Elegant | Elite | Empi | Eshelman | Esprit | Estate Carriage | Eva | Excalibur | Excalibur J | Exotic Coachcraft | Exxacta | Ferrer | Fiber Jet | Fiberfab | Fibersport | Fierro | Fina Sport | Fisker | Fitch | Flintridge-Darrin | France Jet | Frazen | Frazer | Frick | Gadabout | Gaslight | Gatsby | Gaylord | Geo | Gerard | Glassic | Glasspar | Goff | Grandeur | Great Lakes | Griffith | Guanci | Gundaker | H-M | Handcraft | Hardy | Hathaway | HDR | Heartland | Henney | Henry J | Heritage | Hi-Tech | Hoppenstand | Hudson | Hummer | International | Imp | Imperial | Intermeccanica | Invader | Ironsmith | Jetmobile | Johnson (1982–1987) | Johnson (1985–1986) | Jomar | JPR | Jurassic Truck | Kaiser | Kanzler | Karma Coachworks | Kaylor | Keller | Kellison | Kelmark | Kendrick | King Midget | Knudsen | Krim-Ghia | Kurtis | La Dawri | La Saetta | Lafayette | Leata | Liberty Classics | Lindberg | Little Dude | Local Motors | Lost Cause | Lucra | Lust | Lyon | Machiavelli | Magnum | Manta | Mantis | Marauder | Marketeer | Marketour | Matco | Maverick | McBurnie | Mercury | Merry Olds | Metropolitan | Minicars | Mohs | Molsheim II | Momo | Morton | Moselle | Mosler | Mota | Motorcar Classics | Motorette | Multiplex | Muntz | Murena | Nash | Nash-Healey | Navajo | Nostalgia Motorcars | Nu-Klea | Old Car Reproductions | Oldsmobile | Omega | Omna | Pacific (1980) | Pacific (1980–1983) | Pacific Coast | Packard | Panda | Panther | Pegasus | Phillips | Pierre Cardin | Pioneer | Playboy | Plymouth | Pontiac | Powell | Precision Motorsports | Publix | Pup | Quantum | Quint | Rambler | Rambler 1902 Replica | Repli-Classics | Replicars | Roaring Twenties | Rockefeller | Rogue | Rollsmobile | Rowan | Ruger | Saber | Samco | Saturn | Savage | Saviano | Scarab | Sceptre | Scootmobile | Seagrave | Sebring-Vanguard | Seltzer | Skorpion | Skyline | Southeastern | Sparks | Splinter | Squire | Stallion | Star Dust | Starlite | Storm | Story | Stout | Stuart | Studebaker | Studillac | Stutz | Sunrise | Surrey | Swift | Tasco | Tatonka | Taylor-Dunn | Thoroughbred | Thrif-T | Toppo | Towne Shopper | Tri-Car | Tri-Magnum | Trihawk | Triplex | Tritan | Tucker | US Fiberglass | US Gullwing | Valiente | Vector | Veep | Vetta Ventura | Vintage | Voltra | Warp Five | Warrior | Westcoaster | Westinghouse | Wil-Mac | Williams | Willys | Woodill | Xillion | XK-1 | XTC | Yank | Yankee Clipper | Yenko | ZAP | Zimmer | Zoe
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Ehemaliger Pkw-Hersteller (Illinois)
- Ehemaliges Unternehmen (Chicago)
- Produzierendes Unternehmen (Chicago)
- Ehemaliger Lkw-Hersteller (Vereinigte Staaten)
- Ehemaliger Traktorenhersteller
- Unternehmensgründung 1902
- Aufgelöst 1985