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Hessisch Lichtenau

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Hessisch-Lichtenau COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 12′ N, 9° 43′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06636006}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 12′ N, 9° 43′ O
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  }}
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 387 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06636006}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahlen: 37230–37235
Vorwahl: 05602
Kfz-Kennzeichen: ESW, WIZ
Gemeindeschlüssel: 06 6 36 006
Stadtgliederung: Kernstadt plus 12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Landgrafenstraße 52
37235 Hessisch Lichtenau
Website: www.hessisch-lichtenau.de
Bürgermeister: Dirk Oetzel (SPD)
Lage der Stadt Hessisch Lichtenau im Werra-Meißner-Kreis
<imagemap>

Bild:Hessisch Lichtenau ESW.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte rect 1675 101 1784 235 Werra-Meißner-Kreis rect 1330 27 1810 651 Hessen poly 598 1430 1076 1271 1180 1370 1110 1424 1260 1620 1155 1795 1040 1758 1094 1650 874 1566 717 1552 714 1509 Sontra poly 597 1428 941 1292 991 1211 969 1147 675 992 472 1172 463 1409 Waldkappel poly 469 1169 668 991 700 926 678 813 650 803 628 879 489 822 468 879 350 771 228 762 60 964 92 1000 235 997 247 1065 388 1162 Hessisch Lichtenau poly 112 575 166 503 374 555 471 496 480 443 620 523 558 608 642 616 597 703 471 665 431 702 240 676 Gutsbezirk Kaufunger Wald poly 346 772 473 664 593 708 633 650 717 689 693 838 654 812 629 870 496 828 471 879 Großalmerode poly 690 855 1007 850 1044 817 962 746 892 765 882 736 796 719 752 805 757 833 696 815 Berkatal poly 698 850 666 987 739 1025 861 1079 921 1024 961 1046 1079 957 1052 847 Meißner poly 695 68 859 59 932 191 899 328 851 349 750 235 Neu-Eichenberg poly 273 263 564 179 549 93 666 99 751 240 841 347 899 333 941 485 822 494 712 681 565 599 619 505 486 441 481 366 392 443 Witzenhausen poly 1227 1572 1512 1548 1689 1682 1594 1795 1186 1729 Herleshausen poly 1073 1263 1097 1232 1276 1242 1282 1294 1361 1310 1396 1293 1474 1309 1426 1346 1547 1391 1503 1575 1210 1571 1121 1416 1200 1344 1142 1350 Ringgau poly 848 1077 914 1026 1349 1251 1280 1302 1273 1244 1088 1228 1065 1277 940 1293 1001 1204 976 1147 Wehretal poly 1300 1276 1442 1207 1581 1303 1547 1387 1429 1346 1479 1309 1384 1292 1366 1316 Weißenborn poly 970 1047 1348 1239 1458 1185 1411 1020 1111 898 1136 818 1010 794 990 840 1063 853 1078 965 Eschwege poly 1404 1027 1487 1006 1522 934 1753 1034 1668 1319 1575 1164 1459 1183 Wanfried poly 1095 885 1234 728 1526 924 1480 1017 1404 1019 Meinhard poly 690 908 715 775 716 675 824 493 938 494 1263 654 1237 731 1129 822 800 725 751 825 713 826 Bad Sooden-Allendorf poly 469 380 469 509 349 550 150 492 3 406 6 120 125 47 111 4 1191 5 937 177 863 54 706 63 742 231 697 235 652 100 576 80 546 102 553 183 286 261 379 454 Niedersachsen poly 1813 13 1328 5 1196 11 919 191 962 465 954 536 1033 552 1048 623 1266 652 1302 794 1308 856 1748 1031 1733 1081 1667 1169 1680 1210 1690 1294 1641 1315 1572 1161 1437 1207 1528 1296 1580 1302 1587 1339 1551 1359 1505 1429 1514 1557 1695 1679 1608 1788 1406 1737 1183 1735 1165 1834 1834 1837 Thüringen poly 1166 1836 1144 1795 1045 1760 1094 1659 881 1553 861 1579 715 1552 722 1510 604 1468 587 1413 475 1422 394 1481 252 1431 52 1545 55 1622 1 1648 1 1834 Landkreis Hersfeld-Rotenburg poly 5 1641 60 1627 58 1534 254 1428 398 1488 468 1424 465 1148 361 1167 243 1065 245 1025 227 991 43 1012 15 1055 2 1057 Schwalm-Eder-Kreis poly 4 1044 21 1046 50 1012 77 991 63 957 242 764 406 751 435 692 234 679 115 563 162 501 3 413 Landkreis Kassel desc bottom-left </imagemap>

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Datei:HessischLichtenau 01.jpg
Blick in die Innenstadt mit Kirche
Datei:HessischLichtenau 06.jpg
Fachwerkensemble mit Hessischem Kratzputz zwischen Landgrafenstraße und Burgstraße

Hessisch Lichtenau ist eine Kleinstadt im östlichen Nordhessen im Werra-Meißner-Kreis.

Geographie

Geographische Lage

Hessisch Lichtenau liegt rund 20 km (Luftlinie) südöstlich von Kassel zwischen dem am Hirschberg bis 643,4 m ü. NHN hohen Kaufunger Wald im Norden, dem Hohen Meißner (753,6 m) im Osten, dem Stölzinger Gebirge mit dem Eisberg (583 m) im Südosten und der Günsteröder Höhe mit dem Himmelsberg (563,7 m) im Südwesten. Die von diesen Höhenzügen umrahmte Talsenke wird Hessisch-Lichtenauer Becken genannt, das wie die Kernstadt von Hessisch Lichtenau von der Losse durchflossen wird und zum Geo-Naturpark Frau-Holle-Land gehört.

Nachbargemeinden

Hessisch Lichtenaus Nachbarkommunen im Uhrzeigersinn:

Stadtgliederung

Für alle Stadtteile, auch die Kernstadt, sind Ortsbezirke mit zu wählendem Ortsbeirat eingerichtet.<ref>§ 6 der Hauptsatzung von Hessisch Lichtenau</ref> Das Gewerbegebiet Hirschhagen mit Mischbebauung hat einen eigenen Ortsbeirat, ist aber kein eigener Stadtteil, sondern gehört zur Kernstadt.

Geschichte

Ortsname

Die Schreibweise des Ortsnamens wandelte sich im Laufe der Zeit von Lichtenowe (1289) bzw. Lybenowe (1297) zu Lichtenau (1575).<ref name="lagis"> {{Internetquelle | hrsg= Hessisches Institut für Landesgeschichte | url= {{LAGIS/WeblinksZ||5993}} | titel= Hessisch Lichtenau, Werra-Meißner-Kreis | titelerg= {{LAGIS/Datenbanknamen| }} (Stand: {{FormatDate|2014-04-10 }}) | werk= Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS) | kommentar= |abruf-verborgen=0 | abruf= 2014-07-11 }} </ref> 1889 erhielt die Stadt durch Dekret der Königlichen Regierung zu Cassel (3. August) den Namen Hessisch Lichtenau. Damit wurde den ständigen Verwechslungen mit Orten gleichen Namens begegnet (siehe Lichtenau).<ref>Geschichte – hessisch-lichtenau.de – Offizielles Stadtportal der Stadt Hessisch Lichtenau. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Oktober 2014; abgerufen am 23. März 2021.</ref>

Stadtgeschichte

Innerhalb der heutigen Stadtgemarkung von Lichtenau lagen ursprünglich die sechs Ansiedlungen Vortriden (Hauptort), Siegershausen, Kamphis, Herzelshagen, Hönrode und Boppenhagen. Zwischen 1283 und 1289 entstand durch Veranlassung des ersten hessischen Landgrafen Heinrich I. am Schnittpunkt der alten Handelsstraßen „Leipziger Straße“ (Verbindung von Thüringen und Hessen) und „Sälzerstraße“ (Salzweg von Sooden in den Süden) ein befestigter Platz, der neben dem Schutz dieser Straßen auch den Zugang zur Landeshauptstadt Kassel sichern und die Grenzfestung Reichenbach entlasten sollte.

Die planmäßig angelegte Siedlung „Lichtenowe“ wurde erstmals am 25. März 1289 urkundlich als „neue Stadt“ erwähnt. Sie besaß von vornherein Stadtrechte und eine eigene Gerichtsbarkeit. Nach der Gründung der Stadt wurden die umliegenden sechs Ansiedlungen von ihren Bewohnern verlassen und verödeten; nur die Flurnamen blieben erhalten. Lichtenau wurde durch eine Ringmauer mit Graben und Wall gesichert. Mit Verlegung des Amtssitzes von der Burg Reichenbach in die Stadt wurde Lichtenau im Jahre 1490 Hauptort des nun „Amt Lichtenau“ genannten hessischen Amts. Um 1600 fiel die Ortschaft Glimmerode wüst. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Lichtenau 1637 durch Kroaten unter Graf Isolani erobert und in Brand gesetzt. Dabei wurden 84 Wohnhäuser samt Rathaus und alle öffentlichen und kirchlichen Gebäude zerstört. Während der französischen Besetzung war Lichtenau von 1807 bis 1813 Hauptort des Kantons Lichtenau im Distrikt Eschwege des Königreichs Westphalen.

1821 wurden Stadt und Amt Lichtenau im Zuge der kurhessischen Verwaltungsreform dem Kreis Witzenhausen zugeordnet. Ab 1866 gehörte Hessen-Kassel, und damit auch Lichtenau, zu Preußen und ab 1868 zur preußischen Provinz Hessen-Nassau. Am 3. August 1889 erhielt die Stadt Lichtenau durch Dekret der Königlichen Provinzialregierung zu Cassel den Namen „Hessisch Lichtenau“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Stadt Hessisch Lichtenau (Memento vom 28. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref> Die Umbenennung von Lichtenau in Hessisch Lichtenau, um Verwechselungen bei der Postzustellung vermeiden zu können, geht auf die Initiative des Postbeamten Gustav Siegel zurück.<ref>Hans Gold: Gustav Siegel setzte das Hessisch vor Lichtenau. In: Hessisch Niedersächsische Allgemeine, 1. April 2014.</ref> Hessisch Lichtenau war Sitz des Amtsgerichtes Hessisch Lichtenau.

1936 bis 1938 wurde im Rahmen der Aufrüstung der Wehrmacht im Waldgebiet Hirschhagen die „Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau“ errichtet. Die Rüstungsfabrik erhielt Gleisanschluss an die Bahnlinie Walburg–Großalmerode. Zur Unterbringung der Arbeitskräfte und Zwangsarbeiter entstand unter der offiziellen Bezeichnung Außenlager Hessisch Lichtenau des Konzentrationslagers Buchenwald ein Komplex von zehn Barackenlagern nebst einer Siedlung in der Umgebung von Hessisch Lichtenau, Fürstenhagen und Eschenstruth, darunter:

  • „Lager Vereinshaus“: das heutige Gelände der Schule Heinrichstraße
  • „Lager Teichhof“: Gelände der heutigen Orthopädischen Klinik
  • „Lager Föhren“
  • „Lager Herzog“: jetzt Siedlung West und
  • „Lager Waldhof“: heutige Siedlung Waldhof, seit 1950 Eschenstruth angegliedert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg veranlasste die amerikanische Militärregierung die Demontage im Werk Hirschhagen. Die Fabrikationsstätten wurden größtenteils gesprengt. Seit 1946 gehört Hessisch Lichtenau zum neu gegründeten Land Hessen. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren fanden 340 Evakuierte und 1450 Heimatvertriebene in der Stadt eine neue Heimat.

Hessisch Lichtenau war 2006 Veranstaltungsort des 46. Hessentages.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden am 31. Dezember 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Retterode und Wickersrode auf freiwilliger Basis eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 33. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref> Zum 1. April 1972 kam Reichenbach ebenfalls freiwillig hinzu. Friedrichsbrück, Fürstenhagen, Hausen, Hollstein, Hopfelde, Küchen, Quentel, Velmeden und Walburg sowie Gebietsteile der Nachbarstadt Großalmerode mit damals etwa 100 Einwohnern folgten kraft Landesgesetz zum 1. Januar 1974.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Eschwege und Witzenhausen (GVBl. II 330-21) vom 28. September 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 353, § 8 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref><ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" /> Für die eingegliederten neun Stadtteile sowie die Kernstadt wurde jeweils ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 165 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Hessisch Lichtenau, abgerufen im Februar 2023.</ref>

Die Stadt Hessisch Lichtenau kam durch Fusion der Landkreise Eschwege und Witzenhausen am 1. Januar 1974 zum Werra-Meißner-Kreis.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Hessisch Lichtenau 12.158 Einwohner. Darunter waren 639 (5,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 1818 Einwohner unter 18 Jahren, 4893 zwischen 18 und 49, 2757 zwischen 50 und 64 und 2691 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 5475 Haushalten. Davon waren 1731 Singlehaushalte, 1725 Paare ohne Kinder und 1476 Paare mit Kindern, sowie 414 Alleinerziehende und 126 Wohngemeinschaften. In 1332 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 3600 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• um 1450: 123 Häuser
• 1575: 134 Hausgesesse
• 1585: 134 Hausgesesse
• 1681: 122 Hausgesesse
• 1731: 854 Einwohner
• 1747: 122 Mannschaften mit 168 Feuerstellen
• 1925: 2387 Einwohner, davon 2257 evangelisch, 39 römisch-katholisch, 61 Baptisten, 8 Theosophen, 7 Dissidenten, 5 Juden
Hessisch Lichtenau: Einwohnerzahlen von 1779 bis 2021
Jahr  Einwohner
1779
  
778
1812
  
1.095
1834
  
1.284
1840
  
1.460
1846
  
1.464
1852
  
1.451
1858
  
1.384
1864
  
1.426
1871
  
1.393
1875
  
1.337
1885
  
1.342
1895
  
1.368
1905
  
1.395
1910
  
1.701
1925
  
2.387
1939
  
3.508
1946
  
4.006
1950
  
5.057
1956
  
5.751
1961
  
6.224
1967
  
7.546
1970
  
7.395
1983
  
13.420
1990
  
14.330
1995
  
14.401
2000
  
12.833
2005
  
13.128
2011
  
12.158
2014
  
11.984
2021
  
12.360
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Hessisch Lichtenau<ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />
Nach 1970 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

Historische Religionszugehörigkeit

• 1961: 4660 evangelische (= 74,87 %), 1299 katholische (= 20,87 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1987: 10.436 evangelische (= 78,54 %), 1899 katholische (= 14,29 %), 953 sonstige (= 7,17 %) Einwohner<ref name="Z2011S" />
• 2011: 8130 evangelische (= 66,87 %), 1780 katholische (= 14,64 %), 2250 sonstige (= 18,51 %) Einwohner<ref name="Z2011S" />

Berufsgliederung 1724

  • 8 Amtspersonen, 12 Handelsleute, 38 Schuster, 65 Leinweber, 11 Löber, 22 Bäcker, 10 Metzger, 2 Apotheker, 4 Hutmacher, 9 Schmiede und Schlosser, 7 Schreiner, 9 Zimmerleute, 2 Wagner, 11 Schneider, 6 Müller, 5 Ackerleute (außer den in Zünften), ein Färber, ein Sattler, 2 Seiler, ein Knopfmacher, 6 Bender, ein Bader, 2 Ziegler, 12 Tagelöhner, ein Wasenmeister, ein Braumeister<ref name="lagis" />

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hessisch Lichtenau erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,<ref>Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026</ref> in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:<ref>Vorlage:KW21-Hessen</ref><ref>Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im April 2016.</ref><ref>Vorlage:KW11-Hessen</ref><ref>Vorlage:KW06-Hessen</ref>

Stadtverordnetenversammlung – Kommunalwahlen 2026
<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />
Stimmenanteil in %
Wahlbeteiligung 48,4 %
 %
50
40
30
20
10
0
40,06
22,73
27,52
9,69
WG Heli
GLBd
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2021
 %p
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  −5
+4,26
−3,37
+27,52
−1,91
WG Heli
GLB
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Grün/Links
Sitzverteilung
    
Insgesamt 37 Sitze
  • SPD: 15
  • G/L: 4
  • WG Heli: 10
  • CDU: 8
Wahlvorschläge %
2026
Sitze
2026
%
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 40,06 15 35,8 13 40,6 15 47,4 18 53,7 20 51,6 19
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 22,73 8 26,1 10 29,2 11 30,7 11 31,6 12 29,3 11
WG Heli Wählergemeinschaft Hessisch Lichtenau 27,52 10 - - - - - - - - - -
FWG Freie Wählergemeinschaft Hessisch Lichtenau - - 15,9 6 9,6 3 10,0 4 8,3 3 9,8 4
G/L Grün/Links 9,69 4 11,6 4 7,0 3
Bürger Bürgerliste - - 10,6 4 13,6 5
Grüne Bündnis 90/Die Grünen - - 12,0 4
ALH Alternative Liste Heli - - 4,4 1 6,2 2
FDP Freie Demokratische Partei - - 2,0 1 3,2 1
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 50,91 48,4 54,9 49,1 47,4 53,8
Datei:HessischLichtenau 02.jpg
Holleum, Frau-Holle-Museum im historischen Rathaus, Landgrafenstr. 17

Bürgermeister

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Hessisch Lichtenau neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Stadtrat und sieben weitere Stadträte angehören.<ref>Gremien: Magistrat</ref>

Bürgermeister ist seit dem 1. August 2022 Dirk Oetzel (SPD).<ref name="do">Dirk Oetzel: Über mich – HNA, 30. Dezember 2022: Bürgermeister Dirk Oetzel blickt auf die ersten Monate im Amt zurück</ref> Er setzte sich am 3. April 2022 in einer Stichwahl gegen den Amtsinhaber Michael Heußner (CDU), der sich um eine zweite Amtszeit beworben hatte,<ref name="mh">HNA, 26. Juli 2022: Nach sechs Jahren scheidet Michael Heußner aus dem Bürgermeisteramt aus</ref> bei 46,4 Prozent Wahlbeteiligung mit 53,94 Prozent der Stimmen durch.<ref>Votemanager: Bürgermeisterwahl Gemeinde Hessisch Lichtenau 2022</ref> Die nächste planmäßige Wahl des Bürgermeisters findet 2028 statt.

Bürgermeister der Stadt Hessisch Lichtenaus seit 1976
Amtszeit Bürgermeister Partei
1970 bis 1976 Heinz Jünemann<ref>Nachruf Heinz Jünemann. Abgerufen am 12. April 2025.</ref>
1976 bis 1988 Ingo Geisler CDU
1988 bis 2000 Adolf Winter SPD
2000 bis 2016 Jürgen Herwig SPD
2016 bis 2022 Michael Heußner<ref name="mh" /> CDU
Seit 2022 Dirk Oetzel<ref name="do" /> SPD

Ortsbeiräte

Für die Stadtteile Friedrichsbrück, Fürstenhagen, Hausen, Hessisch Lichtenau, Hirschhagen, Hollstein, Hopfelde, Küchen, Quentel, Reichenbach, Retterode, Velmeden, Walburg und Wickersrode bestehen Ortsbezirke nach Maßgabe der §§ 81 und 82 HGO und des Kommunalwahlgesetzes in der jeweils gültigen Fassung. Der Ortsbeirat des Ortsbezirks wird im Rahmen der Kommunalwahlen gewählt und bestimmt aus seiner Mitte den/die Ortsvorsteher/in. Die Ortsbezirksgrenzen entsprechen den Gemarkungen der eingegliederten ehemaligen Gemeinden. Für die Stadtteile, die durch die Kommunalwahlen keinen Ortsbeirat erhalten haben, kann durch Stadtverordnetenversammlung ein Stadtteilbeirat berufen werden.<ref name="HS" />

Der Ortsbeirat für Hessisch Lichtenau besteht aus sieben Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 43,17 %. Es erhielten die SPD mit 54,44 % vier Sitze und die CDU mit 45,23 % drei Sitze.<ref>Ortsbeiratswahl Hessisch Lichtenau. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im März 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Klaus Schalles (SPD) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Hessisch Lichtenau. In: Webauftritt. Stadt Hessisch Lichtenau, abgerufen im März 2023.</ref>

Städtepartnerschaften

  • Dessel in Belgien
    Datei:HeLi-Steintafel.jpg
    Stein mit Wappen von Hessisch Lichtenau
    Hessisch Lichtenau ist seit 1971 durch eine Städtepartnerschaft mit der flämischen Stadt Dessel in Belgien verschwistert.
  • Schlierbach in Österreich: 1962 hat sich die Gemeinde Schlierbach mit der hessischen Gemeinde Fürstenhagen, Werra-Meißner Kreis, verschwistert. Zur damaligen Zeit waren Verschwisterungen nicht etwas Selbstverständliches und Alltägliches, sondern bedurften der Initiative europäisch denkender Personen, wie dem damaligen Fürstenhagener Bürgermeister Adam Waldeck. Er verfolgte als Erster im Kreis Witzenhausen diese Absicht. Auf Vorschlag des damaligen ersten Vorsitzenden des VdK (Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer) Fürstenhagen, Hermann Schneider, der seinen gefallenen Kriegskameraden Karl Strutzenberger aus Schlierbach in fremder Erde bestattet hatte, wurde die Gemeinde Schlierbach ausgewählt. Dieser Antrag hatte bei der Gemeindevertretung Schlierbach mit ihrem damals sehr jungen Bürgermeister Josef Pernegger-Schardax seine Zustimmung gefunden. Der Festakt fand anlässlich der 650-Jahr-Feier von Fürstenhagen und der Einweihung der neuen Mehrzweckhalle im Juli 1962 statt. In Fürstenhagen wurden 1964 eine „Schlierbacher Straße“ und nachfolgend in Schlierbach eine „Waldeckstraße“ und eine „Fürstenhagenstraße“ benannt. Am 24. Juni 1966 wurde im Rahmen des Lossetalfests die „Ringverschwisterung Schlierbach – Orgelet (Frankreich) – Fürstenhagen“ gegründet. Nachdem Fürstenhagen 1973 im Rahmen der Gebietsreform seine Selbständigkeit verloren hatte, übernahm der Bürgerverein Fürstenhagen die Pflege der Städtepartnerschaften. Fürstenhagen kam zur Großgemeinde Hessisch Lichtenau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Vom alten Stadtbild Lichtenaus ist aufgrund mehrerer Großbrände relativ wenig erhalten geblieben. Dabei waren folgende Schäden zu verzeichnen:

  • 1521: der größte Teil der Stadt,
  • 1523: 36 Häuser,
  • 1875: 52 Gebäude,
  • 1886: Kirche und 54 Gebäude. Der letzte Großbrand ereignete sich im Jahr 1929.
Datei:Marktplatz Kirche in Hessisch Lichtenau.jpg
Marktplatz Kirche in Hessisch Lichtenau
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Gebäudekomplex der Gebrüder Georg-und-Conrad-Lenoir-Stiftung (ehemalige Waisenhäuser)

Historische Gebäude befinden sich:

Naturdenkmäler

Tourismus

Hessisch Lichtenau liegt als Tor zum Frau-Holle-Land an der Deutschen Märchenstraße. Folglich gibt es hier das Holleum.<ref>„Holleum“ Frau Holle-Museum. www.deutsche-maerchenstrasse.com</ref>

Datei:Frau Holle Park Hessisch Lichtenau.jpg
Frau-Holle-Denkmal im Frau-Holle-Park in Hessisch Lichtenau

Auf dem jährlich stattfindenden Nussknacker-Weihnachtsmarkt der Stadt wurde früher ein 7,50 Meter hoher Nussknacker als Wahrzeichen der Stadt ausgestellt. Er galt laut Guinnessbuch als der weltweit größte funktionierende Nussknacker. Zur Eröffnung erscheint Frau Holle am Fenster des alten Rathauses direkt im Stadtkern und verteilt symbolischen Schnee.

Kultur

Seit 1968 ist das Bürgerhaus der kulturelle und gesellschaftliche Mittelpunkt von Hessisch Lichtenau. Das Hallenbad entstand im Jahr 1975. Zudem bietet die Stadt vielfältige kulturelle Bezüge zu den Märchen der Gebrüder Grimm. Hessisch Lichtenau liegt an der Deutschen Märchenstraße.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Über Jahrhunderte war trotz des rauen Klimas die Landwirtschaft die Haupterwerbsquelle der Lichtenauer Einwohner. Besondere Vorrechte, wie Märkte und das Monopol für Handwerksbetriebe in den Gerichten Lichtenau und Reichenbach, brachten der Stadt einen gewissen Wohlstand. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung war die Leineweberei, die seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar ist und im 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichte. In dieser Zeit gab es zwei Handelshäuser, die Leinen vorwiegend nach Westindien ausführten. Durch die im 19. Jahrhundert einsetzende Industrialisierung kam dieser einst so bedeutsame Erwerbszweig zum Erliegen. Erst durch den 1862 begonnenen Braunkohlenbergbau (eingestellt 1967/68 Tiefbau/Tagebau) und der Inbetriebnahme einer Zigarrenfabrik (1868 bis 1933) erlebte die Stadt wieder einen Aufschwung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte die Bautätigkeit außerhalb des alten Stadtkerns ein. Der entscheidende wirtschaftliche Aufschwung kam im Jahr 1907 mit der Errichtung der Schwerweberei Fröhlich & Wolff.

Verkehr

Schienenverkehr

Mit der Eröffnung der Kassel-Waldkappeler Eisenbahn (Lossetalbahn) erhielt Lichtenau im Jahr 1879 Anschluss an die Eisenbahn. Am 1. Juni 1985 wurde der Personennahverkehr eingestellt. Der Güterverkehr bis Walburg wurde noch bis zum 31. Dezember 2002 aufrechterhalten; danach wurde der Streckenabschnitt zwischen Hessisch Lichtenau (Kilometer 35,0) und Walburg wie zuvor schon der Abschnitt bis Waldkappel im Gesamtverkehr stillgelegt. Seit dem 29. Januar 2006 fährt auf der reaktivierten Trasse die Kasseler Straßenbahn bis nach Hessisch Lichtenau. Bis zum 6. Juli 2007 verkehrte zusätzlich auch die RegioTram-Linie 2 auf der Strecke.

Die Straßenbahnlinie 4 in Richtung Druseltal fährt seit dem 29. Januar 2006 auf der Lossetalbahn direkt in die Kasseler City und verkehrt werktags im 30-Minuten-Takt, morgens Montag bis Freitag im 15-Minuten-Takt und am Wochenende stündlich. An einigen Stellen weicht die Straßenbahntrasse jedoch von der ursprünglichen Strecke ab. In Hessisch Lichtenau verlässt sie die Bahntrasse, quert diese mittels einer Unterführung und endet in einer Wendeschleife auf einem Anger nahe dem Stadtzentrum.

Straßenverkehr

Datei:Wehretalbrücke Walburg HeLi.jpg
Wehretalbrücke (Ansicht von Südost) der BAB 44 bei Walburg

Hessisch Lichtenau liegt an der B 7, im Osten der Stadt befindet sich zwischen den Anschlussstellen Hessisch Lichtenau-West und Hessisch Lichtenau-Ost (Walburg) ein wenige Kilometer langes Teilstück der BAB 44 mit der Wehretalbrücke (530 m lang) und dem Walbergtunnel (ca. 280 m lang), die Verlängerungsabschnitte bis Kassel sowie bis Wommen befinden sich in verschiedenen Bau- und Planungsphasen.

Busverkehr

Seit August 2015 wird Hessisch Lichtenau auf der Linie L082 (Düsseldorf–Prag) des privaten Fernbusanbieters Flixbus täglich angefahren.

Flugverkehr

In den Jahren 1936 bis 1938 wurde östlich der Stadt ein Flugplatz als Außenlandeplatz des Fliegerhorstes Rothwesten angelegt. 1962 entstand auf dem bei Kriegsende stillgelegten Flugplatz die im Jahr 2006 bereits wieder geschlossene Blücher-Kaserne. Der örtliche Luftsportverein betreibt dort das Segelfluggelände Hessisch-Lichtenau.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Luftsportverein e. V. Hessisch Lichtenau. Flugplatz (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Oktober 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lsv-heli.de, lsv-heli.de, abgerufen am 2. Dezember 2021</ref>

In der Nähe des Stadtteils Fürstenhagen befand sich bis zum 18. April 2007 das Funkfeuer LAU Welt-Icon

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Bildung

Im Jahr 1895/96 entstand eine Schule in der Landgrafenstraße. In mehreren Bauabschnitten zwischen 1950 und 1964 entstand zwischen Heinrich- und Hopfelder Straße eine moderne Schulanlage mit Turnhalle. 1960 konnte die Freiherr-vom-Stein-Schule (Gymnasium), 1946 als Privates Realgymnasium gegründet, den Neubau an der Bergstraße beziehen, dem 1965 die Spiel- und Sporthalle und in den Jahren 1971 und 1978 weitere Bauten für die Gesamtschule folgten.

Es gibt momentan drei Grundschulen im Gemeindegebiet:

  • Grundschule Hessisch Lichtenau
  • Grundschule Fürstenhagen
  • Meißnerlandschule Walburg.

Einzige weiterführende Schule der Gemeinde ist die Freiherr-vom-Stein-Schule in der Stadt Hessisch Lichtenau, eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Die FvSS hat ein ausgeprägtes Ganztagsangebot.

Medizin

In Hessisch Lichtenau befindet sich die Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau. Der Träger der Fachklinik ist der diakonische Verbund LICHTENAU e. V. Die Klinik und das Rehabilitationszentrum „Lichtenau“ wurden ab 1949 auf dem Gelände des Lagers Teichhof aufgebaut. Die Klinik hat seit Wiedereröffnung des Personenverkehrs auf der Lossetalbahn im Jahr 2006 wieder einen eigenen Haltepunkt.

Militär

Im Herbst 1935 begannen in Hessisch Lichtenau auf Antrag der Stadtverwaltung Bauarbeiten für einen Flugplatz. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich die Anlage zu einem größeren Einsatzhafen für die Luftwaffe. Zeitweise war hier das Fliegerausbildungsregiment Nr. 14 mit 60 Kampfflugzeugen und rund 350 Piloten stationiert, von 1943 bis 1945 die Flugzeugführerschule A/B 42. Bereits kurz nach Kriegsausbruch wurden Ende September 1939 Teile der II. Gruppe des Kampfgeschwaders 4 aus Erfurt-Bindersleben nach Hessisch Lichtenau verlegt. Das Geschwader war mit Bombern vom Typ Heinkel He-111 P ausgerüstet. Die US Air Force nutzte das Gelände Anfang April 1945 als Airfield R-13 zur Versorgung der Front und bis Juli 1945 als Flugzeugabstellfläche.<ref>Markus Kothe, Vorsitzender Verein für hessische Geschichte und Landeskunde, Zweigverein Hessisch Lichtenau (Hrsg.): Die Bundeswehr in Hessisch Lichtenau – 50 Jahre Blücher-Kaserne. 1962–2012. Eigenverlag, Hessisch Lichtenau 2012, ISBN 978-3-00-038954-2, S. 3.</ref>

Von 1960 bis 1962 wurde auf dem ehemaligen Flugplatzgelände eine Garnison für die Bundeswehr errichtet, wodurch Hessisch Lichtenau im Jahr 1962 erneut Garnisonsstadt wurde. 1967 erhielt die Anlage den Namen Blücher-Kaserne nach dem preußischen Generalfeldmarschall Gerhard Leberecht von Blücher, dem der endgültige Sturz Napoleons 1815 zu verdanken ist. Mehrere Bundeswehreinheiten waren dort untergebracht, darunter 1962–1996 das Panzeraufklärungsbataillon 2 und mehrere Ausbildungs- und Panzeraufklärungskompanien, die Wallmeistertrupps 441/7 und 442/7 (1968–1992), ein Kraftfahrausbildungszentrum (1994–2005), ein Sanitätszentrum (1998–2006), das Panzerartilleriebataillon 2 (1996–2006), die Panzerbataillone 154 (1967–1981), 53 (1976–1980) und 54 (1981–1992), die 4. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 51 (1980–1992).<ref>Markus Kothe, Vorsitzender Verein für hessische Geschichte und Landeskunde, Zweigverein Hessisch Lichtenau (Hrsg.): Die Bundeswehr in Hessisch Lichtenau – 50 Jahre Blücher-Kaserne. 1962–2012. Eigenverlag, Hessisch Lichtenau 2012, ISBN 978-3-00-038954-2, S. 96.</ref> Im Zuge der Umstrukturierung der Bundeswehr (Transformation) wurde die Blücher-Kaserne im Jahr 2006 geschlossen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Vorlage:MerianTopo
  • Erich Hildebrand (Bearb.): Land an Werra und Meißner – Ein Heimatbuch. Bing-Verlag, Korbach 1983 (mit Aufsätzen von 40 Autoren, 384 S., sehr zahlr. Abb.).
  • Udo Bernhardt, Dagmar Kluthe: Menschen zwischen Werra und Meißner. Eschwege 1997 (großformatiger Bild- und Textband, 110 S.).
  • Karl Kollmann: Frau Holle und das Meißnerland – Einem Mythos auf der Spur. 2. erw. Auflage. Eschwege 2007 (156 S.).
  • Thomas F. Klein: Hessisch Lichtenau – Tief im Hohen Meißner lebt Frau Holle. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. August 2013, Nr. 183, Frankfurt am Main 2013, S. 56 (mit einer kleinen Karte des „Hohen Meißner“).
  • Hessisch Lichtenau. Hessischer Städteatlas. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).

Weblinks

Commons: Hessisch Lichtenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 110, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="Z2011S"> Ausgewählte Strukturdaten über die Bevölkerung am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 142, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. März 2022;. </ref> <ref name="EW"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Haushaltssatzung Hessisch Lichtenau 2016 (Memento vom 26. März 2016 im Internet Archive) Vorbericht S. 16 [PDF]. </ref> </references>

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