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Reinhard Appel

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Datei:Reinhard Appel.jpg
Reinhard Appel, Mitte der 1970er Jahre in Bonn
Datei:Grab Reinhard Appel.jpg
Das Grab von Reinhard Appel und seiner Ehefrau Maria geborene Bauder auf dem Kessenicher Bergfriedhof in Bonn

Reinhard Appel (* 21. Februar 1927 in Königshütte (heute: Chorzów, Polen); † 26. Juni 2011 in Bonn<ref>spiegel.de: „Gestorben: Reinhard Appel“. In: Der Spiegel 27/2011. (abgerufen am 1. Dezember 2014)</ref>) war ein deutscher Journalist, Redakteur und Intendant.

Kindheit und Jugend

Appel verbrachte seine Kindheit und Jugend ab Dezember 1927 in Berlin-Spandau, gehörte der katholischen Gemeinde St. Marien an<ref>Alfred Neven DuMont (Hrsg.): Jahrgang 1926/27. Erinnerungen an die Jahre unter Dem Hakenkreuz. 3. Auflage. Dumont, Köln 2007, S. 146.</ref> und besuchte die Volks- und Mittelschule. Danach bewarb er sich an der Lehrerbildungsanstalt Berlin-Schöneberg (die im Gebäude des Prinz-Heinrich-Gymnasiums untergebracht war), wurde auch angenommen und nach deren Schließung 1944 Lehramtsanwärter in Brandenburg (Havel).

Während des Zweiten Weltkrieges war er Kriegseinsatzführer der 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“.<ref>Ansichten vom Ende - Einsatz an der Ostfront 1945 (1/2). Abgerufen am 9. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Einberufung zur Wehrmacht im Januar 1945 beendete seine pädagogische Laufbahn.

Beruflicher Werdegang

Von 1946 bis 1950 war er Volontär, dann Redakteur und Reporter bei der Stuttgarter Zeitung, wo sein ältester Bruder Reinhold bereits als Sportjournalist angestellt war. Anschließend zog er mit seiner Familie in die damalige Bundeshauptstadt Bonn, wo er bis 1971 Korrespondent der Stuttgarter Zeitung war. In den Jahren 1962 und 1963 war er zugleich Vorsitzender der Bundespressekonferenz.

Danach war Appel von 1963 bis 1973 und erneut von 1986 bis 1991 Moderator der ZDF-Reihe „Journalisten fragen – Politiker antworten“ und von 1976 bis 1986 Moderator der ZDF-Reihe „Bürger fragen – Politiker antworten“. Er moderierte zwischen 1965 und 1987 auch die sogenannten „Elefantenrunden“ mit dem jeweils amtierenden Bundeskanzler und den Herausforderern bzw. den Parteivorsitzenden der Oppositionsparteien.<ref>Joachim Huber: tagesspiegel.de: Elefantenrunde: Weg vom Duellchen (abgerufen am 2. Dezember 2014)</ref> Weiterhin leitete Appel verschiedene Fernsehsendungen, in denen Bürger mit dem Bundespräsidenten diskutierten.

In den Jahren 1973 bis 1976 war er Intendant des Deutschlandfunks und danach zwischen 1976 und 1988 Chefredakteur des ZDF. Dort arbeitete er an der Gründung vieler Sendungen mit, die bis heute das Programm prägen (Heute-journal, WISO, Morgenmagazin).<ref>Jochen Hieber: Zum Tode von Reinhard Appel. Als Politiker noch antworteten. In: FAZ.NET. 27. Juni 2011. Abgerufen am 27. Juni 2011.</ref> Im März 1977 kandidierte er für das Amt des ZDF-Intendanten, unterlag aber Karl-Günther von Hase.<ref>ZDF: Irgendein Huddel. Der Spiegel, 7. März 1977, abgerufen am 13. April 2016.</ref> Als Hörfunkbeauftragter des ZDF für den Deutschlandsender Kultur von 1993/94 bis zur Fusion mit dem RIAS zum Deutschlandradio wirkte Reinhard Appel wesentlich mit an der Umformung der Deutschen Welle in ihre heutige Struktur.

Persönliches

Mit seiner Frau Marianne, geb. Bauder, hatte er drei Kinder: die Söhne Stephan und Clemens sowie Tochter Eva. Reinhard Appel starb am 26. Juni 2011 im Alter von 84 Jahren in Bonn.

Auszeichnungen

Mitgliedschaften

Reinhard Appel gehörte seit der Stiftung des Gustav-Heinemann-Bürgerpreises im Jahr 1977 bis zu seinem Tode dessen 20-köpfigem Kuratorium an.<ref>Liste der Kuratoriumsmitglieder des Gustav-Heinemann-Preises. (PDF; 7,2 MB) SPD-Jahrbuch 2009/2010, S. 100. In: www.spd.de. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 29. März 2023.@1@2Vorlage:Toter Link/www.spd.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Ebenso war er langjähriges Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Ebert-Stiftung.<ref>library.fes.de: Mitglieder des Kuratoriums, Stand: März 2010 PDF-datei/5,6 MB, S. 98 (abgerufen am 2. Dezember 2014)</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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H. F. G. Starke (1961–1966) | Franz Thedieck (1966–1972) | Reinhard Appel (1973–1976) | Richard Becker (1976–1988) | Edmund Gruber (1988–1992) | Dettmar Cramer (1992–1993)

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Wolf Dietrich (1962–1971) | Rudolf Woller (1971–1976) | Reinhard Appel (1976–1988) | Klaus Bresser (1988–2000) | Nikolaus Brender (2000–2010) | Peter Frey (2010–2022) | Bettina Schausten (seit 2022)

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