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Otto Firle

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Datei:Stolperstein Breitenbachplatz 18 (Dahlem) Otto August Max Firle.jpg
Stolperstein in Berlin-Dahlem

Otto Firle (* 14. Oktober 1889 in Bonn; † 4. Juli 1966 in Düsseldorf) war ein deutscher Architekt und Grafiker bzw. Grafikdesigner.

Werk

Otto Firle studierte Architektur an der Technischen Hochschule München.

1918 entwarf Firle, der im Ersten Weltkrieg Pilot war, das später als Lufthansa-Kranich-Logo weltweit bekannt gewordene Logo für die Deutsche Luft-Reederei, einer Vorläuferin der Lufthansa. Ende Februar 2026 wurde bekannt, dass das weltweit größte Passagierflugzeug – der Airbus A380 – zum 100-jährigen Firmenjubiläum im neuen Look mit einem riesigen „Lufthansa-Kranich“ erscheint.<ref>Lufthansa lackiert A380 mit XXL-Kranich. In: Der Spiegel online. 26. Februar 2026, abgerufen am 27. Februar 2026.</ref>

Auch das erste Emblem der 1920 gegründeten Deutschen Reichsbahn und das gleichartige Emblem der Deutschen Reichspost stammten von Firle.<ref>Erwin Redslob: Der Adler der Deutschen Reichsbahn. Begleitwort zu einer Arbeit von Otto Firle. In: Gebrauchsgraphik, 1. Jahrgang 1924, Heft 3, S. 49–51. (Digitalisat)</ref> Drei Briefmarken des Jahrgangs 1925 der Deutschen Reichspost wurden von Firle entworfen.

Datei:Berlin Nordstern Versicherung.jpg
Verwaltungsgebäude der Nordstern-Versicherung

Zu Firles bekanntesten Bauten zählt das Verwaltungsgebäude der Nordstern-Versicherung am Fehrbelliner Platz in Berlin. Das Gebäude entstand im Rahmen der Neugestaltung Berlins durch Adolf Hitler und Albert Speer. Es trug Fassadenschmuck von Arno Breker und Waldemar Raemisch. Es ist als eines der wenigen Gebäude dieser Neugestaltungspläne erhalten.

Von 1946 bis 1949 war Firle Professor an der Technischen Universität Berlin; seit 1950 war er als freier Architekt in Düsseldorf tätig.

Otto Firle starb 1966 im Alter von 76 Jahren in Düsseldorf. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Dahlem in Berlin.<ref>Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 568.</ref>

Teile seines beruflichen Nachlasses befinden sich im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin.<ref>Bestand zu Otto Firle im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin</ref>

Bauten und Entwürfe

Datei:Bundesarchiv Bild 146-1987-031-28, Berlin, Europahaus.jpg
Europahaus (linker Bauteil), Foto 1936

Gedenken

Am 5. Mai 2024 wurden vor seinem ehemaligen Wohnort, Berlin-Dahlem, Breitenbachplatz 18, Stolpersteine für ihn und seine Ehefrau verlegt.

Literatur

  • Firle, Otto. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 2: E–J. E. A. Seemann, Leipzig 1955, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
  • Gabriele Goettle: Herrenloses Gut. In: Deutsche Bräuche. Eichborn, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-8218-4442-6, S. 270–286.
  • Christian Welzbacher: Firle, Otto. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 40, Saur, München u. a. 2004, ISBN 3-598-22780-9.
  • Matthias Donath: Architektur in Berlin 1933–1945. Ein Stadtführer. Berlin 2004, ISBN 3-936872-26-0.

Weblinks

Commons: Otto Firle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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