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Journalistenpreis

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Journalistenpreise sind Auszeichnungen für exzellente journalistische (Sparten-)Arbeiten in dem von der Ausschreibung erfassten Zeitraum, der gewöhnlich ein oder zwei Jahre umfasst.

Im deutschen Sprachraum spielen Journalistenpreise nicht die herausragende Rolle, die beispielsweise der Pulitzer-Preis in den USA hat. 2025 gab es in Deutschland 532 Journalistenpreise (inklusive Nachwuchspreise und Stipendien).<ref>Übersicht der Journalistenpreise. In: journalistenpreise.de. Johann Oberauer GmbH, abgerufen am 25. Februar 2026.</ref>

Deutschsprachige Journalistenpreise

Journalistenpreise mit besonders hohem Ansehen

Journalistenpreis Stifter / Träger Jury Seit Vergabe
Stern-Preis
für journalistische Arbeiten in deutschsprachigen Zeitungen, Zeitschriften und Online-Medien
Seit 2005 stern und G+J; hervorgegangen aus dem Egon-Erwin-Kisch-Preis Auswahl von wechselnden Journalisten und Medienmanagern 2005 Wird jährlich in fünf Kategorien sowie für Pressefreiheit und Lebenswerk vergeben; insgesamt dotiert mit 30.000 EUR.
Theodor-Wolff-Preis
für herausragenden Journalismus in deutschen Zeitungen und deren Online-Ausgaben
Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) 9 Zeitungsjournalisten, unter anderem Peter Stefan Herbst, Annette Ramelsberger und Nikolaus Blome 1962 Wird jährlich in fünf gleichberechtigten Klassen vergeben und ist mit je 6.000 EUR dotiert. Zusätzlich kann ein Preis für das Lebenswerk vergeben werden.
Zürcher Journalistenpreis
für in der Deutschschweiz veröffentlichte Arbeiten
Zürcher Presseverein (ZPV) 5 Schweizer Journalisten, unter anderem Margrit Sprecher 1981 Wird jährlich vergeben. Zusätzlich kann ein Preis für das Lebenswerk vergeben werden.
Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis
für in Österreich veröffentlichte Arbeiten
Ursprünglich ÖGB und BAWAG, seit 1984 Österreichischer Journalisten Club (ÖJC) Journalisten, die Mitglieder des ÖJC sind. 1964 Wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 7.000 EUR dotiert.

Journalismus allgemein

Politik

Wirtschaft

Kunst/Kultur

Regional

  • BIGSAS Journalistenpreis für Afrika-Journalismus (Print und Online, 2500 Euro Preisgeld, vergeben von der Bayreuth International Graduate School of African Studies)
  • Deutsch-Französischer Journalistenpreis für Deutsch-Französische Völkerverständigung (mehrere Kategorien bis zu 6.000 Euro jährlich seit 1983 von deutschen und französischen Medien und Organisationen)
  • Deutsch-Polnischer Journalistenpreis für Deutsch-Polnische Völkerverständigung (mehrere Kategorien bis zu 5.000 Euro jährlich seit 1997 von Administrationen der Region und verschiedenen Organisationen)
  • Hessischer Journalistenpreis zur Identität Hessens (mehrere Preisträger, insgesamt 12.000 Euro jährlich, seit 2006 von Sparda-Bank Hessen und DJV Hessen)
  • Lorry (Journalistenpreis) für besondere Berichterstattung über die Metropole Ruhr (seit dem Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010)
  • Pressefoto Hessen für Pressefotografen, die für Aufmerksamkeit in den Medien gesorgt sowie zur Stärkung der Identität des Landes Hessen beigetragen haben (mehrere Preisträger, insgesamt 3.500 Euro jährlich, von 2007 bis 2022 von DJV Hessen und Thüringen gemeinsam als „PresseFoto Hessen-Thüringen“)
  • Recherchepreis Osteuropa (Recherchen zu Sozialreportagen aus den Ländern Mittel-, Südost- und Osteuropas mit dem Fokus auf den Alltag, die Menschen, den Umgang mit gesellschaftlichen Umbrüchen oder die Lebensumstände von Randgruppen, seit 2015 von der Diakonie Württemberg)

Wissenschaft/Technik/Medizin/Energiewende

Umwelt/Ernährung

Gesellschaft/Soziales/Kirche

Sonstige

Noch nicht etablierte Journalistenpreise für deutschsprachige Journalisten

Vorlage:Hinweisbaustein

Die folgenden Journalistenpreise sind noch nicht etabliert, das heißt die Erstverleihung liegt noch keine fünf Jahre zurück, beziehungsweise sie sind noch nicht mindestens dreimal vergeben worden.

Nachwuchs- und Förderpreise für deutschsprachige Journalisten

Die folgenden Journalistenpreise richten sich an den journalistischen Nachwuchs bis hinunter zu Redakteuren von Schülerzeitungen; üblicherweise liegt die Altersgrenze nach oben jedoch bei 35 Jahren. Bei Förderpreisen steht neben der Preiswürdigkeit des Ausgezeichneten oft die Finanzierung einer weiteren Ausbildungsstufe – zum Beispiel eines Auslandsaufenthalts oder eines Volontariats – im Vordergrund. Daher können Nachwuchs- und Förderpreise nicht mit den allgemein zugänglichen Preisen verglichen werden und werden hier extra aufgeführt.

Nicht mehr vergebene Preise

Journalistenpreise außerhalb des deutschsprachigen Raumes

Kritik an Journalistenpreisen

Über die oben genannten Journalistenpreise hinaus gibt es eine große Zahl weiterer Journalistenpreise, die von Unternehmen oder Verbänden ausgeschrieben werden (siehe dazu auch den unten angegebenen Link des BDZV). Dabei handelt es sich häufig um Public-Relations-Instrumente, mit deren Hilfe die Ausschreibenden die Aufmerksamkeit von Journalisten auf sich zu ziehen beabsichtigen, die Medienpräsenz eines bestimmten Themas fördern möchten oder andere PR-Ziele verfolgen.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />