Nierst
Nierst Stadt Meerbusch
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1466)&title=Nierst 51° 19′ N, 6° 43′ O
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| Höhe: | 33 m | |||||
| Fläche: | 7,22 km² | |||||
| Einwohner: | 1466 (2021)<ref>Statistisches Jahrbuch 2021. (PDF; 1,13 MB) Stadt Meerbusch, S. 3, abgerufen am 1. September 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 203 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1970 | |||||
| Postleitzahl: | 40668 | |||||
| Vorwahl: | 02150 | |||||
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Bild:Stadtbezirk Meerbusch Nierst.svg|rahmenlos|268x335px|zentriert|Karte poly 387 96 436 15 500 76 533 128 527 193 479 171 477 208 460 199 430 155 395 172 375 139 381 126 367 104 Nierst poly 267 164 333 106 369 107 380 125 374 140 396 174 390 196 377 213 353 245 354 254 313 268 287 281 264 279 272 240 243 245 264 184 273 181 Lank-Latum poly 141 180 162 164 191 169 215 179 263 160 271 183 259 182 244 242 231 241 230 250 244 261 238 276 195 246 182 296 151 311 133 287 133 233 137 196 Ossum-Bösinghoven poly 13 300 79 301 129 287 242 409 270 411 251 437 219 429 160 494 144 474 121 477 100 417 50 431 19 347 Osterath poly 378 357 347 387 316 381 303 347 316 323 334 315 317 283 302 273 356 251 353 241 380 213 433 248 440 239 450 249 445 275 458 277 470 267 445 307 438 321 423 319 399 366 Ilverich poly 376 216 397 174 435 163 474 208 485 174 520 189 470 269 455 275 430 246 Langst-Kierst poly 287 376 265 357 255 375 263 412 237 410 151 306 183 291 197 250 239 276 243 259 233 249 229 233 266 235 267 275 285 282 308 270 335 312 312 320 300 346 306 364 Strümp poly 260 506 240 471 250 433 265 412 254 375 267 358 285 373 308 365 315 385 345 389 379 355 394 366 421 321 438 324 413 360 428 397 457 434 502 462 487 491 472 522 444 563 413 582 363 580 335 591 312 576 297 580 264 521 Büderich_(Meerbusch) desc bottom-right </imagemap>Lage von Nierst in Meerbusch
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Nierst ist einer der kleineren Ortsteile von Meerbusch. Es ist die nördlichste der drei Rheingemeinden.
Geschichte
Im Jahre 1166 wurde Nierst erstmals urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde bestätigte Hildegundis von Meer dem Seisthof (heute: Siegershof) in Nierst seine Abgabenfreiheit und Gerichtsbarkeit. Der Seisthof unterstand damals dem Kloster Meer. Im Jahre 1185 wurde in einer weiteren Urkunde der Werthof genannt. Von 1392 bis 1794 gehörte Nierst zum kurkölnischen Amte Linn. Nierst wurde als freie Herrlichkeit bezeichnet; dieser Status hatte u. a. zur Konsequenz, dass gesuchte Personen sich drei Tage in Nierst aufhalten konnten, ohne festgenommen zu werden. Die Hochgerichtsbarkeit blieb bei Kurköln.
Bis zur Gebietsreform 1970 gehörte Nierst als Gemeinde zum Amt Lank und damit zum Kreis Kempen-Krefeld. Mit der Neugliederung kam Nierst am 1. Januar 1970 zur neu gegründeten Stadt Meerbusch.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 114.</ref>
Der Landtag von Nordrhein-Westfalen beschloss 1974 die Auflösung der Stadt Meerbusch und die Eingliederung von Nierst in die Stadt Krefeld.<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 40.</ref> Die Stadt Meerbusch erwirkte jedoch beim Verfassungsgericht in Münster die Aussetzung des Auflösungsbeschlusses. Der Landtag von Nordrhein-Westfalen bestätigte daraufhin 1976 die Existenz der Stadt Meerbusch.
Name
Der Name Nierst geht zurück auf die Bezeichnung Niederseist. Seist war in fränkischer Zeit ein Begriff für größere Flussinseln. Die Namen der Nachbarorte Langst und Kierst gehen zurück auf Langenseist und Kirchseist.
Kultur
Die alten Höfe Seisthof und Werthof werden vermutlich Kapellen besessen haben. Genaue Daten eines Kirchenbaus sind unbekannt. Die Wahl des Schutzheiligen – St. Cyriakus – spricht für eine Gründung der Kirchengemeinde vor dem 9. Jahrhundert. Um 1460 wurde das Langhaus der damals existierenden Kapelle durch einen gotischen Neubau ersetzt. Die gesamte Kapelle – mit einem noch romanischen Turm – wurde im Jahre 1896 abgerissen.
Die heutige Kirche St. Cyriakus wurde 1895 eingeweiht.
Brauchtum
Von großer Bedeutung ist in Nierst der Karneval. Der 1905 gegründete Karnevalsverein „Kött on Kleen“ veranstaltet jedes Jahr im Festzelt Sitzungen und Bälle; am wichtigsten ist aber der Rosenmontagszug, der unter großer Anteilnahme des Ortes den ganzen Tag durch Nierst zieht.
Einzelnachweise
<references />
Quellen
- Festkomitee 800-Jahr-Feier Nierst 1985: Nierst ein Dorf am Niederrhein., 1985
- Pfarrgemeinderat der Vikarie St. Cyriakus (Hrsg.): 100 Jahre St. Cyriakus Nierst, 1995
- Walter Rau (Hrsg.): Amt Lank. Walter-Rau-Verlag, Düsseldorf 1970.
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