Zum Inhalt springen

Lee Kun-hee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 18. Juni 2025 um 20:41 Uhr durch 178.9.138.185 (Diskussion) (Verurteilungen und Begnadigungen: Das Wort ergibt an dieser Stelle keinen Sinn.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Vorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/Namen
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Datei:Lee Kun-Hee.jpg
Lee Kun-hee (2013)

Lee Kun-hee (* 9. Januar 1942 in Uiryeong;<ref name="Brit">Louis Kraar: Lee Kun-Hee. In: Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> † 25. Oktober 2020<ref name="NYT-2020">Raymond Zhong: Lee Kun-hee, 78, Who Transformed Samsung Into an Electronics Titan, Dies. In: The New York Times, 25. Oktober 2020.</ref> in Seoul) war ein südkoreanischer Unternehmer und Leiter des Samsung-Konzerns.

Schule und Bildung

Lee Kun-hee war der jüngste Sohn des Samsung-Gründers Lee Byung-chull.<ref name="Brit" /> Er galt als guter Schüler und nahm während seiner Schulzeit auf Wunsch seines Vaters an einem Austauschprogramm in Japan teil.<ref>Takahiro Namura, Michito Ida: Samsung Chairman Lee Kun-hee, Flexible Thinker, Learned from Japan. In: japan-forward.com. 4. November 2020, abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Lee hatte einen Abschluss in Wirtschaft, den er 1965 an der Waseda-Universität erworben hat, hinzu kam ein MBA-Studium an der George Washington University.<ref>Nach Angaben der Encyclopædia Britannica (Louis Kraar: Lee Kun-Hee. In: Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).) mit, nach Angaben der New York Times (Raymond Zhong: Lee Kun-hee, 78, Who Transformed Samsung Into an Electronics Titan, Dies. In: The New York Times, 25. Oktober 2020) ohne Abschluss.</ref>

Leitung von Samsung

1968 trat er bei Samsung ein und wirkte in den Bereichen Elektronik, Maschinen, Chemikalien und Finanzdienstleistungen.<ref name="Brit" /> Seit 1979 war er Stellvertretender CEO.<ref name="NYT-2020" /> Nach dem Tod seines Vaters<ref name="NYT-2020" /> wurde er 1987 CEO des Samsung-Konzerns, ein Amt, das er bis 2008 und dann erneut von 2010 bis 2020 innehatte.<ref name="Brit" /> 1993 initiierte er einen kulturellen Wandel im Unternehmen: Fehler von Vorgesetzten anzusprechen, war kein Tabu mehr, Frauen konnten Führungspositionen besetzen, Qualität hatte höheren Stellenwert als Quantität, Prozesse wurden entbürokratisiert.<ref name="Brit" /> In seiner Zeit als Lenker von Samsung entwickelte sich die Unternehmensgruppe zu einem führenden Anbieter von Speicherchips, Flachbildschirmen und Smartphones.<ref name="NYT-2020" /> 2014 übernahm sein Sohn Lee Jae-yong die Aufgabe, Samsung zu führen und zu repräsentieren.<ref name="NYT-2020" />

Verurteilungen und Begnadigungen

Lee war 1996 zusammen mit zehn weiteren südkoreanischen Unternehmern in einen Spendenskandal um die früheren Präsidenten Chun Doo-hwan und Roh Tae-woo verwickelt. Gerichtlich wurden die Zahlungen als Bestechungsgelder gewertet. Lee erhielt im August 1996 eine dreijährige Freiheitsstrafe auf Bewährung. 1997 wurde er von Präsident Kim Young-sam begnadigt.<ref name="Spiegel">Lee Kun-hee, Sohn des Samsung-Gründers, ist tot. In: Der Spiegel (online). 25. Oktober 2020, abgerufen am 20. Oktober 2022.</ref><ref name="Brit" />

Im Frühjahr 2008 führten Ermittlungen wegen Bestechungen zu seinem zwischenzeitlichen Rücktritt als CEO der Samsung-Gruppe. Im darauf folgenden Jahr folgte seine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung und Vertrauensbruchs. Das Gericht setzte erneut eine Bewährungsstrafe von drei Jahren fest, außerdem erhielt Lee eine Geldstrafe in Höhe von 110 Mrd. Won (89 Mio. US-Dollar). Die südkoreanische Regierung begnadigte ihn schon Ende 2009, weil er bei der Bewerbung Südkoreas für die Olympischen Winterspiele 2018 mitwirken sollte.<ref>Former Samsung chief handed suspended jail term. In: CNN. 14. August 2008, abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="Spiegel" />

Sport, Kunstsammlung und Mäzenatentum

Als jugendlicher Schüler betätigte er sich im Ringkampf.<ref name="NYT-2020" /> Später fuhr er Sportwagenrennen, war aktiver Reiter und agierte als Präsident des koreanischen Amateur-Ringerverbandes.<ref name="Brit" /> Zudem und besaß er das Baseballteam Samsung Lions.<ref name="Kor-H">Ahn Sung-mi: Lee’s weighty legacy in arts, sports and even inter-Korean relations. In: The Korea Herald. 25. Oktober 2020, abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 1996 bis 2017 wurde er Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee.<ref name="Kor-H" />

Lee Kun-hee war Kunstsammler und Mäzen. Seine private Kunstsammlung aus rund 23.000 koreanischen und westlichen Objekten,<ref name="23T">Park Yuna: Around 23,000 artworks owned by late Samsung chairman to be donated. In: The Korea Herald. 28. April 2021, abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> bestehend aus Bildern, Skulpturen, Keramiken, Porzellan und alten Büchern,<ref name="NZZ">Hoo Nam Seelmann: Ein warmer Kunstregen für Südkorea. In: Neue Zürcher Zeitung, 10. Mai 2021.</ref> hatte zuletzt einen geschätzten Wert von 10 Billionen Won.<ref name="inheritance">Song Su-hyun: Samsung inheritance, a record unlikely to be broken. In: The Korea Herald. 28. April 2021, abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er vererbte den Großteil seiner Werke dem koreanischen Nationalmuseum, darunter 60 Werke, die zum Nationalschatz gehören. Das koreanische Nationalmuseum der modernen Kunst erhielt etwa 1500 Werke, darunter zeitgenössische koreanische Kunstschaffende wie Kim Whanki, Lee Jung Seob und Park Soo-keun, sowie zeitgenössische westliche Künstler wie Monet, Renoir, Pissarro, Picasso, Chagall, Dalí, Miró, Bacon, Magritte und Rodin.<ref name="NZZ" />

Lee teilte seine Leidenschaft mit seiner Ehefrau, die lange das Privatmuseum Leeum in Seoul und das Ho-Am Art Museum leitete.<ref name="NZZ" />

Vermögen

Mit einem geschätzten Vermögen von 16,8 Milliarden US-Dollar gehörte er im Jahr 2017 laut Forbes Magazine zu den 100 reichsten Menschen der Welt und war der reichste Südkoreaner.<ref name="forbes2013">Forbes.com: Profil von Lee Kun-hee (2017). Abgerufen am 29. Juni 2017 (englisch).</ref> 2020 taxierte Forbes sein Vermögen auf 17,3 Milliarden Dollar.<ref name="Forbes-2020" />

Um die Steuerschuld zu verringern, spendeten die Haupterben unter anderem seine private Kunstsammlung.<ref name="inheritance" /><ref name="23T" />

Herzinfarkt und Tod

Im Mai 2014 erlitt er einen Herzinfarkt<ref>Kim Yoo-chul: Lee Kun-hee suffers from heart attack. In: The Korea Times. 11. Mai 2014, abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und lag seither im Koma.<ref name="Forbes-2020">Lee Kun-hee. In: Forbes. Abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er starb am 25. Oktober 2020 in Seoul.

Familie

Lee war mit Hong Ra-hee verheiratet und hatte drei Töchter und einen Sohn.<ref name="NYT-2020" /> Seine Tochter Lee Boo-jin ist CEO eines südkoreanischen Betreibers von Luxushotels und Duty-free-Shops.<ref>Choi Ha Rin: Samsung heir Lee Boo-jin: the Hotel Shilla CEO finalised a dramatic divorce in 2020, but she’s also a style icon with a big heart. In: scmp. 1. Juni 2021, abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ihre Schwester Lee Seo-hyun leitet eine wohltätige Samsung-Stiftung.<ref>Lee Seo-hyun. In: Forbes. Abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im November 2005 suizidierte sich Lees jüngste Tochter, Lee Yoon-hyung, im Alter von 26 Jahren in Lower Manhattan, New York.<ref>Al Baker: After Samsung Reports Accident, Painful Details of Suicide Emerge. In: The New York Times. 26. November 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. August 2015; abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seine Schwester Lee Myung-hee ist Vorsitzende der südkoreanischen Unternehmensgruppe Shinsegae und eine der reichsten Frauen Südkoreas.<ref>Lee Myung-hee. In: Forbes. Abgerufen am 20. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks

Commons: Lee Kun-hee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein

Vorlage:Hinweisbaustein