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Frithjof Vierock

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Frithjof Vierock (* 28. August 1943 in Eisenach; † 4. Juli 2020 in München<ref>Frithjof Vierock – Biografie. In: IMDb. Abgerufen am 26. Oktober 2025.</ref>) war ein deutscher Theater-, Film- und Fernsehschauspieler.<ref>Frithjof Vierock | Schauspieler. Abgerufen am 29. Mai 2024.</ref>

Leben

Frithjof Vierocks Vater war der expressionistische akademische Künstler (Maler) Henry Vierock,<ref>Galerie der Künstler / 1977 — 2014. (PDF) Berufsverband Bildender Künstler München und Oberbayern e. V., abgerufen am 17. August 2025.</ref><ref>Franziska Vierock, Kassandra Kemmerle: Paul, sprich mit mir. TWENTYSIX, 11. Januar 2019, abgerufen am 17. August 2025.</ref> seine Mutter die Musikerin Franziska „Frieda“ Vierock, geborene Pistorius. Seine Großtante war die Schauspielerin Jessie Vihrog.

Frithjof Vierock wuchs in München auf. Nach der Mittleren Reife besuchte er eine Berufsschule für Tänzer und Musiker, später nahm er in München bis 1962 Schauspielunterricht bei Ado Riegler und dessen Frau Martina Eginhardt. In der bayerischen Landeshauptstadt erhielt Vierock bereits Ende der 1950er-Jahre erste Rollen an der Fitz-Kinderbühne und dem damaligen Theater der Jugend. 1962 absolvierte er in München die Schauspielabschlussprüfung. Von Anfang an als freier Schauspieler tätig, hatte Vierock Stückverträge an zahlreichen renommierten Münchner Bühnen wie dem Bayerischen Staatsschauspiel, dem Staatstheater am Gärtnerplatz und der Kleinen Freiheit. Weitere Verpflichtungen mit Theater-Gastverträgen führten ihn an die Stuttgarter Komödie im Marquardt und das Theater am Kurfürstendamm in Berlin;<ref name="fv">Langen-Müllers Schauspieler-Lexikon der Gegenwart. Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3.</ref> er nahm zudem an Theatertourneen teil.

Rollen Vierocks waren neben anderen Gottliebchen in Christian Dietrich Grabbes Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung, Fabian in Pioniere in Ingolstadt von Marieluise Fleißer, Barnaby Tucker im Musical Hello, Dolly! von Jerry Herman, Collin in Die Grasharfe nach dem gleichnamigen Roman von Truman Capote oder Nestor le Fripé im Musical Irma la Douce von Marguerite Monnot und Alexandre Brefford. Vierock spielte hierbei unter namhaften Regisseuren wie Axel von Ambesser, Niels-Peter Rudolph, Rolf Henniger und Karin Jacobsen.<ref name="fv" />

Im Jahr 1958 spielte Vierock in Hula-Hopp, Conny (mit Conny Froboess) einen Lehrjungen in einem Kaufhaus; als Jugendlicher stand Frithjof Vierock 1960 in dem Musikfilm Im weissen Rössl an der Seite von Peter Alexander vor der Kamera, sowie 1962 mit Freddy Quinn in dem Film Freddy und das Lied der Südsee. Vor allem in den 1970er-Jahren spielte er in vielen bekannten TV-Serien mit.

Bundesweit bekannt wurde Vierock als Gustl Seiler in Helmut Dietls Serie Münchner Geschichten.<ref>Frithjof Vierock. Abgerufen am 29. Mai 2024.</ref><ref>OFDb - Frithjof Vierock (Darsteller). Abgerufen am 29. Mai 2024.</ref><ref>imfernsehen GmbH & Co KG: Filmografie Frithjof Vierock. Abgerufen am 29. Mai 2024.</ref> Er wirkte als Schauspieler vor der Kamera bis zum Jahr 2007 in mehr als 100 Film-und-Fernsehproduktionen mit, allein bis 1985 in zehn Spielfilmen und über 100 Fernsehspielen.

Frithjof Vierock war ab 1974 verheiratet mit Branka Vierock, geborener Pesusic, und wohnte zuletzt im Münchner Stadtteil Laim. In seinen letzten Lebensjahren hatte er sich größtenteils aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und litt an einer Lungenkrankheit.<ref>Servus Gustl – Frithjof Vierock ist gestorben. In: Abendzeitung. PressReader.com, 8. September 2020, abgerufen am 9. September 2020.</ref> Vierock starb im Juli 2020 im Alter von 76 Jahren und wurde in einem Baumgrab auf dem Urnenhain des Münchner Waldfriedhofs beigesetzt.<ref>Klaus Nerger: Das Grab von Frithjof Vierock. In: knerger.de. Abgerufen am 29. Juni 2021.</ref>

Filmografie (Auswahl)

Kino

Fernsehen

Weitere Gastauftritte in Fernsehserien

Belege und Literatur

  • Vierock, Frithjof. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1280.
  • Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag, München/Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 1053.
  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 180.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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