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Im weissen Rössl (1960)

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Produktionsland Österreich, Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1960
Länge 103 Minuten
Altersfreigabe

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Produktions­unternehmen Carlton-Sascha/Constantin
Stab
Regie Werner Jacobs
Drehbuch Helmuth M. Backhaus,
Janne Furch
Produktion Günther Stapenhorst,
Herbert Gruber
Musik Ralph Benatzky (Operette),
Heinz Gietz (Bearbeitung),
Johannes Fehring (Leitung)
Kamera Heinz Schnackertz
Schnitt Arnd Heyne
Besetzung

sowie ungenannt

Im weissen Rössl ist eine österreichisch-deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 1960 mit den Hauptdarstellern Waltraut Haas und Peter Alexander sowie mit Karin Dor, Adrian Hoven, Estella Blain, Gunther Philipp und Werner Finck in tragenden Rollen.

Es handelt sich um eine Verfilmung der Operette Im weißen Rößl von Ralph Benatzky sowie nach Erik Charells Im weissen Rössl, gegründet auf das Singspiel von Hans Müller-Einigen, Ralph Benatzky, Robert Gilbert und Erik Charell nach einer Komödie von Oscar Blumenthal und Gustaf Kadelburg. Gedreht wurde an den Originalschauplätzen am österreichischen Wolfgangsee. Diese Filmversion stützt sich auf die Operette, nimmt aber zahlreiche Veränderungen vor. So wurde die Handlung in die Gegenwart versetzt, was es ermöglichte, dass Sigismund Sülzheimer in einem Hubschrauber vor dem Hotel Weißes Rössl eintrifft. Ottilie Giesecke wurde in Brigitte umbenannt. Die Musik reicht von authentischer alpenländischer Musik, u. a. gespielt vom Heurigen-Musiker Anton Karas, bis zu modernen Arrangements von Heinz Gietz, die auch Swing- und Schlager-Elemente enthalten.<ref>Im weissen Rössl.(1960) Soundtrack in der IMDb. Abgerufen am 2. Dezember 2021.</ref>

Handlung

Im Hotel „Im weißen Rößl“ ist Hochsaison. Das Personal ist überfordert, Oberkellner Leopold Brandmeyer schafft es aber immer wieder, mit seinem Gesang auch die unzufriedenen Gäste zu beruhigen.

Bei seiner Chefin Josepha Vogelhuber hat er mit seinem Charme weniger Erfolg. Seine Annäherungsversuche scheitern regelmäßig und werden von Josepha zurückgewiesen. Sie ist verliebt in den Berliner Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler, einen langjährigen Stammgast, der für den Nachmittag erwartet und dann herzlich von ihr begrüßt wird.

Der hat jedoch schon ein Auge auf Brigitte geworfen, der Tochter des Berliner Haarwuchsmittel-Fabrikanten Wilhelm Giesecke, der nur auf ihren Drängen hin einige Tage Urlaub macht. Dieser hegt einen Groll gegen Siedler und dessen Mandanten, seinen Erzkonkurrenten Sülzheimer, hält er doch einen Gerichtsprozess gegen beide am Laufen. Brigitte hindert dies jedoch nicht daran, den Avancen Siedlers nachzugeben, der sich Holz über Kopf in die junge Frau verliebt hat. Wilhelm, der noch nichts davon weiß, plant Brigitte mit Sülzheimers Sohn zu verkuppeln.

Als es zwischen Josepha und Leopold, der sie wissen lässt, dass Siedler sich in Brigitte Giesecke verliebt habe, zu einem Streit kommt, wird ihm gekündigt. Inzwischen ist auch der Weiberheld Sigismund, der Sohn des Fabrikanten Sülzheimer, im Hotel eingetroffen. Bei der Anreise hat er sich in das lispelnde Klärchen, die Tochter des skurrilen Insektenforschers Professor Hinzelmann, verliebt. Gieseckes Plan, seine Tochter mit Sigismund Sülzheimer zu verkuppeln, ist daher zum Scheitern verurteilt.

Der gekündigte Leopold sieht sich gezwungen, außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen, um seiner verehrten Josepha die Augen zu öffnen. Er zieht als Gast ins Hotel ein und freut sich über das nun entstehende Chaos. So gelingt es ihm dann auch, Josepha die Augen zu öffnen und endlich zu erkennen, wie wichtig Leopold nicht nur für das Hotel ist.

Es stellt sich inzwischen heraus, dass die Haarwuchsmittel beider Fabrikanten untauglich sind. Erst miteinander kombiniert stellt sich eine überaus effektive Wirkung ein. Die beiden Fabrikanten vertragen sich und beenden das laufende Verfahren. Wilhelm stimmt endlich der Beziehung zwischen Brigitte und Otto zu.

So lösen sich alle Intrigen und turbulenten Verwicklungen und Leopold gewinnt doch noch Josephas Herz. Am Ende finden im „Weißen Rössl“ drei Verlobungsfeiern statt.

Produktion

Produktionsnotizen

Die Außenaufnahmen für den Film fanden im Sommer 1960 an Originalschauplätzen in Sankt Wolfgang statt, die Innenaufnahmen wurden im Herbst u. a. in der Kaiservilla in Bad Ischl nachgeholt, außerdem entstanden einige Szenen in den Ateliers der Berglandfilm in Wels. Für die Bauten waren Wolf Englert und Sepp Rothauer verantwortlich, für die Kostüme Gerdago. Die Aufnahmeleitung des Films lag bei Felix Fohn und Max Weber, die Produktionsleitung bei Rudolf Wischert und Walter Tjaden, die Choreographie bei Mario del Marius. Der Weltvertrieb des Films erfolgte über die Omnia Deutsche Film Export GmbH.

Aufgrund der Verlegung der Handlung in die Zeit der Produktion entfiel der Auftritt des greisen Kaiser Franz Joseph, der durch eine kurze Anlege-Szene des Raddampfers Kaiser Franz Josef I. „ersetzt“ wurde.

Produzent Günter Stapenhorst zeichnete auch schon für die 1952 entstandene Verfilmung unter der Regie von Willi Forst verantwortlich.

Da in Österreich kein Hubschrauber für Filmaufnahmen zur Verfügung stand, musste ein deutscher Hubschrauber aufgrund der Zollbestimmungen demontiert auf einem LKW nach Österreich gebracht und dort wieder zusammengebaut werden. Bei den Dreharbeiten am Vorplatz des Hotels soll – so Waltraut Haas in ihren Memoiren – der vom Rotor des Hubschraubers entstandene Luftzug fast sämtliche Bäume im Umfeld und den Efeu an der Fassade entlaubt haben. Die Blätter mussten anschließend wieder mühsam angeklebt werden.<ref>Waltraut Haas, Marina C. Watteck: Jetzt sag ich's: Erinnerungen. Amalthea Signum, Wien 2018, ISBN 978-3-99050-120-7</ref>

Gefilmt wurde auf Farbfilm von Kodak-Eastmancolor, welcher im Kopierwerk Grinzing der Wien-Film entwickelt wurde. Die Verleih-Kopien erstellte die britische Technicolor in London. Die Uraufführung des Films fand am 21. Dezember 1960 in München im Mathäser statt.

Am 21. April 2017 gab Alive den Film in der Reihe „Juwelen der Filmgeschichte“ auf DVD und Blu-ray heraus.<ref>Im weissen Rössl Abb. DVD-Hülle filmjuwelen</ref>

Lieder im Film

Die Liedertexte stammen von Robert Gilbert, die Musik zum Lied Zuschaun kann ich nicht von Bruno Granichstädten.

  • Im weißen Rössl am Wolfgangsee (Peter Alexander mit Chor)
  • Es muss was Wunderbares sein (Peter Alexander)
  • Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein (Peter Alexander mit Chor)
  • Zuschau’n kann I net (Peter Alexander)
  • Was kann der Sigismund dafür (Gunther Philipp, Peter Alexander)
  • Es ist einmal im Leben so (Peter Alexander)
  • Das ist der Zauber der Saison (Peter Alexander mit Chor)
  • Aber meine Herrschaften (Peter Alexander)

Kritik

Auf der Seite rbb.online erfuhr der Film viel Lob: „Legendäre Adaption der gleichnamigen Operette. Getragen von einem glänzend aufgelegten Schauspielerensemble, erzählt der Film ebenso romantische wie turbulent-humorvolle Geschichten von Liebe, Lügen und Eifersüchteleien. Vor allem Peter Alexander brilliert und dominiert in der turbulenten Filmfassung von 1960, durch die einige Lieder endgültig zu Gassenhauern wurden.“<ref> Im weissen Rössl am Wolfgangsee wunschliste.de. Abgerufen am 1. April 2026.</ref>

Ganz anders sah das das Lexikon des internationalen Films, dessen Bewertung hart ausfiel: „Überladen, reich an plumper Situationskomik, arm an natürlicher Heiterkeit.“|<ref>Im weissen Rössl. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>

Manfred Hobsch stellte in den Filmblättern lapidar fest: „Die Story wurde ganz auf die Jetzt-Zeit gestellt und auf ‚Musical‘ getrimmt.“<ref>Manfred Hobsch: Liebe, Tanz und 1000 Schlagerfilme. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1998, S. 157.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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