Zum Inhalt springen

UPM-Kymmene

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Dezember 2025 um 08:51 Uhr durch imported>Bergfalke2 (Unternehmensstruktur).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
UPM-Kymmene Oyj

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | UPM Kymmene Logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN FI0009005987
Gründung 1996
Sitz Helsinki, FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland
Leitung Massimo Reynaudo, President & CEO<ref name="finanz2023">UPM Finanzbericht 2023. In: upm.com. UPM, 1. Februar 2024, abgerufen am 8. April 2024.</ref>
Mitarbeiterzahl 16.573<ref name="finanz2023" />
Umsatz 10,5 Mrd. Euro<ref name="finanz2023" />
Branche Papier, Veredelungs- und Holzprodukte
Website www.upm.de
Stand: 1. Februar 2024
Datei:WAZDruckhausEssen012.jpg
Eine Zeitungspapierrolle

UPM-Kymmene Oyj ist ein finnisches Unternehmen, das Papier, Zellstoff und Holzprodukte herstellt. Es entstand 1996 durch den Zusammenschluss der Unternehmen Kymmene Oy und Repola Oy<ref name="UPM_bis_1996" /> und ist der größte Papierkonzern Europas<ref>Die 10 größten Papierhersteller weltweit. Deutscher Drucker, Fachmagazin für die Druck- und Medienindustrie sowie alle angrenzenden Bereiche, abgerufen am 31. August 2020.</ref>.

Geschichte in Deutschland und Österreich

Im Jahr 2001 übernahm UPM die Augsburger Papierfabrik Haindl.<ref name="zeit_20011206" /> Seither waren dessen deutsche Standorte in Augsburg, Schongau und Schwedt/Oder und das österreichische Werk in Steyrermühl Mitglied im UPM-Konzern. Bereits seit 1967 ist Nordland Papier in Dörpen ein Bestandteil von UPM.

Am 21. Dezember 2010 teilte UPM den Kauf von Myllykoski Corporation und Rhein Papier GmbH mit.<ref name="upm_20101221" /> Die Europäische Kommission stimmte der Übernahme am 13. Juli 2011 ohne Auflagen zu.<ref>Foo Yun Chee: EU clears Finnish deal for UPM to acquire Myllykoski. Reuters, 13. Juli 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2013; abgerufen am 14. Juli 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 31. August 2011 gab UPM die Schließung der Werke Albbruck und Kouvola und die Stilllegung der Papiermaschine 3 in Ettringen bekannt.<ref>Paper News. UPM, 31. August 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Dezember 2013; abgerufen am 31. August 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „UPM plans to reduce 1.3 million tonnes of paper in Europe“</ref> UPM stellte die Produktion grafischer Druckpapiere am Standort Albbruck (vormals Papierfabrik Albbruck des Unternehmens Myllykoski) im Januar 2012 endgültig ein und verkaufte die stillgelegte Papierfabrik an die Karl Unternehmensgruppe.<ref name="Südkurier" /><ref>Presseportal. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Dezember 2012; abgerufen am 25. Oktober 2012.</ref>

Am 17. Januar 2013 gab UPM die Stilllegung einer weiteren Papiermaschine in Ettringen bekannt.<ref name="aa_20130117" />

Zum 1. Juli 2016 verkaufte UPM die Papierfabrik in Schwedt/Oder an die LEIPA Georg Leinfelder GmbH.<ref name="leipa_20160701" /> Am 3. November 2016 gab UPM die Stilllegung einer Papiermaschine und die Entlassung von 150 Mitarbeitern im Werk Augsburg bekannt; zeitgleich dazu die Stilllegung einer Papiermaschine und die Entlassung von 125 Mitarbeitern im Werk Steyrermühl.<ref name="upm_20161103" />

Unternehmensstruktur

Datei:UPM-Kymmenen pääkonttorirakennus.jpg
UPM in Helsinki

UPM zählt zu den weltweit führenden Forst- und Papierkonzernen. Der Firmensitz ist Helsinki, Finnland. Die Geschäftstätigkeit des international tätigen Unternehmens konzentriert sich auf Magazin- und Zeitungsdruckpapiere, Fein- und Spezialpapiere, Veredelungs- und Holzprodukte. Ab Dezember 2008 wurde die Struktur des Unternehmens auf die drei Sparten „Energy and Pulp“, „Paper“ und „Engineered Materials“ reduziert. In die Verantwortung des Geschäftsbereichs „Energy and Pulp“ fallen Forstwirtschaft, Holzbeschaffung sowie das Nutzholz-Geschäft. Die Entwicklung und Herstellung von Biobrennstoffen ist ebenfalls Teil dieser Einheit. Der Bereich „Paper“ besteht aus dem Magazin-, Fein-, Spezial- und dem Zeitungsdruckpapiergeschäft. Die Sparte „Engineered Materials“ besteht aus den Bereichen Etikettenmaterialien, Sperrholz, Holz-Kunststoff-Verbundmaterialien und RFID.

Die Aktien von UPM werden an der Wertpapierbörse in Helsinki notiert. Das Unternehmen betreibt Produktionsstätten in 10 Ländern. Laut Jahresbericht 2023 beschäftigt es 16.573 Mitarbeiter und verzeichnet einen Umsatz von rund 10 Mrd. Euro.<ref>UPM Finanzbericht 2023. In: upm.com. UPM, 1. Februar 2024, abgerufen am 21. April 2024.</ref>

Produktionsstandorte

Deutschland

UPM betreibt in Deutschland sechs Produktionsstandorte für Papier.<ref name="UPM de">Produktionsstandorte. UPM GmbH, abgerufen am 18. Juni 2023.</ref>

Eine Bioraffinerie in Leuna ist in Bau. Dort sollen ab 2024, 220.000 t/Jahr Chemikalien aus Buchenholz gewonnen werden.

Österreich

China

Finnland

Frankreich

Die Papierfabrik UPM Chapelle Darblay in Métropole Rouen Normandie war spezialisiert auf Papier, das aus Altpapier hergestellt wird und hat 2020 die Produktion eingestellt.

Die Papierfabrik UPM Stracel in Straßburg wurde 2013 durch die Blue Paper SAS übernommen, einem Gemeinschaftsunternehmen der Klingele Papierwerke und der belgischen VPK Packaging Group, die dort seit 2013 Wellpappenrohpapiere herstellen.<ref>Klingele und VPK setzen Akzente am Verpackungsmarkt: UPM akzeptiert Kaufangebot für Papierfabrik Stracel.</ref> Der Standort Docelles in Lothringen wurde im Januar 2014 geschlossen.<ref>Martina Reinhardt: UPM schließt Papierfabrik Docelles in Frankreich endgültig. print.de, 22. Januar 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Juni 2014; abgerufen am 2. Juni 2014.</ref>

Vereinigtes Königreich

  • UPM Caledonian
  • UPM Shotton

Vereinigte Staaten

  • UPM Blandin
  • UPM Madison

Uruguay

  • UPM Fray Bentos: Zellstofffabrik mit einer Jahresproduktion von 1.100.000 Tonnen,
  • UPM Paso de los Toros in Centenario: Zellstofffabrik mit einer Jahresproduktion von 2.000.000 Tonnen.

Umwelt

Seit Ende 2009 strebt UPM als Bio- und Forstindustrieunternehmen eine neue Positionierung an. Die Produkte sollen aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden und wiederverwertbar sein. Deshalb bezeichnet sich das Unternehmen heute auch als „Biofore Company“. Der Begriff fasst die Wörter „Bio“ und „Forest“ (engl. für Wald) zusammen.<ref>"Biofore weckt Interesse" In: "The Griffin" – Öffentlicher Brief des CEO Jussi Pesonen</ref>

Das Unternehmen ist der weltweit größte Verarbeiter von Altpapier für die Herstellung grafischer Papiere<ref>Verlängerung der Produktlebensdauer durch innovatives Denken</ref> und setzt bei der Produktion auf ein ausgewogenes Verhältnis von Recyclingfasern und Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Letzteres wird dadurch sichergestellt, dass der größte Teil des verarbeiteten Holzes nach den internationalen Standards FSC oder PEFC zertifiziert ist. Darüber hinaus sollen Produktkettensysteme sicherstellen, dass das Holz aus legalen und nicht kontroversen Quellen stammt.

Alle Zellstoff- und Papierfabriken von Upm haben ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 und alle europäischen Standorte sowie UPMs Zellstofffabrik in Uruguay sind darüber hinaus EMAS-validiert.<ref>"UPM Umwelterklärung 2011"</ref> Bis auf ein Werk sind alle Sperrholzfabriken und Sägewerk nach ISO 14001 zertifiziert und das österreichische Sägewerk ist EMAS validiert. Ein großer Teil der Papierprodukte ist mit dem Umweltzeichen der Europäischen Union ausgezeichnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Papiere mit EU-Umweltzeichen", 2. Juni 2009 (Memento vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive) Druck&Medien, abgerufen am 14. Januar 2013.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Papiere von UPM Plattling erhalten das EU-Umweltzeichen", 9. Mai 2012 (Memento vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive) Druck&Medien, abgerufen am 14. Januar 2013.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Papiere von UPM Plattling erhalten das EU-Umweltzeichen", 9. Mai 2012 (Memento vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive) UPM Pressemeldung, abgerufen am 14. Januar 2013.</ref><ref>"UPM produziert erstes Zeitungsdruckpapier mit EU-Umweltzeichen", 27. September 2012 UPM Pressemeldung, abgerufen am 14. Januar 2013.</ref><ref>"Alle Future Papiere werden mit dem EU-Umweltzeichen ausgezeichnet" UPM Future Paper, abgerufen am 14. Januar 2013.</ref>

UPM erhielt 2010 den „Best Innovator“-Preis in der Kategorie „Nachhaltiges Innovationsmanagement“ für den Bodenbelag UPM ProFi Deck, einer Alternative für die Holzbohlen von Terrassen und Balkonen, bei der die Reststoffe aus der firmeneigenen Etikettenproduktion recycelt werden.<ref>Hans-Jürgen Klesse: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Teil der DNA. (Memento vom 11. Dezember 2013 im Internet Archive) (PDF; 1,7 MB) In: WirtschaftsWoche Nr. 5, vom 1. Februar 2010.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: UPM – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • UPM – The Biofore Company. UPM-Kymmene Oyj, abgerufen am 6. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Offizielle Website).
  • Willkommen bei UPM. UPM GmbH, abgerufen am 24. Januar 2013 (Offizielle deutsche Website).

Belege

<references> <ref name="aa_20130117"> Michael Kerler: Papierhersteller UPM: 155 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit. In: Wirtschaft. Augsburger Allgemeine, 17. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. März 2013; abgerufen am 19. Juni 2017: „Auch in anderen Werken des Konzerns werden Papiermaschinen stillgelegt oder sollen verkauft werden, darunter in Rauma in Finnland und in Docelles in Frankreich. Konzernweit müssen 860 Mitarbeiter um ihren Job bangen“ </ref> <ref name="leipa_20160701"> Übernahme des UPM Werkes Schwedt durch LEIPA am 1. Juli 2016 erfolgreich vollzogen. Start der Liner-Produktion nach Umbau für das 4. Quartal 2017 angestrebt. In: News. LEIPA Georg Leinfelder GmbH, 1. Juli 2016, abgerufen am 19. Juni 2017: „Das neue LEIPA Werk firmiert zukünftig als LEIPA Werk Schwedt Nord, im logischen Schluss firmiert der bereits bestehende Teil als LEIPA Werk Schwedt Süd.“ </ref> <ref name="Südkurier"> Kai Oldenburg: Papierfabrik: Investor plant Einstieg. Südkurier, 17. Januar 2012, abgerufen am 23. Januar 2013: „Die Karl-Gruppe aus Innernzell in Bayern will das komplette Gelände in Albbruck kaufen und einen Industriepark errichten.“ </ref> <ref name="UPM_bis_1996"> UPM-Kymmene 1996. (PDF) UPM-Kymmene Oyj, 23. Januar 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Mai 2015; abgerufen am 19. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Vorläufer der UPM-Kymmene Oyj). </ref> <ref name="upm_20101221"> UPM acquires Myllykoski. (PDF) UPM, 21. Dezember 2010, abgerufen am 20. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „UPM has signed an agreement to acquire Myllykoski, consisting of Myllykoski Corporation and Rhein Papier GmbH“ </ref> <ref name="upm_20161103"> UPM Paper ENA plant Kapazitätsreduzierung bei grafischen Papieren um 305.000 Tonnen in Europa. In: Pressemitteilungen. UPM, 3. November 2016, abgerufen am 5. November 2016. </ref> <ref name="zeit_20011206"> Ulrich Stock: Kyllä, se Augsburgin firma ostetaan! Verkaufen. Die Zeit, 6. Dezember 2001, abgerufen am 19. Juni 2017 (Presseartikel über den Verkauf von Haindl an UPM-Kymmene): „In der bayerischen Firma Haindl, Deutschlands größtem Papierhersteller, bestimmen seit dem 1. Dezember die Finnen. Lehrstück über ein außergewöhnliches Familienunternehmen in Zeiten der Globalisierung.“ </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Elisa | Fortum | Hiab | Huhtamäki | Kemira | Kesko | Kojamo | Kone | Konecranes | Mandatum | Metso | Neste | Nokia | Nokian Renkaat | Nordea | Orion | Outokumpu | Qt Group | Sampo | SSAB | Stora Enso | Tietoevry | UPM | Valmet | Wärtsilä Vorlage:Klappleiste/Ende